Verfasst: Donnerstag 9. November 2006, 10:58
Alethea hat geschrieben:... Habt ihr etwa nicht gewusst, was Fordyce bereits in seinem gewichtigen Werk "Der Charakter und das Verhalten des weiblichen Geschlechts" schrieb:
"Mir ist häufig aufgefallen, dass selbst vernünftige und rechtschaffene Frauen sich völlig vergaßen, in just dem Moment, als sie in die Zerstreuungen und Aufregungen der Stadt eintauchten! Ihre Köpfe wurden verwirrt durch den Strudel des modernen Lebens und ihre Herzen, die sich sonst in der Einsamkeit ihren Freunden zuwandten, wurden skrupellos oder völlig ausgeschaltet…Man kann keine Frau mit gutem Gewissen in London alleine lassen..."
Eine ganz logische Schlussfolgerung ist doch, dass die rechtschaffenen jungen Damen förmlich nach London strömten, um dieses schreckliche Bild zu widerlegen... :...
Das sahen die Viktorianer noch verbissener... Für diese waren die weiblichen Wesen geradezu schwachsinnig, und sie unbegleitet auf die Gesellschaft loszulassen so unbedacht, wie einem kleinen Kind eine ungesicherte geladene Waffe in die Hand zu drücken... das hing irgendwie mit der Erbsünde zusammen, glaube ich...
Aber London war nun mal die Hauptstadt der Welt und der Gipfel der Kultiviertheit - na ja und der Vergnügens auch... Denkt mal an den denkwürdigen Dialog, den Mr. Darcy mit der erbosten Mrs. Bennet über die Einförmigkeit des Landlebens führte
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Bruki

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Caro
Das hat mich wirklich verwundert.
