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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Dezember 2006, 11:09 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Unser Referendar hat uns ne Party geschmissen als Dankeschön für die tolle Prüfung und weil er im Naturwissenschaftlichen Bereich des öfteren versehentlich alles ausgeschaltet hat (Licht)...zum Schluss mit Absicht um die von ihm angegebenen 50 vor den Ferien voll zu machen. Und er war nicht kleinlich, das muss ich schon sagen. Wir durften ihn duzen und waren gute Kameraden. Tina

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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Verfasst: Mittwoch 20. Dezember 2006, 11:09 


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BeitragVerfasst: Mittwoch 20. Dezember 2006, 17:12 
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Naja, er kann es sich erlauben, in unserer Klasse Bücher zu verschenken, denn ich bin die einzige, die liest - sonst würde es auch teuer werden. Der Lehrer ist eigentlich cool, so ein väterlicher Typ, Mitte 50 (schätze ich mal) und son bisschen Hippie - aber das passt sehr gut. Mit ihm kann man wunderbar abschweifen und über Gott und die Welt reden.
Referendare :eek: darüber reden wir besser mal nicht - nur schlechte Erfahrungen.

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BeitragVerfasst: Montag 25. Dezember 2006, 22:43 
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ich hab grad ein Leseexemplar von dem Buch "Reality-Show" gelesen. Es kommt im März auf den Markt und ich kann es nur weiter empfehlen. Einfach... schockierend gut!

Es geht um einen TV Sender, der die ultimative Show insziniert. Er entführt ganz normale Menschen von der Straße und steckt sie in ein Konzentrationslager. Ein teil von diesen Menschen werden Wärter, der Rest Gefangene... alles in BigBrother Marnie. Und der Zuschauer wählt jeden Tag per Fernbedienung zwei Kandidaten zum Tode... live!

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 02:24 
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Ich lese gerade Elsemarie Maletzkes "Miss Burney trägt grün"... Und ich will jetzt nix hören, von wegen "igitt Fännficktschän"... Elsemarie hat schließlich lange genug ernsthafte Biografien verfasst, da wird man ihr ja wohl mal EINEN Ausrutscher gestatten :wink: ...

Bruki :cool:

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"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 12:00 
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Ich fand Maletzkes Biografie von Jane Austen sehr gut geschrieben. Humorvoll. Guter Stil. :ja: Wenn sie dieses Buch genauso geschrieben hat, ist es sicherlich ein Vergnügen es zu lesen! :wink:

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Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 12:42 
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Was habt ihr alle gegen FFs? Ist doch für jeden Möchtegernautoren ne gute Übung.

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 13:41 
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Nili hat geschrieben:
Was habt ihr alle gegen FFs? Ist doch für jeden Möchtegernautoren ne gute Übung.


Sei vorsichtig FF-Schreiber als "Möchtegernautoren" zu bezeichnen, das könnte manchen hier sehr übel aufstoßen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß........ :wink: :D

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The person, be it gentleman or lady, who has not pleasure in a good novel, must be intolerably stupid. -HenryTilney
„Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, daß er nicht danach handelt.“
Friedrich Dürrenmatt

What is written without effort
is in general read without pleasure-
Samuel Johnson.


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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 14:17 
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Alethea hat geschrieben:
Ich fand Maletzkes Biografie von Jane Austen sehr gut geschrieben. Humorvoll. Guter Stil. :ja: Wenn sie dieses Buch genauso geschrieben hat, ist es sicherlich ein Vergnügen es zu lesen! :wink:

Wobei ich allerdings sagen muss, dass mir unverständlich bleibt, was Elsemarie geritten hat, als sie annahm, sie müsse Fanny Burneys Bio aufpolieren :nein: ... Deren Leben war doch so schon bunt genug :ja: ... außerdem hab ich heute morgen feststellen müssen, dass Elsemarie aus der Bio Jane Austens eine Episode geklaut und kurzerhand Fanny Burney resp. deren französischem Mann zugeschrieben hat... sie schwingt zwar 'ne humorig-spitze Feder, aber bei der Phantasie scheint es zu hapern :aetsch: ...

Bruki :cool:

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Zuletzt geändert von Bruki am Dienstag 26. Dezember 2006, 14:47, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 14:42 
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simone1512 hat geschrieben:
Nili hat geschrieben:
Was habt ihr alle gegen FFs? Ist doch für jeden Möchtegernautoren ne gute Übung.


Sei vorsichtig FF-Schreiber als "Möchtegernautoren" zu bezeichnen, das könnte manchen hier sehr übel aufstoßen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß........ :wink: :D


*g* ich bin selbst FFAutorin *g* und ich sehs als Übung *g* Denn ich möchte gerne Autorin werden *g* Deswegen das Möchtegernautoren... ist doch nicht schlimm oder?

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 14:56 
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Nili hat geschrieben:
simone1512 hat geschrieben:
Nili hat geschrieben:
Was habt ihr alle gegen FFs? Ist doch für jeden Möchtegernautoren ne gute Übung.


Sei vorsichtig FF-Schreiber als "Möchtegernautoren" zu bezeichnen, das könnte manchen hier sehr übel aufstoßen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß........ :wink: :D


*g* ich bin selbst FFAutorin *g* und ich sehs als Übung *g* Denn ich möchte gerne Autorin werden *g* Deswegen das Möchtegernautoren... ist doch nicht schlimm oder?


ne, ich finds nicht schlimm (aber evt. andere), ich betrachte FF auch nur als Übung..... :wink: :razz:

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 14:59 
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simone1512 hat geschrieben:
ne, ich finds nicht schlimm (aber evt. andere), ich betrachte FF auch nur als Übung..... :wink: :razz:


außerdem ist es doch lustig ab und zu mal was über den "Star" zu lesen oder? Solange das nicht zu ernst ist und schmachtend. *g*

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 15:26 
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Bruki hat geschrieben:
Wobei ich allerdings sagen muss, dass mir unverständlich bleibt, was Elsemarie geritten hat, als sie annahm, sie müsse Fanny Burneys Bio aufpolieren :nein: ... Deren Leben war doch so schon bunt genug :ja: ... außerdem hab ich heute morgen feststellen müssen, dass Elsemarie aus der Bio Jane Austens eine Episode geklaut und kurzerhand Fanny Burney resp. deren französischem Mann zugeschrieben hat... sie schwingt zwar 'ne humorig-spitze Feder, aber bei der Phantasie scheint es zu hapern :aetsch: ...


Nun, das kannst du wohl am Besten beurteilen.
Welche Stelle ist es denn, die sie geklaut hat?

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BeitragVerfasst: Dienstag 26. Dezember 2006, 15:46 
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Alethea hat geschrieben:
Bruki hat geschrieben:
Wobei ich allerdings sagen muss, dass mir unverständlich bleibt, was Elsemarie geritten hat, als sie annahm, sie müsse Fanny Burneys Bio aufpolieren :nein: ... Deren Leben war doch so schon bunt genug :ja: ... außerdem hab ich heute morgen feststellen müssen, dass Elsemarie aus der Bio Jane Austens eine Episode geklaut und kurzerhand Fanny Burney resp. deren französischem Mann zugeschrieben hat... sie schwingt zwar 'ne humorig-spitze Feder, aber bei der Phantasie scheint es zu hapern :aetsch: ...

Nun, das kannst du wohl am Besten beurteilen. Welche Stelle ist es denn, die sie geklaut hat?

Du weißt schon: Das Teil, wo die Austens beinahe zu einer Sträflingsfamilie geworden wären wegen der räuberischen Tante Leigh-Perrot aus Bath, mit ihrem "unbezwingbaren Hang zum Diebstahl"... bei Elsemarie Maletzke erwischt es allerdings den "französischen Herrn" d'Arbley, und seine spätere Ehefrau, die wachsame Fanny Burney, rettet ihm mit ihrer Geistesgegenwart den Hals, ehe er wie Mrs. Leigh-Perrot ins Kittchen wandern muss...

Bruki :cool:

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Zuletzt geändert von Bruki am Mittwoch 27. Dezember 2006, 23:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 27. Dezember 2006, 20:54 
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Bruki hat geschrieben:
Du weißt schon: Das Teil, wo die Austens beinahe zu einer Sträflingsfamilie geworden wären wegen der räuberischen Tante Leigh-Perrot aus Bath, mit ihrem "unbezwingbaren Hang zum Diebstahl"... bei Elsemarie Maletzke erwischt es allerdings den "französischen Herrn" d'Abley, und seine spätere Ehefrau, die wachsame Fanny Burney, rettet ihm mit ihrer Geistesgegenwart den Hals, ehe er wie Mrs. Leigh-Perrot ins Kittchen wandern muss...


Frei nach dem Motto: "Hoffentlich merkt's niemand..." :lach:
Ja, über diese Episode lässt sich auch Deidre le Faye in ihrem "Jane Austen - A Family Record", das ich neulich im Zug las, genüsslich aus! Es scheint viel darüber bekannt zu sein! Schade, dass immer alles auf Englisch ist, sonst hätte ich's hier mal gepostet! Hatte schon genug Arbeit mit der Übersetzung, die ich gleich posten werde!

Leider weiß ich über Fanny Burney so gut wie nichts! :nein: Meinst du denn, Maletzke hat hier korrekt recherchiert oder entspringt das alles ihrer lebhaften Fantasie?

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Zuletzt geändert von Alethea am Mittwoch 27. Dezember 2006, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 27. Dezember 2006, 20:55 
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Ich lese gerade (sporadisch) in einer Neuauflage von J.E. Austen-Leighs „Memoir“: „A Memoir of Jane Austen and Other Family Recollections“ (Oxford University Press, 2002)
Der Titelzusatz ist eigentlich das besondere an dieser Ausgabe, da zusätzlich zur „Memoir“ (1871) auch noch Anna Austens „Recollections of Aunt Jane“ (1864), Caroline Austens „My Aunt Jane Austen: A Memoir“ (1867), sowie Henry Austens „A Biographical Notice of the Author“ (in der 1818-Ausgabe von Persuasion und NA) und deren Überarbeitung, die in der Bentley-Neuauflage (1833) von Janes Romanen abgedruckt wurde: „Memoir of Jane Austen“.
Lange Rede, kurzer Sinn: In Henrys überarbeiteten „Memoir“ von seiner Schwester zitiert er einen netten Zeitungsartikel, in dem damals Jane Austens Romane rezensiert wurden. Da er leider auf englisch und noch wesentlich länger ist, habe ich den Ausschnitt daraus hier übersetzt (ich hoffe, ich habe keine Fehler eingebaut) und bin gespannt, was ihr davon haltet… :wink:

„Im Gegensatz zu vielen anderen Schriftstellern ist Miss Austens Ruhm rapide gewachsen, seit sie gestorben ist: Es gab kein Aufsehen ob ihres ersten Erscheinens: die Öffentlichkeit brauchte Zeit, um sich eine Meinung zu bilden; und sie, die ihr Glück weder von Erfolg noch von Niederlage abhängig gemacht hatte, gab sich damit zufrieden, auf deren Entscheidung zu warten. […]
So zurückgezogen, so unberührt von literarischer Berühmtheit war das Leben, das Miss Austen führte, dass, wenn überhaupt jemals professionell ein Bild von ihr gezeichnet wurde, es niemals mit ihrem Namen versehen worden ist. Was ihren Geist betrifft, müssen wir einige Bemerkungen wagen. Sie selbst verglich ihr Werk mit einem kleinen Stück Elfenbein, nicht größer als zwei Zoll, auf dem sie mit einem so feinen Pinsel arbeite, dass nach langer Arbeit nur ein unscheinbares Ergebnis aller Mühen zu erkennen sei.
Es ist in der Tat so: Ihre Portraits sind exakte Abbilder, bewunderswert gefertigt, viele von ihnen Glanzstücke, doch handelt es sich bei ihnen um Miniaturgemälde; zufrieden damit, in dieser Hinsicht unnachahmbar zu sein, versuchte sie sich niemals an Leinwänden oder Ölgemälden, vergeudete ihre Hand niemals an majestätischen Schmierereien.
Ihre „zwei Zoll Elfenbein“ beschreiben exakt die Vorbereitung für eine Erzählung von drei Bänden. Ein Dorf --- zwei miteinander bekannte Familien --- drei oder vier Eindringlinge, aus deren Mitte kleine Bosheiten entspringen, --- und mithilfe von gegenseitigen Stadtbesuchen und ein wenig Klatsch entwickelt sich eine dichte Handlung, und die „Dunkelheit“ zerstreut sich nicht vor den letzten sechs Seiten. Die Handlung ist einfach strukturiert und doch kompliziert entwickelt; --- die Hauptcharaktere, jene, von denen der Leser sicher sein kann, dass sie lieben, heiraten und Unruhe stiften, werden im ersten oder zweiten Kapitel eingeführt; alles wird von einem halben Dutzend Personen erledigt; es gibt keinen überflüssigen Charakter, keine Szene, keinen Satz, der der der Handlung nicht irgendwie von Nutzen ist. Keine Katastrophen, Entdeckungen oder großartigen Überraschungen werden zugelassen --- weder Kinder noch Vermögen werden zufällig gefunden oder verloren --- der Geist wird niemals dem wirklichen Leben enthoben --- der Leser frühstückt, diniert, geht Spazieren, klatscht mit den verschiedenen Persönlichkeiten, bis ein Prozess der Wandlung in ihm vorgeht und es ihm bald darauf vorkommt, selbst einer der Charaktere zu sein.
Doch die Handlung birgt eine Überraschung: einige Vorkommnisse verwickeln sich zu Beginn auf einfachste und natürlichste Weise, und bis zum Ende kann man nicht ganz sicher sein, wie sie sich wieder entwirren. Entwirrt werden sie, wie auch immer, und zwar zur allergrößten Zufriedenheit. Das Geheimnis ist, dass Miss Austen eine unumstößliche Herrscherin im Wissen um den menschlichen Charakter ist; sie wusste genau, wie sich Bildung und Umstände auf ihn auswirken; wie er sich, wenn einmal geformt, zu jeder Stunde an jedem Tag, und in jedem Wort zu jeder Person ausdrückt.
Wenn dies nicht wäre, wären ihre Unterhaltungen ermüdend; und ihre Charaktere, dieselben Leute, die man auf der Straße treffen könnte oder mit denen man eine halbe Stunde zuvor Tee getrunken hat, würden keinerlei Interesse erregen; durch Miss Austens Hand hindurch erhalten wir jedoch Einblick in ihre Herzen und Hoffnungen, ihre Beweggründe, ihre inneren Kämpfe; und sie erweckt eine Sympathie, die, würde sie auf das tägliche Leben, auf die ganze Welt, ausgeweitet, aus dem Leser einen liebenswürdigeren Menschen machen würde; und der Leser ist selbst Schuld daran, der ihre Seiten nicht schließt, ohne mehr Güte im Herzen gegenüber unverfälschtem Wert zu tragen; ohne größere Anerkennung einfacher Liebenswürdigkeit und ehrlich empfundenem Guten Willen zu verspüren; ohne einen größeren Sinn in der Pflicht zu Geduld und Nachsicht im täglichen Umgang zu sehen, und ohne Freude daran gefunden zu haben, zum Wohlergehen auch jener Leute beizutragen, die weder geistreich noch schön sind --- ein Leser, der sich, mit anderen Worten, nicht dazu berufen fühlt, gütiger zu sein…“

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Zuletzt geändert von Alethea am Mittwoch 27. Dezember 2006, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 27. Dezember 2006, 21:00 
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Dem kann man jawohl nichts hinzufügen :ja: Tina

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:danke: für den Text, Alethea, er passt.

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:kleeblatt: :flower: :blume: Und danke für die Mühe, den Text zu übersetzen! Tina

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Gern geschehen! :ja:

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Also ich habe eben gerade das buch,,Kloster Northanger" zu Ende gelesen.Und würde am liebsten die erste seite aufschlagen und es nochmal lesen.Das mache ich glaub ich auch wenn ich den ganzen berg bücher die noch vor mir liegen gelesen habe :lach: :ja: naja und nachdem ich das für mich letzte buch von JA gelesen habe.Nämlich Überredung.

soviel von mir,
Grüße

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Diesen Drang bei "Northanger Abbey" kann ich gut nachvollziehen und verspüre ihn eigentlich bei jedem Jane-Austen-Buch! :rofl:
"Überredung" wirst du allerdings auch nicht bereuen. Es ist, nach P&P, mein Lieblingsbuch von JA! :rolleyes:

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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Dem kann ich nur zustimmen. Die herbstliche Stimmung des Romans, die Entwicklung der Figuren, die Handlung. Das ganze nimmt mich immer wieder aufs Neue gefangen. Tina

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Cool ich freu mich schon auf morgen!morgen krieg ich nämlich das buch.Das geht mir eigentlich auch fast bei jedem buch von ihr so.Nur bei mansfield park nicht.komischerweise.naja

lieben gruß

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Naja, zu Mansfield Park haben hier einige ein sehr gespaltetenes Verhältnis.

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Irgend wer hat mal gemeint, man würde es entweder mögen oder nicht. Dazwischen gäbe es nichts. Tina

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Tina hat geschrieben:
Irgend wer hat mal gemeint, man würde es entweder mögen oder nicht. Dazwischen gäbe es nichts. Tina


Ich meine mich zu erinnern, dass es Bruki war... bin mir aber auch nicht mehr sicher... :rolleyes:


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Thursday, du darfst nie vergessen, dass unser Denken, sei es nun religiös, philosophisch oder wissenschaftlich, ebensolchen Moden unterliegt wie unser Musikgeschmack und unsere Kleidung. Es ist wie mit den Rockbands. Die Veränderungen dauern nur etwas länger.

Jasper Fforde - In einem anderen Buch


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Das dachte ich auch, war mir aber auch nicht sicher. Tina

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Archivarius

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Magdalena hat geschrieben:
Tina hat geschrieben:
Irgend wer hat mal gemeint, man würde es entweder mögen oder nicht. Dazwischen gäbe es nichts. Tina

Ich meine mich zu erinnern, dass es Bruki war... bin mir aber auch nicht mehr sicher... :rolleyes: ...

ich hab das sicher nicht geschrieben... hab nur mal die Binsenweisheit von mir gegeben, dass es nur eines gibt, was die Janeiten spaltet (und zwar gründlich): und das ist Fanny Price... :wink:

Bruki :cool:

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 Betreff des Beitrags: my dear krauts
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Hallo,
ich habe gerade das Buch "My dear krauts" von Roger Boyes angefangen, in dem der englische Journalist über seine Erfahrungen mit Deutschen in Deutschland berichtet. Hat das von Euch schon jemand gelesen? Bisher, nach erst wenigen Seiten, scheint es ziemlich viele Klischees zu bestätigen.
LG
Pixie


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Archivarius

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Wohnort: Brandenburg
Alethea hat geschrieben:
... Leider weiß ich über Fanny Burney so gut wie nichts! :nein: Meinst du denn, Maletzke hat hier korrekt recherchiert oder entspringt das alles ihrer lebhaften Fantasie?

Ich gehe davon aus, dass sie gründlich recherchierte... und sie dann der Mut verließ... denn Elsemarie Maletzke schreibt in ihrer "Nachbemerkung" zu dem Roman "Miss Burney trägt grün", sie hätte gleich 4 Biografien Fanny Burneys für ihren Roman ausgeschlachtet... Warum sie nicht bei der biografischen Wahrheit blieb? Schwer zu sagen... Bildet euch selbst eine Meinung:

Fanny Burney hat gelebt, aber nicht so, wie ich es mir vorstelle. Sie war Vatertochter, Bestsellerautorin, Beschließerin der Roben am Hof König Georges III, und sie hat den Comte d'Arblay geheiratet. Diese Geschichte hätte nicht ohne ihre Briefe, Tagebücher, ihre Werke und die Biographien von Kate Chisholm, Sarah Kilpatrick, Claire Harman und Hester Davenport geschrieben werden können. Dennoch stimmt sie mit der biographischen Wahrheit - wenn es sie denn gäbe - nicht überein. Historische Figuren haben darin ihren Charakter oder ihren Namen geändert, Bücher ihren Titel, Schauplätze ihr Gesicht, Ereignisse ihre Folge; viele Gestalten aus Burneys Familien- und Freundeskreis fehlen, dafür treten andere auf, die es nie gegeben hat. Und natürlich war Fanny Burney selbst eine andere: nachweislich produktiver, zweifellos ehrbarer, verbürgt kurzsichtig, unbeirrt monarchistisch und den Konventionen ihrer Zeit strenger unterworfen, als ich es mir wünschte. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen, Miss B. neu zu erfinden.

Na ja, wie gesagt, einen hat die gute Elsemarie für die übersprudelnde Austen-Biografie frei, deswegen sei ihr vergeben...

Bruki :cool:

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(Rudyard Kipling, The Janeites)


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