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BeitragVerfasst: Donnerstag 21. September 2006, 20:51 
Kerstin hat geschrieben:
Those who do not complain are never pitied.
Die, welche sich nicht beklagen, werden auch nie bedauert.


Dieser Satz kommt in der P&P 03 Verfilmung sehr schön heraus. Schriftlich. Und dann zeigen sie Mary :D.


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Verfasst: Donnerstag 21. September 2006, 20:51 


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BeitragVerfasst: Freitag 22. September 2006, 11:23 
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Administratorin im Ruhestand und Tom-Lefroy-Expertin
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Hazel hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
Alethea hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
"Das Leben kommt mir vor wie eine Abfolge von geschäftigem Nichts."


Ich würde es lieber als "Das Leben kommt mir vor wie eine Abfolge geschäftiger Nichtigkeiten" übersetzen. :wink:

Alethea :flower:

:danke: Ich habe gegrübelt, aber mehr als das kam bei mir nicht raus! ;)


Dazu möchte ich sagen, dass mir die Übersetzung von Kerstin mehr sagt.


Ja, aber irgendwie hapert es da doch mit der Grammatik, oder? :gruebel: :rofl: "Nichts" ist doch unzählbar, wie kann man da von einer Aneinanderreihung sprechen? :clown:

Alethea :flower:

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Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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BeitragVerfasst: Freitag 22. September 2006, 11:50 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Sicher hast du damit Recht, Alethea. Aber dennoch denke ich, dass Kerstin den Sinn mit Nichts besser übersezt hat. Nichtigkeiten ist mir zu unbedeutend verglichem mit dem großen unzählbaren Nichts. Schließlich haben nicht Nichtigkeiten sondern das Nichts Phantasien beinahe vernichtet.
Tina

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Freitag 22. September 2006, 20:14 
Zitat:
Ja, aber irgendwie hapert es da doch mit der Grammatik, oder? :gruebel: :rofl: "Nichts" ist doch unzählbar, wie kann man da von einer Aneinanderreihung sprechen? :clown:
Alethea :flower:


Schon möglich, dass es gramatikalisch nicht richtig ist. Aber ich verstehe es auf Anhieb besser :wink:.

Und jetzt, wo ich weiß, dass Nichts unzählbar ist, finde ich den Satz richtig exzentrisch :clown: :scherzkeks: .


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BeitragVerfasst: Freitag 22. September 2006, 21:33 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Wenn ich mich auch noch einmischen darf... :wink:

Es stimmt schon, dass "Nichts" nicht zählbar ist, aber es gibt doch ganz viele solcher absichtlichen Paradoxe (auch in der deutschen Sprache). In dem Fall finde ich persönlich "geschäftiges Nichts" treffender, denn in dem Zitat geht es ja irgendwie auch um genau diesen Wiederspruch:
Man tut eigentlich nichts, ist aber trotzdem ständig beschäftigt.

Mrs, Allens "busy idleness" (toll!!) aus NA ist vom selben Kaliber.
Dieses Stilmittel nennt man übrigens Oxymoron. :schlaumeier: :wink:


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BeitragVerfasst: Freitag 22. September 2006, 21:50 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Eine meiner Lieblingsstellen aus den Briefen, die muss man in voller Länge zitieren:

Our grand walk to Weston was again fixed for yesterday, and was accomplished in a very striking manner. Every one of the party declined it under some pretence or other except our two selves, and we had therefore a tête-à-tête, but that we should equally have had after the first two yards had half the inhabitants of Bath set off with us. (...) In climbing a hill Mrs. Chamberlayne is very capital; I could with difficulty keep pace with her, yet would not flinch for the world. On plain ground I was quite her equal. And so we posted away under a fine hot sun, she without any parasol or any shade to her hat, stopping for nothing, and crossing the churchyard at Weston with as much expedition as if we were afraid of being buried alive.


(Es geht um einen Spaziergang mit einer neuen Bekanntschaft, die sie in Bath gemacht hat.)

"Unser großer Spaziergang nach Weston war für gestern verabredet und fand unter bemerkenswerten Umständen statt; alle anderen aus unserer Gesellschaft sagten aus dem einen oder anderen Grund ab und so waren wir zwei unter uns. Das wären wir allerdings ohnehin nach den ersten paar Metern gewesen, wäre halb Bath mit uns gegangen. (...) Mrs Chamberlayne ist eine großartige Bergsteigerin; ich konnte nur mit Mühe Schritt halten auch wenn ich mir um nichts in der Welt etwas anmerken lassen wollte. Auf gerader Strecke war ich ihr gut gewachsen - und so stürmten wir dahin in der prallen Sonne, sie ohne jeglichen Schirm oder Sonnenschutz und ohne anzuhalten; und wir überquerten den Friedhof in Weston mit solcher Eile, als fürchteten wir lebendig begraben zu werden."

Wieder mal auf Deutsch nur halb so lustig, aber ich amüsiere mich köstlich darüber. Es ist so schön bildhaft beschrieben, finde ich. Die arme Jane, die hinter ihrer Bekannten herhetzt und sich nichts anmerken lassen will und insgeheim schon überlegt, wie sie diese Episode wohl Cassandra beschreiben wird... :lol:


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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 12:48 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Ich entdeckte grade in "Persuasion" eine weitere Perle. ;)

"Körperlicher Umfang und seelischer Schmerz stehen natürlich nicht unbedingt in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Eine umfangreiche, üppige Figur hat das gleiche Recht auf tiefen Seelenschmerz wie das graziöseste Ensemble von Gliedern."

( Es bezieht sich auf Mrs Musgrove und ihre Trauer über den verlorenen Sohn, der unter Wentworth segelte.)

Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 16:33 
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Ich finde auch den aus P&P gut, als Mr. Bennet nach dem Lizzie den Brief der kranken Jane vorliest, zu seiner Frau sagt:
" ... sollte deine Tochter den Anfall einer gefährlichen Erkrankung haben - an der sie sterben sollte - wird es uns ein Trost sein zu wissen, daß es auf der Jagd nach Mr. Bingley, und auf deinen Befehl hin geschehen ist."

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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 17:55 
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Caro hat geschrieben:
Ich finde auch den aus P&P gut, als Mr. Bennet nach dem Lizzie den Brief der kranken Jane vorliest, zu seiner Frau sagt:
" ... sollte deine Tochter den Anfall einer gefährlichen Erkrankung haben - an der sie sterben sollte - wird es uns ein Trost sein zu wissen, daß es auf der Jagd nach Mr. Bingley, und auf deinen Befehl hin geschehen ist."

:blume: Caro


Oh ja! Mr. Bennets Sarkasmus ist einfach klasse! :sm_16


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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 22:38 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Kerstin hat geschrieben:
"Körperlicher Umfang und seelischer Schmerz stehen natürlich nicht unbedingt in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Eine umfangreiche, üppige Figur hat das gleiche Recht auf tiefen Seelenschmerz wie das graziöseste Ensemble von Gliedern."


Ich hab mal einen Essay gelesen, dessen Autor ewig auf dieser Passage rumgeritten ist. Wie Austen-untypisch sie wäre, weil so verletzend und abfällig usw. Konnte ich gar nicht verstehen, denn gibts da ganz andere Stellen - in den Briefen sowieso - aber mir fällt auch diese Stelle aus "Mansfield Park" immer ins Auge. Man überliest sie leicht und sie hats echt in sich:

(aus dem Kapitel, in dem Tom krank wird)
"Drei oder vier von den Price Kindern hätten sterben können, einige oder alle, außer Fanny und William, und Lady Bertram hätte wenige Gedanken daran verschwendet, oder vielleicht aus Mrs Norris' Mund die tröstlichen Worte gehört, dass es doch auch seine guten Seiten habe und ein wahrer Segen für ihre arme, liebe Schwester Price sei, sie so gut versorgt zu wissen."


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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 22:48 
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Es ist eine sehr spezielle Form des Sarkasmus. ;) Mit diesem "sie so gut versorgt zu wissen" umschreibt sie doch treffend die Ansichten von Mrs Norris. ( Schließlich wären sie tot ja versorgt.. und das nicht auf IHRE Kosten!)
Und die doch ziemlich leidenschaftslose Art von Lady Bertram ist damit auch gut getroffen.

Das Zitat mit dem Körperumfang geht ja noch weiter.
"Aber, ob recht und billig oder nicht, es gibt unvorteilhafte Kombinationen, für die sich der Verstand vergeblich einsetzt- die der Geschmack nicht dulden kann- die der Lächerlichkeit zum Opfer fallen."

Und damit hat sie ja durchaus recht, man mag es vielleicht herzlos nennen, aber es gibt einfach Situationen, wo der Verstand einem sagt, man IST herzlos, wenn man jetzt lacht.. aber leider gelingt es einem nicht, das lächerliche Gefühl zu unterdrücken.

So untypisch für Jane Austen halte ich beide Zitate eigentlich nicht.
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 22:51 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ich auch nicht. Aber dieser eine Autor eben, was mich wunderte.
Auf jeden Fall sind beide ziemlich hart, ich muss sie immer zweimal lesen, stolpere regelrecht darüber. Dagegen ist Mr Bennet ja ein Kindergartenonkel. :wink:


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BeitragVerfasst: Montag 23. Oktober 2006, 22:57 
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Man kann es sich aber so schön bildlich vorstellen.. die schmale Anne, der "schneidige" Captain Wentworth und dazwischen prangt die wohlbeleibte Mrs Musgrove und schnieft vor sich hin, wobei eigentlich alle wissen, dass ihr Sohn ein Taugenichts war.

Es ist eine sehr aufmerksame Beschreibung von den Charakteren, keine Schönfärberei, sondern mit einem sehr sarkatischem Auge beobachtet.

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 08:55 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Julia hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
"Körperlicher Umfang und seelischer Schmerz stehen natürlich nicht unbedingt in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Eine umfangreiche, üppige Figur hat das gleiche Recht auf tiefen Seelenschmerz wie das graziöseste Ensemble von Gliedern."


Ich hab mal einen Essay gelesen, dessen Autor ewig auf dieser Passage rumgeritten ist. Wie Austen-untypisch sie wäre, weil so verletzend und abfällig usw. Konnte ich gar nicht verstehen, denn gibts da ganz andere Stellen - in den Briefen sowieso - aber mir fällt auch diese Stelle aus "Mansfield Park" immer ins Auge. Man überliest sie leicht und sie hats echt in sich:

(aus dem Kapitel, in dem Tom krank wird)
"Drei oder vier von den Price Kindern hätten sterben können, einige oder alle, außer Fanny und William, und Lady Bertram hätte wenige Gedanken daran verschwendet, oder vielleicht aus Mrs Norris' Mund die tröstlichen Worte gehört, dass es doch auch seine guten Seiten habe und ein wahrer Segen für ihre arme, liebe Schwester Price sei, sie so gut versorgt zu wissen."


Stimmt. Mrs. Norris und Lady Bertram sind auf ihre Art auch ganz schön extrem. Ich finde überhaupt die drei Schwestern so eigen gezeichnet, daß man kaum verwandschaftliche Beziehungen festmachen könnte, so man die einzelnen Personen getrennt betrachtet. Normalerweise haben Geschwister doch manche Gemeinsamkeiten. Aber diese hier sind völlig verschieden ...

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 09:16 
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Archivarius

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Julia hat geschrieben:
Ich auch nicht. Aber dieser eine Autor eben, was mich wunderte. Auf jeden Fall sind beide ziemlich hart, ich muss sie immer zweimal lesen, stolpere regelrecht darüber. Dagegen ist Mr Bennet ja ein Kindergartenonkel. :wink:

... in einem ihrer Briefe machte sie sich mal über eine Nachbarin lustig, der gerade ein Baby gestorben war, indem sie anmerkte, es wäre wohl draufgegangen, als es das Gesicht des (häßlichen) Vaters gesehen habe... :tot: Nicht sehr correct so über eine Frau zu spotten, die gerade ihr Kind verloren hat... :nein:

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 09:26 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich finde das zeugt von einer ziemlichen Herz- und Gedankenlosigkeit. Gerade eine Frau sollte am besten verstehen, was es bedeutet, das eigene Kind zu verlieren. Darüber zu spotten ist nicht lustig. Auch der schlimmsten Feindin oder gleichgültigsten Nachbarin sollte man so einen Schicksalsschlag nicht wünschen.
Tina

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Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 09:54 
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Archivarius

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Tina hat geschrieben:
Ich finde das zeugt von einer ziemlichen Herz- und Gedankenlosigkeit. Gerade eine Frau sollte am besten verstehen, was es bedeutet, das eigene Kind zu verlieren. Darüber zu spotten ist nicht lustig. Auch der schlimmsten Feindin oder gleichgültigsten Nachbarin sollte man so einen Schicksalsschlag nicht wünschen. ...

Mit solchen Urteilen sollte man jedoch auch vorsichtig sein... Ich hab vor geraumer Zeit gelesen, dass die Trauer um gestorbene Säuglinge eine "Erfindung" der 20ger Jahre (oder war's die Jahrhundertwende?) des vorigen Jahrhunderts war... Vorher - und zu Jane Austens Zeiten sicher - betrachtete man Babys noch nicht als "richtige" Menschen... die wurden z.B. ohne mit der Wimper zu zucken an irgendwelche Bauersfrauen abgegeben und erst dann in die Familie aufgenommen, wenn sie herumtappelten und zu plappern anfingen...

Ich denke, bei der damals hohen Geburtenrate und der fast so hohen Säuglingssterblichkeit (von den Gefahren für die Mutter mal ganz zu schweigen) konnten sich die Frauen keine besonders ausgiebige Trauer um ein gestorbenes Kind "leisten"...

Schlucken muss man aber trotzdem als Heutiger, wenn man solche Sprüche von unserer sensiblen und verständigen Lady liest, ohne Zweifel...

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 10:07 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Und ist nicht manchmal Ironie und Sarkasmus ein probater Weg mit der Trauer fertig zu werden. jeder Mensch trauert anders ...

Stimmt übrigens. Man betrachtete damals Babys als "leere" Hülle, die erst noch mit Gefühl, Seele, Wissen etc, zu füllen waren. Deshalb maß man ihnen damals noch nicht so viel Wert bei. Sie mussten ja erst noch zum Menschen gemacht werden ...

Aus diesem Grund wäre Abtreibung zu der Zeit gar nicht so schlimm gewesen, hätte man Gott damit nicht ins Handwerk gepfuscht ... es ging nicht wirklich um die Zerstörung eines Lebens ...

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 24. Oktober 2006, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 10:17 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich will jetzt keine Diskussion anzetteln. Nur die Anmerkung, dass damals die Religion einen hohen Stellenwert im Leben gehabt hat. Und demnach war Abtreibung aus diesem Gesichtspunkt schon ein Problem. Und es kann mir keiner weiß machen, dass eine Frau, die 9 Monate lange das Leben in sich hat wachsen spüren können, unter Schmerzen entbunden hat, sich um das kleine Wesen gekümmert hat, auch wenn es "ohne mit der Wimper zu zucken" an eine Amme weitergegeben wurde (auch nur in gewissen adeligen Kreisen, nicht in der arbeitenden Bevölkerung, aber egal), traurig ist, wenn dieses Kind dann stirbt. Auch wenn es zum Teil als eine "leere Hülle" angesehen worden ist. Aus der Erzieherausbildung kenne ich diese Meinung der "leeren Tafel", die aber wohl nicht allgemein gültig war? Und galten Kinder nicht als die eigene Versorgung im Alter? Und vom Gefühl her meine ich nach wie vor, dass wir Menschen uns seit der Steinzeit nicht groß verändert haben, auch wenn unser Wissensschatz angewachsen ist und unser Möglichkeiten sich sehr geändert haben. Aber auch das sind adere Themen. Dennoch denke ich, das kein Mensch "einfach so" den Tod eines Kindes, eines potentiellen Erben oder späteren Versorgers weggesteckt hätte. Aber das ist meine persönliche Meinung dazu und sollte nicht Grundlage für eine Diskussion geben.
Tina

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 10:33 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Tina hat geschrieben:
Ich will jetzt keine Diskussion anzetteln. Nur die Anmerkung, dass damals die Religion einen hohen Stellenwert im Leben gehabt hat. Und demnach war Abtreibung aus diesem Gesichtspunkt schon ein Problem. Und es kann mir keiner weiß machen, dass eine Frau, die 9 Monate lange das Leben in sich hat wachsen spüren können, unter Schmerzen entbunden hat, sich um das kleine Wesen gekümmert hat, auch wenn es "ohne mit der Wimper zu zucken" an eine Amme weitergegeben wurde (auch nur in gewissen adeligen Kreisen, nicht in der arbeitenden Bevölkerung, aber egal), traurig ist, wenn dieses Kind dann stirbt. Auch wenn es zum Teil als eine "leere Hülle" angesehen worden ist. Aus der Erzieherausbildung kenne ich diese Meinung der "leeren Tafel", die aber wohl nicht allgemein gültig war? Und galten Kinder nicht als die eigene Versorgung im Alter? Und vom Gefühl her meine ich nach wie vor, dass wir Menschen uns seit der Steinzeit nicht groß verändert haben, auch wenn unser Wissensschatz angewachsen ist und unser Möglichkeiten sich sehr geändert haben. Aber auch das sind adere Themen. Dennoch denke ich, das kein Mensch "einfach so" den Tod eines Kindes, eines potentiellen Erben oder späteren Versorgers weggesteckt hätte. Aber das ist meine persönliche Meinung dazu und sollte nicht Grundlage für eine Diskussion geben.
Tina


Du darfst nicht vergessen, daß Wissenschaft und Aufklärung damals erst anfingen wirklich in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Die breite Masse der Bevölkerung hatte keine Möglichkeit sich besonderes Wissen anzueignen.
In dem Buch "Die Hebamme von Glücksstadt", welches das Leben und Wirken einer bekannten Hebamme des Jahres 1632 in Romanform beschreibt, wird sogar noch ein altes Geburts-Ritual erwähnt, bei dem Frauen über die Männer herfallen und der Kindsvater am Ende des Tages über Tod(Unwert) und Leben(Wert) des Geborenen entscheidet.
Klar, daß damals auf dem Land meist die Mädchen getötet wurden, weil man sie nicht brauchte. Jungs waren mehr Wert, weil die ja arbeiten konnten ... Gut, wir befinden uns mit dem Geburtsritual zeitlich etwa 170 Jahre vorher, aber viele Dinge haben sich sehr langsam verändert ...
Jungs waren eine Altersversorgung ja, aber man mußte sie ja auch erstmal ernähren, bis sie etwa zehn waren und anfangen konnten zu arbeiten, das konnten sich manche auch nicht mehr leisten. Mädchen kosteteten nur Geld, da man ihnen eine Mitgift geben mußte, wollte man sie verheirateten und damit den lästigen Köstling loswerden ...

@ Bruki
lieber Archivarius, sagt nicht Charlotte Lucas zu Lizzie etwas in der Art: Sie beginne den Eltern lästig zu werden ...? Oder ist das nur im Film ...?

Wobei das ganz "normal" wäre, nachdem Charlotte bereits 28 ist, also so alt wie Darcy und kein potentieller Heiratskandidat in Sicht, weswegen sie sich doch Collins schnappt, als sich die Gelegenheit bietet. Zudem haben die Lucasschen einen Stall voller Kinder, wenn ich recht erinnere und Sir Lucas hat nach seiner Ehrung doch alle Jobs hingeschmissen, weil er sich als "Knight" was besseres dünkt ...Zumal er Lucas Lodge hat bauen lassen (war er vielleicht mal in Afrika oder Australien?), was sicher ne Stange Geld gekostet hat ...

:blume: Caro

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 24. Oktober 2006, 11:28, insgesamt 2-mal geändert.

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Caro, ich glaube, diesen Satz hat Charlotte im Film zu Lizzy gesagt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht etwa Mama Bennet darüber im Roman redet?
Obwohl, die Unterhaltung zwischen Charlotte und Lizzy ist auch im Roman, ich bin mir da ziemlich sicher. War dadurch nicht zuerst die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen etwas getrübt?
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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 11:39 
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Tina hat geschrieben:
Caro, ich glaube, diesen Satz hat Charlotte im Film zu Lizzy gesagt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht etwa Mama Bennet darüber im Roman redet?
Obwohl, die Unterhaltung zwischen Charlotte und Lizzy ist auch im Roman, ich bin mir da ziemlich sicher. War dadurch nicht zuerst die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen etwas getrübt?
Tina


Ich denke, bei Lizzie überwog die Enttäuschung darüber, daß Charlotte, die ihrerseits sehr intelligent ist, es über sich bringt einen dümmlichen, lachhaften Menschen wie Collins zu heiraten. Sie fürchtet, daß diese offenen Auges in eine unglückliche Ehe rennt und vergißt dabei Charlottes angeborenen Pragmatismus und Realismus. Charlotte ist keineswegs romantisch veranlagt und möchte nur dem Elternhaus entfliehen, endlich einen eigenen Haushalt führen und möglichst gut versorgt sein. Und "Zweck-Ehen" entsprachen eben der Normalität, wohingegen Liebesheiraten zwar vorkamen, aber ungewöhnlich waren.
Als Charlotte ihr versichert, daß alles in Ordnung ist und sie sich in der
neuen Situation als Ehefrau durchaus wohlfühlt, versöhnt sich Lizzie ja mit der Heirat und nimmt die Einladung nur zu gerne an ...

:blume: Caro

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Das war in 2005 super gespielt, wie sich die beiden Freundinnen vor dem Pfarrhaus begrüßen. Eine Frage stellt sich mir betr. des Wohnsitzes. Es ist nicht davon auszugehen, dass Charlotte und ihr Mann dort wohnen bleiben werden? Sie werden irgendwann mal Longborn übernehmen. Sofort nach dem Tod des Vaters? Gar nicht mehr wegen der Pfarrei? Das wurde im Roman gar nicht mehr angesprochen?
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Ich galube im damaligen England war es mehr ein Beruf als eine Berufung.

Ich habe dir glaube ich in einem anderen Thread mal geschrieben, daß 2000 Pfund damals eine Menge Geld waren und man die Bennets mitnichten als "arm" bezeichnen konnte. Collins verdient jedenfalls vermutlich weniger ... manche Komponisten erhielten z.B. von Gönnern zusätzlich eine Art Rente oder Apanage von 100 Pfund und Lydia bittet Lizzie auf Darcy einzuwirken, um Wickham eine Stellung bei Hofe oder Gericht zu verschaffen, ein Verdienst von 300 (oder 400?) Pfund sollten reichen ... Das nur zu den finanziellen Relationen.

Die einzigen Probleme, die die Bennets hatten waren 1. der fehlende männliche Erbe und 2. die Tatsache, daß sie wohl so großzügig lebten, daß es Mr. Bennet nicht gelang zu sparen, und die Mädchen mit einer passablen Mitgift zu versorgen. Das beklagt er selbst, als es um die Frage der Rückzahlung an den Schwager geht ...

Collins könnte also das Erbe selbst antreten, sollte ihn das finanziell besser stellen, er würde dann ja auch zum kleinen, titellosen Landadel gehören, oder aber das Erbe einem etwaigen Sohn überlassen und selbst in Lady Catherines "Diensten" zu verbleiben ...

Wäre wohl beides denkbar ...

:blume: Caro

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:blume: Grüsse, Caro

Avatar: Amelia Darcy (1754-1784)

Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 12:06 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Axo! Aber ich denke, diese Diskussion sollten wir wenn woanders forsetzen als hier, bevor Kerstin uns verschieben muss :wink: . Da ersparen wir ihr lieber die Arbeit... Dann kann hier weiter über Zitate geschrieben werden...
Tina

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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Tina hat geschrieben:
Axo! Aber ich denke, diese Diskussion sollten wir wenn woanders forsetzen als hier, bevor Kerstin uns verschieben muss :wink: . Da ersparen wir ihr lieber die Arbeit... Dann kann hier weiter über Zitate geschrieben werden...
Tina

:snoopy: :pfeif:

:blume: Caro

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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 17:52 
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Austenexperte
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Um wieder zum Thema zurückzukeren :wink: : Ich hab da ein Zitat gefunden:

What strange creatures brothers are!

(Welch seltsame Kreaturen Brüder doch sind!)


Dem kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen! :D Ich hab ja selber drei von der Sorte und jeden Tag beweisen sie wieder die Wahrheit dieser Aussage. :rolleyes:


[schild=12 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1 nxu=87959978nx19033]Magdalena[/schild]

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Thursday, du darfst nie vergessen, dass unser Denken, sei es nun religiös, philosophisch oder wissenschaftlich, ebensolchen Moden unterliegt wie unser Musikgeschmack und unsere Kleidung. Es ist wie mit den Rockbands. Die Veränderungen dauern nur etwas länger.

Jasper Fforde - In einem anderen Buch


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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 19:14 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Bruki hat geschrieben:
... in einem ihrer Briefe machte sie sich mal über eine Nachbarin lustig, der gerade ein Baby gestorben war, indem sie anmerkte, es wäre wohl draufgegangen, als es das Gesicht des (häßlichen) Vaters gesehen habe... :tot: Nicht sehr correct so über eine Frau zu spotten, die gerade ihr Kind verloren hat... :nein:


Sorry, aber ich muss Dich korrigieren. Sie berichtet, ein Nachbarin hätte eine (verfrühte) Totgeburt gehabt und der Arzt wäre der Meinung, es wäre die Folge eines Schocks gewesen. Dazu kommentiert JA: Wahrscheinlich hat sie (die Frau) aus Versehen ihren Mann angeschaut.

Zwar immernoch drastisch, der Scherz, aber längst nicht so herzlos.
Sie macht sich nicht so sehr über den Tod des Babys lustig, als darüber, dass die Frau dem Mann wohl nicht gerade liebend zugetan ist. (Von Häßlichkeit ist gar keine Rede.)

In den Briefen finden sich aber mehrere Kommentare über tote Nachbarn und Bekannte, die aus heutiger Sicht sehr kaltherzig klingen. Ich denke, das liegt zum Teil auch daran, dass der Tod viel allgegenwärtiger war. Es "wurde" ständig "gestorben" links und rechts, da stumpfte man dann sicher ziemlich ab mit der Zeit.


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BeitragVerfasst: Dienstag 24. Oktober 2006, 21:07 
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Archivarius

Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2005, 09:04
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Julia hat geschrieben:
Bruki hat geschrieben:
... in einem ihrer Briefe machte sie sich mal über eine Nachbarin lustig, der gerade ein Baby gestorben war, indem sie anmerkte, es wäre wohl draufgegangen, als es das Gesicht des (häßlichen) Vaters gesehen habe... :tot: Nicht sehr correct so über eine Frau zu spotten, die gerade ihr Kind verloren hat... :nein:

Sorry, aber ich muss Dich korrigieren. ...

Na ja, aus dem Gedächtnis rekapituliert war ich doch recht nah dran...

Bruki :cool:

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"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 6. Dezember 2006, 00:34 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Registriert: Sonntag 15. Oktober 2006, 17:01
Beiträge: 1157
Magdalena hat geschrieben:
Um wieder zum Thema zurückzukeren :wink: : Ich hab da ein Zitat gefunden:

What strange creatures brothers are!

(Welch seltsame Kreaturen Brüder doch sind!)


Magdalena, woher stammt dieses Zitat?

Ich habe begonnen, "Emma" zu lesen und finde diesen Satz hier einfach nur köstlich!!!

"Mrs. Goddard war die Leiterin einer Schule – nicht etwa eines Seminars oder einer Anstalt, die sich in langen Sätzen voller gebildetem Unsinn dazu bekannte, reichliche Erkenntnisse mit einer gediegenen Moral auf der Basis neuer Prinzipien und neuer Systeme zu vereinigen, und in der den jungen Damen für enorme Summen Gesundheit ausgetrieben und Eitelkeit eingebleut wird – sondern es handelte sich um ein richtiges, solides, altmodisches Pensionat, wo eine angemessene Menge von Fertigkeiten für einen angemessenen Preis erworben wird und wohin man Mädchen schicken kann, damit sie aus dem Weg sind und sich ein bisschen Bildung zusammenkratzen können, ohne Gefahr zu laufen, als Genie zurückzukommen."

Also wenn man damit keine neuen Austen-Fans "anlocken" kann, wird es wohl auf immer vergebens sein.

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"To read ist to translate, for no two person's experiences are the same."
(W. H. Auden)

"Lesen heißt übersetzen, denn keine zwei Menschen teilen die gleichen Erfahrungen."


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