Mal angenommen, es wäre möglich, die verstorbene Jane Austen zu interviewen.
Was würdet Ihr sie fragen?
Was hättet Ihr schon immer gerne mal aus erster Hand erfahren?
Was würde Euch interessieren, vor allem im Hinblick auf die Entstehung ihrer Romane oder die Anlegung ihrer Charaktere?
Ist die Frage hier richtig platziert? Oder passt sie eher in "Ihr Werk"?
Oh Gott, wo soll man da anfangen? Also, ich würde sie natürlich nach ihrem Verhältnis zu Tom Lefroy fragen und wie oft und in wen sie verliebt war. Ich würde sie fragen, was in den Briefen stand, die ihre Familie nach ihrem Tod vernichtet hat. Ich würde fragen, wieviel Biografisches in ihren Romanen ist. Und ich würde ihr gern die Verfilmungen zeigen und hören, was sie davon hält ...
ich würd fragen ob sie so flüssig d urchgeschrieben hat oder ob sie oft stundenlang vor dem papier saß und nach den richtigen worten gesucht hat... und ob sie glücklich war in ihrem leben.
Ich würde sie gerne fragen, ob sie auch einmal an ihren Texten gezweifelt hat.
Und ob sie sich wirklich so viel dabei gedacht hat, wie wir oft hinein interpretieren oder ob sie einfach intuitiv drauflos geschrieben hat.
Wen hast Du - außer Tom Lefroy - noch kennengelernt, der Dich zur Heirat hätte "überreden" können?
Was war die größte Enttäuschung in Deinem Leben?
Warum hast Du in den Bath-Jahren so wenig geschrieben? - ..da würden die vernichteten Briefe sicher helfen?
Wer ist Dein Lieblingsheld in Deinen Romanen?
Von wem oder durch was hast Du gelernt, so voller Ironie, Esprit, Satire etc. zu schreiben? Durch Diskussionen, Beobachtungen?
Was macht Darcy in den Monaten,bevorer Lizzie wiedersieht?
Wie würden die unvollendeten Bücher weitergehen?
Was hättest Du gern noch getan in Deinem Leben?
Ja, ich könnte mich auch niemals für die eine Frage entscheiden, daher würde ich einen Nachmittag am Kamin vorziehen. Andererseits hätte ich wahrscheinlich soviel zu fragen, dass eine ganze Woche nicht ausreichen würde...
ich glaub, wenn ich vor ihr stünde, würde ich sowieso kein wort herausbringen... vielleicht würd ich rot anlaufen, lauter stuss sagen, wie toll ich ihre romane finde und das darcy ja der held aller frauen ist... aber naja... aber einen klaren gedanken könnt ich wohl nicht formulieren
Wer war die Liebe Ihres Lebens? Gab es die Liebe überhaupt?
Für welches Ihrer Werke würden Sie sich wünschen eine Fortsetzung zu schreiben?
Aus welchem Grunde hören Ihre Romane faktisch mit der Verlobung auf und geben allenfalls nur ein schmales Licht auf die Zukunft? Wenn Sie sich aufgrund Ihres Perfektionismusses nicht anmassen wollten, über ein Ehepaar zu schreiben, wie sieht für sie überhaupt das perfekte Ehepaar und deren gemeinsamer Alltag aus? Machen Sie sich überhaupt ein Bild davon, oder liegen ihre Interessen vollkommen fern einer Ehe?
Welche Laufbahn hätten Sie gern eingeschlagen (finanzielle Aspekte unbeachtet), wären Sie als Mann geboren?
Welcher Mensch hat Sie und ihre Arbeit am meisten beeinflusst?
Mit welcher historischen Figur hätten sie gerne ein privates Tässchen Tee getrunken?
Nili hat geschrieben:ich würd fragen ob sie so flüssig d urchgeschrieben hat oder ob sie oft stundenlang vor dem papier saß und nach den richtigen worten gesucht hat... und ob sie glücklich war in ihrem leben.
Ist vielleicht nicht direkt eine Frage an sie und hört sich vielleicht auch komisch an, aber:
Ich würde sie darum bitten mal mich und mein Umfeld ( die Personen ) so zu charakterisieren, wie sie das in ihren Romanen getan hat.
Wie sie mich selber darstellen würde und wer der Mr. Collins, die Mrs.Norris , der Wickham, Willoughby ect... ist.
Ich glaube das fände ich toll
Ansonsten natürlich alle Fragen, die hier schon so genannt wurden, besonders interressieren würde mich wieviel von ihr in den weiblichen Personen steckt und welcher ihr "Lieblingheld" ist.
Samrow hat geschrieben:Und ob sie sich wirklich so viel dabei gedacht hat, wie wir oft hinein interpretieren oder ob sie einfach intuitiv drauflos geschrieben hat.
Das frage ich mich auch immer wieder. Ich bin bei dieser Frage ständig hin- und hergerissen, weil ich mir beides vorstellen kann. Aber die letztere Annahme überwiegt dann meist doch. D. h., ich vermute, sie hat sich sehr wohl so einiges dabei gedacht, konnte es aber dennoch einfach aus dem Ärmel schütteln, weil sie ein kleines Genie war.
Nili hat geschrieben: ...oder ob sie oft stundenlang vor dem papier saß und nach den richtigen worten gesucht hat...
Das kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.
Katja hat geschrieben:Ja, ich könnte mich auch niemals für die eine Frage entscheiden, daher würde ich einen Nachmittag am Kamin vorziehen.
Auf die eine Frage bräuchtest Du Dich ja auch nicht beschränken, Katja. Du hättest ein ganzes Interview frei – leider nur in Deiner Fantasie. Ein Nachmittag mit Jane Austen vorm Kamin – schöner Gedanke!
Caro hat geschrieben:Welche Laufbahn hätten Sie gern eingeschlagen (finanzielle Aspekte unbeachtet), wären Sie als Mann geboren?
Schöne Frage, Caro!
Evi hat geschrieben:Ist vielleicht nicht direkt eine Frage an sie und hört sich vielleicht auch komisch an, aber: Ich würde sie darum bitten mal mich und mein Umfeld ( die Personen ) so zu charakterisieren, wie sie das in ihren Romanen getan hat. Wie sie mich selber darstellen würde...
Ups... Ich wusste nicht, dass es dafür extra einen Bereich gibt... Also, ein paar Fragen, etwas durcheinander:
200 Jahre nachdem Sie die Welt verlassen haben, laufen immer noch jährlich tausende Menschen durch Ihre Zimmer in Chawton - und stehen ebenso ehrfürchtig vor Ihrem Schreibtisch wie vor Ihrem Nachttopf. Was sagen Sie dazu?
2008 zählen Ihre Bücher zu den Klassikern der Weltliteratur - hätten Sie das jemals für möglich gehalten?
Wie war das nun mit Tom Lefroy und diesem anderen Herrn, den Sie kurzfristig sitzen gelassen haben?
Und was war mit Ihrem Bruder George, was ist aus ihm geworden?
Wie viele Bücher haben Sie so im Monat gelesen, was waren Ihre 10 Lieblingsautoren?
Können Sie eine Hitliste Ihrer eigenen Bücher nennen?
Warum haben Sie in Ihren Büchern politische Themen praktisch vollständig ausgespart?
Interessieren Sie sich für Politik?
Würden Sie sagen, dass Ihre Bücher wie indirekt auch immer eine Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen Ihrer Zeit enthalten?
Wenn sie Königin von England wären (ohne lästiges Parlament), was würden Sie ändern?
Sie gelten als Meisterin der Ironie - wie ironisch haben Sie Ihre Bücher wirklich angelegt?
Meinen Sie, dass die Tatsache, dass Sie weder verheiratet waren noch Kinder hatten, irgendeinen Einfluss auf Ihre literarische Produktion hatte?
Warum haben Sie in Bath nichts geschrieben?
Wieso reden Elinor und Marianne so wenig vertraulich miteinander?
Würden Sie sagen, dass Willoughby ein rechter Schuft ist?
Finden Sie Fanny in MP nicht etwas übertrieben tugendhaft?
Wenn es Sie gibt: Wer waren die realen Vorbilder für Ihre Figuren? Gibt es eine echte Lizzy? Hatten Sie beim Schreiben Eigenschaften realer Personen vor Augen - oder war alles erfunden?
Ich spiele Ihnen mal eben was von U2 vor - na, wie gefällt Ihnen das?
Die Fragen würde ich auch alle stellen,aber was mich intresieren würde: Würden sie Ihre Romane immer wieder so schreiben oder anders was auslassen oder hinzufügen. Und wie sich selber sieht und in welcher Stimmung sie war während der ganzen Schreiberei? Ob sie nächtelang wach war oder nur tagsüber geschrieben hat? Vielleicht würde ich sie noch fragen ob sie Lust hätte mit zur Disco zukommen und sich die neuen Regeln des Anstandes anzuschauen.