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 Betreff des Beitrags: Prominente Worte über Jane Austen
BeitragVerfasst: Sonntag 28. Mai 2006, 20:08 
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Austenkenner
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Am Threadtitel muss ich vielleicht noch etwas feilen. Der gefällt mir nicht hundertprozentig.
Anyway... hier sollen also alle Aussagen berühmter (oder weniger berühmter) Leute (Schriftsteller, Journalisten, Kritiker, was auch immer) rein.

Ich mache gleich mal den Anfang mit Dietrich Schwanitz, der da in seiner "Bildung" (1) schrieb:

"Die besten Liebesromane dieser Art (2) stammen von Jane Austen und heißen deshalb auch Stolz und Vorurteil oder Vernunft und Empfindsamkeit." (S.276)

"In sublimierter Form finden wir dieses Muster (3) dann etwa bei Jane Austens Stolz und Vorurteil (der Aristokrat Darcy und die bürgerliche Elizabeth) [...]" (S.295)

"Schließlich hat Jane Austen (1775 – 1817) in den Romanen Emma und Stolz und Vorurteil die mobile Erzählperspektive entwickelt. Damit hat sie dem Roman das Gestaltungsprinzip verschafft, in dem das Geheimnis seines Erfolges liegt: die Geschichte so zu erzählen, dass wir sie mal aus der Perspektive einer wichtigen Figur erleben und dann wieder direkt, wobei wir die Figur von außen sehen." (S.307)


-------
(1) Schwanitz, Dietrich: "Bildung. Alles, was man wissen muss", München: Goldmann, 10. Auflage 2002
(2) gemeint sind "verkappte Bildungsromane" in denen die großen Probleme der Heldinnen und Helden nicht die "Heiratspolitik der Eltern oder Standesunterschiede [sind], sondern [...] Unerfahrenheit oder [...] mangelnde Selbsterkenntnis der Figuren selbst. [...] Erst wenn man sich selbst und seine Gefühle durchschaut, kann man auch den anderen verstehen und umgekehrt. Liebesromane dieser Art werden deshalb als Erfahrungsprozesse durch Beseitigung von Vorurteilen oder romantischen Klischees oder Eigendünkel und dergleichen angelegt [...]" (S.276)
(3) "Der aristokratische Verführer, an dessen offener Triebhaftigkeit die tugendhafte Heldin ihre eigenen verdrängten sexuellen Impulse schaudernd wahrnehmen kann, und die neue Heldin: jung, fragil, delikat, passiv, asexuell, tugendhaft und frei von Gefühlen gegenüber ihrem Bewunderer, bis sie geheiratet wird. Werden diese Grenzen überschritten, fällt sie in Ohnmacht." (s.295)

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Verfasst: Sonntag 28. Mai 2006, 20:08 


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 10:32 
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Archivarius

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... ach ja, der alte Schwanitz... Er hat mal einen lustigen Roman geschrieben mit einer wundervoll verdreht gedrechselten Anfangspassage... Sehr schön...

Doch seine Ansichten zu Fielding und der Rolle Richardsons am Beginn der britischen Romankunst missbillige ich... und auch, dass er Jane Austen für die Verfasserin von "sublimen" Musterromanen hält, in denen die Heldin am Ende in Ohnmacht fällt... Dazu ist unsere Janemaus viel zu fies drauf, um ihren Heldinnen dergleichen Sublimierung zu gestatten... :wink:

Bruki :cool:

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"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 11:04 
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Austenexperte
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Na gut: Ich schreibe es hier auch noch mal hin.

Colin Firth erster Gedanke als ihm die Rolle in Stolz und Vorurteil angeboten wurde war angeblich: " Du meine Güte, das alte Schlachtschiff!"
Wobei nicht so ganz klar ist:
Meint er Jane Austen oder den Roman "Stolz und Vorurteil".
Wie auch immer, ist es bemerkenswert, was so eine alte Fregatte für eine Karrierre, wie die seine, bewirkt hat!


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 11:36 
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Austenexperte
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Das hier habe ich mal bei Amazon über die hochverehrte Harry Potter Autorin gelesen:
Rowling: Meine Lieblingsschriftstellerin ist Jane Austen, und ich habe alle ihre Bücher so oft gelesen, daß ich aufgehört habe zu zählen. ...

Sie hat in diesem Interview noch mehr schöne Sachen über Jane Austen gesagt, die kriege ich jetzt aber nicht mehr zusammen..... :/


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 13:42 
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Austenkenner
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Da liest frau den Potter noch mal so gern :D

Zum Thema:

Virginia Woolf: "Im Vergleich zu allen anderen großen Schriftstellern ist der Genius Jane Austens am hintergründigsten."

Walter Scott: "Miss Austen sehr fein geschriebenen Roman "Stolz und Vorurteil" wiedergelesen und mindestens zum dritten Male. Die junge Dame hatte ein Talent, die Verwicklungen, die Gefühle und die Charaktere des alltäglichen Lebens zu beschreiben, das für mich das wunderbarste ist, das ich je angetroffen habe."


@ Jadzia
Schon X-Man 3 gesehen? Er läuft tatsächlich schon in unserem Provinzkino. Habe es aber noch nicht geschafft ihn mir anzuschauen

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One Ring To Find Them...


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 16:17 
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Austenexperte
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hier ein paar der kürzeren aus dem Buch "The Jane Austen Miscellany"

The work of Jane Austen is the Rosetta Stone of literature. Anna Quindlen

Miss Austen's novels are perfect works on small scale-beautiful bits of stippling. Alfred Lord Tennyson.

She describes men and women exactly as men and women really are. Lord Brabourne

Anything like warmth or enthusiasm, anything energetic, poignant, heartfelt, is utterly out of place in commending Austen's works. Charlotte Bronte

I fancy that Jane Austen was stronger, sharper and shrewder than Charlotte Bronte; I am quite sure that she was stronger, sharper, shrewder than George Elitot. She could do one thing neither oft hem could do: she could coolly and sensibly describe a man. G. K. Chesterton

She writes big truths about little scenes Elizabeth Bowen

Jane Austen can in fact get more drama out of morality than most other writers can get from shipwreck, battle, murder, or mayhem. Ronald Blythe

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The person, be it gentleman or lady, who has not pleasure in a good novel, must be intolerably stupid. -HenryTilney
„Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, daß er nicht danach handelt.“
Friedrich Dürrenmatt

What is written without effort
is in general read without pleasure-
Samuel Johnson.


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 16:47 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Concaela hat geschrieben:
Virginia Woolf: "Im Vergleich zu allen anderen großen Schriftstellern ist der Genius Jane Austens am hintergründigsten."


Ja, Viginia Woolf hat wirklich nur nette und schöne Dinge über Jane Austen gesagt. (auf den "Common Reader" hab ich ja schonmal hingewiesen...)Auch das hier:
She would have been the forerunner of Henry James and of Proust. The most perfect artist among women, the writer whose books are immortal.

Und der schon zitierte Tagebucheintrag von Walter Scott geht noch weiter:
The big Bow-wow strain I can do myself like any now going, but the exquisite touch which renders ordinary commonplace things and characters interesting from the truth of the description and the sentiment is denied to me. What a pity such a gifted creature died so early!
(sinngemäß: "Die großen Gesten beherrsche ich so gut wie jeder andere, aber dieses außerordentliche Gespür für wahrhaftige Beschreibung, die jede noch so gewöhnliche Begebenheit und Person interessant macht, ist mir verwehrt geblieben. Wie schade, dass eine so begabte Person so früh gestorben ist.")

Anthony Trollope war wohl auch ein Opfer seiner Zeit, zumindest äußert er sich ähnlich wie Charlotte Bronte:
"Miss Austen was surely a great novelist. What she did, she did perfectly. Her work, as far as it goes, is faultless. (...) Of romance, -- what we generally mean when we speak of romance -- she had no tinge. Heroes and heroines with wonderful adventures there are none in her novels. Of great criminals and hidden crimes she tells us nothing. But she places us in a circle of gentlemen and ladies, and charms us while she tells us with an unconscious accuracy how men should act to women, and women act to men. It is not that her people are all good; -- and, certainly, they are not all wise. (...) In the comedy of folly I know no novelist who has beaten her.

Ähnlich (nur etwas aggressiver) R.W. Emerson:
"I am at a loss to understand why people hold Miss Austen's novels at so high a rate, which seem to me vulgar in tone, sterile in artistic invention, imprisoned in their wretched conventions of English society, without genius, wit, or knowledge of the world. Never was life so pinched and narrow. ... All that interests in any character [is this]: has he (or she) the money to marry with? ... Suicide is more respectable."

Naja, und Mark Twains Ergüsse zu dem Thema sind ja schon hinreichend bekannt, denke ich. (Was mich daran erinnert, dass ich endlich mal das letzte Kapitel aus Auerbachs "Searching for Jane Austen" fürs Forum zusammenfassen sollte, denn dort wird die angeblich schlechte Meinung, die er von ihr hatte näher beleuchtet - und sieht plötzlich ganz anders aus.)


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 20:40 
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Austenkenner
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Zu Marc Twain: "Jane Austen? I go so far as to say that any library is a good library that does not contain a volume by Jane Austen. Even if it contains no other book." :nein:

Sir Walter Scott: " That young lady has a talent for describing the involvements of feelings and characters of ordinary life which is to me the most wonderful I ever met with" :ja:


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 21:20 
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Austenfrischling
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nochmal Frau Rowling im Interview mit mugglenet.com 2005

Zitat:
I mean - Jane Austen, I'm a huge Jane Austen fan and you wonder about the characters lives at the end of the story. They still exist, they still live; you're bound to wonder, aren't you?


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 22:03 
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Austenexperte

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"Satire und Romantik schließen sich normalerweise gegenseitig aus. Leute, die Satire schreiben, sind gewöhnlich nicht romantisch, weil sie so zynisch sind. Romantiker sind gewöhnlich so sentimental, dass sie es nicht schaffen, die Welt wirklich so zu sehen, wie die Zyniker es tun. Beide in einer Person zu finden - das ist es, was Jane Austen zu einer so großen Autorin macht. Einen Drehbuchautor zu finden, der nicht das eine für das andere opfert, ist sehr schwierig. Es dauerte zehn Jahre."
Lindsay Duran (Produzentin von "Sinn und Sinnlichkeit")


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 23:26 
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Austenkenner
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Und noch ein paar Spitzen von Twain.

To me his prose is unreadable--like Jane Austin's [sic]. No there is a difference. I could read his prose on salary, but not Jane's. Jane is entirely impossible. It seems a great pity that they allowed her to die a natural death.
- Letter to W. D. Howells, 1/18/1909

Jane Austen's books, too, are absent from this library. Just that one omission alone would make a fairly good library out of a library that hadn't a book in it.
- Following the Equator

I haven't any right to criticise books, and I don't do it except when I hate them. I often want to criticise Jane Austen, but her books madden me so that I can't conceal my frenzy from the reader; and therefore I have to stop every time I begin. Everytime I read 'Pride and Prejudice' I want to dig her up and beat her over the skull with her own shin-bone.
- Letter to Joseph Twichell, 9/13/1898

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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 23:36 
^ Der traut sich was :eek: .


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BeitragVerfasst: Montag 29. Mai 2006, 23:48 
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Austenkenner
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Na, vor allem, wenn man sich, wie ich, durch Moby Dick durchgekämpft hat. Da möchte ich gern mal wissen, wessen Prosa "more unreadable" ist :< .

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 09:50 
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Austenexperte
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Aber Moby Dick ist doch von Herman Melville , oder?

Ich glaube, da die gute Jane sich dermaßen in Twains Gedanken festgesetzt hatte, hat er sich wohl auch ein ganzes Stück weit selbst belogen. Innerlich hatte es ihn sicherlich gepackt, denn er hätte P&P ja nicht zum dritten Mal lesen müssen :lach: !


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 10:17 
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Austenkenner
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Mann sollte im Halbschlaf nicht mehr schreiben :/ . Ich meinte die Tom Sawyer und Huck Finn Romane (ätzend). Aber Moby Dick war auch sehr zäh.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 11:28 
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Archivarius

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cercal hat geschrieben:
Mann sollte im Halbschlaf nicht mehr schreiben :/ . Ich meinte die Tom Sawyer und Huck Finn Romane (ätzend). ...

WAS????

Hier ist was über Mark Twain und Jane Austen (von ashton dennis):

Howell himself explained "His prime abhorrence was my dear and honored prime favorite, Jane Austen. He once said to me...'You seem to think that woman could write,' and he forbore withering me with his scorn, apparently because we had been friends so long, and he pitied more than hated me for my bad taste." [B.C. Southam (Editor) Jane Austen: The Critical Heritage, 1870-1940 Volume 2 (1987)]

Here is Mark Twain quoted by A. B. Paine:

'When I take up one of Jane Austen's books,' he said, 'such as Pride and Prejudice, I feel like a barkeeper entering the kingdom of heaven. I know what his sensations would be and his private comments. He would not find the place to his taste, and he would probably say so.' (1909, on a train ride from Baltimore to Redding)

I don't know - that seems to me slightly different in tone. Southam may have said it best. "[Mark Twain] enjoyed himself in the character of the arch anti-Austenite, the rough-neck American democrat in collision with the genteel English spinster."

There is a context for everything, even Mark Twain's mind cramp. Here is the context for Twain's remarks in Following the Equator:

Is that it? Is that all there was? Is this all there is?

Of course, the main reason that I picked up Following the Equator was to examine one of Mark Twain's caustic remarks about Jane Austen that appears there. I thought—I hoped I would find this remark to be an excerpt from a much larger passage that, when considered in its full extent, would show that Twain actually loved Jane Austen and his petulance would be explained away by my penetrating analysis of his true feelings and tastes. Alas, that unfortunate remark, that single paragraph, that I have reproduced elsewhere, is all there is. Jane Austen is mentioned nowhere else in FtE. (The only satisfaction that I have garnered from this otherwise disappointing exercise is that now I am making a direct reference to what before I had gained only from secondary sources.)

There is, however, a context for Twain's mind cramp that is mildly interesting and I will now set that before you. The offending remark was placed in Chapter 62, the chapter that begins with, "There are no people who are quite so vulgar as the over-refined ones."

Twain was on board a ship making its way between India and Africa and thoroughly enjoying himself, wishing that this beautiful voyage would never end. (He really was a steamship denizen at heart.) He then began to reflect on the ship's library. His first object was a joke and his principle target was Goldsmith's The Vicar of Wakefield (1766).

"... to be fair, there is another word of praise due to this ship's library: it contains no copy of the Vicar of Wakefield, that strange menagerie of complacent hypocrites and idiots, of theatrical cheap-john heroes and heroines, who are always showing off, of bad people who are not interesting, and good people who are fatiguing. A singular book. Not a sincere line in it, and not a character that invites respect; a book which is one long waste-pipe discharge of goody-goody puerilities and dreary moralities; a book which is full of pathos that revolts, and humor that grieves the heart. There are few things in literature that are more piteous, more pathetic, than the celebrated 'humorous' incident of Moses and the spectacles."

We will never know what Twain's thoughts were about that book. Perhaps he didn't like it. Then he ended the critique and, almost as an afterthought, he appended that single, isolated comment about Jane Austen — that remark that has condemned him to a long tenure in purgatory where the only readings allowed him are the Bronte novels and Microsoft help-screens — purgatory can seem like hell — he got what he deserved. If he works hard, he will be promoted to heaven and a complete library eventually, he will get what he deserves.

Darcy — I mean Jane Austen — had it right: "The wisest and best of men, nay, the wisest and best of their actions, may be rendered ridiculous by a person whose first object in life is a joke."

Bruki

PS: Huckleberry Finn war mein erstes Buch, da lass ich nichts drauf kommen... und bei Tom Sawyer hab ich mich kringelig gelacht...

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 13:32 
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Austenexperte
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Naja, okay, ich muss sagen, ich habe Tom Saywer auch gern gelesen, aber durch Huckleberry Finn musste ich mich auch durchkämpfen. Glaube, das ist irgendwie an mir vorbeigegangen inhaltlich. Und dabei habe ich es mehrmals angefangen und so.

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 17:55 
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:gnade: ihr lieben Leute, ich würde euch ja so gerne folgen in diesem spannendnen Thema. Aber ihr haut einem hier die englischen Zitate nur so um die Ohren. Bitte seid so lieb und schreibt auch noch einen kurze Inhaltsangabe auf deutsch dazu, bitte. Ihr habt sie doch verstanden, sonst würdet ihr sie nicht bringen, also helft mir Minderbemittelten :D.

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Gruß Sonja
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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 18:01 
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Archivarius

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Becci hat geschrieben:
Naja, okay, ich muss sagen, ich habe Tom Saywer auch gern gelesen, aber durch Huckleberry Finn musste ich mich auch durchkämpfen. Glaube, das ist irgendwie an mir vorbeigegangen inhaltlich. Und dabei habe ich es mehrmals angefangen und so.

Huck war mein erstes richtiges Buch und es war in alter deutscher Schrift gedruckt, die ich mühsam - Buchstabe für Buchstabe - entschlüsseln musste... Ich hatte gerade das Alphabet gelernt und wusste nicht, was mich erwartet... Ich weiß noch, dass ich sofort weg war, in der Welt von Huckleberry Finn und alles um mich vergaß... Und ich werde nie das Grauen vergessen, als ich las, wie Huck seinen toten Vater auf dem Fluss schwimmend fand... das ist das Gute an Mark Twain: er hat die Kinder ernst genommen und nicht mit rosaroten Elfenmärchen verscheißert...

Mark Twain hat mir also schon Teile meiner Jugend versüßt und deshalb lasse ich nichts auf ihn kommen: Wie Ashton Dennis meine ich, er hat den rauhen Hinterwäldler in bezug auf die alte Jungfer Jane Austen nur gespielt... und wenn er bei ihr zum Tee geladen gewesen wäre, hätte er íhr und sich einen Schluck Wiskey aus der Taschenflasche eingeschenkt, von seiner Zeit als Kapitän auf dem Mississippi erzählt und die beiden hätten sich unsterblich verbrüdert (oder verschwistert)... und über ihre Nachbarn gelästert bis sich die Dachbalken biegen...

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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 20:04 
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Ich denke auch, dass bei Mark Twain Hass und Bewunderung nah beieinander lagen. "Immer wenn ich Pride & Prejudice lese..." - so schlimm kanns ja nicht gewesen sein, wenn er es mehrmals anfängt(?). Wahrscheinlich mochte er sie einfach wider besseren Wissens, er hasste die (scheinbar beschränkte, restriktive) Welt in der ihre Romane spielen, aber dem Zauber der Sprache konnte er sich nicht entziehen.
Und wenn man so leidenschaftlich hasserfüllt über etwas schimpft, ist das ja eigentlich immer "verdächtig". Siehe Elisabeth/Darcy. :wink:


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BeitragVerfasst: Dienstag 30. Mai 2006, 20:35 
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Stimmt auffallend, Julia.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 13:34 
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Archivarius

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Sonja hat geschrieben:
Stimmt auffallend, Julia.

... wie kommt ihr auf "leidenschaftlich hasserfüllt"? - In euren Kategorien gedacht ist jeder Spötter ein von "leidenschaftlichem Hass" zerfressener Mensch? :eek:

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 14:48 
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Archivarius

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Sonja hat geschrieben:
:gnade: ihr lieben Leute, ich würde euch ja so gerne folgen in diesem spannendnen Thema. Aber ihr haut einem hier die englischen Zitate nur so um die Ohren. Bitte seid so lieb und schreibt auch noch einen kurze Inhaltsangabe auf deutsch dazu, bitte. Ihr habt sie doch verstanden, sonst würdet ihr sie nicht bringen, also helft mir Minderbemittelten :D.


Das ist eigentlich der Haupsatz aus dem Kommentar ADs (die weiter oben geposteten Kommentare Mark Twains zu Jane Austen sind doch soweit verständlich?):

"Wenn ich einen der Romane Jane Austens öffne, wie 'Pride and Prejudice', fühle ich mich wie ein Säufer, der das himmlische Königreich betritt. Ich weiß, wie der sich dabei fühlt und was er dazu sagen wird. Der Ort wäre nicht nach seinem Geschmack und er würde mit seiner Meinung nicht hinterm Berg halten." ('When I take up one of Jane Austen's books,' he said, 'such as Pride and Prejudice, I feel like a barkeeper entering the kingdom of heaven. I know what his sensations would be and his private comments. He would not find the place to his taste, and he would probably say so.' (1909, on a train ride from Baltimore to Redding))

Ich weiß nicht, aber das scheint mir ein etwas anderer Ton zu sein. Southern hat es vielleicht am besten ausgedrückt: "Mark Twain gefiel es, sich als ein spöttischer Anti-Austenite zu generieren, als ein pöbelnder amerikanischer Demokrat auf Kollisionskurs mit einer vornehmen englischen Jungfer." (I don't know - that seems to me slightly different in tone. Southam may have said it best. "[Mark Twain] enjoyed himself in the character of the arch anti-Austenite, the rough-neck American democrat in collision with the genteel English spinster.")

Wir werden nie wissen, was Twain über das Buch wirklich dachte (Der Pfarrer von Wakefield). Vielleicht mochte er es nicht... Dann beendet er seine kritische Abhandlung und quasi als Nachsatz hängte er den alleinstehenden isolierten Kommentar über Jane Austen dran - der Kommentar, der ihn zu einem langen, langen Aufenhalt im Fegefeuer verdammte, wo ihm als einzige Lektüre die Romane der Brontes und Microsoft-Hilfe-Texte erlaubt werden - das Fegefeuer kann die Hölle sein. Er bekommt, was er verdient. Und wenn er sich anstrengt, wird er eines Tages in den Himmel eingehen, möglicherweise sogar mit einer vollständigen Bibliothek - er wird bekommen, was er sich verdient... (We will never know what Twain's thoughts were about that book. Perhaps he didn't like it. Then he ended the critique and, almost as an afterthought, he appended that single, isolated comment about Jane Austen — that remark that has condemned him to a long tenure in purgatory where the only readings allowed him are the Bronte novels and Microsoft help-screens — purgatory can seem like hell — he got what he deserved. If he works hard, he will be promoted to heaven and a complete library eventually, he will get what he deserves.)

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Danke Bruki. Am Betsen gefällt mir die Vorstellung von Mark Twain im Fegefeuer mit den Romanen der Brontes und Microsoft-Hilfetexten :n182:

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Bruki hat geschrieben:
Sonja hat geschrieben:
Stimmt auffallend, Julia.

... wie kommt ihr auf "leidenschaftlich hasserfüllt"? - In euren Kategorien gedacht ist jeder Spötter ein von "leidenschaftlichem Hass" zerfressener Mensch? :eek:

Bruki :cool:


Von zerfressen hat doch keiner was gesagt?

Ich finde schon, dass eine Kommentare sehr sehr böse klingen (und da gibts ja noch andere, die Ashton Dennis nicht zitiert. :wink:), so als hätte ihm Jane Austen persönlich was getan.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 23:08 
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Julia hat geschrieben:
... und da gibts ja noch andere, die Ashton Dennis nicht zitiert. :wink: ...

Ich hab die andern von AD gesammelten Zitate Mark Twains weggelassen, weil die oben schon von anderen gepostet wurden...

Bruki

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BeitragVerfasst: Donnerstag 1. Juni 2006, 10:00 
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Von der Ashton-Dennis-Website noch ein Zitat:

Winston Churchill

Winston Churchill authored a multi-volume History of the Second World War. This is from the fifth volume, Closing the Ring, Chapter 7. The Prime Minister was quite ill in December 1943 and found himself "on the flat of his back amid the ruins of ancient Carthage" (modern Tunisia). He was under the pressure of a great workload but was required to rest in order to restore his health. He says this:

"The days passed in much discomfort. Fever flickered in and out. I lived on my theme of the war, and it was like being transported out of oneself. The doctors tried to keep the work away from my bedside, but I defied them. They all kept on saying, 'Don't work, don't worry,' to such an extent that I decided to read a novel. I had long ago read Jane Austen's Sense and Sensibility, and now I thought I would have Pride and Prejudice. Sarah read it to me beautifully from the foot of the bed. I had always thought it would be better than its rival. What calm lives they had, those people! No worries about the French Revolution, or the crashing struggle of the Napoleonic Wars. Only manners controlling natural passion as far as they could, together with cultured explanations of any mischances. All this seemed to go very well with M and B." Sir Winston Churchill, 1951

Acknowledgement to Kate2. It was Kate2 who also informed us that "'M and B' refers to May and Baker, a well known pharmaceutical firm who supplied Churchill's anti-pneumonia drugs."

In December of 1943, America had passed the halfway point in its involvement in World War II. It is now clear that all the issues were settled by that time, the outcome was inevitable. However, many millions more would die before the war would end. And, before the end, all the world would learn particular place names - Dachau, Auschwitz, Dresden, and Hiroshima. And, in that same short time frame, the world would be introduced to new machines. Hitler called his rockets the "V2"; the "V" stood for "vengeance weapon". The same name could equally well have been applied to the other machines - the tools of the holocaust, the incendiary bombs of the British, the Kamikaze planes, and the atomic bomb. But, illness carries one benefit, it makes time stand still — stand still enough to allow a great man to dream of another reality, another time when a pair of fine eyes would first eagerly examine Darcy's letter.
----------------
Winston Churill liegt 1943 krank im Bett, die Ärzte raten ihm "nicht zu arbeiten, sich nicht aufzuregen" - draußen tobt der 2. Weltkrieg, die Höllenmaschinen des Krieges bestimmen das Leben - sein Land ist in der tiefsten Not allein auf sich gestellt... und er entscheidet sich dafür "Pride and Prejudice" zu lesen: "Welch ruhiges Leben hatten diese Leute! Keine Sorgen wegen der Französischen Revolution oder der blutigen Gemetzel der napoleonischen Kriege. Nur durch Manieren im Zaume gehaltene natürliche Leidenschaften - soweit sie das können - und eine kultivierte Erklärung für jedes Unglück." (What calm lives they had, those people! No worries about the French Revolution, or the crashing struggle of the Napoleonic Wars. Only manners controlling natural passion as far as they could, together with cultured explanations of any mischances.)

Und AD merkt an, dass "Krankheit einen Vorteil hat: Sie lässt die Zeit stillstehen. Lange genug, um einem großen Mann den Traum von einer anderen Realität zu ermöglichen, von einer Zeit, da 'a pair of fine eyes' eifrig Darcys Brief verschlingt." (But, illness carries one benefit, it makes time stand still — stand still enough to allow a great man to dream of another reality, another time when a pair of fine eyes would first eagerly examine Darcy's letter.)

Bruki

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BeitragVerfasst: Samstag 3. Juni 2006, 00:45 
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simone1512 hat geschrieben:

I fancy that Jane Austen was stronger, sharper and shrewder than Charlotte Bronte; I am quite sure that she was stronger, sharper, shrewder than George Elitot. She could do one thing neither oft hem could do: she could coolly and sensibly describe a man. G. K. Chesterton



Der is gut! Und jetzt verstehe ich auch, warum Darcy in der "latter day comedy" erstmal von "Mark Twains Genius" schwärmt. Echt nicht blöd der Film. Ich glaub, so informiert und hintersinnig waren die Bridget Jones Filme nicht!

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BeitragVerfasst: Samstag 3. Juni 2006, 11:20 
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Beiträge: 1591
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Meine Rede. Der hat mit Sicherheit auch mehr Tiefgang als "Bride and Prejudice". Als ich die UTs übersetzt habe, sind mir mehrere Seifensieder aufgegangen, was man bei flüchtigem überlesen der UTs tatsächlich überliest.

Außerdem schätze ich an dem Film, dass er sich selbst so gar nicht ernst nimmt. Das geht los mit den Laienschauspielern, mit der Szene am Balkon im Blockhaus und gipfelt in "Beethoven für Ungehorsam" (oder so). Und ich gestehe es: ich liebe Lydia, die Frau ist eine Granate.

Gruß

Sonja

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Gruß Sonja
"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

Nach der EM ist vor der WM :aetsch:

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