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 Betreff des Beitrags: Jane Austen - Frauenliteratur?
BeitragVerfasst: Dienstag 25. Oktober 2005, 20:04 
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Austenbegeistert
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Immer wieder werde ich mit dieser Behauptung konfrontiert.

Haltet ihr das für zutreffend?

Was ich überhaupt nicht nachzuvollziehen vermag ist der herabwürdigende Zusatz: Hausfrauenliteratur!


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Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2005, 20:04 


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BeitragVerfasst: Dienstag 25. Oktober 2005, 20:46 
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fußballbegeisterte Administratorin im Ruhestand
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Ja, das ist doch nun mal das wirklich passende Thema für Bruki, Benjamin und Co. Denn wie überzeugend ist es schon, wenn wir Frauen versuchen zu beweisen, dass es keine Frauenliteratur ist. Also, Männer, Ihr seid dran.

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Gruß Sonja
"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 09:54 
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Austenexperte
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Naja, Frauenliteratur sicher insoweit, als Austen mehr weibliche Leser hat und z. B. Karl May eher männliche Leser anspricht, aber eben nicht ausschließlich. Helden sind nun mal Emma, Elisabeth, Anne etc. und nicht Mr. Knightley, Darcy und Kap. Wentworth, es werden ja auch eher die Probleme der Frauen geschildert.
Und wer äußere Aktion liebt, ist bei Austen falsch. Eine Bekannte von mir strich daher die Segel, ein Freund verlor den Überblick bei P&P angesichts der vielen Frauen. Ich finde einfach ihren Humor göttlich und ganz allgemein ihre Sprache und das dürfte ganz unabhängig vom Geschlecht sein.

Wenn man Austen nur darauf reduziert, daß eine junge Frau einen jungen Mann kennenlernt und diesen auf den letzten Seiten bekommt, dann ist dies der rein romantische Aspekt und man könnte Austen in die Pilcher-Ecke schieben. Und das ist Frauenterrain.

Hausfrauenliteratur sind für mich diese Groschen-Ärzte-Romane etc. Und das ist ja nun eine völlig andere Klasse.

Es kommt ja auch immer darauf an, ob man beim Lesen an der Oberfläche bleibt oder nicht. Ich liebe z. B. den Grafen von Monte Christo, zunächst mal ein sehr guter Abenteuerroman. Für mich ist aber auch die Auseinandersetzung des Helden mit dem Thema Schuld, Rache, Sühne wichtig, wieweit er nur für seine Rache lebt und dabei lange völlig übersieht, daß es eben auch Freundschaft, Liebe und Genuß gibt.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 10:26 
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fußballbegeisterte Administratorin im Ruhestand
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Also Punkt 1: ich bin Hausfrau und die Welt der Groschenromane habe ich mit 16 hinter mir gelassen; damals war ich übrigens noch keine Hausfrau.

Punkt 2: Nur in Deutschland lesen sie vor allem Frauen, in UK sieht das ganz anders aus, da ist sie eben ein Klassiker, der von allen gelesen wird.

Punkt 3: ich liebe Karl May, obwohl es literarisch sicher nicht sehr anspruchsvoll ist; das ist das Kind in mir. Ja, ich gestehe; ich lese sogar bestimmte Comics, da allerdings dann wieder nur die, die über "buff", "gong" und so hinausgehen.

Punkt 4: nicht nur Frauen lesen Pilcher; ich kenne einen Mann, der keine Verfilmung versäumen möchte, weil er dabei so fantastisch gut schläft (er schläft allerdings immer, wenn der Fernseher läuft, ein absoluter Film- und Fernsehmuffel)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 11:26 
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Austenkenner
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Also das mit der "Hausfrauenliteratur" ist sowieso ein seltsamer Begriff; meine Mutter ist auch Hausfrau und liest weder Groschenromane noch Pilcher, sondern fast nur anspruchsvolle Literatur. Man sollte den Begriff deshalb mit Vorsicht genießen...

Und das Jane Austen nur weibliche Protagonistinnen wählte, liegt eben daran, dass sie selbst eine Frau war, ob man das nun als Frauenliteratur bezeichnen will/soll oder nicht :D


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 11:39 
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Austenbegeistert
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Unbegreiflich, nicht wahr.

Wär käme auf den Gedanken, für Lessing, Schiller oder Goethe, Schubladen einzurichten.

Wenn eine Frau ein Buch schreibt, schreibt sie es dann unweigerlich für ihre Geschlechtsgenossinnen. Haben Frauen es nötig sich eine eigene Nische zu schaffen. Daran will ich nicht glauben.

Noch schlimmer finde ich es allerdings wenn von anderen Frauen eine Form von Häme ausgesprochen wird, sobald man über Jane Austen spricht. Es waren in meinem Fall immer Frauen die die Schriftstellerin Jane Austen herabzuwürdigen versuchten in dem sie ihre Werke in die Schublade "Hausfrauenroman" schoben.

Nie, ich betone "niemals" habe ich eine derart herablassende Art bei Männern erlebt. Meist ist es dort so, das ihr den Namen der Autor wage kennen, aber nicht zuordnen können. Nicht einmal habe ich erlebt das ein Mann sich abfällig über die Werke der Jane Austen geäußert hätte.

Seltsam , nicht wahr. :rolleyes:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 11:49 
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Austenbegeistert
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julemaus hat geschrieben:
Also das mit der "Hausfrauenliteratur" ist sowieso ein seltsamer Begriff; meine Mutter ist auch Hausfrau und liest weder Groschenromane noch Pilcher, sondern fast nur anspruchsvolle Literatur. Man sollte den Begriff deshalb mit Vorsicht genießen...

Und das Jane Austen nur weibliche Protagonistinnen wählte, liegt eben daran, dass sie selbst eine Frau war, ob man das nun als Frauenliteratur bezeichnen will/soll oder nicht :D


Da kannst du mal sehen welchen Stellenwert man Frauen einräumt die ihre Prioritäten innerhalb der Familie sehen.
HAUSFRAUEN.

Diese Frauen stehen ganz unten. Dementsprechend DUMM können Hausfrauen ja nur sein.
Intelligent und erfolgreich ist nur wer beides unter einen Hut zu bringen versteht, Beruftätigkeit und Familie.

Hausfrau - DUMM
Berufstätige Frau- TAFF

Hausfrau ( das bringen schon die Lebensumstände mit sich - liest Groschenromane- anspruchslose FRAUENLITERATUR)

Berufstätige Frau ( Lebensumstände, wie gehabt - liest klassische Literatur, anspruchsvolle Gegenwartsliteratur, das SACHBUCH, nie- niemals liest sie FRAUENLITERATUR)


Nun, wem verdanken wir den Niedergang dieser Spezies.

Der Gesellschaft? Sicherlich.

Einem gewissen Rollendenken? Vielleicht.

Uns selbst? Dessen bin ich überzeugt.

Selbst wenn ich sicher bin das die Heroinen der Frauenbewegung die Austenschen Werke nicht verdammen, so bin ich doch sicher das die feindseelige Haltung z. T. auf deren Wertvorstellungen beruhen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 11:53 
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Archivarius

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Ulli hat geschrieben:
Hausfrauenliteratur sind für mich diese Groschen-Ärzte-Romane etc. Und das ist ja nun eine völlig andere Klasse.


Vorsicht Ulli,

mir ist mal im Eifer des Gefechts der Begriff "Hausfrauenliteratur" rausgerutscht únd ich wurde - zu recht - darauf hingewiesen, dass Hausfrauen nicht per se kleine Dummchen sind, wie es die herabsetzende Gleichsetzung von trivialer Groschenromane mit Hausfrauenliteratur suggeriert... :rolleyes:

Im Übrigen muss ich auf Umberto Eco verweisen, der einmal einen Essay über Trivialliteratur und Soup Operas schrieb und darauf verwies, dass das ein durchaus ernstzunehmender Zweig der modernen Kultur sei... Nur weil ein Roman oder Film nicht so verquast wie bei Thomas Mann daherkommt (no offence meant, Julia) und die versnobten Gralshüter der Kultur über den Untergang des Abendlandes die Nase rümpfen, muss es noch lange keine Unkultur sein, mit was wir uns so den lieben langen Tag zur Entspannung oder just for fun befassen... Wenn die Groschenromane und "Blockbuster" den einen oder anderen Jane-Austen-Roman oder -Film quersubventionieren, sollen sie ruhig soviel davon verlegen oder drehen wie das Budget hergibt... Man muss sich diese Bücher ja nicht unbedingt lesen oder diese Filme ansehen, wenn man keine Lust dazu hat...

Bruki

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"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 12:04 
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fußballbegeisterte Administratorin im Ruhestand
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Catalina hat geschrieben:
HAUSFRAUEN.
Diese Frauen stehen ganz unten. Dementsprechend DUMM können Hausfrauen ja nur sein.
Intelligent und erfolgreich ist nur wer beides unter einen Hut zu bringen versteht, Beruftätigkeit und Familie.

Hausfrau - DUMM
Berufstätige Frau- TAFF

Hausfrau ( das bringen schon die Lebensumstände mit sich - liest Groschenromane- anspruchslose FRAUENLITERATUR)

Berufstätige Frau ( Lebensumstände, wie gehabt - liest klassische Literatur, anspruchsvolle Gegenwartsliteratur, das SACHBUCH, nie- niemals liest sie FRAUENLITERATUR)

Selbst wenn ich sicher bin das die Heroinen der Frauenbewegung die Austenschen Werke nicht verdammen, so bin ich doch sicher das die feindseelige Haltung z. T. auf deren Wertvorstellungen beruhen.

Jaaa. Du hast so recht. Ich kanns nicht mehr hören, das Gejammer darüber, "dass die armen berufstätigen Frauen als so schlechte Mütter gelten". Das ist absoluter Quatsch. Niemand wagt sich mehr, sowas zu sagen. Aber als Hausfrau wirst du tatsächlich behandelt, als könntest du nicht bis 3 zählen. Und wenn du ein techn. Studium mit 1,3 abgeschlossen hast, dann nützt dir das gar nichts. Wenn du erstmal zur Gattung der Hausfrauen gehörst, dann sinkte dein IQ automatisch auf unter 75.

Und zum 2. Punkt möchte ich nur sagen: Alice Schwarzer liebt Jane Austen, besonders P&P.

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Gruß Sonja
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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 12:27 
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Archivarius

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Sonja hat geschrieben:
Und zum 2. Punkt möchte ich nur sagen: Alice Schwarzer liebt Jane Austen, besonders P&P.


Hallo Sonja,

in allen Argumenten Deiner Meinung bis auf eines: Was A. S. liebt oder nicht ist für mich noch nie ein wesentliches Kriterium für irgendwas gewesen... :tot:

Bruki

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 12:31 
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Austenbegeistert
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Sonja hat geschrieben:
Jaaa. Du hast so recht. Ich kanns nicht mehr hören, das Gejammer darüber, "dass die armen berufstätigen Frauen als so schlechte Mütter gelten". Das ist absoluter Quatsch. Niemand wagt sich mehr, sowas zu sagen. Aber als Hausfrau wirst du tatsächlich behandelt, als könntest du nicht bis 3 zählen. Und wenn du ein techn. Studium mit 1,3 abgeschlossen hast, dann nützt dir das gar nichts. Wenn du erstmal zur Gattung der Hausfrauen gehörst, dann sinkte dein IQ automatisch auf unter 75.

Und zum 2. Punkt möchte ich nur sagen: Alice Schwarzer liebt Jane Austen, besonders P&P.


Das wirst es nicht glauben, aber ich wußte das.

Ist schon erstaunlich , nicht?

Aber diesen Umstand zu reflektieren fällt sicher sehr vielen Frauen schwer.
Es passt so gar nicht in die Schablone der erfolgreichen, selbstbewußten berufstätigen Frau.

Schon schwach das FRAU sich hierzulande nur noch durch sozialkritische Gegenwartsliteratur richtig dargestellt sieht.

Neulich habe ich etwas gehört das ich sehr treffend fand.

Deutschen Männer wird vorgeworfen das sie beim Flirten phantasielos wären. Während eines Gesprächsverlaufs kommt automatisch der Satz:
UND WAS MACHST DU SO BERUFLICH?

Zumindest ist dies etwas, was ausländischen Frauen wiederholt aufgefallen ist und bemängelt wurde.

Nun glaube ich nicht das deutsche Männer, oder Männer in Deutschland phantasieloser sind als anderswo.

Vielmehr denke ich sie sind diesbezüglich ein Produkt ihrer weiblichen Umgebung.

Und diese weibliche Umgebung will einerseits einen romantischen Flirt, andererseits will man sofort die gebührende Anerkennung dafür das man als Frau erfolgreich einem Beruf nachgeht. :rolleyes:

Arme Männer, wenn sie dann versuchen dem Bild des romantischen Liebhabers zu entsprechen, sieht Frau darin einen Übergriff auf ihre Persönlichkeitsrechte.
Sind sie andererseits zu sachlich, wird ihnen das ebenfalls zum Vorwurf gemacht.



Deutscher Mann: " Und was machst du so beruflich?"

Ausländer: "Hast du dir wehgetan, als du vom Himmel gefallen bist?" oder

"Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick, nicht? Dann komm ich nochmal rein!"

also ich persönlich würde den lvorletzten Satz vorziehen, auch wenn es eine platte Formulierung ist. Allemal besser wie das Verkaufsgespräch.

:schlimmeRomantikerin:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 14:21 
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Bruki hat geschrieben:
in allen Argumenten Deiner Meinung bis auf eines: Was A. S. liebt oder nicht ist für mich noch nie ein wesentliches Kriterium für irgendwas gewesen... :tot:


Ich erwähnte es nur, weil Catalina es erwähnte.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 14:31 
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Austenexperte
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Wer meint, daß kein Mensch mehr glaubt, daß berufstätige Frauen schlechte Mütter sind, dem sei eine Reise tief ins bajuwarische Seelenleben empfohlen, aus Berlin stammend ist das dortige Menschenbild - gelegentlich - für mich erstaunlich vorgestrig...

Mir scheint, daß die Unterscheidung von Hausfrau = doof und Berufstätige = taff oft von Frauen kommt. Ist doch merkwürdig oder? Übrigens würde kaum jemand behaupten, daß Hausfrauenliteratur bedeutet, daß alle Hausfrauen einfach gestrickte Liebesromane lesen. Der Begriff "Hausfrauenliteratur" ist doch ein reines Klischee. Schließlich könnte man ebenso behaupten, wer die "Terminator"-Filme mit Schwarzeneger gern sieht, ist dumpf und gewaltätig. Ups, die sehe ich ja gern! Aber wie geht das damit zusammen, daß ich John Donne liebe? Ich wüßte übrigens gegen reine Unterhaltungsliteratur nichts einzuwenden, eifriger Krimileser der ich bin, auch habe ich auch Rosamunde Pilcher gelesen und die Zeit nicht bereut.

Mir scheint, daß das Thema "Frauenliteratur" ein brenzliges Thema ist: Kommt da irgendwie der Emanzipationsgedanke durcheinander? Wollen Frauen in diesen modernen Zeiten nicht zu weiblich wirken, um nicht als altmodisch oder schwach zu gelten? Wo ist das Problem, wenn man als Frau Frauenliteratur liest? Kein Mann hätte damit Schwierigkeiten zuzugeben, daß er Jerry Cotton oder Karl May verschlingt.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 14:34 
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Austenbegeistert
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Sonja hat geschrieben:
Bruki hat geschrieben:
in allen Argumenten Deiner Meinung bis auf eines: Was A. S. liebt oder nicht ist für mich noch nie ein wesentliches Kriterium für irgendwas gewesen... :tot:


Ich erwähnte es nur, weil Catalina es erwähnte.



:eek: Öhmm, eigentlich schrieb ich dieses hier:

Selbst wenn ich sicher bin das die Heroinen der Frauenbewegung die Austenschen Werke nicht verdammen, so bin ich doch sicher das die feindseelige Haltung z. T. auf deren Wertvorstellungen beruhen.

Das Alice Schwarzer Jane Austen mag ungewöhnlich erscheinen aber verwunderte mich nie sonderlich. Sie passt nicht so ohne weiteres in eine Schublade.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 14:42 
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Austenbegeistert
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Ulli hat geschrieben:

Mir scheint, daß das Thema "Frauenliteratur" ein brenzliges Thema ist: Kommt da irgendwie der Emanzipationsgedanke durcheinander? Wollen Frauen in diesen modernen Zeiten nicht zu weiblich wirken, um nicht als altmodisch oder schwach zu gelten? Wo ist das Problem, wenn man als Frau Frauenliteratur liest? Kein Mann hätte damit Schwierigkeiten zuzugeben, daß er Jerry Cotton oder Karl May verschlingt.



Ich kann mit dem Begriff "Frauenliteratur" nicht sonderlich viel anfangen.

Allein die Unterscheidung ist mir suspekt.

Warum muß es dieses Schubladendenken geben. Literatur ist Literatur, es gibt jene die mich anspricht, die mich interessiert oder reizt oder jene mich ob des Inhalts oder des Stils nicht interessiert.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 15:02 
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Ulli hat geschrieben:
Wer meint, daß kein Mensch mehr glaubt, daß berufstätige Frauen schlechte Mütter sind, dem sei eine Reise tief ins bajuwarische Seelenleben empfohlen, aus Berlin stammend ist das dortige Menschenbild - gelegentlich - für mich erstaunlich vorgestrig...

Über bajuwarische Gepflogenheiten kann ich nix sagen. Ich weiß nur, dass ich mich permanent dafür rechtfertigen muss, dass ich mich außer um 3 Kinder und ein Haus und einen Garten um nichts weiter kümmere. Ich habe quasi Zeit ohne Ende. Und ob mich das denn geistig ausfüllen würde. Aber Hallo, die waren noch nie mit meinem Sohn zusammen. Der stellt dir binnen 10 Minuten 11 Fragen und die Hälfte davon kann kein durchschnittlich gebildeter Mensch ohne Nachschlagewerk beantworten. Ich gebs zu, das überbeansprucht mich geistig manchmal. Ich wollte wirklich manchmal, ich könnte auf Arbeit gehen und die brennenden Kinderfragen jemand anderem überlassen :tot:

Aber in einem gebe ich dir Recht, derlei Fragen kommen immer von Frauen. Ist mir noch nie so aufgefallen. Ob da in ihnen doch der Schatten eines schlechten Gewissens ist oder was ist es, das diese Frage provoziert? Ich gebe zu, ich habe noch nie darüber nachgedacht, ob berufstätige Frauen schlechte Mütter sind. Und schon gar nicht habe ich eine gefragt, ob sie meint, eine schlechte Mutter zu sein. Nur umgekehrt ist es permanent so. Warum?

Ulli hat geschrieben:
Kein Mann hätte damit Schwierigkeiten zuzugeben, daß er Jerry Cotton oder Karl May verschlingt.

:schlaumeier: ich möchte darauf hinweisen, dass Karl May keine Männerliteratur ist, denn ich lese das auch :D

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 15:11 
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Austenexperte
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Aber irgendwie könnten wir doch Unterscheidungen machen, oder? Für mich ist der Begriff Frauenliteratur nicht wertend, vielleicht habe ich deshalb kein Problem damit.
Aber warum sollte man Dingen nicht spezifizieren? Nehmen wir den Begriff Abenteuerliteratur: Manche Fans - z. B. ich - würden sagen, daß viele Romane dieser Spezies über die reine Aktion hinausgehen und sehr wohl etwas fürs Leben lehren oder zum Nachdenken über Gott und die Welt anregen. Trotzdem ist es mir wurscht, daß Bücher letztgenannter Art einfach als Abenteuerliteratur bezeichnet werden. Ich bin in manchen Dingen absoluter Snob (Whisky!), aber bei literarischen Gattungen ist mir ein Überbegriff zur Unterscheidung zu anderen Gattungen wichtiger, als was die Leute von mir denken bzw. in welche Schubladen sie mich auf Grund meines Lesefutters stecken.

Fragen wir dochmal andersrum: Was ist Frauenliteratur? Ist dieser Begriff denn tatsächlich abwertend, wie es vereinzelt hier im Forum vermutet wird?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 15:24 
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fußballbegeisterte Administratorin im Ruhestand
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Also Frauenliteratur ist nicht abwertend, aber einteilend, womit ich auch ein Problem habe. Wer definiert, was mehr Frauen lesen und was mehr Männer? Allensbach? Oder ein anderes Meinungsforschungsinstitut? Mir tut eigentlich in dem Fall der arme Bruki etwas Leid. Der muss sich ja vorkommen, als ob er unerlaubterweise die Damentoilette aufsucht (bildlich gesprochen) :lach:

Hausfrauenliteratur ist für mich tatsächlich abwertend. Und ich denke, dass ist dann auch so gemeint von dem, der diesen Begriff benutzt. Oder wie ist er sonst definiert wenn nicht Trivialliteratur aller unterster Schublade (da gehört die Pilcher gar nicht rein, viel zu anspruchsvoll). Was unterscheidet Hausfrauen von allen anderen Frauen, dass sie eine eigene Literatur haben (müssen).

Abenteurliteratur ist O.K. Klassik ist O.K. Krimi ist O.K. das sind Genrebezeichnungen, die nicht sugerieren, wer das lesen darf oder soll.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 15:24 
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Austenbegeistert
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Sonja hat geschrieben:
Über bajuwarische Gepflogenheiten kann ich nix sagen. Ich weiß nur, dass ich mich permanent dafür rechtfertigen muss, dass ich mich außer um 3 Kinder und ein Haus und einen Garten um nichts weiter kümmere. Ich habe quasi Zeit ohne Ende. Und ob mich das denn geistig ausfüllen würde. Aber Hallo, die waren noch nie mit meinem Sohn zusammen. Der stellt dir binnen 10 Minuten 11 Fragen und die Hälfte davon kann kein durchschnittlich gebildeter Mensch ohne Nachschlagewerk beantworten. Ich gebs zu, das überbeansprucht mich geistig manchmal. Ich wollte wirklich manchmal, ich könnte auf Arbeit gehen und die brennenden Kinderfragen jemand anderem überlassen :tot:


Nur ist es so das diese berufstätigen Frauen es problemlos schaffen, all dies unter einen Hut zu bringen. :rolleyes:
Daher auch die Herablassung einer NUR-Hausfrau gegenüber.
Berufstätige Frauen sind in der Lage einen 6-Personenhaushalt zu schmeissen, nebenbei noch eine großartige politische Karriere aufzubauen um dann auch noch Bundesfamilienministerin zu werden. :vonderleyen:

Berufstätigen Frauen wird ihre Beruftätigkeit nicht zum Vorwurf gemacht. Außer vielleicht in Bayern. Aber das ist sowie alles etwas anders. :D

Wie steht es aber um Frauen die sich ausschließlich der Familie widmen.
Ich höre diese Frauen sich seltens beklagen und habe auch nicht den Eindruck das ihnen an gesellschaftlichem Umgang oder einer umfassenden Bildung mangelt.
Sonja hat geschrieben:

Aber in einem gebe ich dir Recht, derlei Fragen kommen immer von Frauen. Ist mir noch nie so aufgefallen. Ob da in ihnen doch der Schatten eines schlechten Gewissens ist oder was ist es, das diese Frage provoziert? Ich gebe zu, ich habe noch nie darüber nachgedacht, ob berufstätige Frauen schlechte Mütter sind. Und schon gar nicht habe ich eine gefragt, ob sie meint, eine schlechte Mutter zu sein. Nur umgekehrt ist es permanent so. Warum?


Warum sollten berufstätige Frauen schlechte Mütter sein?
Die Beruftätigkeit als solches macht keine schlechte Mutter aus.

Aber setzt sie auch nicht über die NUR-Hausfrau.

Wenn beide ihre Sache ernstnehmen dann braucht keine ein schlechtes Gewissen zu haben.

Du sagtest du hättest noch nie darüber nachgedacht, ob berufstätige Frauen schlechte Mütter sind.

Warum denken dann so viele berufstätige Frauen darüber nach das eine NUR-Hausfrau ein intellektuell verkommt bzw. das eine solche Frau ein niedrigeres Niveau haben könnte als eine berufstätige Frau und Mutter.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 15:28 
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Catalina hat geschrieben:
Warum denken dann so viele berufstätige Frauen darüber nach das eine NUR-Hausfrau ein intellektuell verkommt bzw. das eine solche Frau ein niedrigeres Niveau haben könnte als eine berufstätige Frau und Mutter.


Genau das ist ja meine Frage, warum bloß?

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 15:32 
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Austenbegeistert
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Sonja hat geschrieben:
Catalina hat geschrieben:
Warum denken dann so viele berufstätige Frauen darüber nach das eine NUR-Hausfrau ein intellektuell verkommt bzw. das eine solche Frau ein niedrigeres Niveau haben könnte als eine berufstätige Frau und Mutter.


Genau das ist ja meine Frage, warum bloß?


Und wenn die Hölle einfriert ich glaube nicht uns jemand diese Frage zur Zufriedenheit beantworten kann. :juggle:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 16:12 
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Austenexperte

Registriert: Samstag 22. Oktober 2005, 22:38
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1. Jane-Austen-Romane sind keine Bücher, die nur von Frauen gelesen werden.
2. Bisher habe ich noch keinen Jane-Austen-Roman in einem Buchladen bei der sogenannten Frauenliteratur gesehen.

Und zur Hausfrauendebatte:
Frauen sollten endlich mal zusammenhalten. Ich bin selber politisch aktiv und weiß wie gerne Frauen sich gegenseitig bekämpfen, einfach unglaublich. Nicht die Männer verhindern Frauen in der Politik, es sind meistens die Frauen selber. Aber das ist ja schon seit Jahrhunderten so.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 16:38 
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Registriert: Freitag 21. Oktober 2005, 13:20
Beiträge: 225
meli hat geschrieben:
1. Jane-Austen-Romane sind keine Bücher, die nur von Frauen gelesen werden.
2. Bisher habe ich noch keinen Jane-Austen-Roman in einem Buchladen bei der sogenannten Frauenliteratur gesehen.

Und zur Hausfrauendebatte:
Frauen sollten endlich mal zusammenhalten. Ich bin selber politisch aktiv und weiß wie gerne Frauen sich gegenseitig bekämpfen, einfach unglaublich. Nicht die Männer verhindern Frauen in der Politik, es sind meistens die Frauen selber. Aber das ist ja schon seit Jahrhunderten so.



Hast du schon mal Stuten auf der Weide gesehen? :schaf:


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... noch ein Klischee: "Hühnerhof" :juggle:

Bruki

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(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:11 
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Austenbegeistert
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Bruki hat geschrieben:
... noch ein Klischee: "Hühnerhof" :juggle:

Bruki


Das ist nun wieder eine typisch männliche Bemerkung.

:n182:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:13 
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Archivarius

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Catalina hat geschrieben:
Das ist nun wieder eine typisch männliche Bemerkung.
:n182:


... jetzt muss ich aber zurückschießen: Bist Du männ- oder weiblein, stutenbeißer oder -beißerin?

Bruki :wink:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:23 
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Austenbegeistert
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Bruki hat geschrieben:
Catalina hat geschrieben:
Das ist nun wieder eine typisch männliche Bemerkung.
:n182:


... jetzt muss ich aber zurückschießen: Bist Du männ- oder weiblein, stutenbeißer oder -beißerin?

Bruki :wink:


Das mußt du nachfragen? :pale:

Ich bin gerührt.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:33 
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Austenexperte
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Ich habe den Begriff "Frauenliteratur" erstmals auf dieser Seite gehört. Wird der hier nicht ein bißchen zu bierernst genommen? Man sieht es doch wunderbar auf dieser Seite, daß Männer Austen lesen und Frauen Karl May.
Ehrlich gesagt weiß ich aber noch immer nicht, was der Begriff "Frauenliteratur" nun bedeuten soll. Bei mir steht Austen unter englischer Literatur.
Ich habe den Verdacht, daß der Begriff Frauenliteratur einfach von irgendjemandem erfunden wurde, um zu sehen, wie jetzt alle Frauen wie aufgescheuchte Hühner durcheinander laufen und vehement verteidigen, daß es überhaupt keine Frauenliteratur geben darf, weil es doch auch keine Männerliteratur gibt und damit doch eigentlich diskriminierend ist....
:gruebel:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:41 
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Austenbegeistert
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Ulli hat geschrieben:
Ich habe den Begriff "Frauenliteratur" erstmals auf dieser Seite gehört. Wird der hier nicht ein bißchen zu bierernst genommen? Man sieht es doch wunderbar auf dieser Seite, daß Männer Austen lesen und Frauen Karl May.
Ehrlich gesagt weiß ich aber noch immer nicht, was der Begriff "Frauenliteratur" nun bedeuten soll. Bei mir steht Austen unter englischer Literatur.
Ich habe den Verdacht, daß der Begriff Frauenliteratur einfach von irgendjemandem erfunden wurde, um zu sehen, wie jetzt alle Frauen wie aufgescheuchte Hühner durcheinander laufen und vehement verteidigen, daß es überhaupt keine Frauenliteratur geben darf, weil es doch auch keine Männerliteratur gibt und damit doch eigentlich diskriminierend ist....
:gruebel:


Ich habe genau diesen Begriff im Zusammenhang mit Jane Austen gehört und gelesen. Somit glaube ich nicht das der Begriff erfunden wurde. Übrigens auch nicht von mir, über soviel Phantasie wie das was du da schilderst verfüge ich bedauerlicherweise nicht.

Sonst hätte ich sicherlich schon ein Buch geschrieben. Vielleicht unter einem männlichen Pseudonym, wer weiß das schon. :unknown:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:51 
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Austenexperte
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Womit Du Dich ja in guter Gesellschaft befinden würdest, siehe Bronte bzw. Bell... :wink:


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