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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:54 
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Austenbegeistert
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Ulli hat geschrieben:
Womit Du Dich ja in guter Gesellschaft befinden würdest, siehe Bronte bzw. Bell... :wink:


Hat Jane Austen nicht auch ...?:grübel:


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Verfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 17:54 


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 18:13 
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Administratorin, die über den großen Teich gegangen ist.
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Ich glaube es war Elke Heidenreich, die mal gesagt hat: "Frauen, die lesen, sind gefährlich."
Ich glaube, dass wir Frauen ein wenig selbst daran mitschuldig sind, weil wir unser Schubladendenken und unsere Stutenbeißerei nicht aufgeben können. *geht schon mal in Deckung*

Und Frauenliteratur ist definitiv abwertend. Es gibt sogar welche, die extra nicht in diese "Abteilung" gucken, weil es ja nicht zu ihrem emazipierten Selbst passt und nur von so "zurückgebliebenen Heimchen am Herd gelesen wird", was dann wiederum zum noch gemeineren Ausdruck "Hausfrauenliteratur" führt. Ich denke doch nicht, dass es die Männer waren, die das eingeführt haben. Das waren wir selbst!

Und auch bei mir (im konservativen Westen) werden berufstätige Mütter immer automatisch als Rabenmütter abgestempelt. Aber ich glaube, da tun sich beide Gruppen nicht viel. Die berufstätigen halten die "Heimchen" für zurückgeblieben, die Hausfrauen die "Karrierefrauen" für annormal , so viel zur Stutenbeißerei. Ich habe immer noch den größten Respekt vor Frauen, "die Beruf und Familie vereinen", finde aber, dass in ihrem Glanz die Hausfrauen zu kurz kommen.

[schild=11 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1 nxu=87959978nx19033]Frauen dieser Welt, vereinigt euch! ;)[/schild]


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 18:45 
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fußballbegeisterte Administratorin im Ruhestand
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Catalina hat geschrieben:
Hat Jane Austen nicht auch ...?:grübel:


Nein, das hat sie nie ... By A Lady

_________________
Gruß Sonja
"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein

Nach der EM ist vor der WM :aetsch:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 19:49 
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Austenbegeistert
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"Frauenliteratur", dieser Begriff hat bei diversen Diskussionen zw. meinem Freund und mir auch schon für Ärger gesorgt.
Es stimmt, sofort man den Fehler macht und irgendein Buch als "frauenlit." bezeichnet ist es schon mal gleich uninteressant für viele, weil viele gleich an (überlegen) zB Pilcher denken oder Keyes (wobei ich diese Frau einfach genial finde, ihre Bücher sind einfach zum zerschießen :lach: komisch- und JA, diese sind wirklich für Frauen, Männer KÖNNTEN Spaß damit haben, aber das ist eher unsicher ;) ).

Ich hab es mittlerweile aufgegeben Austen unter meine Bekanntschaft zu bringen. Bleiben sie eben von ihrer Phantasie unangetastet, ich genieße sie nur umzumehr!


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 20:36 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Sonja hat geschrieben:
Punkt 2: Nur in Deutschland lesen sie vor allem Frauen, in UK sieht das ganz anders aus, da ist sie eben ein Klassiker, der von allen gelesen wird.


allerdings. als ich dort gewohnt habe ist es mir mehrmals passiert, dass ich - nachdem das gespräch darauf kam - ganz schüchtern (da ich in deutschland immer seltsam angeschaut wurde) "jane austen" gesagt habe und damit mehrere männeraugen zum leuchten gebracht habe.
ich habe viele männer kennengelernt, die jane austen lieben, viele die "pride and prejudice" als ihr absolutes lieblingsbuch bezeichnen.
leider waren fast alle jenseits der 50. :roll: :wink:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 26. Oktober 2005, 20:43 
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Administratorin, die über den großen Teich gegangen ist.
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Julia hat geschrieben:
leider waren fast alle jenseits der 50.

Tja, man kann nicht alles haben. Irgendwer hier im Board hat doch auch so eine Signatur in der Art. Von wegen (ich weiß nicht ganz genau und bin zu faul zum Suchen): "I've met the most wonderful man. He's fictional, but you can't have everything." ;)

[Edit: Ha, und passend zu demThema, stand gerade bei mir oben in der Werbezeile Über 50? - Na und!? :mrgreen:]


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BeitragVerfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 09:10 
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Austenexperte
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Ich verstehe die Aufregung um das Thema Austen/Frauenliteratur immer noch nicht:
Wollt Ihr nicht dabei erwischt werden, sogenannte "Frauenliteratur" (wer immer diesen komischen Namen erfunden hat) zu lesen, weil Ihr selbst irgendwo tief in Eurem Inneren selbst davon überzeugt seid, daß Frauenliteratur etwas abwertendes ist? Zieht Euch den Schuh doch nicht an, schert Euch den Teufel um unsinnige Meinungen von Leuten, die Austen nicht kennen.

Es ist doch so, daß diese Menschen sich im Nachteil befinden, schließlich bringen sie sich selbst um das Vergnügen, Austen zu lesen.

Mir fällt die Geschichte vom Schach von Wuthenow ein, der heiraten muß, weil er der jungen Dame zu nahe getreten ist und trotz Sympathie für seine Braut Selbstmord begeht, weil er glaubt, deshalb unter seinesgleichen die Reputation verloren zu haben.

Was schert Euch die Meinung von irgendwelchen Ignoranten?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 12:33 
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Austenbegeistert
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Also mir macht der Ausdruck Frauenliteratur nichts aus, ich wollte nur sagen, dass es bei manchen anderen (in meinen Bekanntenkreis zB) mit etwas negativen Assoziiert wird, und das negativ ist bezogen auf "typische Frauenthemen, die ja nur von Frauen gelesen werden, die nichts besseres zu tun haben bzw. nicht mehr grips haben um "hochwertigeres" zu verstehen.

Ich als Leser gehör zu Kategorie: Lese alles, wenn es mir gefällt!


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BeitragVerfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 19:03 
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Genau :D :D :D


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BeitragVerfasst: Donnerstag 27. Oktober 2005, 19:32 
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Austenkenner
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Hmm... ich wüsste jetzt nichts besonders sinnvolles hier beizutragen.

Ich würde Jane Austen nie als Frauenliteratur bezeichnen. Das tun nur die Leute, die schon mit Vorurteilen an ihre Werke herangehen und nicht auf den Trichter kommen.
Ein Beispiel kenne ich sogar. Ich bin ein glühender Anhänger diverser Podcasts. Einer heißt "Filme und so" - gefällt mir gut -, aber als vor einiger Zeit die Sprache auf Jane Austen kam, war bei dem männlichen Teil der zwei Macher schon beim Trailer schluss und er setzte Austen auch gleich mit Pilcher gleich. Schock lass nach!

Allerdings: als was würdet ihr die "Und mit bebendem Herzen... er trug sie auf seinen starken Armen... mit seinen großen Händen berührte er zärtlich..."-Bücher bezeichnen?
DAS ist ist meiner Meinung nach Frauenliteratur - und wisst ihr was: ich habe so ein Buch gelesen und ich will es wieder tun. Ich trau mich nur nicht, eines zu kaufen. *schäm*

Während ich an diesem Posting bastelte, stellte ich einem Bekannten die Frage, wie er mit dem Wort "Frauenliteratur" umgehe. Hier seine Antwort:
Zitat:
spontan finde ich es erstmal... abschreckend. andererseits gibt es auch sachen, die man als männerliteratur bezeichnen könnte, wobei in dem bereich der terminus "literatur" wohl um einiges zu hoch gegriffen scheint. warum sollte es also keine "frauenliteratur" geben? allerdings ist mir das wort und konzept dennoch zunächst suspekt, da mich das wort direkt an emanzipation erinnert und bei emanzipation immer an völlig realitätsfremdes gedankengut denken muss

Geht in eine ganz andere Richtung.

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BeitragVerfasst: Samstag 29. Oktober 2005, 21:17 
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Jadzia hat geschrieben:
ich habe so ein Buch gelesen und ich will es wieder tun. Ich trau mich nur nicht, eines zu kaufen.

Mensch, wozu gibt es denn die unendlichen Weiten des Internet?? Da kann man sich doch fast ALLES so schön anonym (jedenfalls fast) bestellen. ;) Und wieso sollte man sich wegen so was schämen? Okay, ich habe wegen meinesPraktikums schon mal in einer Buchhandlung gearbeitet und wenn ich dann derartige Bestellungen eingeräumt habe, habe ich mir dann so meine Gedanken gemacht, aber über Geschmack lässt sich doch streiten. Ich verurteile die Leute doch deswegen nicht! :eek:
Auch ich muss sagen, dass ich so was schon mal gelesen habe (nicht freiwillig!! aber man soll ja immer offen für alles sein), aber es war nicht wirklich mein Fall.


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BeitragVerfasst: Samstag 29. Oktober 2005, 21:32 
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Austenkenner
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Angelika,
Ja, im Internet kaufen, das ist natürlich eine Möglichkeit, an die ich in der Beziehung aber ehrlich noch nicht gedacht habe. Werde ich aber wohl auch nicht weiter tun. So versessen nach einem weiteren solcher Bücher bin ich dann auch nicht. *g*

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BeitragVerfasst: Sonntag 30. Oktober 2005, 15:03 
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Hmm. Frauenliteratur.

JA spricht wohl mehr Frauen als Männer an - unbestritten - siehe Boardmitglieder. Insofern nicht so falsch. Das Blöde ist nur, das dieses Wort "Frauenliteratut" so schlecht behaftet ist.

Hab einer Freundin anlässlich des Filmstarts S&V ausgeliehen.Den Film fand sie nicht so..... aber auch das Buch hat sie als "total flach und nur so dahinplätschernt" bezeichnet. "Da geht´s doch nur ums heiraten...."
Oh Mann!!!! Ich konnte es gar nicht glauben, vor allem weil mich das Buch beim lesen völlig gefangen genommen hatte. Ich habs dann so stehen lassen, weil Geschmäcker und streiten und so, geht eben nicht.
Sie ist eine absolut intelligent junge Frau, mit einem der besten Uniabschlüsse ihres Jahrganges. Aber für sie als "Karrierefrau" war, sobald das Thema Heiraten in dem Buch vorkamm, das Buch schon abgeschrieben. ( Wahrscheinlich hatte sie es nach dem ersten berühmten Satz schon abgeschreiben :D )

Naja vielleicht hat´s ihr auch einfach nicht gefallen, solls ja auch geben!

Was ich damit sagen will ist, das wohl die Frauen selbst nicht zu knapp daran Schuld tragen, an diesem schönen Wort "Frauenliteratur".

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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BeitragVerfasst: Sonntag 30. Oktober 2005, 16:03 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Meine älteste Schwester hat auch beinahe einen Ohnmachtsanfall bekommen, als ich meiner Nichte ( inzwischen 18 ), S&V schenken wollte.
Sowas? Bäh! :thud: Das ist wie (Achtung) Pilcher... süßlicher Schmus...
Inzwischen hat meine Nichte das Buch.. und ich werde sie auch in den Film schleifen. :D
Dafür hat meine Schwester mir schon Bücher geschenkt, wo sich mir die Zehnägel hochrollten. Wirklich "Frauenliteratur"--- angeblich total witzig, aber ich fand sie einfach doof. Absolut nicht mein Geschmack. :rolleyes:
Die Geschmäcker sind halt verschieden! ;D
Grüße,
Kerstin

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"I think that we like those kind of entertainment just to have the opportunity to become a child again during 42 minutes."


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. November 2005, 14:06 
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Austenbegeistert
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Kerstin hat geschrieben:
Meine älteste Schwester hat auch beinahe einen Ohnmachtsanfall bekommen, als ich meiner Nichte ( inzwischen 18 ), S&V schenken wollte.
Sowas? Bäh! :thud: Das ist wie (Achtung) Pilcher... süßlicher Schmus...
Inzwischen hat meine Nichte das Buch.. und ich werde sie auch in den Film schleifen. :D
Dafür hat meine Schwester mir schon Bücher geschenkt, wo sich mir die Zehnägel hochrollten. Wirklich "Frauenliteratur"--- angeblich total witzig, aber ich fand sie einfach doof. Absolut nicht mein Geschmack. :rolleyes:
Die Geschmäcker sind halt verschieden! ;D
Grüße,
Kerstin


Du mißverstehst das, diese spezielle Art der "Frauenliteratur" die eben auch in Frauenbuchläden ( gibts sowas eigentlich noch) zu finden ist, hat für die emanzipierte Frau von heute einen vollkommen anderen Stellenwert, zumal diese Form der zeitgenössischen Schreibe die schreckliche Unterjochung der Frau im Hier und Jetzt wiederspiegelt.
Das ist im weitsten Sinne Gesellschaftskritik, von Frauen für Frauen.

:heralind: ....*spei* :tot:


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. November 2005, 14:15 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Oh, ich missverstehe meine Schwester durchaus nicht! Ich habe von ihr schon "heitere Frauenromane" bekommen, die mir absolut nicht gefielen. Sie hat Jane Austen nie gelesen... daher ärgert mich ihr Urteil, weil sie etwas runtermacht, was sie nicht kennt.
Frauenbuchläden gibt es sicher noch immer. ;) Nur bei uns gibt es nur "gemischtgeschlechtliche" :lach:
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. November 2005, 14:25 
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Kerstin hat geschrieben:
... Nur bei uns gibt es nur "gemischtgeschlechtliche" :lach: ...


ist vielleicht auch gut so, denn wenn Du als Ritter in all Deinem Pomp mit gezücktem Säbel in so einen Frauenladen reinritterst, kommst Du am Ende noch als gerupftes Huhn wieder raus... :ja:

Bruki

PS: Kann man BüchInnen heute schon eingeschlechtlich vermehren oder muss man da immer noch Buch und Buchin zusammenlegen? :lach:

_________________
"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


Zuletzt geändert von Bruki am Donnerstag 17. November 2005, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. November 2005, 14:25 
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Austenbegeistert
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Ulli hat geschrieben:
Womit Du Dich ja in guter Gesellschaft befinden würdest, siehe Bronte bzw. Bell... :wink:


Ohao, Bronte und Bell fallen ebenfalls unter den Begriff "Frauenliteratur", aber wenn dies in einem Atemzug mit Hera Lind genannt wird, empfinde ich auch dies mehr als nur anzüglich. :cool:


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BeitragVerfasst: Montag 21. November 2005, 17:07 
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Etwas nettes zum Thema:

Zur Zeit lese ich "Das Wunder von Lost River" von Fannie Flagg ("Grüne Tomaten"). Da habe ich folgendes gelesen:

" Mr. Campbell sollte nicht wissen, was für einen Schund ihre Schwester las, und sie wünschte, Mildred wäre mehr wie Dottie Nivens, die zumindest versuchte, sich zu bilden. Sie las gehobene Literatur, Chaucer, Proust und Jane Austen, nicht diese billigen Liebesromane, die Mildred sich immer aussuchte."

Gehobene Literatur liest sich doch sehr gut, oder?


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BeitragVerfasst: Montag 21. November 2005, 17:42 
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@Catalina
Inwiefern ist denn mein armer kleiner harmloser Satz anzüglich und wieso laufen die Brontes unter Frauenliteratur?


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BeitragVerfasst: Montag 21. November 2005, 18:02 
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Austenbegeistert

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Ich bin immer davon ausgegangen, der Begriff Frauenliteratur bezeichnet Literatur, die von Frauen geschrieben wurde (liege ich da völlig falsch?), was ja wohl nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie ausschließlich von Frauen gelesen werden soll. Das "unangenehme" daran ist in meiner Ansicht nach, dass mit der Tatsache der Unterscheidung zwischen Literatur und Frauenliteratur impliziert wird, dass Literatur "natürlicherweise" von Männern verfasst wird.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2005, 11:55 
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Austenbegeistert
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Ulli hat geschrieben:
@Catalina
Inwiefern ist denn mein armer kleiner harmloser Satz anzüglich und wieso laufen die Brontes unter Frauenliteratur?


Weil "Frauenliteratur" hierzulande als eigenes Genre gehandelt wird und Abhandlungen über Leidenschaft, Eifersucht, Manien und Psychosen in Deutschland immer ausschließlich Frauen zugeordnet wird.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2005, 12:54 
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Hm, ich bin noch nicht überzeugt...

Ich habe einfach mal im Freundeskreis rumgefragt, wer denn so Austen schon gelesen und für gut befunden hat. Es stand schließlich geschlechtertechnisch 2:2, wobei die Herren die größeren Anhänger von Austen waren (Favoriten: MP und S&S). Bei den Damen stellte sich übrigens, wenn man deren Vorlieben mal bündelte, eine deutliche Vorliebe für Krimis heraus. Ist das jetzt Frauenliteratur?

Gibt es eigentlich Männerliteratur? Ist dieser Begriff abwertend und diskriminierend?


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2005, 13:17 
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Austenbegeistert
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Ulli hat geschrieben:
Hm, ich bin noch nicht überzeugt...

Ich habe einfach mal im Freundeskreis rumgefragt, wer denn so Austen schon gelesen und für gut befunden hat. Es stand schließlich geschlechtertechnisch 2:2, wobei die Herren die größeren Anhänger von Austen waren (Favoriten: MP und S&S). Bei den Damen stellte sich übrigens, wenn man deren Vorlieben mal bündelte, eine deutliche Vorliebe für Krimis heraus. Ist das jetzt Frauenliteratur?

Gibt es eigentlich Männerliteratur? Ist dieser Begriff abwertend und diskriminierend?



Nein, Männerliteratur in dem Sinne gibt es nicht.

Gab ja bislang auch noch keine Männerbuchläden.

Es sei denn du rechnest die einschlägige pornogarafische Literatur als klassische Männerliteratur.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2005, 13:31 
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Es sei denn du rechnest die einschlägige pornogarafische Literatur als klassische Männerliteratur.

:lach:

Womit wir aber schon wieder zum nächsten Thema kommen: Was ist einschlägige pornographische Literatur? Ich kenne eine sehr konservative 60jährige Playboyleserin; King Ping Meh und Fanny Hill werden auch von Frauen gelesen.

Ich befürchte, die ganzen Klischees, die früher vielleicht tatsächlich mal zugetroffen haben mögen, hauen heute einfach nicht mehr hin.

Frauen schreiben blutrünstige Thriller, Männer gefühlvolle Liebesgeschichten.

Wenn Frauen sich selber abgrenzen wollen und deswegen Frauenbuchläden eröffnen, ist das eine freiwillige Abgrenzung, die für mich zwar unverständlich ist, aber diese offenbar glücklich macht. Männer müssen derartige Sperenzchen ja nicht nachmachen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2005, 15:35 
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Ich denke, dass es keine einschlägig als solche bekannte Männerliteratur gibt, oder überhaupt den Begriff Männerroman macht ein Teil der negativen Behaftung des Begriffes Frauenroman aus. Denn damit hebt es sich hervor (in welche Art auch immer, das hängt wohl von dem Nutzer des Wortes ab) und steht nicht eunfach gleichberechtigt im Raum. Gibt es in anderen Sprachen /Ländern eigentlich vergleichbare Begriffe?

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. November 2005, 17:12 
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Hallo Ulli, Du alter Porno-Graf :D

ist Dir übrigens klar, dass, wenn man schon von "Frauenliteratur" redet, man auch zugeben muss, dass diese von einem MANN erfunden wurde?

Zugegeben: Das gilt erstmal für England... in Deutschland wurde diese Art der Literatur ja von einer Frau eingeführt: Sophie(?) La Roche... Die hat ihren Sternheim-Roman im Vorwort ausdrücklich der Belehrung und moralische Besserung der Frauen gewidmet... Wodurch klar sein sollte, dass Frauenliteratur nicht unbedingt ausschließlich von Frauen produziert, sondern vor allem von Frauen gelesen werden sollte...

Ich hab versucht, "Sternheim" zu lesen, und hab mich schon auf den ersten Seiten furchtbar aufgeregt, ob des salbungsvollen Thones, der da angeschlagen wird: Da werden Thränen vergossen (von Männern!), sich gegenseitig ewige Liebe versichert (ebenfalls von Männern! - und ich meine auch von "richtigen" Männern - keinen falsch gewebten), da drückt einer den anderen "an den Busen", die Augen werden feucht und man schenkt kurzerhand "aus Verehrung" sein gesamtes Hab und Gut weg... Also echt... MÄNNER... :rolleyes:

Aber irgendwo in dem Roman kommt dann auch die obligatorische Entführung der tugendhaften und edlen Klosterschülerin Sternheim durch den ruchlosen schnurrbarttragenden fiesen Lord ins englische "Bleygebürge", wo sie vor lauter Edelmuth beynahe dem Ansturm des Verführers erliegt, nehme ich an... :wink: Doch am Ende stürbt jedoch dieser Böselord vor Gram über die Schande und bestimmt schwer geläutert vom Edlen Muthe der tugendhaften Sternheim eines elenden Thodes, was ihm wahrscheinlich recht geschieht... :< und Sternheim bekommt den guten Lord Seymore, oder wie auch immer der Gutlord im Roman auch heißen mag... :ja:

Ich weiß nicht, ob ich das bis zum Ende durchhalte, aber wie Du schon mal zu dem großen Vorbild der La Roche, unserem verehrten Richardson, angemerkt hast: Man kann leicht 100 Seiten überschlagen, ohne was zu verpassen! :P

Ich weiß nicht, ob La Roche da in dem Roman eine allgemein-übliche Art des damaligen Umgangs miteinander trefflich nachgezeichnet hat? ... Ich hoffe mit der ganzen Empfindsamkeit, die mein Herz aufzubringen in der Lage ist, Fielding hat den Tonfall und die Chraktere der damals lebenden Frauen und Männern besser getroffen als La Roche, man müsste sich ja sonst seiner Vorfahren schämen... :eek:

Vielleicht kann man unter "Frauenliteratur" alles zusammenfassen, was einen Mann (falls man ihn dazu bringen kann, es zu lesen) zum Weiterblättern veranlasst, Frauen dagegen zu Thränen rührt?

Böslord Bruki

PS: Ich entschuldige mich schon mal im Voraus für meine unsensible Art des Umgangs mit diesem Thema...

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Austenbegeistert

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Bei wikipedia gibts ne ganz gute Zusammenfassung, was unter dem Begriff Frauenliteratur überhaupt verstanden wurde/ wird

http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenliteratur

Wobei es aber immer irgendeine Form der Abgrenzung zu dem darstellt, was Männer schreiben oder tun oder denken oder lesen oder interessiert oder...


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@Bruki
Jaja, ist der Ruf erst ruiniert....
Die La Roche-Zusammenfassung klingt ja wirklich erbarmungswürdig. Allerdings klingt selbst beim hochgeistigsten Buch eine Zusammenfassung grauslich. Es war damals aber auch die Zeit der Sentimentalen. Damals war das fortschrittlich, heute klingt es altmodisch. Muß man halt irgendwie im historischen Kontext sehen, vielleicht kriege ich dazu noch was raus.
Und von Richardson auch nur eine Seite zu überspringen ist ein Anzeichen von Schwäche und mangelndem Standvermögen :wehe: !

Meinst Du mit dem Erfinder der Frauenliteratur Richardson? Der gilt allerdings als "Erfinder" des modernen Romans (der immerhin Lessing - Emilia Galotti - und Goethe - Werther - beeinflußt hat) nicht des Frauenromans. Würde dann ja bedeuten, daß der Frauenroman was modernes = fortschrittliches ist. Was von den Damen hier ja bestritten wird, sonst würden sie sich gegen die Zuordnung von Austen zu dieser Sparte nicht so wehren.


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Wer wehrt sich den? :D Ich bin eine Frau ( behaupten böse Zungen jedenfalls... ) und ich liebe JA. Also Frauenliteratur völlig OK! Blöd ist nur das das Wort so einen abfälligen Beigeschmack hat. Als ob Frauenliteratur nur zu Tränen rührendes Zeugs
Code:
Vielleicht kann man unter "Frauenliteratur" alles zusammenfassen, was einen Mann (falls man ihn dazu bringen kann, es zu lesen) zum Weiterblättern veranlasst, Frauen dagegen zu Thränen rührt?
wäre, ohne auch nur den Funken einer Fähigkeit zu besitzten zwischen den Zeilen lesen zu können!

Da ist das einzige was mich an dem Wort stört.

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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