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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 12:32 
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Austenexperte
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Ich habe da gerade so eine Verfilmung im Sinn. Es war " Jane Eyre " . Charlotte Gainsbourg spielte die Titelheldin auch sehr schüchtern und zurückhaltend. Trotzdem war sie sich aller meiner Sympathien sicher.
Das ist halt die Kunst des Regisseurs, seine Zuschauer zu manipulieren.
Die Figur aufzupeppen ist, in meinen Augen, der falsche ( wenn vielleicht auch einfachere) Weg. :nein:

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... uns hilft kein Gott, uns're Welt zu erhalten...( Karat in "Der blaue Planet")


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Verfasst: Dienstag 13. März 2007, 12:32 


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 12:34 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Ulli hat geschrieben:
meli hat geschrieben:
Julia hat geschrieben:
Zum Beispiel. Die Crawfords müssen ja nicht zu Engeln werden, aber wie gesagt: Man könnte das Ganze etwas differenzierter gestalten. "Mansfield Park" ist eben nicht so, dass Fanny eindeutig die Sympathieträgerin ist und die Crawfords die Bösen.

:abgelehnt:

siehe Caros Begründung :)

Ich denke aber auch, daß Austens Text durchaus eine Differenzierung zuläßt. Man muß ja nicht gleich die Crawfords zu den Helden und Fanny zum Bösewicht machen, aber Fanny als pure Güte und die Crawfords als Bösewichter zu bezeichnen, trifft es auch nur sehr bedingt.

Ja, aber hier das gesunde Gleichgewicht zu finden, und damit bis zum Schluß das richtige Verhältnis zu wahren, ist halt verdammt schwer.
Ich wüßte jedenfalls nicht, wie ich das im Drehbuch und dann photographisch umsetzen sollte ... :nixweiss:

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 13. März 2007, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 12:35 
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Archivarius

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Katja hat geschrieben:
... Ich glaube eben tatsächlich, dass Emma für Jane Austen so eine Möglichkeit war, mal den ganzen Frust über die Zustände in der Gesellschaft rauszulassen. Natürlich - zeitgemäß versteckt unter dem Deckmantel einer Romanze. :wink: ...

Ich glaube nicht, dass Jane Austen ihren "Frust über die Zustände in der Gesellschaft" rauslässt... auch nicht "zeitgemäß versteckt"... So plump didaktisch war sie nie...

Eigentlich ist sie in ihren Romanen immer ganz deutlich, wenn ihr was gegen den Strich geht... da muss nix versteckt werden... sonst hätte es keine solchen Fobs wie Robert Ferrars oder solche Intrigantin wie Lucy Steele gegeben... Sie kritisiert eher menschliche Schwächen und Unzulänglichkeiten als gesellschaftliche Zustände... und als Realistin weiß sie auch, dass es nicht immer märchenhaft in der Welt zugeht wo die Edlen und Guten belohnt und die Bösen und Gemeinen bestraft werden... und sie wusste auch, dass das Geld die Welt regiert, es aber auch nicht alles ist...

"Emma" ist recht eigentlich auch kein Liebesroman, wenn man mal von Jane Fairfax und Frank Churchill absieht, deren Romanze ja auch erst im Nachspann offenbart wird... sondern ein "Bildungsroman" wie viele damals...

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 12:56 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ulli hat geschrieben:
meli hat geschrieben:
Julia hat geschrieben:
Zum Beispiel. Die Crawfords müssen ja nicht zu Engeln werden, aber wie gesagt: Man könnte das Ganze etwas differenzierter gestalten. "Mansfield Park" ist eben nicht so, dass Fanny eindeutig die Sympathieträgerin ist und die Crawfords die Bösen.


:abgelehnt:

siehe Caros Begründung :)


Ich denke aber auch, daß Austens Text durchaus eine Differenzierung zuläßt. Man muß ja nicht gleich die Crawfords zu den Helden und Fanny zum Bösewicht machen, aber Fanny als pure Güte und die Crawfords als Bösewichter zu bezeichnen, trifft es auch nur sehr bedingt.


Das meine ich aber auch.


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 13:21 
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Archivarius

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meli hat geschrieben:
Julia hat geschrieben:
Zum Beispiel. Die Crawfords müssen ja nicht zu Engeln werden, aber wie gesagt: Man könnte das Ganze etwas differenzierter gestalten. "Mansfield Park" ist eben nicht so, dass Fanny eindeutig die Sympathieträgerin ist und die Crawfords die Bösen.

:abgelehnt: siehe Caros Begründung :)

Na ja, eigentlich zerstört jede Änderung an den Charakteren die feine Gestaltung Jane Austens...

Fanny Price dient neben anderem in MP ja auch als eine Art "Auge" des Lesers... die meisten Vorgänge sehen wir mit ihren Augen, lesen ihre Gedanken dazu und ihre Bewertungen... Das ist evtl. nicht leicht umzusetzen... das Sehen, meine ich... Fanny Price sieht ihre Umgebung und urteilt, und sie sieht den Zuschauer an und urteilt (Ich glaube, Foreman hat mal sowas mal in "Amadeus" versucht)...

Üblicherweise werden im Off gesprochene Kommentare als schlechte Kunst angesehen... obwohl Andrew Davies hat das mal in einer seiner Literaturverfilmungen genutzt (ich glaube, in "Middlemarch"), um die Worte der Autorin in den Film hineinzubringen... ("Middlemarch" lebt ja vom Kontrast zwischen den Dialogen/Handlungen der Akteure und den dazugehörigen Kommentaren George Elliots. )

Bei MP müsste der Scriptwriter/Regisseur die Zuschauer irgendwie dazu bringen, alles mit den Augen Fanny Prices zu sehen... doch eine Filmheldin quasi "unsichtbar" zu machen, wird kein Zuckerschlecken sein...

Ansonsten muss man sich ja bei MP eh darauf einlassen können, Fanny Price zu mögen... sonst funktioniert das Buch nicht... und man landet bei den ekligen Crawfords als "positive Helden"... Aber das ist, mein ich, eher kein Problem Jane Austens, sondern eines der Leser...

Bruki :cool:

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Zuletzt geändert von Bruki am Dienstag 13. März 2007, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 13:23 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Das ist alles eine Sicht der Dinge, Bruki. Ich finde nicht, man sieht den Roman falsch, weil man Fanny nicht mag und die Crawfords bevorzugt.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 13:25 
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Archivarius

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Tina hat geschrieben:
Das ist alles eine Sicht der Dinge, Bruki. Ich finde nicht, man sieht den Roman falsch, weil man Fanny nicht mag und die Crawfords bevorzugt.

Ich hab nicht von falsch und richtig geschrieben... :wink:

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 13:26 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Bruki hat geschrieben:
Ansonsten muss man sich ja bei MP eh darauf einlassen können, Fanny Price zu mögen... sonst funktioniert das Buch nicht... und man landet bei den ekligen Crawfords als "positive Helden"... Aber das ist, mein ich, eher kein Problem Jane Austens, sondern eines der Leser...
Bruki :cool:

:wink:

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 13:43 
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Austenexperte

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Bruki hat geschrieben:
Ansonsten muss man sich ja bei MP eh darauf einlassen können, Fanny Price zu mögen... sonst funktioniert das Buch nicht... und man landet bei den ekligen Crawfords als "positive Helden"... Aber das ist, mein ich, eher kein Problem Jane Austens, sondern eines der Leser...


Sehr schön formuliert. :)


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 14:04 
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Austenexperte
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Es ging hier nicht darum, aus weiß schwarz zu machen, sondern ums differenzieren. Menschenskinder. Oder habe ich Austen da so falsch verstanden, daß es bei ihr nur schwarz oder weiß gibt?


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 15:21 
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Bei Austen nicht, aber bei einigen Lesern anscheinend. :wink:

Ich protestiere vehement:

Zitat:
Ansonsten muss man sich ja bei MP eh darauf einlassen können, Fanny Price zu mögen... sonst funktioniert das Buch nicht...


Es funktioniert wunderbar!! Und genau darin liegt die Stärke des Buches.

Und:

Zitat:
Üblicherweise werden im Off gesprochene Kommentare als schlechte Kunst angesehen... obwohl Andrew Davies hat das mal in einer seiner Literaturverfilmungen genutzt.


Ja, und das tut er ja anscheinend auch wieder in "Northanger Abbey", wie gesagt. Das lebt ja auch von dem Unterscheid zwischen den Dialogen und den Kommentaren der Autorin.


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 15:25 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Sorry, Julia, aber ich sehe das auch so mit MP. Und gerade weil ich mich nicht mit Fanny anfreunden konnte beim Lesen gefiel mir wohl auch nicht der Roman. Da ist schon was dran. Bruki sagt ja nicht, dass es unmöglich ist. Mir allerdings war es unmöglich.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 15:31 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ich sag ja nicht, dass es funktionieren muss. Aber es kann, es geht. Bei mir auf jeden Fall. Und ich werde immerwieder bestätigt in dieser Sicht, ist also nicht nur ein Zurechtbiegen meinerseits.

Und wie Ulli schon sagt: Es geht, vorallem bei MP in erster Linie ums differenzieren. Die Crawfords sind so wenig "eklig" wie Fanny in erster Linie nur "sympathisch" sein muss. Die Geschichte lässt dem Leser so viel Raum, dass man das nicht schwarz weiß malen sollte, wenn man dem Buch gerecht werden will.
Dass soviele hier sich mit Fanny nicht anfreunden können, kann ja kein Zufall sein. Diese Leser haben ja nicht alle ein "Problem", wie Bruki andeutet.


Zuletzt geändert von Julia am Dienstag 13. März 2007, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 15:33 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Das habe ich doch auch so gemeint Julia. Und ich finde es toll, dass du dennoch den Roman magst, was mir ja nicht gelungen ist. :nein: Obwohl er schön geschrieben ist, dass muss ich schon sagen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 16:09 
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Archivarius

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Julia hat geschrieben:
Ich protestiere vehement:
Zitat:
Ansonsten muss man sich ja bei MP eh darauf einlassen können, Fanny Price zu mögen... sonst funktioniert das Buch nicht...

Es funktioniert wunderbar!! ...

Ok, es funktioniert für Dich... nichts dagegen einzuwenden...

Es ist a truth universally acknowledged, dass sich an Fanny Price die Geister scheiden... und this truth is so well fixed in the minds, dass man über Fanny Price zu keiner Einigkeit kommen wird... was jedoch gar nichts über die Qualität des Buches aussagt... oder doch? Was hatte Jane Austen nur im Sinn als sie MP schrieb? :eek:

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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ich finde ja, es spricht definitiv für ein Buch (und für JA sowieso), wenn man sich 200 Jahre später noch uneins darüber ist. :wink:


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 16:20 
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Julia hat geschrieben:
... Dass soviele hier sich mit Fanny nicht anfreunden können, kann ja kein Zufall sein. Diese Leser haben ja nicht alle ein "Problem", wie Bruki andeutet.

Wie antwortete Audrey Rouget auf Tom Townsends Behauptung, dass alles, was Jane Austen schrieb, aus der heutigen Sicht "ridiculous" sei:

"Has it ever occurred to you that today, from Jane Austen‘s perspective, would look even worse?"

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 17:17 
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Wir leben ja auch in einer völlig anderen Welt und müssen uns erst in diese vergangen hineinversetzten beim Lesen. Das ist oft mit Überlegen verbunden, wie die Dinge gewesen sein könnten.

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. März 2007, 21:23 
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Ich bin trotzdem immer wieder erstaunt, wie "gut" sich JAs Romane auch in der heutigen Zeit lesen lassen. Okay, es hat sich vieles verändert, aber Menschen ändern sich nicht. Die Charaktere, die JA beschreibt, gibt's in der heutigen Zeit eben auch.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2007, 08:42 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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:ja: Stimmti, Pixie. Aber die Lebensumstände waren ganz andere und vieles was JA schreibt war damals selbstverständliches Wissen das wir uns erst anlesen müssen (z.B. diese Schauerromane, ohne dieses Wissen versteht man viele Anspielungen nicht). Sitten, Gebräuche, Anstand. Halt diese Dinge aus dem täglichen Leben die wir uns aneignen müssen um den Text verstehen zu können weil sich die Zeiten geändert haben.

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Die Charaktere sind sicher nicht unmodern, aber wir müssen uns manchmal halt die Zeit vor Augen führen. Warum ist manches Verhalten skandalös? Warum tut sie oder er nicht einfach das und das? Es sind oft Sachen, die wir nicht verstehen, weil sie für uns selbstverständlich sind, aber in dieser Zeit ungewöhnlich oder unüblich waren.
Grüße
Kerstin

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2007, 14:35 
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Kerstin hat geschrieben:
Die Charaktere sind sicher nicht unmodern, aber wir müssen uns manchmal halt die Zeit vor Augen führen. Warum ist manches Verhalten skandalös? Warum tut sie oder er nicht einfach das und das? Es sind oft Sachen, die wir nicht verstehen, weil sie für uns selbstverständlich sind, aber in dieser Zeit ungewöhnlich oder unüblich waren.
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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2007, 15:26 
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Kerstin, du hast es super ausgedrückt! :ja:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2007, 22:16 
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Austenexperte
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Da Meli meinte, ich hätte mich zur Zeit hier ein bißchen rar gemacht (sorry, zur Zeit echt viel Stress) poste ich mal schnell was neues zur Austen-Season :wink:

In der aktuellen Radio Times ist ein längerer Bericht, hauptsächlich über MP:
Cover:
Bild

Seite 1
Seite 2
Seite 3

[url=http://www.radiotimes.com/content/features/austen/]Interviews mit
Billie Piper, Sally Hawkins und Felicity Morgan[/url].

Review zu MP

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The person, be it gentleman or lady, who has not pleasure in a good novel, must be intolerably stupid. -HenryTilney
„Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, daß er nicht danach handelt.“
Friedrich Dürrenmatt

What is written without effort
is in general read without pleasure-
Samuel Johnson.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. März 2007, 22:21 
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Vielen Dank, Simone, das ist ja super!

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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2007, 01:12 
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Ehrlich, ich fand ja die MP Version mit Frances O´Connor schrecklich.. aber wenn ich Billie Piper mit ihrem Schmollmündchen sehe, kann ich sie mir nicht im geringsten als Fanny Price vorstellen. ( Jetzt mal abgesehen davon, dass die Kostüme mal wieder seltsam zusammengemischt sind.. man muß sich doch nicht immer ein Beispiel an P&P 05 nehmen. :ups: )
Laut Text haben sie auch noch Edmund "aufgefrischt".
"We made him more playfull, he's sillier, he drinks more, he's a lot less priggish and self-righteous than the original"
Irgendwie klingt das nicht wirklich beruhigend! :/

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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2007, 09:24 
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Austenexperte
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Kerstin hat geschrieben:
Laut Text haben sie auch noch Edmund "aufgefrischt".
"We made him more playfull, he's sillier, he drinks more, he's a lot less priggish and self-righteous than the original"
Irgendwie klingt das nicht wirklich beruhigend! :/


Das habe ich auch gedacht! Wieso muss man immer die Filme immer so "21st Century-mäßig" aufpeppen? Bei Jane Eyre hat das zwar wunderbar funktioniert, aber MP ist von den neuen Filmen auch mein Sorgenkind :wink: . So wie das klingt, ist das nicht mehr der "brave" Edmund" aus dem Buch.........

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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2007, 09:31 
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Naja, wenn Fanny aufgepeppt wird, muss man mit Edmund ja nachziehen, sonst klappt es ja erst recht nicht.

Hat eigentlich schon jemand die Sendetermine gepostet? Wahrscheinlich kann hier eh keiner ITV1 empfangen, aber wer weiß:

18.03. Mansfield Park
24.03. Northanger Abbey
01.04. Persuasion

Beginn ist jeweils um 21 Uhr (also 22 Uhr nach unserer Zeit).

Laut amazon.co.uk werden am Montag die DVDs zu MP und NA versandt. *freu* :)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 15. März 2007, 09:47 
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Dann kannst du dir ja sehr bald ein eigenes Bild von den Verfilmungen machen.

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Und Euch auch... :wink:

(Was Germaine Greer auf der dritten Seite des Artikels über MP sagt, hätte man mal den Filmemachern zu lesen geben sollen... vorher. :roll:)


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