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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 12:48 
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Austenexperte
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... ist aber ja so ein wenig wie " die Katze im Sack kaufen", oder? :/

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... uns hilft kein Gott, uns're Welt zu erhalten...( Karat in "Der blaue Planet")


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Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 12:48 


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 13:00 
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Archivarius

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Katja hat geschrieben:
... ist aber ja so ein wenig wie " die Katze im Sack kaufen", oder? :/

Na ja, das ist der Sammler in mir... ich hab ja auch andere versemmelte JA-Verfilmungen im Schrank stehen :nein: ... und einige davon mag ich sogar, auch wenn andere sie unermütlich verdammen (und umgekehrt :wink: )

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 13:46 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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... oder man verkauft die DVD bei ebay wieder, wenns ganzganz schlimm sein sollte. :wink: Sollte kein Problem sein, denke ich.

Bei mir siegt da die Neugier. Es ist schließlich äußerst fraglich, ob man die Serie hier zu sehen bekommt (abgesehen davon habe ich eh kein TV) und meiner Meinung nach ziemlich sinnlos, darauf zu warten.
Wenn irgendwas aus dem britischen Fernsehen importiert wird, dann dämliche Showkonzepte. Aber doch kaum mal Serien oder Spielfilme, die man sehen will.

Wenn ich hier englisches Fernsehen empfangen würde, hätte ich bestimmt mehr Geduld - aber so...


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 14:02 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Stimmt genau, Julia. Das ist es auch bei mir. Neugier.

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 22:47 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Wer nicht schon selbst geschaut hat: amazon.de hats auch schon. (Zu einem stolzen Preis! :eek:)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 10:04 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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@Bruki
ich hatte mich wohl tatsächlich zu früh geschlagen gegeben, denn gestern habe ich in "What Jane Austen ate and Charles Dickens new ..." eine Passage gefunden, die meine Annahme bestätigt. Zu Jane Austens Zeit war es noch so, daß eine Frau mit dem Ja-Wort in der Kirche in den Fängen ihres Gatten war, bzw. er über ihr Eigentum und ihre Aufenthaltsbestimmung verfügte. Er konnte sie also des Hauses verweisen, wenn er dort lieber mit seiner Mätresse wohnte. Ich glaube die Verträge, die Frauen und deren Kindern dann zumindest bestimmte Geldquellen als Witwe zudachten kamen erst später ...

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Avatar: Amelia Darcy (1754-1784)

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 14. Februar 2007, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 10:17 
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Archivarius

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Julia hat geschrieben:
Wer nicht schon selbst geschaut hat: amazon.de hats auch schon. (Zu einem stolzen Preis! :eek:)

Das haben die [UK-Importe] immer... :tot: - siehe z.B. Marie Antoinette... wenn man aber etwas wartet, werden auf dem Marketplace sehr schnell kostengünstige Angebote eingestellt ... z.B. von caiman_usa (die verlieren jedoch aufgrund der langen Lieferzeit Qualitätspunkte) oder von dvdcouk_de... oder von "Wiederverkäufern", die sich die DVD kauften und sie dann gleich wieder abstoßen...

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 10:44 
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Archivarius

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Caro hat geschrieben:
...Zu Jane Austens Zeit war es noch so, daß eine Frau mit dem Ja-Wort in der Kirche in den Fängen ihres Gatten war, bzw. er über ihr Eigentum und ihre Aufenthaltsbestimmung verfügte. Er konnte sie als des hauses verweisen, wenn er dort lieber mit seiner Mätresse wohnte. ...

Das passiert heute immer noch :wink: ... oder ist Dieter Bohlen nur eine unrühmliche Ausnahme? ... und wenn meine TV-Zeitung nicht lügt, muss es bei den Cruises auch so rabiat zugehen... :rofl: Wobei sich einige amerikanische Schauspielerinnen gegenüber ihren Männern ebenso benehmen...

Caro hat geschrieben:
... Ich glaube die Verträge, die Frauen und deren Kindern dann zumindest bestimmte Geldquellen als Witwe zudachten, kamen erst später ...

Interessant... denn dann muss Jane Austen eine Science-Ficktschän-Schreiberin und keine Realistin gewesen sein :wink: ...

In den FAQs auf Pemberley.com wird darauf hingewiesen, dass das von Dir genannte Werk nicht immer die kanonische Wahrheit enthielte und oft Regency und Viktorianische Era durcheinanderschmisse...

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 10:59 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Bruki hat geschrieben:
Caro hat geschrieben:
... Ich glaube die Verträge, die Frauen und deren Kindern dann zumindest bestimmte Geldquellen als Witwe zudachten, kamen erst später ...

Interessant... denn dann muss Jane Austen eine Science-Ficktschän-Schreiberin und keine Realistin gewesen sein :wink: ...

In den FAQs auf Pemberley.com wird darauf hingewiesen, dass das von Dir genannte Werk nicht immer die kanonische Wahrheit enthielte und oft Regency und Viktorianische Era durcheinanderschmisse...


Es ist doch immer wieder schön, wie ein Buch gelobt werden kann, wenn einem der Inhalt zusagt, und bezweifelt wird, wenn einem etwas nicht in den Kram passt ... :)

Es steht aber genauso auch in "Huren, Henker, Hugenotten", das du doch selbst empfohlen hast ...? Okay, wir bewegen uns da in einem vorherigen Jahrhundert bzw. um 1700, aber viel hat sich an der Stellung und den Rechten der Frau bis zu Janes Zeit wohl nicht geändert. Zumindest war es doch so, daß Frauen freie Meinungsäußerung, vor allem in politischen Dingen selbst nach der französischen Revolution noch nicht erlaubt war.

Ist es nicht unlogisch, Frauen einerseits unmündig und klein zu halten, und ihnen andererseits volle Rechte auf ihr Eigentum zuzugestehen ...? Dann hätte doch der arme Adel nichts davon gehabt, eine reiche Erbin zu heiraten, wie es gängig war? Und hat nicht der Vater von Lord Byron mehr als eine Frau ruiniert, indem er das in die Ehe gebrachte Geld verschleuderte und durchbrachte ...? Übrigens auch das Geld von Amelia Darcy, Baroness Darcy de Knayth und Baroness of Conyers, die ihren ersten Gatten, Francis Osborne, wegen John Byron, "Mad Jack" verlassen hatte ...

Ich behaupte jedenfalls nicht, daß Jane etwas Falsches geschrieben hat, sondern daß die üblichen Besitz- und Finanz-Regelungen anders aussahen.
Sonst hätte man in Anne de Bourghs Fall vermutlich auch nicht von einer Vereinigung der beiden Estates gesprochen. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß damit gemeint war, daß Anne nun Verfügungsrechte auf Pemberley gehabt hätte ...? Natürlich hätte die Ladyschaft versucht Verträge abzuschliessen, die ihrer Tochter ein bestimmtes Auskommen zusicherten, egal was die Zukunft bringen mochte, aber der Besitz an sich wäre vermutlich Darcy zugerechnet worden ...

Und war es nicht so, daß eine Tochter, die einen Titel und Besitz aus eigenem Recht hatte, also eine Peeress und Heiress war, so wie Amelia Darcy im Fall der Baronien ihres Vaters, nach dessen Tod, dennoch keinen Sitz im House of Lords hatte, wie es ihr als Mann zugestanden wäre ...

Übrigens gingen ihre Titel an den ältesten Sohn aus erster Ehe, George William Frederick Osborne, der nun Besitztum (Erbe) und Titel beider Elternteile inne hatte ...

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 14. Februar 2007, 13:18, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 11:29 
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Austenexperte
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Julia hat geschrieben:
Wer nicht schon selbst geschaut hat: amazon.de hats auch schon. (Zu einem stolzen Preis! :eek:)


Jetzt kann man auch schon MP und NA vorbestellen, erscheinen beide am 02.04. Es gibt auch Set mit MP, NA und Emma (KB), weil ITV Emma im Rahmen der Austen Season mitausstrahlt. Ich frag mich nur, warum es kein Box-Set mit Persuasion gibt... :/

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The person, be it gentleman or lady, who has not pleasure in a good novel, must be intolerably stupid. -HenryTilney
„Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, daß er nicht danach handelt.“
Friedrich Dürrenmatt

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is in general read without pleasure-
Samuel Johnson.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 11:50 
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@Caro

Ich steh im Moment ein bißchen auf dem Schlauch: Von welcher Verfügungsvariante zu Austens Zeit gehst Du jetzt eigentlich aus? Einerseits verweist Du auf einen Artikel, wonach alles Eigentum bei Heirat auf den Ehemann überging. Später bezweifelst Du das aber wieder.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 12:29 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Ulli hat geschrieben:
@Caro
Ich steh im Moment ein bißchen auf dem Schlauch: Von welcher Verfügungsvariante zu Austens Zeit gehst Du jetzt eigentlich aus? Einerseits verweist Du auf einen Artikel, wonach alles Eigentum bei Heirat auf den Ehemann überging. Später bezweifelst Du das aber wieder.

Hab ich mir gerade selbst ein Bein gestellt ...? :gruebel:
Es ist auch ziemlich verzwickt. Inwieweit bezweifel ich das selber ...?
Steh momentan auch auf dem Schlauch.

Ich gehe davon aus, daß im Normalfall eine Frau vom Wohlwollen (auch finanzieller Art) ihres Gatten abhängig war, daß er derjenige war, der über die Gelder verfügte und sie verwaltete. Es war allenfalls üblich ein gewisses Nadelgeld zu bestimmen, das aber (wie bei Lydia) nicht immer der Mann bestreiten mußte, sondern bisweilen von der Familie der Frau kam. Wieso hätte sonst die Mitgift einer Frau so ein Thema sein sollen, wenn es dem Gatten selbst nichts einbrachte ...?

Ich dachte immer, Gütertrennung wäre eine Erfindung der Neuzeit ...?

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 14. Februar 2007, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 12:34 
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Schon komisch, dass Persuasion nicht mit in der Box ist. Das hätte sich doch angeboten! Aber ich weiß wirklich nicht, ob ich mir alle Filme kaufen möchte...

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 12:59 
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Caro hat geschrieben:
Ich gehe davon aus, daß im Normalfall eine Frau vom Wohlwollen (auch finanzieller Art) ihres Gatten abhängig war, daß er derjenige war, der über die Gelder verfügte und sie verwaltete. Es war allenfalls üblich ein gewisses Nadelgeld zu bestimmen, das aber (wie bei Lydia) nicht immer der Mann bestreiten mußte, sondern bisweilen von der Familie der Frau kam. Wieso hätte sonst die Mitgift einer Frau so ein Thema sein sollen, wenn es dem Gatten selbst nichts einbrachte ...?


Irgendwie verstehe ich gerade nicht, was daran so verzwickt sein soll?
Mitgift wurde von der Familie der Tochter gestellt und im Zuge einer Heirat dem Bräutigam "übergeben", entweder in Geldform (ein jährlicher, festgelegter Betrag), oder auch in Form von einer Aussteuer (Kleider, Geschirr, Möbel etc.), oder beides. Ich glaube, der Vater der Braut musste auch für die Hochzeitskosten aufkommen.

Während der Ehe war die Frau vom Ehemann abhängig, doch nach seinem Tod gehörte die Mitgift ihr (falls der Mann das Geld nicht vorher verspielt hatte! :biggrin: ). Wenn der Mann nett war, hat er ihr natürlich auch sein restliches Vermögen oder wenigstens einen Teil davon vermacht.

Hier ein Ausschnitt aus WIKIPEDIA:

"Als Mitgift (auch als Heiratsgut bezeichnet) werden Güter bezeichnet, die die Braut mit in die Ehe bringt.
Allgemeiner formuliert handelt es sich bei der Mitgift um eine kulturell festgelegte Form des Gabentransfers anlässlich einer Heirat. Die Gaben werden vom Vater resp. der Verwandtschaftsgruppe der Braut an den Vater resp. die Verwandtschaftsgruppe des Bräutigams oder aber an das Ehepaar selbst übergeben.

Nach dem britischen Kulturwissenschaftler Jack Goody wird zwischen direkter und indirekter Mitgift unterschieden:

Die direkte Mitgift wird von der Verwandtschaft der Braut, vor allem ihren Eltern, bezahlt, während die weniger verbreitete indirekte Mitgift von der Familie des Bräutigams aufgebracht wird.

Die indirekte Mitgift unterscheidet sich vom Brautpreis (auch Brautgabe) darin, dass die Mitgift dem jungen Ehepaar zugute kommt, während der Brautpreis an die Familie der Braut gezahlt wird. Die Morgengabe dagegen ist eine Gabe des Ehemannes oder seiner Familie direkt an die Braut zu deren freier Verfügung, die traditionell am Morgen nach der Hochzeitsnacht gezahlt wurde.

Zweck

Die Mitgift soll dem jungen Paar einen eigenen Haushalt ermöglichen. Falls der Ehemann stirbt, dient sie seiner Witwe als finanzielle Unterstützung. In Kulturen, in denen Töchter vom Erbe ausgeschlossen sind, kann die Mitgift auch als vorgezogenes Erbe angesehen werden.

Kulturelle Auswirkungen

Die Höhe der Mitgift richtet sich vor allem nach der sozialen Stellung des Bräutigams, wodurch Frauen niederer sozialer Schichten effektiv daran gehindert werden, in höhere Schichten einzuheiraten, ohne dass es dafür expliziter Verbote bedarf."

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... jetzt sollten wir langsam einen eigenen Thread öffnen und diese Postings verschieben (lassen)... :lach:

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Also, ich habe höchstpersönlich schon vor einem Ehevertrag von ca. 1800 gestanden, in dem festgelegt war, dass das mitgebrachte Geld der Ehefrau in ihrem Besitz verblieb.
Es handelte sich um die Familie Brügelmann, die in Ratingen eine Baumwollspinnerei besaßen. Frau Brügelmann wurde früh Witwe und führte die Firma ihres Mannes mit der Hilfe ihrer Söhne fort.

Und bei "What Jane Austen ate and Charles Dickens knew" wird die Zeit von Jane Austen und Queen Victoria schon vermischt, aber durch die Buchzitate sollte man eigentlich erkennen, auf was sie sich beziehen.

Ich denke, es kam auf die Regelung an, die getroffen wurde, ähnlich wie bei der Vererbung.
Grüße
Kerstin

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Kerstin hat geschrieben:
Also, ich habe höchstpersönlich schon vor einem Ehevertrag von ca. 1800 gestanden, in dem festgelegt war, dass das mitgebrachte Geld der Ehefrau in ihrem Besitz verblieb.


WIKIPEDIA ist nicht das Gelbe vom Ei. :nein:

Brügelmann! How sweet! :rofl:

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Bruki hat geschrieben:
... jetzt sollten wir langsam einen eigenen Thread öffnen und diese Postings verschieben (lassen)... :lach:


Was wäre das Diskutieren, wenn man nicht nach drei Minuten vom Thema abkommen würde? :aetsch:

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@Kerstin
meinst du Anna Christina Brügelmann, geborene Bredt?
Andererseits kenne ich eine Datei des historischen Zentrums Wuppertal, wo auf Seite 1 steht, daß sich Brügelmann mit der Mitgift seiner Frau selbstständig machte:
http://www.historisches-zentrum-wuppert ... omford.pdf

Es mag aber auch sein, daß er die Gelder seiner Frau vor einem etwaigen Bankrott schützen wollte? Schließlich hatte er sehr ehrgeizige Pläne, die auch schief gehen konnten!

Andererseits kann man die Verhältnissse in Deutschland und im übrigen Europa nicht unbedingt mit den englischen vergleichen. Die Engländer waren in vielen Dingen etwas eigen ... :)

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 14. Februar 2007, 14:12, insgesamt 2-mal geändert.

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Alethea hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
Also, ich habe höchstpersönlich schon vor einem Ehevertrag von ca. 1800 gestanden, in dem festgelegt war, dass das mitgebrachte Geld der Ehefrau in ihrem Besitz verblieb.


WIKIPEDIA ist nicht das Gelbe vom Ei. :nein:

Brügelmann! How sweet! :rofl:

Wieso Wikipedia? :gruebel: Das Ding lag in einer Vitrine und ich stand davor..

Man kann übrigens nach Ratingen fahren, das ist das Museum Cromford, in dem des Öfteren schöne Ausstellungen zum Thema Kleidung stattfinden.

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Apropos OT:
Es war ja ganz schön frech der Fabrik den Namen Textilfabrik Cromford zu geben, da Brügelmann ja wohl durch Werksspionage an die Maschinenpläne gekommen war.

Interessanterweise war das eine Maschine, die in Cromford, Derbyshire erfunden wurde ... :)

Hier ein LinK:
http://www.derbyshireuk.net/cromford.html

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 14:30 
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Nö, das ist wenig überraschend, wenn der Gründer der Fabrik 1782 in Cromford, Derbyshire, gewesen ist, um dort Kenntnisse über die Spinnerei mitzunehmen.. er hat dann direkt noch ein paar Arbeiter von dort mitgenommen.... :rolleyes:

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Zuletzt geändert von Kerstin am Mittwoch 14. Februar 2007, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Kerstin hat geschrieben:
Wieso Wikipedia? :gruebel: Das Ding lag in einer Vitrine und ich stand davor..


Ich bezog mich auf mein Posting vor deinem. Ich habe bei Wikipedia gelesen (ich habe aber, glaube ich, nicht den gesamten Artikel kopiert), dass die Mitgift der Frau in den Besitz des Mannes überging. Und du brachtest den Gegenbeweis. Das war alles.

Kein Grund zum :gruebel:

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Kerstin hat geschrieben:
Nö, das ist wenig überraschend, wenn der Gründer der Fabrik 1782 in Cromford, Derbyshire, gewesen ist, um dort die Spinnerei zu erlernen.. er hat dann direkt noch ein paar Arbeiter von dort mitgenommen.... :rolleyes:


Ich meinte ja nicht, daß es überraschend war, sondern, daß es frech war, rotzfrech sogar ... :lach:

Wieso rollst du gerade mit den Augen ....? :gruebel:
Ich hab doch nix sooo dummes gesagt, oder ...?

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Caro hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
Nö, das ist wenig überraschend, wenn der Gründer der Fabrik 1782 in Cromford, Derbyshire, gewesen ist, um dort die Spinnerei zu erlernen.. er hat dann direkt noch ein paar Arbeiter von dort mitgenommen.... :rolleyes:

Ich meinte ja nicht, daß es überraschend war, sondern, daß es frech war, rotzfrech sogar ... :lach:
Wieso rollst du gerade mit den Augen ....? :gruebel:
Ich hab doch nix sooo dummes gesagt, oder ...?

Ich hab mal in einem Reisebericht über die Sahara gelesen, die Beduinen hätten ihre selbstgeschmiedeten Messer mit der Aufschrift "Made in Solingen" versehen - was sie - ohne es lesen oder verstehen zu können - für eine Art "Zauberspruch" zur Verbesserung der Qualität ihrer Dolche hielten... also nicht rotzfrech, sondern eigentlich ganz klug geschlussfolgert... evtl. versuchten die Brügelmanns ja mit "Cromford" dasselbe? :wink:

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Caro hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
Nö, das ist wenig überraschend, wenn der Gründer der Fabrik 1782 in Cromford, Derbyshire, gewesen ist, um dort die Spinnerei zu erlernen.. er hat dann direkt noch ein paar Arbeiter von dort mitgenommen.... :rolleyes:

Ich meinte ja nicht, daß es überraschend war, sondern, daß es frech war, rotzfrech sogar ... :lach:
Wieso rollst du gerade mit den Augen ....? :gruebel:
Ich hab doch nix sooo dummes gesagt, oder ...?

Ich hab mal in einem Reisebericht über die Sahara gelesen, die Beduinen hätten ihre selbstgeschmiedeten Messer mit der Aufschrift "Made in Solingen" versehen - was sie - ohne es lesen oder verstehen zu können - für eine Art "Zauberspruch" zur Verbesserung der Qualität ihrer Dolche hielten... also nicht rotzfrech, sondern eigentlich ganz klug geschlussfolgert... evtl. versuchten die Brügelmanns ja mit "Cromford" dasselbe? :wink: Bruki :cool:


:rofl:

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Das Augenrollen bezog sich mehr auf die Tatsache, dass der gute Herr Brügelmann nicht nur "Knowhow" mitnahm, sondern direkt auch noch ein paar Fachkräfte abzog. ;)

Tja, wer ein Mal ein Messer oder eine Schere "Made in Solingen" hatte.. der kennt den Zauber! :lol:

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Kerstin hat geschrieben:
Das Augenrollen bezog sich mehr auf die Tatsache, dass der gute Herr Brügelmann nicht nur "Knowhow" mitnahm, sondern direkt auch noch ein paar Fachkräfte abzog. ;)

Na ja, wenn schon denn schon. Scheinbar hat er selber ja ned sooo viel gelernt, als daß er sein Wissen ohne tatkräftige Unterstützung hätte weitergeben können... :wink:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Februar 2007, 16:26 
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Er war ja auch kein Ingenieur... zum Bedienen der Maschine braucht es sicher Fachpersonal ( ähnlich wie bei einem Gutsverwalter... :D )

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Kerstin hat geschrieben:
... ( ähnlich wie bei einem Gutsverwalter... :D )

:rofl:

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