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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 18:17 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Alethea hat geschrieben:
Sie selbst wäre ja schließlich auch eine "große Künstlerin" geworden, hätte sie jemals gelernt Klavier zu spielen... :rofl: Warum sollte sie das dann von ihrer Tochter erwarten? Bei ihr wendet sie einfach dieselbe Taktik an...

Es ist weit verbreitet, von den Kindern das zu erwarten, was man selbst nicht geschafft hat. Wieviele vermeintliche Eisprinzessinnen puschen ihre Töchter später aufs Gröbste ...
Aber Zufälle gabs bei Jane Austen nicht. Jeder Federkiel war mit Absicht gesetzt ... :ja:
:blume: Caro

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:blume: Grüsse, Caro

Avatar: Amelia Darcy (1754-1784)

Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


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Verfasst: Mittwoch 22. November 2006, 18:17 


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 18:25 
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Nein, das ist mir auch klar! Jane Austen schreibt nicht gedankenlos irgendetwas aufs Blatt, alles hat seinen Sinn und Zweck! ICH behaupte, es dient vordergründig der treffenden Charakterisierung!

Nicht Zufall, aber keine absichtliche Schilderung von einem bestimmten Krankheitsbild! Vielleicht hat sie es bei irgendjemandem ihrer Bekanntschaft etwas wie Anexorie beobachtet, es aber nicht beim Namen nennen können --- vielleicht aber auch nur eine junge Frau erfunden, der es an Vitamin-, Frischluft- und Bewegungsmangel fehlt... :rofl:

Doch wie immer: Keiner kann wissen, was Jane Austen wirklich gedacht hat! :nein:

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(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 18:26 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Alethea hat geschrieben:
Sagt man nicht auch, dass v.a. schüchterne Menschen in der Nähe von dominanten Menschen immer kleiner werden, bis sie schließlich völlig verschwinden? Wer kann es schon lange mit einer Frau wie Lady Catherine aushalten? Die sich in alles einmischt, überall entscheiden muss... :tot:
Es gibt solche Menschen und ich kann sie nicht ausstehen!

Da kann man ja gleich spekulieren, ob sie ihren Mann ins Grab gebracht hat ...rein psychologisch gesehen ... :D :wink:
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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 19:21 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Wie kommst du da drauf, dass Lady Catherine HART ist? Sie ist herrschsüchtig, arrogant und blasiert, aber ich halte sie nicht für hart.
Sie hat dafür gesorgt, dass vier von Mrs Jenkins Nichten ( man bemerke.. die ihrer Gesellschafterin), eine Anstellung bekamen.
Sie hat Mr. Collins eine "Patronage" angeboten und sich um sein Haus gekümmert.
Sie bietet Charlotte an, bei ihr Klavier zu üben, sicher, das mit dem Raum, wo sie niemanden stört, ist der Höhepunkt an Arroganz. Aber es ist dennoch ein erstaunliches Angebot.
Das ist nicht hart... sie liebt es, Leuten ihre Hilfe "aufzuzwingen", weil sie sicher gerne hat, wenn jemand ihr dankbar ist.
Aber in diesem Sinne tut sie viel Gutes.
Sie bietet Elizabeth eine Kutsche an, man bedenke, einer wildfremden jungen Dame, die sie kaum kennt.
In diesem Sinne ist sie sehr großzügig.
Sie verlangt dafür allerdings Dankbarkeit und sicher auch Schleimerei ( würde sie zwar nicht als solche sehen, aber Mr. Collins ist da ja ein großes Talent.. :rofl: ).
Hart wäre sie, wenn es ihr hochgradig egal wäre, was aus den Nichten einer ihrer Untergebenen wird.
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 19:53 
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Oh ja! Ich weiß genau was du meinst, Alethea! Ich hatte so eine Freundin in der Schule, die leider auch noch in meiner Straße wohnt. Sie will immer und überall den Ton angeben, die erste Geige spielen. Es hat mich ziemlich Kämpfe gekostet, unter ihrer Fuchtel wegzukommen. Wie hat Björn gesagt? Sie ist ein Mannweib. Und das gefällt ihm ganz und gar nicht. Nicht, dass ihre Ladyschaft ein Mannweib war! Aber diese Menschen sehen nur sich und ihre Meinung, ihren Willen den sie durchsetzen wollen. Und es kostet verflixt viel Kraft und Energie und ein ziemliches gefestigtes Selbstbewusstsein, dagegen bestehen zu können. Und wenn das jemand wie Anne nicht in dem Maße hat, wird es für denjenigen noch schwerer. Und richtig, sie werden immer leiser und kleiner. Wie Anne.
Tina

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 20:57 
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Kerstin hat geschrieben:
Wie kommst du da drauf, dass Lady Catherine HART ist? Sie ist herrschsüchtig, arrogant und blasiert, aber ich halte sie nicht für hart.
Sie hat dafür gesorgt, dass vier von Mrs Jenkins Nichten ( man bemerke.. die ihrer Gesellschafterin), eine Anstellung bekamen....


Du hast Recht, Kerstin! :ja: Hart ist Lady Catherine eigentlich nicht! :nein: Sie gibt nur überall gerne den Ton an und liebt es zu hören, wie andere sie dann beweiräuchern (Marke Collins) --- sie hält sich in ihrer Arroganz für so wahnsinnig großzügig, weil sie den armen Töchtern von Irgendwem eine Kutsche anbietet, wobei sie dieses Angebot ja auch sein lassen könnte und gar nicht mit so niederen Leuten wie den Collins oder Bennets verkehren müsste...

Außerdem sieht sich Lady Catherine meiner Ansicht nach gerne als die höchste moralische Instanz! Und behält gerne das letzte Wort!

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 21:13 
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Archivarius

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Alethea hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
Wie kommst du da drauf, dass Lady Catherine HART ist? Sie ist herrschsüchtig, arrogant und blasiert, aber ich halte sie nicht für hart.
Sie hat dafür gesorgt, dass vier von Mrs Jenkins Nichten ( man bemerke.. die ihrer Gesellschafterin), eine Anstellung bekamen....

Du hast Recht, Kerstin! :ja: Hart ist Lady Catherine eigentlich nicht! :nein: ...

Was euch aber nicht dazu verleiten sollte, sie zu unterschätzen... Wenn sie in all ihrer "Pracht" in der hübschen kleinen wilderness in Longbourn auf die arme Elizabeth herunterfährt, hat diese allen Grund sich vor ihr zu fürchten... Wenn es um ihr Kind geht, ist Lady Catherine schlimmer als die wildeste Tigerin... und auch wenn sie jemanden wie Elizabeth nicht überrennen kann, ungefährlich ist sie deswegen nicht... :wink:

Bruki :cool:

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(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 21:16 
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Da muss ich auch dir Recht geben, Bruki! Aber würdest du sie an dieser Stelle als "HART" bezeichnen? Eher als herrschsüchtig, dominant etc., oder nicht?

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 21:30 
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Archivarius

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Amadea hat geschrieben:
Bruki hat geschrieben:
Soweit ich mich erinnere, war die Abreise der beiden Besucher geplant - also nicht überstürzt... der plötzliche Antrag war eher die Überraschung :wink: ... Bruki :cool:

"Der plötzliche Antrag", Bruki? ...

Ich will mal so sagen: Außer Julia :wink: gibt es hier im Board doch niemanden, dem beim ersten Lesen des Buches nicht die Kinnlade runterklappte, als Mr. Darcy in den Hunsforder Salon stürmte und Elizabeth seine Liebe gestand... Wenn das keine überraschende Wendung war, weiß ich auch nicht... Ich denke, Elizabeth war nicht die einzige, die "aus den Socken kippte"...

Amadea hat geschrieben:
... Hm. Und ich dachte, so plötzlich kam der gar nicht. Ich hatte nämlich den Eindruck, Mr. Darcy könne den Antrag bereits bei seinem vorherigen Besuch im Pfarrhaus in Erwägung gezogen haben. Allerdings passt dazu nicht so ganz, dass es im Buch heißt, er sei überrascht gewesen, Elizabeth alleine anzutreffen. Oder aber er war überrascht, weil sich ihm nun unvorhergesehen eine Gelegenheit für einen Antrag geboten hätte, er sich aber noch kein Herz fassen konnte. Er brauchte den zweiten Anlauf, weil es ihm wohl nicht so leicht fiel.

Kam Dir das bei diesem Besuch in Lucas Lodge, in dem die beiden über die Entfernung einer jung verheirateten Frau zu ihrer Familie reden, nicht auch so vor? Dass dieser Besuch evtl. bereits stattfand, um den Antrag zu machen, Mr. Darcy es dann aber nicht über sich brachte?
Oder kam er da tatsächlich nur, um Elizabeth anzusehen? :lach: Das kann genauso gut sein, denn schließlich suchen Verliebte die Nähe des Objektes ihrer Begierde. :) ...

Ich hab bei dem vorhergehenden Gespräch im Hunsforder Pfarrhaus immer das Gefühl, dass Mr. Darcy hier sehr deutlich auf den Busch klopfte... Er kann ja reden, wie man weiß... und wie geschickt er das Gespräch vom Stein aufs Hölzchen bringt: eben ist man noch bei der Zimmerausstattung und schon bei "jungen Damen" und "Heiraten" und "von Longbourn wegziehen"... Schneller kann man wohl nicht auf den Punkt kommen :wink: ... Doch an der Stelle verlässt ihn der Mut und er tritt einen überstürzten Rückzug an... und lässt eine verblüffte Elizabeth zurück...

Amadea hat geschrieben:
... Für Deine Ausführungen zum Zustandekommen des Gerüchts habe ich momentan leider keine Zeit mehr, Bruki. Aber vielen Dank dafür. ...

Nichts zu danken, ich hab nur die kürzliche Diskussion im Groupread zusammengefasst und mal wieder ein wenig herumspekuliert... :wink:

Bruki :cool:

PS: Wobei ich sagen muss, dass ich Kerstins und Julias oben geposteten Sinneswandel bezgl. Mr. Darcys zielstrebiger Vorgehensweise nach dem Treffen in Pemberley und bis zu seinem 2. Antrag mit Freude z.K. genommen hab. :wink:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 21:59 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Was für einen Sinneswandel??

Und: Für welchen Leser war den Darcy's erster Antrag bitte überraschend? Doch nicht nur nicht für mich, wie Du so charmant vermutest, Bruki.

Spätestens als Elisabeth sich im Pfarrhaus wundert, warum Darcy sich da rumdrückt und er ihr auf ihrem Lieblingsspazierweg begegnet, obwohl sie ihm doch gesagt hat, das wäre ihr Lieblingsweg (:lol:) ist doch jedem außer Lizzy alles klar.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. November 2006, 23:27 
Caro hat geschrieben:
Es ist doch immer wieder schön zu sehen, daß es nur eine Meinung gibt: Nämlich die Richtige! :clown: :rolleyes: :wink: :D :lach:
:blume: Caro

LOL.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 01:00 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Bruki hat geschrieben:
PS: Wobei ich sagen muss, dass ich Kerstins und Julias oben geposteten Sinneswandel bezgl. Mr. Darcys zielstrebiger Vorgehensweise nach dem Treffen in Pemberley und bis zu seinem 2. Antrag mit Freude z.K. genommen hab.

Hö? :gruebel:

Nein, ich bin noch immer voll und ganz der Ansicht, dass er sich vielleicht auf Pemberley überlegte, Elizabeth eine Antrag zu machen ( er bereitete ja eifrig den Boden), aber Lydias Entführung und das Missverständnis zwischen ihm und Elizabeth machten alle weiteren Pläne zunichte.
Und dann machte er erst mal gar keine Anstalten mehr, ihr einen Antrag zu machen, gab seinem Freund nur den entscheidenden Schubs... und fuhr nach London.
Ohne von Elizabeth auch nur das geringste Zeichen bekommen zu haben, dass sie EVENTUELL doch mal in Erwägung ziehen würde, ihn zu heiraten.
Und deine Annahme, dass er dort seine Hochzeit vorbereitet hat, finde ich immer noch sehr abwegig.
Er hatte kein positives Signal von ihr und ich bin mir ziemlich sicher, dass er sich nicht noch mal so die Finger verbrennen wollte.
Nach dem Motto: Willst du mich heiraten, Elizabeth? Ich habe schon alles vorbereitet... darum war ich in London!
Ne.. is klar.... :rolleyes:

Und Darcys Werben vor dem ersten Antrag... naja, Jane Austen beschreibt doch dauernd, wie sehr er sich einerseits von ihr angezogen fühlt und andererseits davon abgeschreckt ist. Und rund um Rosings ist er so unauffällig auffallend um sie herum unterwegs.... da muß man schon blind von einem gewissen Vorurteil sein, um das NICHT als Interesse zu werten. :fies_sei:
Charlotte stößt uns ja dann auch noch mal mehrfach mit der Nase drauf ( er hätte uns nie so schnell mit einem Besuch beehrt, wenn du nicht hier wärst... aaaahja.. :D)
Also, so überraschend war der Antrag nun auch nicht.

Zitat:
Was euch aber nicht dazu verleiten sollte, sie zu unterschätzen...
Wir? Nicht doch. Wir würden doch auch nicht Lucy Steele unterschätzen.
Natürlich verteidigt sie für ihre Tochter den Mann in Spe. Darum halte ich sie aber nicht für hart. Eher im Gegenteil, für ihr "Lämmchen" nimmt sie die Fahrt nach Longbourn auf sich. ;)
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 09:27 
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Eine Mutter will immer das Beste für sein Kind haben. Und in dem Fall meinte sie, Darcy ist das Beste und das wollte sie ihr erhalten und sich dafür einsetzen. Das ist aber doch nicht hart?
Tina

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Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 10:02 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Alethea hat geschrieben:
Kerstin hat geschrieben:
Wie kommst du da drauf, dass Lady Catherine HART ist? Sie ist herrschsüchtig, arrogant und blasiert, aber ich halte sie nicht für hart.
Sie hat dafür gesorgt, dass vier von Mrs Jenkins Nichten ( man bemerke.. die ihrer Gesellschafterin), eine Anstellung bekamen....


Du hast Recht, Kerstin! :ja: Hart ist Lady Catherine eigentlich nicht! :nein: Sie gibt nur überall gerne den Ton an und liebt es zu hören, wie andere sie dann beweiräuchern (Marke Collins) --- sie hält sich in ihrer Arroganz für so wahnsinnig großzügig, weil sie den armen Töchtern von Irgendwem eine Kutsche anbietet, wobei sie dieses Angebot ja auch sein lassen könnte und gar nicht mit so niederen Leuten wie den Collins oder Bennets verkehren müsste...
Außerdem sieht sich Lady Catherine meiner Ansicht nach gerne als die höchste moralische Instanz! Und behält gerne das letzte Wort!

Wenn Lady Catherine so eine warmherzige, hilfsbereite Person ist, warum wächst Georgiana dann nicht bei ihr auf? Georgiana wäre ihr als Kind der geliebten Schwester, doch fast wie ihr eigenes? Würde also verwöhnt und verhätschelt werden, wie ihr argumentiert?
Warum ist sie dann Mündel ihres Bruders und ihres Cousins? Das war doch auch für die damalige Zeit ungewöhnlich, oder? Warum erstatten die Herren den Osterbesuch allein, wenn ich es richtig verstanden habe war sie nie dabei, sonst hätte man davon gesprochen?

Wirklich dominante Menschen sind halt meistens auch hart. Vielleicht meine ich eine andere Härte als ihr. Für sie gilt nur ihr eigener Willen und dessen Durchsetzung, alles andere ist ihr egal. Was die Ladyschaft tut, und ihr als Wärme oder Weichheit empfindet, ist nichts anderes, als Menschen dazuzubringen sich dankbar zu zeigen und ihr zu schmeicheln, vor allem aber sich ihrer uneingeschränkten Verpflichtung vergewissern.
Mrs. Jenkins würde aus Dankbarkeit für sie nun wahrscheinlich durchs Feuer gehen ...
Die Frage bei den guten Taten der Ladyschaft ist eben, warum sie das tut, und ich sehe hier nur wieder Eigennutz und Egoismus ...
Sie bietet Lizzie die Mitfahrt in der Kutsche gewiss nicht aus purer Freundlichkeit an...
Ihr könnt mir doch nicht auf der einen Seite argumentieren, es wäre schlichtweg unmöglich die Ladyschaft zu ertragen, und andererseits sagen, ihre Handlungen wären durch Güte geprägt. Das beißt sich doch, das Eine schließt das Andere aus, rein psychologisch gesehen.
Außer sie wäre schizophren, aber ich will nicht weiter spekulieren :wink:
Nein, will ich wirklich nicht ... :D
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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 10:25 
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Ich weiß nicht mehr, wie weit der Stammsitz der Ladyschaft von Pemberley entfernt ist und ob nicht noch extra betont wurde, wie sehr Darcy und Georgiana aneinander hingen? Und wieso ungewöhnlich? Georgiana blieb in ihrem vertrauten Umfeld mit Gouvernante, Bediensteten und vor allem mit ihrem Bruder. Wie alt war Georgiana denn noch mal, als die Mutter starb? Aber spricht das für die Härte der Lady? :juggle: Tina

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 10:39 
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Tina hat geschrieben:
Ich weiß nicht mehr, wie weit der Stammsitz der Ladyschaft von Pemberley entfernt ist und ob nicht noch extra betont wurde, wie sehr Darcy und Georgiana aneinander hingen? Und wieso ungewöhnlich? Georgiana blieb in ihrem vertrauten Umfeld mit Gouvernante, Bediensteten und vor allem mit ihrem Bruder. Wie alt war Georgiana denn noch mal, als die Mutter starb? Aber spricht das für die Härte der Lady? :juggle: Tina


Ich weiß nicht, ob überhaupt erwähnt ist, wann die Mutter starb. ich ging immer davon aus, sie wäre vor dem Vater verstorben, weil das kein Thema war. Sie muß etwa 11 gewesen sein, als der Vater starb, wonach sie Mündel des Bruders wurde.
Hätte die Mutter noch gelebt, wäre sie kein Mündel geworden, das sind nur Waisenkinder ....
Wenn Lady Catherine eine nette Frau gewesen wäre, hätte sie Georgiana aufgezogen. Darcy hätte die Zeit dann eben statt mit den Bingleys auf Rosings verbracht ...
Damals verblieb ein Kind nicht bei einem männlichen Verwandten, wenn es weibliche gab, und Darcy war ja nicht mal verheiratet und selbst erst 23!
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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 10:52 
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Naja, aber es stimmt auch was Kerstin darüber schreibt, dass Kinder als kleine Erwachsene behandelt wurden. Die Kindheit war ziemlich schnell vorbei. Wenn man mal schaut das die Mädchen nach der ersten Saison ihrer Einführung in die Gesellschaft bereits Panik bekamen, zum "alten Eisen" zu gehören. Mit 23 war man absolut erwachsen und wurde auch so behandelt.
Wäre das Verhalten der Ladyschaft ungebührlich gewesen, bin ich mir sehr sicher, dass JA darauf in irgend einer Form eingegangen wäre, es zumindest kurz erwähnt hätte.
Außerdem hätte es ihre Pläne für Anne und Darcy unterstützt, da Darcy richtigerweise sehr viel Zeit auf Rosings bei seiner Schwester verbracht hätte. :juggle: Georgiana wäre für sie doch dann noch lieber im eigenen Haus gewesen, würde ich mal meinen...
Tina

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 11:03 
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Na, das meine ich doch. Wäre Lady Catherine die nette, besorgte, großzügige, liebevolle, aber nun mal leider dominante Tante gewesen, wäre das Mädchen bei ihr aufgewachsen.Die Ladyschaft müsste ganz erpicht gewesen sein, die Tochter ihrer Schwester unter Kuratel zu kriegen, weil Darcy dann mehr Zeit auf Rosings verbracht hätte! So sehe ich das auch!
Darcy (genauso wie der Colonel übrigens!) hat keine Frau, keine Kinder und kennt sich mit Kindererziehung nicht aus. Deshalb finde ich es ja so ungewöhnlich, daß Georgiana das Mündel ihres Bruders wird. Das entsprach eben so gar nicht den üblichen Regelungen, solange es weibliche Verwandte gab! Vor allem, daß sie zwei Vormunde hat, was noch ungewöhnlicher war. Ich weiß nicht, ob du verstehst, wie ich das meine.
Es geht mir hier nicht um die geschwisterliche Liebe, die beide teilen, das ist unbenommen, sondern um die wahrscheinlichen Gründe für diese Vormundsregelung.
Ich weiß, das können wieder nur Spekulationen sein, aber für mich gibt das wieder ein zusätzliches Puzzleteil für den Charakter der Ladyschaft.
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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 11:57 
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Nachtrag:
In Deutschland gab es früher übrigens den "Oheim", der Bruder der Mutter war, und dem die Waisenkinder üblicherweise als Mündel übergeben wurden.
Zumindest hatte er die Entscheidungsgewalt über Verbleib und Erbe der Kinder. Interessanterweise wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz (glaube ich) die Waisen eben nicht an den Bruder des Vaters, also die väterliche Linie übergeben, die in England aber meistens Erblinie war. Nur in Ausnahmefällen erbten Töchter bzw. die weibliche oder mütterliche Linie Titel und Besitz.
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Zuletzt geändert von Caro am Donnerstag 23. November 2006, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Ich verstehe was du meinst, Caro.
Ich denke halt, dass wenn es ungewöhnlich wäre und für eine angespannte Beziehung zwischen Georgiana, Darcy und der Ladyschaft stehen, hätte JA da was zu geschrieben. Wenn es so dermaßen unüblich war, dass Georgiana eigentlich zu der Ladyschaft hätte kommen müssen, wäre das doch eine Fundquelle für Anzüglichkeiten, versteckte Bemerkungen und dergleichen mehr gewesen.
Da aber nichts darüber steht, gehe ich davon aus, dass in dieser Geschichte mit dem Aufenthalt von Georgiana bei ihrem Bruder alles in Ordnung und absolut normal und alltäglich war, dass darüber kein Wort verloren werden musste.
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Wobei es mir jetzt nicht um die Vormundschaft an sich ging, die meistens bei Männern lag, weil sich diese eben auch auf das Erbteil bezog und Frauen stellenweise ja nicht einmal Geschäfte tätigen oder Verträge allein abschliessen durften. Nur lag eben diese Vormundschaft im Normalfall bei den Geschwistern oder anderen Verwandten der Eltern.
Bei JA höre ich zum ersten Mal, daß ein Mädchen Mündel ihres eigenen Bruders ist!

Aber wie Alethea wahrscheinlich sagen würde, das sind nur Spekulationen .... :wink: :)
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Hat JA nicht etwas darüber geschrieben, dass Georgiana wesentlich jünger als Darcy war und er, da er als erwachsen galt, Vormund wurde? Leider weiß ich das jetzt nicht mehr so genau, wie es im Roman steht.
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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 12:32 
Caro hat geschrieben:
Ihr könnt mir doch nicht auf der einen Seite argumentieren, es wäre schlichtweg unmöglich die Ladyschaft zu ertragen, und andererseits sagen, ihre Handlungen wären durch Güte geprägt. Das beißt sich doch, das Eine schließt das Andere aus, rein psychologisch gesehen.


Niemand hat von Güte gesprochen. Oder hab ich was überlesen? Ich höre hier deine MEINUNG, Caro. Und ich habe den Eindruck, sie soll mir als einzige Wahrheit verkauft werden.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 12:36 
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Tina hat geschrieben:
Hat JA nicht etwas darüber geschrieben, dass Georgiana wesentlich jünger als Darcy war und er, da er als erwachsen galt, Vormund wurde? Leider weiß ich das jetzt nicht mehr so genau, wie es im Roman steht.
Tina


Ja, wenn ich richtig gerechnet habe, ist Darcy ca. 11 (oder 12?) Jahre älter. Er ist jetzt 28 und Georgina war knapp sechzehn, als Wickham mit ihr ausbüchen wollte, was ein Jahr zuvor passierte ...
:blume: Caro
PS: Sorry, falls ich mich doch verrechnet habe, hab das Buch grad ned dabei, momentan hab ich nämlich S&S

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 12:47 
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Darcy teilt sich die Vormundschaft ja mit Colonel Fitzwilliam... Georgiana ist also schon ein bißchen mehr als "das Mündel ihres Bruders".
Ich finde es nur naheliegend, dass ein wesentlich (nämlich 12 oder 13 Jahre) älterer Bruder für seine Schwester sorgt, die noch dazu mit ihm zusammen aufgewachsen ist bzw. im selben Haushalt lebt, als irgendein entfernter Verwandeter.
Jane Austen erwähnt keine Onkel, die in Frage kämen, Colonel Fitzwilliam scheint also der nächste neben Darcy zu sein - wie wäre man sonst auf ihn gekommen?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 12:47 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich glaube vor allem geht es aber auch um die Klärung der Frage, wieso Georgiana nicht, wie sonst anscheinend üblich (?) nicht als Mündel zu ihrer Ladyschaft gekommen ist. Wenn Darcy der Vormund geworden ist, weil er erwachsen war, dürfte meiner Meinung nach alles seine Richtigkeit haben. Ansonsten wäre es die eher unübliche Lösung gewesen. Und das wäre schon ein Indiz, das die Ladyschaft ziemlich hart gegenüber ihrer Familie handelt. Aber ich denke, dass dann JA auf diesen Fall eingegangen wäre und das besonders erwähnt hätte. Tina

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 13:02 
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Archivarius

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Kerstin hat geschrieben:
Nein, ich bin noch immer voll und ganz der Ansicht, dass er sich vielleicht auf Pemberley überlegte, Elizabeth eine Antrag zu machen (er bereitete ja eifrig den Boden), aber Lydias Entführung und das Missverständnis zwischen ihm und Elizabeth machten alle weiteren Pläne zunichte.
Und dann machte er erst mal gar keine Anstalten mehr, ihr einen Antrag zu machen, gab seinem Freund nur den entscheidenden Schubs... und fuhr nach London. ...

Nun, dass ist die Sicht Elizabeth' auf die Abläufe, die ja von schweren Zweifeln und Selbstvorwürfen geplagt wird und ihre nun immer heftiger werdenden Gefühle für diesen Mr. Darcy irgendwie zu kanalisieren versucht... Ihre Überzeugung, sie werde nun - wegen der "Schande", die Lydia über die Familie brachte - nie wieder was von ihrem geliebten Mr. Darcy hören, treibt sie ja schier in die Verzweiflung... Doch in Wirklichkeit ist eben jener Mr. Darcy gerade dabei Lydia - und damit die Bennets - zu retten. Warum sollte er das denn tun, wenn er nicht die Absicht hätte, sich mit einem Mitglied der Familie zu verheiraten (wie schwer es ihm gefallen sein muss mit diesem Ekel-Wickham zu verhandeln und diesem Geld in den Rachen zu schieben, wird ja im Roman angedeutet)... Und auch die nachträgliche Korrektur seiner Verhaltens bezgl. "Jane Bennet-Charles Bingley" wäre höchst unlogisch und für ihn sehr schmerzlich, wenn er später mit den Verwandten des Freundes seiner Frau zu verkehren hätte, hätte er nicht die Absicht weitere Anliegen bzgl. Elizabeth vorzutragen... Man bedenke nur die Wunden, die bei solchen Zusammenkünften aufgerissen worden wären, wenn er mit Elizabeth zusammengekommen wäre... (Er hätte doch sicher nicht nach dessen Heirat auf die Freundschaft Mr. Bingleys verzichtet.)

Kerstin hat geschrieben:
... Ohne von Elizabeth auch nur das geringste Zeichen bekommen zu haben, dass sie EVENTUELL doch mal in Erwägung ziehen würde, ihn zu heiraten. ...

Na ja, Elizabeh ist ja bei den Treffen im Haus der Bennets auch sehr deprimiert, weil Mr. Darcy sie scheinbar so konsequent ignoriert, worauf sie beinahe jede Hoffnung aufzugeben und sich ihre Liebe aus dem Herzen zu reißen gedenkt... Als Mann muss ich hier einwerfen, dass ich diese Stellen sehr goutiere und diese kleine "Rache" dem armen, im ersten Teil von Elizabeth heftig geprügelten Mann mit leisem Vergnügen zugestehe... Rache ist süß! :wink: - Geschieht ihr ganz recht, dass sie mal sieht wie das ist, wenn das Objekt der Begierde so indifferent reagiert... :aetsch:

In Wirklichkeit ist doch schon alles vorbereitet für den großen Antrag, nachdem Bingley erstmal etwas abgedmpft ist wegen der Enthüllungen, die er von seinem besten Freund hören musste, kann die Sache weitergehen... Und da ist die Einmischung der guten Tante Catherine doch nur noch der letzte Tropfen, der die längst getroffene Entscheidung ins Rollen bringt...

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 13:22 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Zitat:
Warum sollte er das denn tun, wenn er nicht die Absicht hätte, sich mit einem Mitglied der Familie zu verheiraten?


Da verweise ich mal (wie so oft) aufs Buch, und auf Darcy's Worte selbst:
Aus einem großen Ehrgefühl heraus, er wäre schuld daran, dass niemand Wickhams wahren Charakter kennt und Lydia überhaupt soweit gehen konnte.
Er gibt zu, dass er noch ein zweites Motiv hatte, oder zumindest eins, was das erste verstärkte: Nämlich Elisabeth einen Gefallen zu tun.
Aber das erste wiegt schwerer.
Mrs Gardiner in ihrem Brief äußert sich genauso, übrigens.

Zitat:
In Wirklichkeit ist doch schon alles vorbereitet für den großen Antrag, (...) Und da ist die Einmischung der guten Tante Catherine doch nur noch der letzte Tropfen, der die längst getroffene Entscheidung ins Rollen bringt...


Ja, nichts anderes haben wir behauptet:
"Vorbereitet" in dem Sinne, dass er es noch ein zweites Mal versuchen will. Das bestimmt. Aber juristische und geschäftliche Vorbereitungen auf die Hochzeit, wie Du sie weiter oben beschrieben hast? - No way. :nein:


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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 13:23 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich weiß nicht so recht, ob ich dir da zustimmen kann, Bruki. Sicher ist Lizzy die Triebfeder für Darcy. Nachdem sie den ersten Antrag aus bekannten Gründen abgelehnt hat, wusste er ja, was er tun musste, wollte er noch Aussichten bei Lizzy auf eine gemeinsame Zukunft haben. Dafür setzt er sich ein, dem stimme ich voll und ganz zu.
Und ehrlich gesagt hatte ich beim Lesen des Romans das Gefühl, dass Lizzy und Darcy durch die gemeinsam verbrachten Stunden beinahe schon zusammenkommen waren. Doch da kam Lydia. Ohne sie, ist zwar spekulativ aber dennoch meine Meinung, hätte es dann bereits den 2. Antrag gegeben. Tina

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. November 2006, 13:34 
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@Hazel
Hazel hat geschrieben:
Caro hat geschrieben:
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Das nun nicht. Aber erstens diskutier ich für mein Leben gern und zweitens meint Jeder, er habe recht und will nicht davon ablassen...Das liegt wohl in der Natur der Sache. Merkwürdigerweise wirft man anderen gern vor, keine andere Meinung gelten zu lassen, nimmt aber für sich selbst eine eigene Meinung und das Recht in Anspruch ...
Sorry, wenn ich dich nerve ... :ja:
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