Donnerstag 30. März 2006, 13:28
Hallo,
also da muss ich doch etwas dazu schreiben.
Ich habe eigentlich nur "Jane Austen und die Dame in Rot" auf deutsch gelesen, alle anderen Mysteries auf englisch. Und was soll ich sagen? Ich finde sie toll! Ich habe auch schon Elizabeth damit angesteckt, diese Krimis zu lesen.
Gut, Deine Kritik ist berechtigt. Es ist schon etwas anmaßend so zu tun, als hätte man die Tagebücher der Jane Austen auf dem Dachboden gefunden.
Aber ich denke, als Janeite sollte man wissen, dass das nicht stimmt bzw. stimmen kann.
Ich finde es ganz witzig, sich Jane Austen als Detektivin, die Mordfälle löst, vorzustellen. Stephanie Barron gelingt es, finde ich, ganz gut, eine "andere" Jane Austen zu zeigen, die aber dennoch (für mich jedenfalls) glaubwürdig ist. Dass sich dabei im Laufe der Zeit (Bücher) auch eine "kleine Liebesgeschichte" für sie aufbaut, die nicht sein kann und darf, ist zwar gefährlich, aber es ist nun mal Fiktion (auch wenn die Sache dennoch sehr anrührend ist und auch erklären könnte, warum sie so wurde, wie sie war).
Ich denke auch, dass es Stephanie Barron recht gut gelingt, die Umstände und Lebensgewohnheiten der damaligen Zeit zu schildern. Somit sind die Krimis für mich zusätzlich interessant.
Indgesamt muss ich wohl sagen, dass ich diese Krimis weitaus besser als manche Sequels zu Jane Austens Werken finde.
Vielleicht ist es ja aber auch mit den Krimis wieder das "alte" Problem: die deutschen Übersetzungen. Eventuell geht vieles bei der Übersetzung verloren.
Viele Grüße
Lizzy
Zuletzt geändert von Lizzy am Montag 3. April 2006, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.