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 Betreff des Beitrags: Eine Lady in Bath
BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 10:47 
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Austenexperte

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Wieder ein neues Buch entdeckt *g* Diesmal spielt es ausdrücklich in der Zeit von Jane Austen.
„Eine Lady in Bath“ – Amanda Elyot
Februar 2008


Klapptext:
Ein Augenzwinkern des Schicksals – und plötzlich findet sich die junge New Yorkerin Cassandra Welles in Bath in der Zeit Jane Austens wieder. Völlig mittellos erlebt Cassandra viel Schlimmes, bevor mit der exzentrischen Lady Dalrymple, die sie als ihre verloren geglaubte Nichte ausgibt, und dem hinreißenden Earl of Darlington das Glück wieder in ihr Leben tritt. Doch nicht für lange, denn nur wenn Cassandra zurück in ihr eigenes Jahrhundert findet, kann sie dem traurigen Schicksal ein Schnippchen schlagen. Aber wird sie dann ihren heiß geliebten Earl auf immer verlieren?


Das sagt der Verlag:
Ein Zeitreiseroman in die charmante Welt der Jane Austen.
Traumhaft unterhaltsam und erfrischend frech erzählt
Für alle Leserinnen von Jane Austen und Georgette Heyer

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Verfasst: Freitag 25. Mai 2007, 10:47 


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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:00 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Das muss einfach raus: och nein, nicht schon wieder ein Zeitreiseroman! Davon gab es für meinen Geschmack in letzter Zeit zu viele. Junge Frau stürzt oder kommt auf andere magische Art und Weise in die Vergangenheit, wo sie DIE große Liebe erlebt, aber doch wieder zurück muss. Bla bla bla. Irgendwie ähneln die sich doch alle sehr.
Kann man das Thema denn nicht mal anders anpacken? Sie landet in der Vergangenheit, die große Liebe ist aber in der Gegenwart und nur gemeinsam (wie auch immer) können sie es lösen oder so was. Währe mal wenigstens etwas anders. :wink:

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:04 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Warum die nu wieder Jane Austen erwähnen ...?
Trifft Cassandra Welles denn unsere Jane tatsächlich, oder ist das wieder nur Maculage, um den Leserkreis zu erhöhen?
Übrigens waren die britischen Welles mit den Willoughbys verbandelt und die Dalrymples gabs auch :D :wink:

@Nili
kennst du denn die Autorin? Hast du von ihr schon was anderes gelesen?

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Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


Zuletzt geändert von Caro am Freitag 25. Mai 2007, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:13 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Tina hat geschrieben:
... Irgendwie ähneln die sich doch alle sehr.
Kann man das Thema denn nicht mal anders anpacken? Sie landet in der Vergangenheit, die große Liebe ist aber in der Gegenwart und nur gemeinsam (wie auch immer) können sie es lösen oder so was. Währe mal wenigstens etwas anders. :wink:

Kannst dich ja mal dran versuchen ... :D :wink: aber für mich ist es gehüpft wie gesprungen, egal von welcher Seite man das Thema aufzieht.

Hmmm :gruebel: , dann dürftest eigentlich gar nix mehr lesen, denn bei der Liebe geht es grundsätzlich immer darum, sie zu finden und zu behalten (egal ob Zukunft oder Vergangenheit) ... außer natürlich die problematischen, wo man die große Liebe verliert und versucht damit klarzukommen ... :) :D
Klar wiederholt sich das Thema zumindest Ansatzweise in alllen Beziehungs- oder Gesellschaftsromanen, aber jeder Autor setzt es, entsprechend seiner Erfahrungen und stilistischen Möglichkeiten, anders um und das ist doch das Spannende.

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:29 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Es gibt für meinen Geschmack momanten einfach zu viele Romane mit der beinahe identischen Handlung. Das langweilt mich eben.

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:34 
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Tina hat geschrieben:
Es gibt für meinen Geschmack momanten einfach zu viele Romane mit der beinahe identischen Handlung. Das langweilt mich eben.

Tja, das kann ich verstehen. Ist nur leider so, daß man als heutiger Autor dem Zeitgeschmack entsprechen muß, weil die meisten Verlage nach dem Motto arbeiten " ... das zieht immer". Die sagen dir dann vielleicht (wenn du relatives Glück hast) " ist ja ganz nett, aber das können wir so nicht verkaufen. Schreiben sie doch mal eine Geschichte wie die XY, das drucken wir immer" oder so ähnlich. Oft kann sich der Autor nicht mal den Klapptext selbst aussuchen ... :tot:
Schau dir doch Simmel, Pilcher und Konsorten an ... aber sie mach(t)en ein Heiden Geld und sind die wenigen, die von ihren Büchern gut leben können und das sind auch die Bücher, die im Handel ausliegen. Klassiker dagegen sind rar oder müssen bestellt werden.

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:45 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Aber die Lady in Bath kann natürlich wunderbar geschrieben sein, gar keine Frage. Ich würde nur nicht nach diesem Buch greifen.

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 11:49 
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@Nili
hab gerade gesehen, daß sich unter Amanda Elyot eigentlich Leslie Carroll verbirgt, die "By a Lady" geschrieben hat ... :D :wink:
Und hier sind zwei Reviews zu dem Buch. Scheinbar trifft Cassandra darin wirklich Jane Austen in Natura! http://www.librarything.com/work/822876

Könnte tatsächlich interessant sein zu lesen, welche Ideen Carroll da hatte, bzw. wie sie selbst Jane Austen sieht und darstellt ... :D

Es gibt ein Buch "Jane Austen in Bath" von Jean Freeman.

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 13:35 
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Caro hat geschrieben:
Und hier sind zwei Reviews zu dem Buch. Scheinbar trifft Cassandra darin wirklich Jane Austen in Natura! http://www.librarything.com/work/822876

Und der entscheidende tag auf der gelinkten Seite ist fanfic --- wäre also nett, es auch dorthin zu verlegen...

Ui, wie spannend: Leslie Carrol - oder jemand, der sich diesen Namen aneignete(?) - schrieb eine Biografie über Helena von Troja - wie authentisch, wie fesselnd, wie originell - jetzt aber gleich hin und kaufen... :niwi:

Bruki :cool:

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"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 14:00 
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@Bruki
Iss ja schon gut ... :D Is doch gar ned mein Thread ... :rolleyes: und was ist jetzt an "Bücher" so verkehrt? Es ist doch ein Buch? Also hat Nili es doch richtig gesetzt! :rolleyes: :aetsch:
Kann doch keiner was dafür, daß du scheinbar auf alles allergisch reagierst, was Jane nennt, aber nicht von ihr geschrieben ist. :wech: :well:

Ist doch ein Buch über ein modernes Mädel, das in der Vergangenheit landet und dort unter anderem Jane Austen trifft, sich verliebt etc. pp. wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ( :lach: ). Kann doch theoretisch wirklich ganz lustig sein (auch wenn ich es vermutlich nicht lesen werde) ... :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 15:21 
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Austenexperte

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Bruki hat geschrieben:
Caro hat geschrieben:
Und hier sind zwei Reviews zu dem Buch. Scheinbar trifft Cassandra darin wirklich Jane Austen in Natura! http://www.librarything.com/work/822876

Und der entscheidende tag auf der gelinkten Seite ist fanfic --- wäre also nett, es auch dorthin zu verlegen...
Bruki :cool:


Da es aber als gebundenes Buch herausgegeben wird und auch unter Belltristik läuft, gehörts halt hier hin. Wenns dagegen auf irgendeiner FF seite erscheinen würde, Kapitelweise mit der möglichkeit zu Reviews, würde ich es in den FanFic Bereich verlegen...
So viel Grips (Gschick und n gscheiten Arsch *g*... sorry.... Insider *g*) hab ich scho das ich das auseinander halten kann :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Lady in Bath
BeitragVerfasst: Donnerstag 24. Januar 2008, 15:02 
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Nili hat geschrieben:
„Eine Lady in Bath“ – Amanda Elyot
Februar 2008

Bzw Januar 2008. Habe es nämlich gerade eben in einer Buchhandlung gesehen und mich gefragt, ob es lesenswert ist. Aber wies scheint, hat hier auch noch niemand reingelesen? Das Thema ist ja im Grunde das gleiche wie bei "Lost in Austen", also dem Film, nicht dem Buch. Und ich bin mich einfach nicht so sicher, ob mir das ganze gefallen soll oder nicht. An und für sich würde es mich schon interessieren... (wer hat sich denn noch nie vorgestellt in Austens Zeit zu leben/zu reisen/was auch immer?!) Es könnte also ganz nett sein, ein solches Buch zu lesen. Aber die Gefahr, dass der Autor (oder in diesem Fall die Autorin) seine Sache nicht gut macht, ist gross, wie immer, wenn man gewisse Erwartungen hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Lady in Bath
BeitragVerfasst: Donnerstag 24. Januar 2008, 19:34 
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Naja, probieren geht über studieren. Man kann ein Buch ja nicht verurteilen bevor man es gelesen hat, oder? :fies_sei:

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Wer davon überzeugt ist, das Ende der Dinge zu wissen, die er gerade erst beginnt,
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BeitragVerfasst: Freitag 21. März 2008, 18:58 
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Zuletzt geändert von VannNique am Donnerstag 22. Dezember 2016, 02:46, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Lady in Bath
BeitragVerfasst: Samstag 22. März 2008, 16:57 
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VannNique hat geschrieben:
ich finde, es hört sich ganz spannend an, werd mal die nächste woche schauen ob ichs bekomm


Ich rate dir davon ab. Es ist kein Buch, das dich (oder sonst jemanden auf der Welt) umhaut. Wenn schon, dann leh es in der Bilbliothek aus, aber Geld ausgeben würd ich dafür nicht (nochmal, in meinem Fall :/ )

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BeitragVerfasst: Sonntag 23. März 2008, 20:30 
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Zuletzt geändert von VannNique am Donnerstag 22. Dezember 2016, 02:46, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Lady in Bath
BeitragVerfasst: Montag 24. März 2008, 20:28 
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Ich dachte ja, wie man meinem früheren Post entnehmen kann, dass es eine gute Idee für ein Buch ist. Also hab ichs gleich gekauft und gelesen. Ich hoffe, ich spoilere nicht zu viel....
Gut fand ich aber eigentlich nur, dass die Heldin (C.J. also Cassandra Jane, welch einfallsreiche Namenswahl!!) nich nur auf ein 19tes Jahrhundert, wie man es von JA her kennt, trifft, sondern an den unterschiedlichsten Stationen Halt macht: Gefängnis, Irrenhaus, Dienstmädchenalltag, Baths Highsociety, Freudenhaus und so weiter... all das macht sie mit und es wird im Grunde auch glaubwürdig und anschaulich beschrieben.
Aber damit genug des Lobs! Grundsätzlich gilt in dem Buch, die "Guten" denken fortschrittlich (zum Teil unglaublich fortschrittlich à la 21tes Jahrhundert!) und die "Bösen" sind konservativ. Das ist ziemlich lahm, um einen Charakter zu beschreiben, wenn du mich fragst. Das fortschrittliche Gedankengut nervt mich eh am meisten! Es geht sogar soweit, dass C.J. auf einen Mann trifft, der über mehrere Seiten hinweg unehelichen (!) Tantra-Sex (!!!*%#!) mit ihr hat. Also wirklich!! :wall: Diese Szene findet auf dem Wohnzimmerfussboden statt, eine weitere solche gibt es auf einer
Spoiler: anzeigen
Kostümparty, bei der sie auch noch erwischt werden. Doch, und das ist der Gipfel, es scheint niemand empört zu sein! Man hat dafür nur ein Augenzwinkern übrig, sehr autentisch...
aber auch wenn es kein vorehelicher Tantra-ich-kanns-immer-noch-nicht-fassen-Sex gewesen wäre, sondern zB die Hochzeitsnacht, auch dann hätte die Szene nicht so ausführlich sein müssen.
Auch die Kostüme an dieser Party sind wohl eher Karneval-der-Neuzeit-tauglich:
Spoiler: anzeigen
Ein Lord, der sich halb nackt mit schmutzigem Oberkörper in einen Lendenschurz hüllt und die Damen ganz schön freizügig? Ich glaube nicht...

Ein weiteres Minus könnte man wohl in der Beschreiben von JA finden... Aber ich habe das Gefühl, nicht viele (vorallem ich nicht!), kennen das Wesen von JA gut genug, um zu sagen, ob sie so war oder nicht. Abwegig ist das Bild, das von ihr gezeichnet wird, nicht, aber es muss nicht unbedingt zutreffen und entspricht sicher auch nicht der allgemeinen Meinung von our Lady. (Eine Austen, die gerne shoppen bzw wegen Geldmangels gern schaufensterbummeln geht, hätte ich mir jetzt nicht vergestellt, aber mein biographisches Wissen ist nicht gross genug, um diese Beschreibung zu verdammen)
Was mich auch gestört hat, war die Namensgebung der Charaktere. Sicher gab es in JAs Umfeld Menschen mit Namen, die sie für ihre Romane verwendet hat, aber dass sie gleichzeitig mit einer Familie Fairfax samt Tochter Harriet, mit einer Lady Dalrymple, einer Lady Wickham und einem Mr. Collins zu tun hatte, kann ich mir nicht vorstellen. Es kommen einfach zu viele "geklaute" Namen vor, als dass es noch glaubwürdig ist. (Soo verbreitet waren all diese Namen ja auch nicht...) Aber das ist eher ein Detail.
Mehr Negatives fällt mir nicht mehr ein, ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen hab. Aber ich weiss noch genau, dass es mir kaum Lesevergnügen bereitet hat, es gibt also sicher noch mehr Kritikpunkte.... Wie gesagt, lieber kein Geld dafür ausgeben, sondern wenn mans trotzdem lesen will, ausleihen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Lady in Bath
BeitragVerfasst: Montag 24. März 2008, 20:58 
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Austenbegeistert
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Puh, das klingt aber so schlecht, dass es schon wieder "lustig" sein könnte. :lach:
Oh man. :thud:

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Austenfan

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