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 Betreff des Beitrags: Austen "Modern interpretiert"
BeitragVerfasst: Samstag 26. Januar 2013, 22:09 
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Admin, FF-Meisterin, Glorfindelgutfinderin & Literaturjunkie
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Registriert: Montag 31. Juli 2006, 22:16
Beiträge: 691
Wohnort: Nürnberg
Ich habe jetzt geschaut aber so wie es aussieht ist hier sonst noch keiner darüber gestolpert...

Also ich hab beim stöbern folgenden Artikel entdeckt: klick mich
(falls jemand Schwierigkeiten mit dem Englisch hat, einfach nen Kommentar hinterlassen und ich werde eine zusammenfassende Übersetzung hinterlassen)

Jane Austens Bücher sollen in diesem Jahr und dem nächsten Jahr - von mehreren bekannten zeitgenössischen Autoren umgeschrieben und auf den neusten Stand gebracht - neu herausgegeben werden. Eigentlich keine moderne Umschreibung sondern vlt eher eine moderne Version dieser Geschichten.
bisher scheinen da festzustehen:

Val McDermid - Northanger Abbey
Joanna Trollope - Sense and Sensibility
Curtis Sittenfeld - Prode / Prejudice

Hört sich durchaus interessant an wie ich finde... und in dem einen Artikel (wen ihr euch weiterklickt zu dem Artikel über Joanna Trollope) meinte die Dame von Harper Collins ja auch so in etwa, dass man die Romane vor allem mit Bezug auf die sozialen Kommentare von Jane Austen auch heute noch in einen Aktuellen Rahmen bringen kann und nicht nur die Romanze in den Büchern gelesen werdensollte.
und es scheint nicht in diese "Horror" Schiene zu gehen wie P&P&Zombies und co.

Was meint ihr?

_________________
Zita-Bekehrerin (direkt/indirekt): Angelika - Kerstin - Aslan - Magdalena - Sachmet - Udo


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 Betreff des Beitrags: Re: Austen "Modern interpretiert"
BeitragVerfasst: Samstag 26. Januar 2013, 22:37 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2005, 21:13
Beiträge: 4773
Zitat:
(...) dass man die Romane vor allem mit Bezug auf die sozialen Kommentare von Jane Austen auch heute noch in einen aktuellen Rahmen bringen kann (...) .


Und warum muss man das vorgekaut bekommen? Der Aktualitätsbezug sollte doch eigentlich jedem beim Lesen der Originale klar sein bzw. werden. Wie bei allen Klassikern eben ...

Egal wie gut oder originell diese Bücher werden ... ich fände es schön, wenn man Jane Austen endlich mal ruhen ließe. Mir gehen die endlosen Adaptionen und Plot-Zitate schon lang auf die Nerven. Für mich riecht das vor allem nach Geldmacherei - weil es offenbar genügend "Austenfans" gibt, die alles kaufen, worauf "Austen" oder noch besser "Darcy" steht. :P

Sorry, für diesen negativen Kommentar. :wink: Gibt bestimmt genügend, die das spannend finden und denen will ich den Spaß auch nicht verderben ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Austen "Modern interpretiert"
BeitragVerfasst: Dienstag 1. April 2014, 08:38 
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Austenbegeistert
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Registriert: Donnerstag 15. August 2013, 12:22
Beiträge: 88
Hier ist ein Artikel mit einer Rezension zu Val McDermids Version von Northanger Abbey, erschienen im "The Guardian": 'Austen for the Facebook age'.

_________________
http://www.annamthane.de - ein deutschsprachiger Blog über England, Romantik, Abenteuer und Geschichte

http://www.regency-explorer.net
Reiseführer zu Regency-Zielen – Tipps zum Schreiben eines Regency-Romans – Historisches Insiderwissen - in englischer Sprache


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 Betreff des Beitrags: Re: Austen "Modern interpretiert"
BeitragVerfasst: Donnerstag 3. Juli 2014, 17:09 
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Austenexperte
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Registriert: Dienstag 14. Juli 2009, 15:59
Beiträge: 894
Wohnort: Sachsen
Gerade eben gefunden, ein Artikel zu Curtis Sittenfelds - Pride / Prejudice Variante

theatlantic.com
Interessanter Aspekt mit dem Alter :wink:

Elanor

_________________
[During the 1960s] I think there was more sex in those old films than in all that thrashing around today. I'm tired of sex scenes.
Claudette Colbert

sadly enough, this is more than true in our times


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 Betreff des Beitrags: Re: Austen "Modern interpretiert"
BeitragVerfasst: Samstag 16. April 2016, 14:17 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Registriert: Mittwoch 9. April 2008, 16:07
Beiträge: 2993
Habe mal McDermids Version von Northanger Abbey gelesen. Am Ende habe ich auf die wichtigste Frage keine Antwort gefunden: Was soll das? Im Grunde hat McDermid (vermutlich auftragsgemäß) die Story von NA tatsächlich ziemlich genau nacherzählt. Statt Kutschen gibt es flotte Autos, statt Briefe Facebook und Twitter, statt Udolpho Twilight und am Ende gibt es den Eklat nicht wegen des Geldes, sondern wegen.... - das verrate ich mal nicht. Aber ich fand die modernisierte Lösung des Problems nicht gelungen. Mein größter Einwand, neben der Sinnfrage, ist allerdings, dass ich denke, dass NA so platt übertragen in unsere Zeit nicht funktioniert. Es ist ja so, dass die gute Catherine zu viel Fantasie hat, deshalb in den düsteren Gemäuern der Abtei alles mögliche vermutet, was Anfang des 19. Jh. sogar denkbar gewesen sein mag. Aber heute? Zumal sie heute Schlimmeres vermutet als die Original-Catherine, wodurch das Ganze noch absurder wird. Also der Plot passt so nicht in unsere Zeit, deshalb fand ich immer mal wieder, dass dies und das einfach seltsam ist, auch eine "Bella" Thorpe wirkt im 21. Jh. deplatziert.
Immerhin: Bei Austen hab ich mich immer gefragt, was der gute Henry Tilney an dieser Catherine Morland nur findet. Diesmal hab ich das Problem nicht, denn Henry ist mir so unsympathisch, dass ich ihm die endlos naive Catherine beinahe gönne. ;-)
Interessieren würde mich, was jemand, der NA nicht im Original kennt, von dieser Fassung hält, denn natürlich ist man einigermaßen voreingenommen, wenn man ein Buch schätzt - und dann die Kopie vorgesetzt bekommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Austen "Modern interpretiert"
BeitragVerfasst: Samstag 29. Oktober 2016, 09:55 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Registriert: Mittwoch 9. April 2008, 16:07
Beiträge: 2993
Habe jetzt erst bemerkt, dass Curtis Sittenfelds Variante von P&P schon seit April auf dem Markt ist - hat schon jemand "Eligible" gelesen? Das Cover der englischsprachigen Ausgabe finde ich furchtbar, aber das ist in England ja wirklich erstaunlich oft so.


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