So, jetzt mit dem Abstand von einer Stunde bin ich vielleicht besser in der Lage meine Gedanken zu sammeln,
MASSIG SPOILER VORAUS
So, es war ein unglaublicher Ritt, dunkel und teilweise irgendwie hoffnungslos und auch intensiv, so wie ich es aufgefasst habe.
Ich habe mir das Buch heute Nacht um kurz nach 1 Uhr (mein Buchhändler hat extra bei allen Vorbestellern angerufen und gesagt, dass er doch zwischen 1 und 2 aufmacht) abgeholt und natürlich sofort angefangen zu lesen.
Das erste Mal, wo mir die Tränen in die Augen stiegen: Seite 70, der erste Tote (Mad-Eye) und der erste Schwerverletzte (George Weasley), als sie Harry aus dem Ligusterweg rausgeholt haben.
Vorher die Szene mit den Dursleys fand ich - wie Nili - auch schön und überraschend und ich mochte die Sache mit Dudley, dass er Harry dankbar ist, sehr gerne.
Tja, ich habe dann bis morgens um 3 noch bis zu Bills und Fleurs Hochzeit gelesen und bin dann für 6 Stunden ins Bett gegangen.
Morgens gings weiter, ab 9 Uhr habe ich durchgelesen, nur vom Mittagessen unterbrochen.
Die Hochzeit war schön, blöd, dass am Ende doch noch Todesser aufgetaucht sind........
Ab da waren Harry, Ron und Hermine auf sich allein gestellt und es war klar, dass es eine verzweifelte Lage sein würde, relativ früh war dann ja klar (die Spekulationen liefen ja eigentlich darauf hinaus), wer RAB war - Sirius Bruder Regulus - leider hat er es nicht geschafft, den Horcrux zu zerstören. Das Versteck in Grimmauld Place und die Sache mit Kreacher hat mir ganz gut gefallen.
Dann, wo die drei ins Ministerium eingedrungen sind (der Zaubereiminister war ja tot und das Ministerium selbst in der Hand der Todesser), das fand ich zerstörend. Was die mit den Schlammblütern angestellt haben, das erinnerte echt ein bisschen an das Nazi-Regime und die Judenverfolgung

"MAGIC IS MIGHT" usw. es war schlimm. Und Umbridge war in ihrem Element, diese blöde Schl**** Die hatte im Übrigen auch den Horcrux (ohne es zu wissen, was es wirklich war) und den konnte man ihr glücklicherweise abnehmen.
Naja, die drei waren sich dann auch nicht immer einig, Ron schließlich hat die Truppe verlassen, als die Lage (jeden Tag den Ort wechseln, wenig Proviant, aufeinander hocken) immer verzwickter wurde. Da mussten sich Harry und Hermine ne Weile lang alleine durchschlagen.
Erstes Mal Tränen: Godric's Hollow. Das War-Memorial, das sich in die Statue von Lily, James und Harry verwandelt, Harry findet das Grab seiner Eltern und das Haus, in dem er leider nur ein Jahr verbracht hat. Und die beiden sind Voldemort nur ganz knapp entkommen.
Was mich auch aufgewühlt hat, war die Tatsache, dass Dumbledore schlechter dargestellt wurde, es gab wirkich dunkle Seiten bei ihm und er war beleibe nicht immer der gute Zauberer, den man sich vorgestellt hat. JKR hat es doch noch geschafft, das positive Bild, das man in den ersten 6 Schuljahren aufgebaut hat, etwas zu zerstören und man kriegte echt ein paar Zweifel.
Gott sei Dank kam Ron dann bald zurück und endlich wurde auch die Sache um die Deathly Hallows geklärt - Lunas Vater spielte dann ja doch noch ne größere Rolle und für eine Weile ist Harry von seinem Ziel, die Horcruxe zu finden, doch etwas abgekommen, aber irgendwie (es sollte sich später herausstellen) war doch alles miteinander verbunden. Und dann wurden sie geschnappt eher durch einen Zufall und sind auch nur um Haaresbreite entkommen. Dobby hat dabei das Leben gelassen. Ich habe geheult wie ein Baby, als Harry das Grab für ihn ausgehoben hat und sie ihn beerdigt haben.
Der Einbruch in Gringotts war grandios, sie haben es wirklich geschafft, das war eine nette Idee und nebenbei haben sie dann auch einen weiteren Horcrux gefunden (das Locket hatten sie ja zerstört). Leider hat aber auch Voldemort gemerkt, dass sie ihm auf die Spur gekommen waren, es wurde immer enger. Aber mittlerweile war auch klar, dass sie ein Horcrux in Hogwarts befand und da fand dann auch das große Finale statt. Die Sache um Dumbledores Bruder war ne nette Idee, hatte aber meiner Meinung nach zu wenig Platz - wie die ganze Dumbledore-Familiengeschichte, obwohl man weiter merkte, dass bei Albus Dumbledore nicht wie gedacht alles Weiß war, sondern es auch ziemliche Grautöne gab.
Neville hat mir super gefallen!!! Wie er den Widerstand in Hogwarts geleitet hat und alles, das hätte ich von dem schüchternen, unbegabten Jungen aus Band 1 nicht erwartet, das war toll. Naja, Hogwarts wurde angegriffen, sie konnten den Horcrux da ausfindig machen - es fehlte nur noch die Schlange Nagini. Der Kampf war hart - wie man es erwartet hat - und die Leute, die ihr Leben ließen, hatten es nicht verdient. Das erste Opfer: Fred Weasley, ich habe noch mehr geheult als bei Dobby. Die Zwillinge zu trennen, das war einfach zu brutal!! :hoil: :heul: Bei Snape dann nicht - man wusste immer noch nicht, was man von ihm halten sollte (obwohl ich mir ab der Mitte irgendwann sicher war, dass er zu den Guten gehören musste!!) aber als dann Lupins und Tonks' Leichen aufgebahrt wurden, hat es mich schwer erwischt. Die beiden waren doch gerade erst verheiratet verdammt und hatten einen kleinen Sohn!!! Der war auf einmal Waise, das war echt hart

und auch wie die Weasleys von Fred Abschied genommen haben, das ist mir echt an die Nieren gegangen.
Und dann wurden Snapes Taten endlich gerechtfertigt, er war ein Guter, die ganze Zeit, er stand auf dieser Seite, seitdem LV Lily Potter (seine große Liebe) getötet hat - tragischerweise durch den Hinweis von ihm selbst. Ich greife jetzt vor, aber als Harry LV im finalen Kampf sagt: "Severus Snape was never yours" war das einfach nur befreiend. Snape hat kein schönes Leben geführt, unter ständiger Angst und ständig mit der Gefahr, aufzufliegen, aber er war ein Guter - Gott sei Dank. Und Dumbledore hat ihm gesagt, dass Snape ihn töten müsse, Dumbledore war todkrank.
Naja, Harry macht sich dann auf zum finalen Kampf mit Voldemort - allein - stellt sich doch heraus, dass er selbst ein Stück von Voldemorts Seele in sich trägt, die zerstört werden muss. Ab diesem Moment habe ich echt nur geschluchzt. Harry beschwört die Gestalten seiner Eltern und Sirius heraus und mir sind einfach nur noch die Tränen über das Gesicht gelaufen.
"You'll stay with me?"
"Until the very end", said James.
"They won't be able to see you?", asked Harry.
"We are part of you", said Sirius. "Invisible to anyone else."
Harry looked at his mother.
"Stay close to me", he said quietly.
Aber ich habe mich irgendwie geweigert zu glaube, dass Harry sterben würde. Und dann hat er sich nicht einmal gewehrt, als LV den tötlichen Fluch abgefeuert hat.
Was danach kam war verwirrend, er hat Dumbledore getroffen usw. und Harry ist nicht richtig gestorben.
Und dann im finalen Kampf hat er LV besiegt - was natürlich klar war. Neville hat den letzten Horcrux, Nagini, zerstört, Mrs. Weasley hat Bellatrix Lestrange gezeigt war ne Harke ist und dann war es vorbei.
Der famose Epilog: Ich fand ihn enttäuschend, zu viele offene Fragen, es kamen leider nur Harry & Ginny und Ron & Hermine vor und am Rande auch Draco Malfoy. Ich hätte zu gern noch mehr gewusst, so banale Sachen z. B. was sie arbeiten. Dann hätte ich gerne mehr über die Weasleys erfahren, (Was hat George nach dem Tod seines Zwillings gemacht?? Infos über Weasleys Zauberhafte Zauberscherze), was aus Tonks' und Lupins Kind geworden ist, immerhin war Harry der Patenonkel (okay, der Junge wurde am Rande erwähnt.....) und noch so viele andere Sachen.
Ich muss mir jetzt erst noch mal den Kopf frei machen und mir weiter überlegen, wie ich den Band einordnen soll. Er war teilweise echt gut, aber ich weiß noch nicht recht, ich möchte ihn jetzt nicht in meiner Trauer darüber, dass es definitiv der letzte HP ist, schlechter einordnen als er es vielleicht verdient hat. Zunächst einmal heißt es Abstand gewinnen und erst einmal wieder zurückfinden sozusagen. Wie gesagt, es war ein extremer Ritt. Und mit Harrys Geschichte ist leider, leider, leider vorbei........