Ich habe es damals gelesen (ist jetzt auch schon ca. 4-5 Jahre her) und, so weit ich mich erinnere, auch verstanden. Was verstehst du denn nicht? Irgendjemand hat mir damals erzählt, dass es eines der einfacheren Bücher von Grass sein soll - er verarbeitet, glaube ich, auch einiges aus seiner Kindheit in Danzig?!
Du kannst mir ja eine PM schreiben, wenn du Fragen hast - ich krame mal das Buch aus und lese noch mal rein.
Ansonsten kann ich auch Literaturlexika empfehlen - versuchs vielleicht auch mal bei Wikipedia, könnte sein, dass die auch was dazu schreiben. (Musst es ja nicht gleich wörtlich übernehmen für dein Referat...)
habe tausend fragen, es ist so schwer zum lesen.
komme nicht weiter bin erst seite 80 und muss bald fertig sein verstehe die ganze sprache nicht, und was hat katz und maus mit Günter Grass selbst zu tun? (gibt es autobiographische ähnlichkeiten mit Grass selbst? wen ja wer? wie?)
Wenn ich mich richtig entsinne, hat Grass seine Kindheit und Jugend in Danzig verlebt. Inwieweit allerdings die Figuren echt oder erfunden sind, weiß ich nicht.
Viel kann man wohl aus dem Titel machen: Das Spiel der Katze mit Mahlkes Adamsapfel, der Konflikt der Autoritäten mit Verfolgten (Katze und Maus) im Dritten Reich usw.
Siehe auch diesen Link, der sehr ausführlich ist und gute Denkanstöße enthält: wikipedia-Artikel Beachte auch den Weblink unter dem Artikel! Der scheint auch gut zu sein.
Ich habe das Buch damals nicht in der Schule, sondern aus Interesse im Rahmen einer AG ("Literatur-Café) gelesen, daher habe ich auch nicht so wahnsinnig viel Wissenschaftliches dazu zu sagen. Aber mit einer Charakterisierung von Mahlke und des ich-Erzählers ist sicherlich schon viel getan! Notiere dir doch mal, was dir an den beiden auffällt - wie sie sich verhalten, was sie für Eigenschaften haben usw. Vielleicht hilft dir das weiter. Und wichtig: Notiere dir die Belegstellen dazu! Das kommt bei Deutschlehrern immer gut...
Günther Grass gehörte zur "Gruppe 47", eine Schriftstellergruppe der Nachkriegszeit. Dazu findest Du einiges im Netz, auch bei Wikipedia. Sowieso auch diesbezüglich ein guter Start, zu den Artikeln gibt es ja unzählige Querverweise und Links zu externen Seiten, da kann man sich schon was zusammensuchen.
Mit Belegstellen, meint Benjamin wahrscheinlich, dass Du Deine Erkenntnisse über die Charaktere irgendwie am Text belegen musst, mit einem Zitat. Woran sieht man, dass er diese und diese Eigenschaft hat? usw.
In Nachkriegsliteratur fällt ja alles mögliche - da lehn ich mich lieber nicht zu weit aus dem Fenster. "Katz und Maus" hat meiner Erinnerung nach viel Ähnlichkeit mit Kafka. Der wiederum ist Surrealist. Müsste ich selbst nachforschen.
Müsst Ihr das Buch denn ganz ohne Hiilfestellung lesen und bearbeiten?? Finde ich seltsam, dass Eure Lehrerin/Lehrer Euch damit ganz allein lässt.
Von Reclam gibt es einen Lektürenschlüssel (blau) zu diesem Buch, vielleicht hilft das ja weiter.
Die Interpretationen von Reclam haben mir bei meinen Referaten immer sehr geholfen.
Grass ist wirklich nicht leicht zu verstehen. Meine Schwester hat das Buch auch in Deutsch gelesen und hat nur gemeckert.
Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg bei Deinem Referat!!!
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Sorry, hatte länger keine Zeit, um ins Board zu schauen.
Hm. Literaturhistorischer Hintergrund ist deshalb so schwierig, weil man nach 1945 eigentlich keine richtigen Literatur-Epochen wie Expressionismus oder Sturm und Drang oder so was kennt. Von daher trifft es "Nachkriegsliteratur" wohl noch am besten: Es setzt sich ja auch mit dem Dritten Reich, dem Krieg und seinen Folgen für den Einzelnen auseinander (z.B. die Schuldgefühle des Ich-Erzählers)
Zum historischen Hintergrund: Das meiste kann man über die Zeit des Romans sagen (Krieg, das Menschenbild des Nationalsozialismus), weniger über die Entstehungszeit: Da ist wahrscheinlich wichtig, dass man in dieser Zeit anfing, sich über die Vergangenheit und seine eigene Rolle in der NS-Ära Gedanken zu machen und das auch in Romane zu packen.
die Blechtrommel war mein Abithema hab dazu bestimmt noch was auf dem Speicher, aber das wäre eine längere Suche.
Die Literaturepoche würde ich auch als Nachkriegsliteratur bezeichnen.
Es ist ja praktisch das Buch der Nachkriegszeit.
Der historische Hintergrund ist am Aufbau des Roman erkennbar, also ich meine damit das die Blechtrommel ja aus drei Teilen besteht, nämlich die Zeit vor dem 2. Weltkrieg, dann während des Krieges und zum Schluss die Zeit nach dem Krieg. Das Buch entwickelt sich also chronologisch. Da Oskar das Buch im Jahr 1955 (?) schreibt, gibt es zwei Erzählzeiten.
Ach ja: Oskar erzählt ja häufig von sich in der dritten Person und dann wider "ich". Als Form ist es somit praktisch eine" Autobiographie".
Grass kritisiert mit der "Blechtrommel" zwar die Zeit der Nationalsozialisten, es ist aber auch wichtige Aufarbeitungsarbeit, ich denke, er hat viel "eigenes Erlebtes" in der Blechtrommel verarbeitet.
oh man sollte erst lesen, bevor man was schreibt, ich dachte es geht um die Blechtrommel Katz und Maus habe ich zwar auch mal gelesen, ist aber lange her und war nicht so intensiv wie damals in der Schule die Blechtrommel.
Ich fand die Sprache etwas kompliziert, es wird als Novelle bezeichnet, gehört auch zur "Danziger Trilogie". Der Ich-Erzähler ist ja auch wieder etwas sonderbar bzw. außergewöhnlich, oder?
Es geht grundlegend um das "Katz und Maus-Spiel" eines Außenseiters gegen die Gesellschaft, der dieses Spiel aber verliert.
Aber ich glaube die Aufarbeitung der Vergangenheit steht auch hier wieder im Mittelpunkt.
Ich habe den Eindruck, dass Pilenz sich schuldig fühlt, weil er mitgemacht hat, über Mahlke zu lachen, und dass er ihn nicht verteidigt hat. Deswegen, so denke ich, nähert er sich auch später an ihn an, beschäftigt sich mehr mit ihm, versucht auch am Ende, ihm zu helfen.
Das mit Nachkriegsliteratur kommt wahrscheinlich schon irgendwie hin, weil sich das Buch ja mit der Kriegszeit beschäftigt und versucht, sie aufzuarbeiten. Andererseits verstehe ich den Einwand: Nachkriegsliteratur ist eigentlich, ganz streng gesehen, ja nur die Literatur, die nach dem Krieg geschrieben wurde. Hmmm. Aber da habe ich jetzt keine Lösung für , tut mir Leid...
ich musste im Deutsch-LK mal ein Referat über "Gestern war heute" von Ingeborg Drewitz schreiben, das Buch erschien in den 70ern zum ersten Mal. Ich erinnere mich, damals bei "Einordnung in Literaturepoche" was von "Neuer Subjektivität" geschrieben zu haben.
Hab dazu mal gegoogelt und das hier zur Zeit nach 1945 gefunden.
Zuletzt geändert von simone1512 am Donnerstag 30. März 2006, 18:40, insgesamt 1-mal geändert.