Ich habe gerade etwas Interessantes über Tee zu Jane Austens Zeit erfahren, zumindest für mich war es neu!
Tee wurde drei- oder mehrmals aufgebrüht. Das erste Mal genossen es die wohlhabenden Familien, die es sich leisten konnten. Dann wurde er an die Dienerschaft weitergericht, die ihn sich ein zweites Mal aufbrühten. Die wiederum verkauften (!!!) den bereits zweimal ausgelutschten Tee an die ärmeren Leute! Ich will gar nicht wissen, wie der am Schluss geschmeckt hat!
Ich habe ja schon mal gehört, dass Grüner Tee auch heute bis zu fünfmal wiederverwendet werden kann, aber ehrlich gesagt brühe ich ihn mir lieber persönlich jedes Mal frisch auf!
Und noch was fand ich sehr interessant: "Lady Grey" ist mein Lieblings-Schwarztee, er stammt von TWININGS in London - und von TWININGS ließen sich die Austens ihren Tee nach Steventon liefern!
Ich habe noch eine paar anderer Sachen über Tee in Erfahrung gebracht! Falls jemand auf der weiten Welt sich außer mir auch noch für Tee interessiert, kann ja mal hier posten!
Ich interessiere mich auch für Tee!!! Bekommt man den Lady Grey nur in London?
Bin ich froh, dass ich heute lebe und mir frisch gebrühten Tee leisten kann! Ich kenne aber Leute, die auch heute noch einen Teebeutel mehrmals verwenden, igitt!!! (aber zumindest brühen sie ihren eigenen schon benutzten Teebeutel nochmal auf )
Ich empfehle dir ja wirklich GERNE noch mal den "Englischen Laden" in Köln! Der könnte sogar Twinings Tee haben. Allerdings könnte es den auch im Karstadt in Düsseldorf in der "Spezialitätenabteilung" geben.
Ob die nun speziell Lady Grey haben. Aber es gibt noch den Teeversand Schrader, da habe ich früher oft bestellt. Der könnte ihn haben.
Grüße,
Kerstin
"Lady Grey" gibts mittlerweile schon bei Tengelmann... (nicht von Twinigs aber irgend ne andere Marke). Und ich denke man bekommt den in jedem Teeladen? (zumindest in der Stadt)
Ich brüh Grünen Tee auch zweimal auf, beim zweiten Mal schmeckt er mir sogar besser als beim ersten Mal. Aber vielleicht ist das ja auch nur Einbildung... ?!
Vielen Dank, Ihr Beiden! In den englischen Laden in Köln habe ich es leider noch nicht geschafft. Mit einer knapp 12 Monate alten Tochter, die immer aus dem Wagen raus will und jeden Krümel unterwegs interessant finde, überlege ich es mir einige Male, bevor ich in eine gut besuchte Innenstadt fahre. Ich hoffe auf Besserung Und in Teeläden komme ich auch nicht so oft (und hier im Supermarkt habe ich Lady Grey noch nicht gesehen), wobei ich bei allem Interesse für Tee (ich trinke ihn gern, bin aber kein Experte) dachte, Lady Grey wäre eine Marke, die es nur in England gibt
Das mit dem Tee öfters aufbrühen finde ich ja sehr interessant. Grünen Tee brühe ich mir auch öfters zweimal auf, das ist wie ein Ritual. Aber Teebeutel mehrfach benutzen würde mir im Traum nicht einfallen, die enthalten ja eh schon nur die Reste vom Tee, den Bruch eben. Gerade bei schwarzem Tee bin ich sehr empfindlich, ich trinke niemals Tee aus einer Kaffeetasse, Frevel!
Vor einigen Jahren habe ich erfahren, warum die Unterteller auch Untertassen genannt werden und bei älteren Geschirr so tief sind. Die Leute haben sich früher nämlich Tee aus der Obertasse in die Untertasse gekippt, damit er schneller abkühlt und somit besser zu trinken ist. Es gibt aber wohl immer noch Leute die das so machen, da bevorzuge ich doch lieber etwas breitere und flachere Tassen. Meine Töchter probieren es hin und wieder aus, leider auch mit ganz flachen Untertellern, das ist nicht zu empfehlen. Wir haben ein Teegeschirr, da können die Untertassen fast als Müslischalen benutzt werden, mit denen klappt es tatsächlich.
Das freut mich ja, dass ich mit meinem Interesse für Tee nicht alleine bin!
Wahrscheinlich gibt es den allerbesten TWININGS-Tee in London, aber ich habe "Lady Grey" und auch andere Sorten von der Marke bisher bei unserem (äußerst großen) EDEKA gekauft! Da steht auch TWININGS drauf, in einer blauen Verpackung mit Teebeuteln. "Lady Grey" habe ich aber auch schon lose, als Teeblätter gekauft!
Aber der Tipp mit der Abteilung unten in Karstadt ist auch nicht schlecht! Da gibt es schließlich auch zig Nudelsorten - vielleicht auch Tee...
Julia hat geschrieben:Ich brüh Grünen Tee auch zweimal auf, beim zweiten Mal schmeckt er mir sogar besser als beim ersten Mal. Aber vielleicht ist das ja auch nur Einbildung... ?!
Ich habe es noch nie probiert, aber vielleicht mach' ich es ja mal morgen beim Frühstück, und schreibe dir meine Erfahrung, ob er mir auch beim zweiten Mal besser schmeckt... Ich finde, manche Grüne Teesorten sind beim ersten Mal etwas bitter (ich trinke ihn nämlich meist ohne Honig oder Zucker), vielleicht legt sich das dann beim zweiten Mal!
Doro hat geschrieben:Vor einigen Jahren habe ich erfahren, warum die Unterteller auch Untertassen genannt werden und bei älteren Geschirr so tief sind. Die Leute haben sich früher nämlich Tee aus der Obertasse in die Untertasse gekippt, damit er schneller abkühlt und somit besser zu trinken ist. Es gibt aber wohl immer noch Leute die das so machen, da bevorzuge ich doch lieber etwas breitere und flachere Tassen.
Stimmt das wirklich? Echt irre! Das muss doch eine ziemliche Sauerei bei Tisch gegeben haben!
Ich habe noch gelesen, dass zu Austens Zeit der Grüne Tee sich durch besonders hohe Qualität ausgezeichnet hat, der einen leicht bläulichen Farbton hatte. (Habt ihr schon einmal blauen Grünen Tee gesehen???) Deswegen haben die Händler ihrem nicht-blauen, billigeren Tee vor dem Verschiffen Preußischblau oder Gips (!!!) beigefügt, damit der Tee blau wirkt...
Ich konnte es nicht, musste es aber wohl glauben! Es stand in einem sehr fundierten Lexikon!
^Ich kann mir das gut vorstellen... ein Hauptbestandteil der Hautlotion, die Sir Elliot in "Persuasion" empfiehlt (Name entfallen, irgendwas mit G- ... Gall- ...?) und die jahrzehntelang äußerst populär war, war Quecksilber. Und die Damen haben sich Kalk ins Gesicht gepudert, um blasser zu erscheinen. Auch nicht grad gesund. Damals war man wohl noch relativ unbedarft mit solchen Dingen.
Ja, das habe ich auch schon mal gelesen!
Auch die Damen haben sich irgendwas ins Gesicht geschmiert, was, soweit ich mich erinnern kann, Blei enthielt, und sind reihenweise gestorben, bis das übermäßige Schminken zu Jane Austens Zeit aus der Mode kam...
Aber das wurde wenigstens äußerlich aufgetragen! Die Vorstellung Tee mit Gips zu trinken, ist wirklich ekelerregend!
Wenn's weiter nichts ist ... Damals hat man auch Arsen in geringen Dosen geschluckt, weil es eine vornehme Blässe hervorruft, oder Bandwurmeier geschluckt, um abzunehmen .
Wenn Du Botox meinst, das ist das Gift von Clostridium Botulinum, einer Bakterienart. So ziemlich das häßlichste, was es auf dem Gebiet gibt. Die Krankheit, die es hervorruft heißt Botulismus, und man hat schon sehr viel Glück, wenn man die überlebt .
Es gibt auch irgendein Nervengift, über das ich beim Lernen für's Mündliche Abitur in Biologie gestolpert bin, das zur Vergrößerung der Pupillen führt! Dadurch erscheinen die Augen dunkler und ausdrucksvoller - für manche Damen war/ist (?) das ein Grund, sich kleine Dosen zu verpassen! Allerdings weiß ich nicht mehr, wie das Zeug heißt!
@Julia: Ich habe meinen Grünen Tee heute Morgen zweimal aufgebrüht - und es hat beim zweiten Mal wirklich besser geschmeckt - der Geschmack war nicht mehr so intensiv und etwas milder!
Übrigens gibt es eine tolle Grüne-Teesorte, die ich bisher nur bei MINIMAL gefunden habe: "Sencha Dawn"; Teebeutel in einer lindgrünen Verpackung mit einer entzückenden Kanne vorne drauf. Dieser Grüne Tee hat mir bisher am Besten geschmeckt und ich kann ihn nur weiter empfehlen!!!
Ja sicher, viele "giftige" Dinge sind in niedriger Dosierung im Arzneimittelschrank zu finden. Fingerhut ist in homöopathischer Dosierung ein Herzmittel und in Meditonsin ist z.B. eine Spur Quecksilber drin. Genau wie Botox eigentlich auch nicht zur Faltenreduzierung gedacht war, sondern um Muskelverkrampfungen und -lähmungen zu beenden.
Grüße,
Kerstin
Ich kann mich bei Botoxin dunkel erinnern, dass das irgendetwas mit der Ausschüttung von Transmitterstoff in den synaptischen Spalt an Nervenzellen zu tun hat, der dann entweder die Information, die weitergeleitet werden soll, hemmt oder fördert! Aber genau weiß ich es nicht mehr...ist ja eigentlich auch egal - und mit Tee hat es auch nicht mehr viel zu tun!
Wie wäre es mit einem neuen Thema: Gift in Lebensmitteln und Kosmetik? Hört sich ja alles gruselig an, was die Leute früher so gemacht haben! Aber habt ihr schon mal überlegt, was wir alles essen? ... Die Tatsache, dass wir heute das Risiko Hautkrebs in Kauf nehmen, nur um braun zu werden ist wohl auch nicht besser als Kalk auf der Haut, damit die Haut blasser wirkt.
Auf die Idee, Tee mehrmals aufzubrühen, bin ich auch noch nicht gekommen, aber ich war so neugierig darauf, wie das wohl schmeckt, dass ich es heute gleich selbst ausprobiert habe, und zwar mit schwarzem Tee.
Der zweite Aufguss hat schon nach deutlich weniger geschmeckt als der erste, und der dritte hatte außer der Farbe schließlich nicht mehr sehr viel Ähnlichkeit mit Tee . Da verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wieso die ärmeren Leute so etwas früher überhaupt gekauft haben, da wäre mir persönlich pures Wasser lieber. Oder bezog sich das nur auf Grüntee? Damit scheint es ja zu funktionieren.
Das werde ich morgen vielleicht auch noch versuchen, aber meinen Schwarztee werde ich mir wohl in Zukunft lieber wieder frisch aufbrühen.
Hallo Alethea,
nein, mit Deinem Interesse für Tee bist Du sicherlich nicht alleine - und den Lady Grey, den ich gerade heute in einem Teehaus erstmals probiert habe, werd ich jetzt auch mal in Teeläden suchen... Ich selbst liebe Tee - mit Kaffee dagegen konnte ich mich erst in den letzten ein, zwei Jahren ein klein bisschen anfreunden. Nach wie vor würde ich aber jegliche Variante Kaffee für einen guten Tee stehen lassen.
Was das mehrmals Aufbrühen betrifft, geht es mir wie Julia: Bei Grüntee schmeckt mir der zweite Aufguss wesentlich besser, da nun um einiges milder. Ich hab mal gelesen, dass man das nochmals Aufbrühen eben speziell bei Grüntee ohne Probleme machen kann (erst dadurch bin ich überhaupt auf die Idee gekommen), bei Schwarztee hingegen würde es mir nicht einfallen.
Mich würde aber auch interessieren, ob von Euch jemand auch den Schwarzen Tee mit Milch trinkt? Ich wurde und werde oft ein bisschen schief angeguckt deswegen - und war lange deshalb etwas verunsichert (aber mir schmeckt er nunmal nur so!), bis ich dann bei einem England-Urlaub vor Jahren festgestellt habe, dass man dort Schwarztee mit Milch ganz normal findet. War ich begeistert!
In letzter Zeit habe ich außerdem den "Weißen Tee" für mich entdeckt (gibt es z.B. bei Meßmer auch in fertigen Teebeuteln), den ich auch noch etwas milder als Grüntee finde.
Jedenfalls ist Tee doch ein wirklich himmlisches Getränk...
Ich trinke meinen schwarzen Tee mit Milch, seitdem ich vor zwölf Jahren das erste Mal in England war. Ich fand zwar anfangs die Farbe des Tees mit Milch nicht so toll, aber es schmeckt einfach gut - viel besser als mit Zitrone, wie ich finde.
Schwarztee trinke ich eigentlich immer mit Milch ( am liebsten um fünf Uhr ). Mit Zitrone mag ich ihn nicht, Zucker muß nicht sein.
Eigentlich trinke ich beides, Kaffee und Tee, morgens lieber Kaffee, nachmittags lieber Tee. Nur mit Roibosch, da kann man mich jagen. Grüße,
Kerstin
Kerstin hat geschrieben:Schwarztee trinke ich eigentlich immer mit Milch ( am liebsten um fünf Uhr ). Mit Zitrone mag ich ihn nicht, Zucker muß nicht sein. Eigentlich trinke ich beides, Kaffee und Tee, morgens lieber Kaffee, nachmittags lieber Tee. Nur mit Roibosch, da kann man mich jagen. Grüße, Kerstin
Das Lustige ist, dass ich bei verschiedenen Aufenthalten in Großbritannien feststellen musste, dass man um fünf Uhr oft gar keinen Tee mehr bekommt, weil die tea rooms dann schließen
Es freut mich, dass ich ein Thema eröffnet habe, zu dem ich so viele Antworten bekomme!
@Maren: Ich glaube nicht, dass sich das mehrmals Aufbrühen nur auf Grüntee bezog! Mit Schwarztee habe ich es allerdings noch nicht probiert... Aber wenn du so schlechte Erfahrung damit gemacht hast, kann ich es mir ja auch sparen! Soviel ich weiß, hat man früher pures Wasser NIE getrunken! Zum Essen gab es entweder Milch, Tee, Wein, Schnaps usw. Ich denke, dass früher pures, kaltes Wasser verschmutzt war, scheußlich geschmeckt hat und ungesund war; es musste gekocht werden, und da wurde ein wenig Teegeschmack mit Milch, Sahne oder Zitrone wahrscheinlich nicht verachtet! Das ist vermutlich auch der Grund, warum die ärmeren Leute den zweimal aufgebrühten Tee gekauft haben...
@Somerset: Freut mich, dass dir Lady Grey geschmeckt hat! Ich war auch begeistert! Weißen Tee wollte ich auch schon immer einmal probieren! Ich habe auch schon einmal Schwarztee mit Milch getrunken, wusste auch schon lange, dass das in England so üblich ist, konnte mich aber nicht recht damit anfreunden! (Meine Freundin trinkt ihren Tee allerdings auch immer mit Milch!) Ich persönlich mag ihn schön klar und pur, vielleicht mit Zucker oder Honig! Bei Zitrone wird er mir zu trüb und sieht irgendwie unappetitlich aus, finde ich!
@Kerstin: Ich trinke Tee oder selten Kaffee meist nur zum Frühstück; aber wenn ich jemanden einlade oder selbst eingeladen bin, dann gibt es auch so um 17:00 Tee bei mir! Ich finde allerdings Roibusch nicht schlecht - aber irgendwie habe ich danach immer ein so kratziges Gefühl im Hals; keine Ahnung, woran das liegt...???
Jetzt muss ich doch mal versuchen, ob ich das mit dem Zitieren richtig hinbekomme...
Alethea hat geschrieben:Soviel ich weiß, hat man früher pures Wasser NIE getrunken! Zum Essen gab es entweder Milch, Tee, Wein, Schnaps usw. Ich denke, dass früher pures, kaltes Wasser verschmutzt war, scheußlich geschmeckt hat und ungesund war; es musste gekocht werden, und da wurde ein wenig Teegeschmack mit Milch, Sahne oder Zitrone wahrscheinlich nicht verachtet! Das ist vermutlich auch der Grund, warum die ärmeren Leute den zweimal aufgebrühten Tee gekauft haben...
So habe ich das noch nicht gesehen, es klingt aber sehr einleuchtend, wahrscheinlich hast du recht!
Ich habe als Austenfrischling auch eine Weile gebraucht, bis ich das mit dem Zitieren und den URLs richtig heraus hatte (Kerstin kann davon ein Lied singen... ), bis ich mal auf die schlaue Idee kam (sogar ganz von alleine ), dass es auf diesem Board eine Seite mit "Ankündigungen" gibt, auf der alles schön erklärt wird! Seitdem zitiere ich mit großer Freude...
Julia hat geschrieben:Ich kann mir das gut vorstellen... ein Hauptbestandteil der Hautlotion, die Sir Elliot in "Persuasion" empfiehlt (Name entfallen, irgendwas mit G- ... Gall- ...?) und die jahrzehntelang äußerst populär war, war Quecksilber.
Da ich gerade dabei bin, endlich "Persuasion" zu lesen, bin ich zufällig auch auf den Namen der Hautlotion gestoßen: "Gowlend", richtig? Soll angeblich Sommersprossen beseitigen, scheint allerdings, laut Anne Elliott bei Mrs Clay erfolglos gewesen zu sein !