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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 15:59 
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Administratorin im Ruhestand und Tom-Lefroy-Expertin
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Tina hat geschrieben:
Ich hatte das so verstanden, dass es um die Tatsache geht, dass Fanny auf keine Bälle geht. Von Zusatzunterricht habe ich hier nichts gelesen :nein:


Das erklärte sich quasi von selbst, dass die jungen Damen im Laufe ihres Heranwachsen irgendwie in der Etikette und im Tanzen unterrichtet wurden --- sie mussten das ja können, wenn sie in die Gesellschaft eingeführt wurden, sozusagen als "heiratsfähige Damen" auf den Viehmarkt....äh...ich meine natürlich auf ihren ersten Ball geschickt wurden... :aetsch:

Und vornehme Familien wie die Bertrams gaben den jungen Töchtern (oder Ziehtöchtern) sicherlich professionellen Unterricht.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:06 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Da hast du sicher Recht. Aber in dieser Textpassage aus MP ging es doch lediglich um die Tatsache, dass Fanny eben bislang noch auf keinem Tanzfest gewesen ist. DAS war das ausschlaggebende Argument, dass sie noch nicht eingeführt ist.

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:07 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Tina hat geschrieben:
Ich hatte das so verstanden, dass es um die Tatsache geht, dass Fanny auf keine Bälle geht. Von Zusatzunterricht habe ich hier nichts gelesen :nein:


Es geht auch darum, daß Fanny sich nicht artikuliert, sich in Gesellschaft kaum äußert, sich also nicht in ihrem besten Licht präsentiert ... :)

Zitat:
"I begin now to understand you all, except Miss Price," said Miss Crawford, as she was walking with the Mr. Bertrams. "Pray, is she out, or is she not? I am puzzled. She dined at the Parsonage, with the rest of you, which seemed like being out; and yet she says so little, that I can hardly suppose she is."

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Zuletzt geändert von Caro am Donnerstag 19. Juli 2007, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:09 
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Administratorin im Ruhestand und Tom-Lefroy-Expertin
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Tina hat geschrieben:
Da hast du sicher Recht. Aber in dieser Textpassage aus MP ging es doch lediglich um die Tatsache, dass Fanny eben bislang noch auf keinem Tanzfest gewesen ist. DAS war das ausschlaggebende Argument, dass sie noch nicht eingeführt ist.


Ja, bislang war sie's nicht, was eher ungewöhnlich für ihr Alter ist. Wie man so schön sagt: Es wurde allmählich mal Zeit, dass sie eingeführt wurde. :wink:

Das erste Tanzfest ist ja gleichbedeutend mit der Einführung in die Gesellschaft und dass diese vorbereitet werden muss, erklärt sich von selbst. Bei Fanny scheint man solche Fähigkeiten nicht gerade erkennen zu können.

Aber vielleicht reden wir auch gerade vollkommen aneinander vorbei...

:wech:

Sorry, ich muss weg!

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:11 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ist das nicht eine Eigenheit von Fanny, die sie schon immer hatte? Und solche Eigenheiten, ich weiß nicht, aber ob die nun ausschlaggebend sind ob du in die Gesellschaft eingeführt bist? Sicher, es ist ausschlaggebend für den "Erfolg" der "Jagd auf einen Ehemann". Aber du kannst auch in die Gesellschaft eingeführt sein und trotzdem stumm wie ein Fisch bleiben.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:20 
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Tina hat geschrieben:
Ist das nicht eine Eigenheit von Fanny, die sie schon immer hatte? Und solche Eigenheiten, ich weiß nicht, aber ob die nun ausschlaggebend sind ob du in die Gesellschaft eingeführt bist?


Eigentlich ja nicht. Aber eine eloquente Dame wie Mary Crawford...ob die das so sieht?

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:22 
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@Tina
Nun ja, natürlich gibt es die schüchternen Fälle (Georgiana?), die aber vermutlich auch noch nicht debütiert hat.

Aber ich würde Fanny nicht als schüchtern bezeichnen. Wie gesagt, es ist verständlich wie Mary auf die Idee kommt, und wie wir wissen, hat sie ja recht ... Das Outcoming von Fanny erfolgt erst, als die anderen Mädels "außer Haus" sind, bei dem Ball, auf dem sich Crawford in sie verguckt ... :wink:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:25 
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Aber eine Mary Bennet gilt auch als in die Gesellschaft eingeführt und glänzt doch wohl auch nicht gerade mit ihrer sprachlichen Gewandtheit... sicher soll eine accomplished young lady sehr viel Wissen und Talente haben, wie wir von Mr. Darcy wissen. Aber wir kennen auch Lizzys Bemerkung dazu... Nein, ich denke nachwievor dass es bei dem Einführen an sich um die Frage nach den Tanzbällen geht. Alles andere sind Eigenheiten einer jungen Dame der Gentry. Für mich sind das zwei paar Schuhe.
Du kannst einem Kind alles kaufen und schenken, auch einen superschönen Einführungsball spendieren und ihr so alle Türen öffnen. Wenn sie damit nichts anzufangen weiß, liegt es an ihr und ihrem Wesen, aber nicht an der Tatsache, dasss sie in die Gesellschaft eingeführt ist.
Und für solche kostspieligen Ausgaben war Fanny ihrem Onkel und ihrer Tante nicht lieb und teuer genug, hart gesagt.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:31 
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Nun, sie schafft es zumindest sich in der Gesellschaft als Moralapostel zu präsentieren und mit Begeisterung in die Tasten zu klimpern (anders als Georgiana, die dazu überredet werden muß). Insofern versucht sie doch zu glänzen! Dass ihr das wegen mangelnder Talente nicht gelingt, steht auf einem anderen Blatt ... :)

Zudem ist die Familie Bennet ein schlechtes Beispiel, weil Mrs. Bennet ja nu gar nichts von Benimm und guter Erziehung hält ;D

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Zuletzt geändert von Caro am Donnerstag 19. Juli 2007, 16:35, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:33 
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Meinst du jetzt Mary Bennet? ;D

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:34 
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Tina hat geschrieben:
Meinst du jetzt Mary Bennet? ;D

:ja:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2007, 16:39 
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Finde ich nicht. Hier sieht man doch, worum es bei der Einführung in die Gesellschaft geht. Tanzen, tanzen, tanzen und vor allem: Männer kennenlernen! :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Freitag 15. Februar 2008, 11:24 
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Interessant zur damaligen Etikette, zum Umgang, auch betreffend Diskretion und Contenance ist sicher Knigges Original. Ich hab dazu eine online-datei gefunden hier. Es ist übrigens kein Benimmbuch im eigentlichen Sinn, sondern handelt von guten Umgangsformen, wobei sich die ersten 3 Kapitel mit der eigenen Persönlichkeit befassen, die späteren dann mit Familie, Eheleuten usw.

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Montag 19. Mai 2008, 15:04 
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@Julia
Weiß nicht, wo ich folgenden Beitrag besser gepostet hätte. :/ Finde es passt auch zum Thema Sozialkritik, vor allem weil die englischen Janeites einen Thread bzw. eine Seite zum Almacks haben.

Der irische Poet Henry Luttrell (1766-1851) schrieb ein Gedicht zum gesellschaftlichen und fast schon politischen Stellenwert des Almacks und der Wichtigkeit der Einladungs bzw. Mitgliedsliste:

Zitat:
All on that magic List depends;
Fame, fortune, fashion, lovers, friends;
'Tis that which gratifies or vexes
All ranks, all ages, and both sexes.
If once to Almack's you belong,
Like monarchs you can do no wrong;
But banished thence on Wednesday night,
By Jove, you can do nothing right
.


Über den Duke of Wellington und das Almacks kursiert ein entsprechendes Gerücht:
Zitat:
Many diplomatic arts, much finesse, and a host of intrigues, were set in motion to get an invitation to Almack's. Very often persons whose rank and fortunes entitled them to the entree anywhere, were excluded by the cliqueism of the lady patronesses; for the female government of Almack's was a pure despotism, and subject to all the caprices of despotic rule: it is needless to add that, like every other despotism, it was not innocent of abuses. The fair ladies who ruled supreme over this little dancing and gossiping world, issued a solemn proclamation that no gentleman should appear at the assemblies without being dressed in knee-breeches, white cravat, and chapeau bras. On one occasion, the Duke of Wellington was about to ascend the staircase of the ball-room, dressed in black trousers, when the vigilant Mr. Willis, the guardian of the establishment, stepped forward and said, "Your Grace cannot be admitted in trousers," whereupon the Duke, who had a great respect for orders and regulations, quietly walked away.


Was umso lächerlicher ist, als Männer in Kniebundhosen nun wirklich weder besonders elegant noch männlich wirken. :rolleyes:

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Zuletzt geändert von Julia am Montag 19. Mai 2008, 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
In "Ihr Werk" passt er leider offensichtlich gar nicht ... am ehesten wohl noch hierher. ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Montag 19. Mai 2008, 15:29 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Na ja, es geht hierbei aber schon auch um eine Kritik an den gesellschaftlichen Gepflogenheiten ... Einen Duke auszuschliessen, der der Stellung nach zur Spitze der Aristokratie zählte, nur weil er den Patronessen und ihren Geschmacksfragen nicht zur Nase stand, wo gibt's denn so was? :wink:

Dabei hiess es doch immer, ein englischer Duke könne nix falsch machen, zumindest nichts, was den Ausschluß aus der höheren Gesellschaft zur Folge hätte. :/ Und hier scheitert es an langen Hosen, die zudem viel eleganter sind ... :fies_sei:

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Montag 19. Mai 2008, 15:38 
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Caro hat geschrieben:
Na ja, es geht hierbei aber schon auch um eine Kritik an den gesellschaftlichen Gepflogenheiten ...


Da sich diese aber nicht im Rahmen eines JA-Textes abspielt, passt das nicht in einen Thread der sich speziell mit Kritik in JAs Werk befasst ... meiner Meinung nach. :wink:
Sorry, falls das zu pingelig erscheint.

Hier in diesem Thread geht/ging es um Umgangsformen und Gepflogenheiten der damaligen Zeit generell, da passt Dein Thema doch gut. Interessant wäre allerdings noch (für mich :wink:) zu wissen, was/wen Du mit "Almack" meinst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Montag 19. Mai 2008, 17:34 
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Das Almacks war sozusagen der "In-Club" der englischen Haute volee, der Creme de la Creme, also der allgemeine Treffpunkt der High Society und während der Saison (die man so nannte, weil zu der Zeit alles was Rang und Namen hatte in London weilte, zumal auch das Parlament tagte, also die Sitzungen im House of Lords stattfanden) waren die Mittwochs-Bälle der Inbegriff des adligen Heiratsmarktes.

Das "Almacks" in voller Bezeichnung "Almack's Assembly Rooms" wurde 1765 von William Almack, bzw. Macall (er spiegelte seine Initialen, damit seine schottische Herkunft nicht offensichtlich zu Tage tritt) gegründet und befand sich in der King Street, St. James. Außer den Bällen für beide Geschlechter gab es dort wie in den übrigen Herrenclubs auch diverse Spielmöglichkeiten und Raucherstuben für die Herren der oberen Gesellschaft.

Ach ja, der große Ballsaal war 100 Fuß (1 Fuß entzspricht ca. 30cm, also 30m) lang und vierzig Fuß (12m) breit. Nur damit man sich einen Begriff von der Größe des Heiratsmarktes machen kann. ;D

Die Patronessen schrieben Montags auf eine Liste, WER Zutritt zum großen Ballsaal hatte, woraufhin Vouchers für den Mittwoch Abend verteilt wurden. Am Mittwoch Abend notierten sie dann auf den Tanzkarten der unverheirateten Ladies, also der Debütantinnen mit WELCHEN Junggesellen sie tanzen durften, womit sie also sozusagen über das Wohl und Wehe ihrer Heiratschancen entschieden. Mädchen, die sie besonders favorisierten, verschafften sie die "besten" Tanzpartner, die anderen mussten sich mit zweiter oder dritter Wahl abfinden ...

Hier ein Link mit mehr Infos und dann noch eine Regency-Seite mit kurzer Bio und Bildern zu den Patronessen des Almacks und anderen Persönlichkeiten der Zeit. :)
Wunderbarerweise zählt die Verfasserin der Seite unsere Grande Dame Jane zu den "Leaders in Literature and the Arts ". guck :freu:

Interessantes zum Thema findet sich auch auf dieser Seite zum Thema "Gentlemen's Club", wo extra darauf hingewiesen wird, dass auch in Zeiten aufstrebenden Bürgertums zu diesen Einrichtungen nur die untitulierten Gentlemen, also Bürgerlichen Zugang erhielten, die ihren Lebensunterhalt nicht mit eigener Hände Arbeit verdienten, wobei hochrangige Offiziere und Kirchenleute sicher eine Ausnahme bildeten. :wink:

Die einzigen Orte, wo Männer verschiedener Gesellschaftsschichten mehr oder weniger einträchtig aufeinander trafen, waren die Boxing Clubs. Der berühmteste Boxer war wohl Gentleman Jackson, der nach seiner Boxerkarriere eine "Schule zur Selbstverteidigung" gründete. Einer seiner Schüler war der spätere Lord Byron. guck

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 20. Mai 2008, 09:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Montag 19. Mai 2008, 19:47 
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Lange Hosen hatten sich für die Herren einfach noch nicht durchgesetzt. Der Duke kam in etwas, mit dem man noch nicht auftrat. Immerhin haben sich die Herren ja auch noch lange an ihre gepuderten Perücken geklammert...
Vermutlich ging es ihm ähnlich wie dem ersten Herren, der mit Jeans und Sakko irgendwo auftauchte. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 09:32 
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Findest du die langen nicht auch eleganter? Zumal wenn sie gut geschnitten und aus edlem Tuch sind? :wink:

Hast du nicht selbst geschrieben (:gruebel:), dass Beau, der Dandy schlechthin sie einführte und populär machte? Ich dachte, das hätte sie von vorherein als "en vogue" gekennzeichnet. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 09:50 
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Ich glaube es gab keine neue Mode, die sofort universell begeistert aufgenommen wurde und alles vorangegangene ersetzte. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 10:17 
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@Julia
Da hast du auch wieder recht. Man erinnere sich an den Aufschrei wegen der Petticoats :eek:

Im Zusammenhang mit den Patronessen und dem Almacks versteht man sicher auch besser, dass sich Mrs. Dashwood durch die Patronage einer Lady Middleton auch mehr erhoffte. Ihre Töchter hätten wohl keinen Zugang zum Almacks erhalten (wer weiß, ob "Middeltons" in ihrer Art überhaupt dort verkehrten), aber sie hätte die Mädchen für diverse Teeinladungen der Gesellschaft empfehlen können. Auch dort konnte man den einen oder anderen ehrbaren Junggesellen kennenlernen.

Interessant ist übrigens, dass die Patronessen der High Society in der gängigen Literatur meist als ältliche Hausdrachen und Witwen geschildert werden, was aber nicht der Wahrheit entsprach. In der Blüte des Regency waren Lady Jersey und ihre "Kolleginnen" in den Zwanzigern. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 12:16 
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Caro hat geschrieben:
Findest du die langen nicht auch eleganter? Zumal wenn sie gut geschnitten und aus edlem Tuch sind? :wink:

Hast du nicht selbst geschrieben (:gruebel:), dass Beau, der Dandy schlechthin sie einführte und populär machte? Ich dachte, das hätte sie von vorherein als "en vogue" gekennzeichnet. :D

Das sind zwei Paar Schuhe.. klar wurde das Mode, aber es setzte sich nicht direkt durch. Und ob es besser aussah? Man war Jahrhundertlang Herren in Kniehosen gewohnt, so schnell schafft man die nicht aus der Welt.
Es würde sicher genauso seltsam sein, wenn jetzt die ersten Herren einen Frack wieder mit Kniehose tragen würden.
WANN ist der Duke of Wellington denn damit unangenehm aufgefallen? Irgendeine Jahreszahl?
Grüße
Kerstin

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 12:35 
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Der Duke of Wellington himself ist bei dieser Sache gar nicht unangenehm aufgefallen, sondern man betrachtete es nachträglich unerhört einen solchen Mann wegen ein paar Hosen der Türen zu verweisen. :wink:

Zitat:
The hub of fashionable life in London was Almack's, a club in King Street presided over by seven ladies called patronesses. Among them were Lady Jersey, Princess Lieven, and Lady Castlereaugh. These women determined who was chic-and who wasn't; once, they turned away the Duke of Wellington himself because he was wearing trousers, rather than knee breeches.
After 1814, the patronesses also took it upon themselves to decide who could waltz, not only a t Almack's, but at any other social function. Prior to 1814, waltzing was considered decadent. However, it finally gained respectability that year when the patronesses sanctioned it. But there were limits. No debutante could waltz unless one of the patronesses had given her permission, something that was only granted to girls "whose deportment was considered impeccable," according to Venetia Murray, author of An Elegant Madness: High Society in Regency England.


Ich versteh ohnehin nicht, wie sich die höhere Gesellschaft Englands so sehr vom Goodwill einer "handvoll" Ladies abhängig machen konnte, die selbst nicht alle auf der höchsten Sprosse saßen, wozu sie ja des Titels einer Duchess bedurft hätten.

Hier eine Datei zu dem Buch "Victorian London - The Great Metropolis" by James Grant, 1837. Kapitel 1 handelt vom Almacks. Allerdings waren die Ladies Patronessen hier tatsächlich weit in den vierzigern und noch älter ... Wenn man den Bericht liest, wackeln einem die Ohren, weil man das gar nicht glauben mag. ... :wink:

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 20. Mai 2008, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 12:51 
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Ich finde das nicht weiter verwunderlich. Man denke nur an all die "In"-Clubs heutzutage, in denen sich die Halb- und Möchtegernprominenz tummelt und wo auch ein paar völlig unwichtige Leute entscheiden, wer warum reinkommt oder nicht, und sich vor der Tür Schlangen von diskutierenden Menschen bilden.
Die Popularität solcher Etablissements entstand wohl damals wie heute durch diese Art von Willkür ... "in ist wer drin ist". Dazu gehören auch immer die, die rein wollen. :wink:
Das gleich "Despotismus" zu nennen, finde ich etwas verwegen...

Diese Patronessen hatten offensichtlich keine anderen Sorgen und waren wohl froh, wenigstens auf diese Art ein bißchen "kosmetischen" Einfluss und Macht in der Gesellschaft ausüben zu können ... die wirklich wichtigen Dinge wurden ja dann doch woanders entschieden. Von Leuten, die vielleicht die falschen Hosen trugen, aber z.B. eine Stimme im Parlament, Unter- oder Oberhaus hatten. :wink:


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BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 13:15 
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Julia hat geschrieben:
Die Popularität solcher Etablissements entstand wohl damals wie heute durch diese Art von Willkür ... "in ist wer drin ist". Dazu gehören auch immer die, die rein wollen. :wink:
Das gleich "Despotismus" zu nennen, finde ich etwas verwegen...


Das mit dem "Despotismus" ist nicht auf meinem Mist gewachsen ;D , ich habe den Begriff nur übernommen, weil ich ihn passend finde, und wie man liest, entschieden genannte Damen auch was getanzt wurde bzw. WER welchen Tanz tanzen durfte, von der rigiden Kleiderordnung einmal abgesehen. Vermutlich stammt auch aus ihrer Zeit das weiße Kleid für Debütantinnen, das auch heute noch weltweit zum "guten Ton" gehört. Sie entschieden eben auch welche Tänzer eine Debütantin bekam :) Also für mich sieht das schon nach einem gewissen Despotismus aus: Sie allein haben die Entscheidung, sie thronen wie Königinnen und das Almack's ist ihr "Königshof".

Das Almack's war in seiner Art nicht nur ein "in-Club", wie ich vorhin flappsig schrieb, sondern tatsächlich eine Art Institution, und in seiner Wichtigkeit für die Gesellschaft das nächste zum Neujahrsempfang des Königshauses. Es war wichtig dort gesehen zu werden und das Almack's war in aller Munde. War ein hochrangiger nicht anwesend, kursierten sofort Gerüchte. Jemand der "blackballed" wurde, war auch offiziell unten durch. Auch im Almack's diskutierten die Gentlemen und besprachen ihre Meldungen und Entscheidungen im Parlament. Das ist nicht zu unterschätzen. Bekanntermassen verbrachten viele, auch einflussreiche Gentlemen und Aristokraten den Großteil des Tages in solchen Herrenclubs, wenn nicht gerade das Parlament tagte. Diese Herrenclubs waren in der Tat etwas wie das "zweite Wohnzimmer". Selbst von Prinny (Prinzregent) erzählt man sich, dass er das Almack's besuchte, zumal eine der Patronessen seine Fitzherbert in die hohe Gesellschaft einführte, sie sozusagen "gesellschaftsfähig" machte. :D

Übrigens möchte ich nicht wissen wieviele geschäftliche Transaktionen, durchaus auch politische Fragen auch heute noch z.B. in Golf-, Polo- oder Tennisclubs entschieden und abgesegnet werden. :/

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 14:41 
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Caro hat geschrieben:
Hier eine Datei zu dem Buch "Victorian London - The Great Metropolis" by James Grant, 1837. Kapitel 1 handelt vom Almacks. Allerdings waren die Ladies Patronessen hier tatsächlich weit in den vierzigern und noch älter ... Wenn man den Bericht liest, wackeln einem die Ohren, weil man das gar nicht glauben mag. ... :wink:

Der Autor war Journalist guck. Leider hab ich auf die schnelle nicht mehr Info gefunden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Dienstag 20. Mai 2008, 19:00 
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Augenscheinlich hat der gute Mann aber bemerkt, dass er nicht "formally attired" war, sonst wäre er sicher nicht ohne Protest abgezogen.
Zitat:
whereupon the Duke, who had a great respect for orders and regulations, quietly walked away.

Abgesehen davon war es wohl keine Patronesse, sondern ein MR. William, der dem Duke zu verstehen gab, das man hier so nicht herumläuft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Mittwoch 21. Mai 2008, 08:35 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Mr. Willis war lediglich für die Einhaltung der "äusseren" Regeln zuständig. Die Entscheidung den Zulass auf 11 oder 12 pm zu begrenzen, obwohl die Bälle die ganze Nacht dauerten, waren auch nicht seine Entscheidung, er hatte lediglich die Aufgabe das durchzusetzen, ebenso wie die Kleiderordnung, die vor einem Duke nicht haltmachte. :wink:

Man erzählte sich übrigens auch, dass die Patronessen bei ihren Montagszusammenkünften grundsätzlich und ausschließlich "Rot" trugen. :lach:

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 Betreff des Beitrags: Re: Etikette
BeitragVerfasst: Donnerstag 3. Juli 2008, 10:44 
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Inhalt und Zeitepoche stimmen ebenfalls.

Nur war der gute Mann Deutscher, aber das sollte man ihm nicht als Nachteil anrechnen. :D

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