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BeitragVerfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 15:01 
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Master of Science in Physics, headbanging Austen Fan und etwas ganz Besonderes!
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Ich erinner mich spontan an Wist und an vingt-un (oder so ähnlich).

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BeitragVerfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 15:10 
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Austenbegeistert
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Danke Bei wist klingelt auch etwas bei mir das andere habe ich noch nicht gehört. weisst du auch was für eine art Kartenspiel das ist ?

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BeitragVerfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 15:20 
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Master of Science in Physics, headbanging Austen Fan und etwas ganz Besonderes!
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Ich dachte, das wär so was wie Black Jack :?: wos darum geht, Karten zu ziehen und die Summer der Werte soll nicht höher als 21 sein. Ich meinte, sowas in den Anmerkungen von P&P gelesen zu haben (Zu der Stelle, in der es heisst, Jane und Bingley spielen lieber Vingt-Un), aber es kann auch Einbildung sein. Kann nicht nachlesen, denn gerade dieses Exemplar von P&P ist auf Wanderschaft.

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BeitragVerfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 15:33 
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Austenbegeistert
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Noch mal danke.
Ich hoffe mein Sohn ist jetzt beruhigt.
Danke!

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BeitragVerfasst: Sonntag 19. Juli 2009, 16:45 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Juli 2009, 21:56 
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Austenbegeistert

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Ich hab mal ne Frage: :)

Wie sah das damals mit Anhörungen von Angeklagten bei Gericht aus/die gesamte Verhandlung?
War das so wie heute (also so vom Prinzip her)?
Und konnte, falls kurz vor einer Hinrichtung ein neuer Richter für betreffenden Stadtteil Londons ernannt wurde, von dem ein Veto eingelegt werden, sodass der Angeklagte doch nicht hingerichtet wurde/die Hinrichtung unterbrochen wird, falls er schon baumelt und noch "röchelt"? (Vorraussetzung keine Genickbruchhinrichtung)
(Ich bräuchte das für meine Story Queen Mab :D )

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. Juli 2009, 08:13 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Also ich weiß nicht, Finki, ich finde es schon arg konstruiert.
Daß ein neuer Richter gerademal im Amt ist und in letzter Sekunde eine Hinrichtung verhindert, die sein Vorgänger veranlasst hat. Das klingt fast so, als wäre er nur Richter geworden um diese Hinrichtung zu verhindern ...

Ich kenne mich mit solcherlei Gesetzen nicht aus, aber Begnadigungen wurden von der Krone erteilt, soviel ich weiß ...

Tip: Wende dich doch an http://www.geschichtsforum.de , da kann man dir sicher weiterhelfen. Da können auch Gäste Fragen stellen! :wink:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 23. Juli 2009, 13:02 
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Austenbegeistert

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Okay... Danke für den Link! :)

Es sind sowieso noch einige Kapitel bis dahin - ich überlege mir besser in Ruhe eine Lösung - auch, ob da überhaupt eine Begnadigung kommt - irgendwas lass' ich mir einfallen. :)
(Ich habe leider ein extrem Faible für solche Unterbrechungen... ich habe eindeutig zu viel Rebbeca Gablé gelesen... :D )

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BeitragVerfasst: Montag 12. Oktober 2009, 20:20 
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Austenexperte

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Ich habe mal eine Frage und hoff das ich sie nicht doppelt poste.


... Also, wenn Mr. Darcy seine Lizzy heiratet, dann ist das ja schon ein großes Donnerwetter, schließlich stammen beide aus unterschiedlichen Schichten. Aber wie war es, wenn eine wohlhabende Frau (mh... wie wärs mit Georgina?) sich in einen Mann verliebte und heiraten wollte, der nicht ganz ihrem gesellschaftlichen Standart genügte. Also nicht gleich einen Bauern, aber z.B einen Pfarrer? Hatte so eine Verbindung überhaupt eine Chance? Wohl kaum oder?

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BeitragVerfasst: Montag 12. Oktober 2009, 20:36 
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Austenexperte
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Nili hat geschrieben:
Ich habe mal eine Frage und hoff das ich sie nicht doppelt poste.


... Also, wenn Mr. Darcy seine Lizzy heiratet, dann ist das ja schon ein großes Donnerwetter, schließlich stammen beide aus unterschiedlichen Schichten.


Aber das tun sie doch garnicht: Lizzy sagt doch zu Lady Catherine, nicht nur im Film:
Zitat:
"In marrying your nephew, I should not consider myself as quitting that sphere. He is a gentleman; I am a gentleman's daughter; so far we are equal."

"True. You ARE a gentleman's daughter. But who was your mother? Who are your uncles and aunts? Do not imagine me ignorant of their condition."

Also: Wenn ich ihren Neffen heirate, verlasse ich nicht meine Schicht, er ist ein Gentleman, ich bin eines Gentlemans Tochter... Also eigentlich nicht das Problem, eher Lady Cathrine selbst :schnapp:

Und den anderen Teil der Frage kann ich nicht sogenau beantworten, aber es gibt doch Beispiele bei JA selbst Mrs. Price aus MP, eigentlich auch Charlotte Lukas, die ja immerhin die Tochter von Sir William ist. Ich hoffe es gibt noch fundiertere Antworten dazu.

Elanor

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[During the 1960s] I think there was more sex in those old films than in all that thrashing around today. I'm tired of sex scenes.
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sadly enough, this is more than true in our times


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BeitragVerfasst: Montag 12. Oktober 2009, 20:59 
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Austenexperte

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richtiger Name: Julia
Elanor hat geschrieben:
Nili hat geschrieben:
Ich habe mal eine Frage und hoff das ich sie nicht doppelt poste.


... Also, wenn Mr. Darcy seine Lizzy heiratet, dann ist das ja schon ein großes Donnerwetter, schließlich stammen beide aus unterschiedlichen Schichten.


Aber das tun sie doch garnicht: Lizzy sagt doch zu Lady Catherine, nicht nur im Film:
Zitat:
"In marrying your nephew, I should not consider myself as quitting that sphere. He is a gentleman; I am a gentleman's daughter; so far we are equal."

"True. You ARE a gentleman's daughter. But who was your mother? Who are your uncles and aunts? Do not imagine me ignorant of their condition."

Also: Wenn ich ihren Neffen heirate, verlasse ich nicht meine Schicht, er ist ein Gentleman, ich bin eines Gentlemans Tochter... Also eigentlich nicht das Problem, eher Lady Cathrine selbst :schnapp:


Naja, aber ihr jährliches Einkommen ist winzig, fast nicht vorhanden. das von Darcy immerhin riesig :) Und Darcy sagt ja sozusagen beim ersten Heiratsantrag auch, dass sie eigentlich unter seiner Würde ist - äh Stand, weswegen Lizzy ja so heftig reagiert.

Elanor hat geschrieben:
Und den anderen Teil der Frage kann ich nicht sogenau beantworten, aber es gibt doch Beispiele bei JA selbst Mrs. Price aus MP, eigentlich auch Charlotte Lukas, die ja immerhin die Tochter von Sir William ist. Ich hoffe es gibt noch fundiertere Antworten dazu.

Elanor


Naja, aber Sir ist ja ein Titel, der nicht weitervererbt wird. Und Charlotte nimmt den Heiratsantrag von Collins nur an, da sie der festen Überzeugung ist, nichts besseres zu bekommen. Beschreibt sie Jane nicht auch ein wenig "gewöhnlich" vom Aussehen her? Von großem Stand würde ich sie nicht nennen, ihr Einkommen ist ja auch sehr gering, glaub ich... Bei weitem nicht mit Georgina Darcy zu vergleichen, oder den Bingley-Schwestern.

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BeitragVerfasst: Montag 12. Oktober 2009, 21:37 
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Austenexperte
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Zitat:
Naja, aber ihr jährliches Einkommen ist winzig, fast nicht vorhanden. das von Darcy immerhin riesig :) Und Darcy sagt ja sozusagen beim ersten Heiratsantrag auch, dass sie eigentlich unter seiner Würde ist - äh Stand, weswegen Lizzy ja so heftig reagiert.

Unter seiner Würde ja, aber eben eigentlich nicht unter seinem Stand. Seine mutter und seine Tante haben unter ihrem Stand geheiratet, das sagt Lady Catherine in dem Gespräch ein paar Sätze weiter vorn ja auch.
Über die Art des ersten Heiratsantrages :wall: naja :fies_sei: decken wir darüber lieber den Mantel des Schweigens.
Das Lizzy wenig bis garnichts hat, ist ja keine Frage des Standes, sondern eine der Erbschaftsregelung (und der mangelnden Vorsorge ihrer Eltern), wenn Darcy noch mehrere Brüder hätte, hätten die wahrscheinlich auch nicht sehr viel, wären aber ein recht angenehmen Lebensstil gewöhnt, bzw der wäre auch von ihnen erwartet worden, siehe Colonel Fitzwilliam, die hätten auch ziemlich "reich" heiraten müssen, das zu vererbende Geld wäre ja dann sicher unter allen Kindern aufgeteilt worden, denn das Anwesen ging ja an den Ältesten, also Darcy, aber das sind ja eh nur Spekulationen.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Oktober 2009, 08:10 
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Elanor hat geschrieben:
Nili hat geschrieben:
Ich habe mal eine Frage und hoff das ich sie nicht doppelt poste.


... Also, wenn Mr. Darcy seine Lizzy heiratet, dann ist das ja schon ein großes Donnerwetter, schließlich stammen beide aus unterschiedlichen Schichten.


Aber das tun sie doch garnicht: Lizzy sagt doch zu Lady Catherine, nicht nur im Film:
Zitat:
"In marrying your nephew, I should not consider myself as quitting that sphere. He is a gentleman; I am a gentleman's daughter; so far we are equal."

"True. You ARE a gentleman's daughter. But who was your mother? Who are your uncles and aunts? Do not imagine me ignorant of their condition."

Also: Wenn ich ihren Neffen heirate, verlasse ich nicht meine Schicht, er ist ein Gentleman, ich bin eines Gentlemans Tochter... Also eigentlich nicht das Problem, eher Lady Cathrine selbst :schnapp:


Na ja eben. So gaanz stimmt das ja nicht. Zum einen ist Darcy der Enkel eines Earls und seine Mutter war eine Lady Anne, weil sie nach der Heirat mit einem Titellosen ihren Ehrentitel als "Lady" behält, aber nicht vererben kann. Deshalb ist seine Schwester Georgiana nicht einmal eine "Lady ehrenhalber".
Zum anderen gehört auch die Familie der Mutter zum Status. So gaanz standesgemäß heiratet Darcy also nicht (worüber auch er gerungen hat, wie wir wissen ...).

@Nili
Wie zuvor geschrieben ist genau das das Problem: heiratet eine Adelige unter Stand bzw. untituliert behält sie zwar ihre Titel, ihr Gatte wird jedoch nicht "erhöht" und die Kinder werden auch bürgerlich. Stellt sich also die Frage, welcher Aristokratin ihre Liebe das Wert war, zumal sie meist enterbt wurde. Wenn sie unter Stand heiratete, dann also meist wenigstens reichen "Landadel" also einfache Gutsbesitzer wie z.B. Colonel Brandon. :gruebel:

Und mit dem Sir gibt es auch zwei Varianten. Es gibt den Ritterschlag-Sir, wie bei den Lucasschen, der nicht weitervererbt wird und es gibt die Baronets wie Middleton und Elliot, die ihren Titel sehr wohl an den Ältesten weitergeben. Nur alle anderen Kinder werden rechtlich "bürgerlich".
Wie es bei alten "Ritterfamilien" in England war, weiss ich nicht ...

Edit:
Übrigens gehören Knights und Baronets nicht zur Peerage, sondern wie der einfache Landadel nur zur Gentry...
Das trifft genaugenommen, zumindest rechtlich, jedoch auch jüngere Kinder des Adels, wie eben auch Colonel Fitzwilliam ...
Sie waren zwar Aristokraten-(Kinder), erhielten aber keine Titel und waren keine Mitglieder der Peerage.

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 14. Oktober 2009, 12:53, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 14. Oktober 2009, 12:42 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Neues zum Thema Standesdünkel:

Selbst innerhalb der Aristokratie und Titel gab es Rangfolgen und Wertsysteme, so heisst es bezüglich der Baronets ...
Zitat:
Die Rangfolge der Baronets richtet sich nach dem Datum der Verleihung. Je älter das Patent, desto höher der Rang.
aus Baronet
Das heisst, je länger die Baronetcy im Familienstamm ist, umso ehrwürdiger und anerkannter der Titel ... ;D

Da hat man für den armen kleinen Baronet Elliot fast Verständnis ... :lach:

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 Betreff des Beitrags: Lotterie
BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Januar 2010, 06:28 
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Austenfrischling

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Hallo,
gabs damals so was wie Lotterien? Dass z.B. reiche Leute geldspenden gaben und für wohltätige Zecke dann eine Lotterie veranstaltet wurde? Oder sachpreise? Wie ging so was vonstatten?

Paga


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 Betreff des Beitrags: Re: Lotterie
BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Januar 2010, 20:30 
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Austenbegeistert
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Registriert: Dienstag 17. März 2009, 00:13
Beiträge: 134
Lotterien gibt ja nun doch schon ein paar tausend Jahre, aber deine Frage hat mich einmal dazu gebracht, einmal nachzusehen, was es mit Heinrich Heines Altonaer Lotterie auf sich hatte. Vieleicht kenntst du ja die Reisebilder:

Zitat:
Du tust dieser Religion vielleicht unrecht, dacht ich wieder, vielleicht können diese Zahlen ebensogut ein Wunder tun wie ein Bild von der Muttergottes oder wie ein Knochen von ihrem Mann, dem heiligen Joseph, und um der Sache auf den Grund zu kommen, ging ich gleich nach Altona und besetzte ebendiese Zahlen in der Altonaer Lotterie, die Ambe besetzte ich mit acht Schilling, die Terne mit sechs, die Quaterne mit vier und die Quinterne [311] mit zwei Schilling – Aber, ich versichere Sie auf meine Ehre, keine einzige von den protestantischen Nummern ist herausgekommen


dabei habe ich dann hier folgendes gefunden:

Zitat:
Wöchentlich wird im Dänischen die Zahlenlotterie gezogen, und zwar nur alle drei Wochen in Kopenhagen, an den übrigen Dienstagen in Altona, woselbst auch seit einigen Jahren die Nummern aus dem Glücksrade genommen werden, welche sonst eine Ziehung in Wandsbeck lieferte. Der Zudrang zu solchen Ziehungen ist ungeheuer gross, namentlich von Hamburg aus, von wo aus sich die Menge durch alle Thore drängt, um sich noch vor der Ziehung mit Lotterieloosen, die beim Eingang fast an allen Fenstern ausgeboten werden, zu versorgen.


Altona gehörte damals noch zu Dänemark, aber Glücksräder gab es schon lange vor 1841. Aber du denkst wahrscheinlich eher an England und etwas in der Art der heutigen Charity Raffles, mit denen Geld für bestimmte Zwecke durch Losverkäufe eingesammelt wird. Das ist zumindest heute in England sehr beliebt, wie ich im letzten Frühjahr dort feststellen konnte. Überall konnte man für lokale charity raffles Lose kaufen. Über historische charity raffles habe ich auf die Schnelle leider nichts gefunden.

Ein Link zum Thema Lotterie:

History of London

Und hier was zum Thema Charity:

British Charity History

Hier mal zwei Stiftungen:

History of Charity

Marshall's Charity

Mal schauen, ob mich die Neugier noch weiter in das Thema treibt.

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Grüsse, Armin

"He has got no good red blood in his body," said Sir James.
"No. Somebody put a drop under a magnifying-glass and it was all semicolons and parentheses," said Mrs. Cadwallader.

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Zuletzt geändert von Udo am Freitag 8. Januar 2010, 21:17, insgesamt 2-mal geändert.
Hallo Paganina! Schön, dass Du hier bist! Ich habe Deine Frage mal auftragsgemäß in den Sammelthread für allgemeine Fragen verschoben, weil der dafür da ist. ;-) Viel Spaß noch!


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BeitragVerfasst: Samstag 8. Mai 2010, 17:48 
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Austenfrischling
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Hey ihr :)

Kann man sagen, dass Jane in dem Georganische Zeitalter (Georgian Era) lebte, welche die Regency enthielt? Und wenn ja, weiß jemand genau, von wann bis wann dieses genau ging? Ich finde immer nur verschiedene Angaben und weiß jetzt nicht was stimmt.


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BeitragVerfasst: Samstag 8. Mai 2010, 20:38 
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Ich kenne die Umschreibung für die Zeit, als statt George III sein Sohn die Regierungsgeschäfte übernahm. Durch seine Krankheit war er nicht mehr in der Lage, zu regieren und so sprang der Prince of Wales ein, ohne allerdings König zu sein. Das wäre zwischen 1811-1820 gewesen.
In der Kunstgeschichte rechnet man noch ein paar Jahre dazu. ;) Die Kostümgeschichte nennt die Zeit von 1790-1825. Ab da rutschte die Taille wieder nach unten.

Aber georgianisches Zeitalter ist auf jeden Fall richtig, denn ihr Leben fand ja in der Regierungszeit der beiden Georges statt.
Grüße
Kerstin

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Mai 2010, 22:02 
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Austenfrischling
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Beiträge: 11
Vielen Dank für deine Antwort, das hilft mir echt total weiter :)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 16. Juni 2010, 21:43 
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Stiller Leser

Registriert: Mittwoch 16. Juni 2010, 21:40
Beiträge: 1
Weiß jemand ob es zu Jane Austens Zeit schon Picknickkörbe in denen man alles (Teller, Besteck....) unterbringen konnte, gab? Ich habe zwar gelesen, dass es diese ab dem 19.Jhrd. gab, aber dort stand nicht ab wann genau.


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BeitragVerfasst: Montag 12. Juli 2010, 09:18 
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Registriert: Mittwoch 28. Juni 2006, 12:57
Beiträge: 6713
Wohnort: Bayern
Gepicknickt haben schon die alten Römer und Körbe gab es auch. Manet z.B. malte 1863 ein "Picknick"-Bild mit Korb. Natürlich war das noch nicht der geschlossene Picknickkorb mit Einsätzen für Besteck etc. Man nahm einfach einen Korb, der gerade zur Hand war.

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BeitragVerfasst: Montag 12. Juli 2010, 15:36 
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Austenbegeistert
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Beiträge: 52
Wohnort: tiefste Provinz
richtiger Name: Dorothee
HexeH hat geschrieben:
Weiß jemand ob es zu Jane Austens Zeit schon Picknickkörbe in denen man alles (Teller, Besteck....) unterbringen konnte, gab? Ich habe zwar gelesen, dass es diese ab dem 19.Jhrd. gab, aber dort stand nicht ab wann genau.


Das gemeinsame geplante Essen im Freien war bereits in der Antike bekannt. Die Griechen hatten dafür den Begriff Eranos, die Römer nannten es Prandium. Im Mittelalter speisten Reisende oft notgedrungen außerhalb von Gasthäusern, und in der Landwirtschaft war es üblich, während der stundenlangen Arbeit auf dem Feld zwischendurch eine Essenspause einzulegen und Mitgebrachtes zu verzehren. Auch während einer herrschaftlichen Jagd wurde zwischendurch im Freien eine Mahlzeit eingenommen. In der Zeit des Barock wurde das Essen im Freien als Sommervergnügen in Adelskreisen populär, vor allem in Frankreich.
Darstellung eines Picknicks von James Tissot

Es gab für diese Mahlzeiten im Freien allerdings lange Zeit keinen eigenen Begriff. In der Literatur wurde mitunter vom Speisen „alfresco“, also im Freien, gesprochen. In der Literatur wurden vor 1800 mindestens drei Picknicks beschrieben, ohne dass diese so genannt werden. Die älteste bekannte Schilderung ist im Decamerone von Giovanni Boccaccio enthalten. Nur wenig später erschienen die Canterbury Tales von Geoffrey Chaucer. Im 16. Jahrhundert beschreiben Handbücher über die Jagd das Einnehmen von Mahlzeiten im Freien. Oliver Cromwell ließ sich 1654 ein Dinner im Hyde Park servieren und der Autor Samuel Pepys aß regelmäßig bei Bootsfahrten auf der Themse.[1]

Besonders populär wurde das Picknick in der Folgezeit in England im so genannten Viktorianischen Zeitalter, da Queen Victoria häufig im Freien speiste. Der klassische Picknickkorb, der sowohl das Essen als auch eine Decke, Geschirr und Besteck enthält, kam im 19. Jahrhundert in Großbritannien auf. Hier gehörte zum Picknick in jedem Fall auch die Teezubereitung, so dass vor der Erfindung der Thermoskanne oft ein tragbares Kochgerät mitgenommen wurde.

Das Picknick ist in Großbritannien bis heute auch bei den oberen Schichten beliebt und kann den Rang eines gesellschaftlichen Ereignisses haben. Das ist zum Beispiel beim Pferderennen in Ascot oder beim Tennisturnier in Wimbledon der Fall. Bei der beliebten Sportart Cricket ist in den Regeln eine 20-minütige Teepause festgelegt, in der ein Imbiss im Freien eingenommen wird.[2] ( gelesen bei WIKI)

Ich hoffe es hilft

Gräfin

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(Ingrid Bergman)


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