eine der größten und meiner meinung nach elegantesten barockanlagen in mecklenburg. eindeutig nach englischem vorbild (wenn man denn mal die historien- und austenfilme durchforstet kommt einem sicher viel ähnliches unter.
ich gehe ja immer äusserst gerne auf herrenhauspirsch. oder habe überhaupt wahrscheinlich schon einen mit der muttermilch aufgesogenes faible für alte häuser jeglicher art. da werde ich vor ort dann auch immer ganz hibbelig und bisweilen recht sentimental
da dachte ich mir also, da sich hier sicher noch mehr leute mit liebe zu kamera und motiv tummeln und auch einige reisende dabei sind: immer her mit den fotos
meine sind größtenteils noch in der entwicklung, deshalb kann ich hier nur einen kleinen digitalen anreiz bieten, zumal corel mich immer rausschmeißt, wenn ich die bilder auf ein verträgliches format reduzieren möchte. deshalb also erstmal ein bild von der website.
PS: ich seh grad, dass das schloss nach ddr, lehrstand und dubiosen besitzern mit viel angeber- aber ohne restaurierungsambitionen zuletzt als kulisse für den von mir geschmähten fernsehfilm "die flucht" mit maria furtwängler diente. hat das jemand von euch gesehen?
edit:
PS: warum der link zu wikipedia oben nicht so will, wie er soll weiß ich jetzt leider nicht
und hier Hatfield House in Hertfordshire wo Lady Salisbury einen Club zum Bogenschiessen ins Leben rief. Einer ihrer gern gesehenen Gäste war der Duke of Leeds, ein Osborne, der in erster Ehe mit Amelia Darcy verheiratet war: http://www.hatfield-house.co.uk/ Hier die Infos zu dem Club:http://www.hertsarchery.org.uk/history.htm
Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 11. April 2007, 16:00, insgesamt 3-mal geändert.
Es gab anscheinend schon immer und überall Leute mit zuviel Geld!
Zum Glück ist es aber trotz DDR Zeit noch so gut erhalten geblieben.
Ich war 1989 mal auf einer Schulungsfahrt mit der FDJ. Da haben wir auch in einem alten Landsitz irgendwo janzweitdraußen in Meckpomm gewohnt. Dort war leider keine Rücksicht auf Denkmalschutz genommen worden. Es war zwar alles ganz gut in Schuss, aber eben stillos repariert und eingerichtet.
sowas nennt man entkernt. leider haben die da nämlich oftmals nicht einfach drüber gepinselt und draufgenagelt, sondern "ordentlich" aufgeräumt.
immerhin blieb die anlage so aber auch genutzt und erhalten und wurde nicht für einen netten silobau oder sowas weggesprengt. hat alles sein gutes und sein böses. und wenn ich mir so einige alte stadtkerne und bauten betrachte, wo die ddr nix verschandeln konnte (weils halt im westen lag)... uhhhh.
und auch heute gibt es da den schönen begriff: plattrenoviert oder auch tot-geschönt.
aber in welchem fdj-heim oder besser in welcher gegend wart ihr denn seinerzeit? wie sah das dorf, das gebäude selbst aus? lass mich doch bitte mal ein wenig rätselraten, ja?
PS: ich freu mich immer (naja, reduzieren wir das auf meistens) königlich, wenn jemand früher oder auch zu viel geld für schöne dinge ausgegeben hat
PS2: der mann/besitzer/bauherr war britischer diplomat. was soll man da auch sagen...
Ich glaube es liegt an dem ü in Klütz, dass da so Kauderwelsch steht. Wenn man den Link kopiert, gehts aber.
Bin gespannt auf Deine Bilder, Johanna. Was man jetzt sieht, sieht zumindest schon mal sehr vielversprechend aus. Wie war denn der "Park"? Auf der Luftaufnahme siehst ziemlich geordmet aus... die Baumreihen mein ich.
also, ein, zwei bildchen hab ich noch. muss abersagen, dass wir wegen der tollen beleuchtungund der unglaublichen fernsicht losfuhren, und als wir ankamen, regnete es
hier eine ansicht vom dorfzugang mit blick auf den ehrenhof
der park ist als solches noch erkennbar - was ja schon was heißen will. die geordneten baumreihen rühren daher, dass um das anwesen herum graften führen und diese wiederum von bäumen eingerahmt sind. auf das schloss führt dann eine urige feston allee zu. da bin ich wirklich mal auf die fotos gespannt. die bäume der allee waren nämlich frisch beschnitten und sahen herrlich grotesk aus. von weitem wie dieverse vogel strauße (wenn das denn der richtige plural ist), die jeweils am hintern zusammen gewachsen sind, und sich gegenseitig die zunge ausstrecken...
und hier ein blick durch die vor dem ehrenhofeingang vorbeiführende allee (links im bild kann man die festonallee vielleicht erspähen).
ansonsten könnte ich fürs erste nur mit alten sanssouci-park-bildern dienen...
@julia: hattest du nicht mal erwähnt, dass du auch ab und an fotos machst?
Ja, aber ich könnte jetzt spontan nur mit Bildern von Neuschwanstein und Nymphenburg dienen. Beide zeitlich nicht so passend.
Aber ich behalt den Thread im Hinterkopf, wenn ich auf was passendes stoße... besonders jetzt wo ich digital spiegelreflext bin.
Obwohl... Nymphenburg passt schon so grob von der Zeit. (Barock, im späten 18. Jahrhundert fertiggestellt, Klenze hat 1830 auch noch dran rumgedoktort) Ich hab nur ein Foto vom Schloss selbst auf meiner Festplatte, der Park (im englischen Stil!) ist eigentlich viel schöner. Sehr weitläufig mit mehreren kleinen Schlösschen. In der Amalienburg z.B. hat Marie Antoinette auf ihrer Reise nach Paris übernachtet. Ich wollte da schon immer mal mehr fotografieren. Wenn ich das nächste Mal da bin, auf jeden Fall!
hier also die große allee von sanssouci zum neuen palais:
und nochmal ein blick von der großen fontaine (also mit sansouci im nacken) auf die kleine kastanienallee:
ausserdem habe ich glaub ich gerade nymphenburg mit einem dieser schrecklichen kästen von ludwig II verwechselt, weil ja auch von neuschwanenstein die rede war . aber du hast recht: die parks, besonders, wenn sie englisch sind, mit den kleinen schlösschen, bädern, tempeln, orangerien und belvederes sind eigentlich immer das schönste am ganzen
Hmm. Schloß Linderhof mit der "Wagnergrotte" ... war schon lang nicht mehr dort, aber vor ein paar Jahren gab es da noch ein spezielles Schiffchen für zwei in Schwanform, das auf dem Grottenteich schwamm ...
Wir haben heute im Park des Schleißheimer Schlosses gepicknickt und ich hab an Johanna gedacht und ein paar Fotos gemacht. Das Hauptschloss selbst fand ich nicht so schön (sehr protzig, wie auch Nymphenburg), dafür gab es aber ein paar verstreute kleinere Schlösschen im Park selbst (der viele versteckte und grasüberwachsene Wege hat - sehr romantisch):
hey. ja herzlichen dank. ich selbst sitze bei kaiserwetter in hild(eath)esheim fest, und niemand, der noch halbwegs bei verstand ist, möchte von dem elend fotos machen. da freue ich mich umso mehr über deine . und jetzt gehe ich wieder auf den frisch ikea-dekorierten balkon (ja, besser gehts nicht ) und vergrabe mich in den "stürmischen höhen" - wenn schon sumpf, dann aber auch allseitig...
PS: die wikipedia-links scheinen allgemein und auch ohne Ö,Ä,Ü zu ärgern, wie?
Hier findet sich ein bildreicher Link über Architekten und vor allem sogenannte Gentleman-Architekten, also Aristokraten, die sich in der Zeit zwischen 1650-1850 als Amateur-Architekten versuchten und teilweise recht ansehnliche Erfolge vorzuweisen hatten.
In Europa sprach man wegen der stattlichen Anzahl an Amateuren davon, dass in England jedermann seinen ganz privaten Architekten habe.
@Trianon Vielleicht ist diese Seite interessant für dich, da wetteifern die Familien der Wentworthes und Fitzwilliams darum, welches der beiden Castles/Manors das modernste, größte und schönste ist ...
Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 20. August 2008, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
Trianon hat geschrieben:Vielen Dank! Das finde ich ja lustig, dass die beiden Familien darüber wetteifern, was es nicht alles gibt...
Ja, es muss zum Brüllen komisch gewesen sein:
A kind of tit-for-tat building battle then took place between the two familiies which was carried on by Thomas Wentworth's son William. The Rockinghams rebuilt the West Front of Wentworth Woodhouse in the Baroque style and then, when fashions changed, both families went on to rebuild the other sides of their houses in the new Palladian style. In the end it seems that the Rockingham family "won" managing to extend the Palladian East Front of Wentworth Woodhouse to 600 feet!
Zur Erklärung Wenthworth-Woodhouse ging durch Heirat an die Fitzwilliams ...
Es wird ja immer diskutiert, welches Bauwerk Vorbild für Pemberley war. Tatsache ist, dass eine Linie der Darcys auch ein Manor in Derbyshire und in Kent besaß.
Edward Darcy of Newhall, Derbyshire, and Dartford Place, Kent, remarried (circa 1640) Elizabeth Stanhope, a daughter of the 1st Earl of Chesterfield, by whom he had four daughters.
Leider kann ich das Bild nicht reinstellen, aber in der Nähe des Ortes Wentworth gibt es ein riesiges Manor, das Wentworth-Woodhouse. Manche Seiten bezeichnen es als das größte Landhaus Englands. Lange zeit gehötre es den Earls Fitzwilliam.
Miss Hamilton hat geschrieben:Hehe, ist ja auch schon paar Jahre her Wieuachimmer, das Häuschen schaut jedenfalls recht beeindruckend aus!
Nicht nur das, die ganze Anlage ist sehr weitläufig denn die direkte Anlage (Manor mit Nebengebäuden und Hof, "Hausgarten" usw hat etwa einen Hektar, die komplette Anlage mit Park etwa 36 Hektar. (Für die Jüngeren unter uns ein Hektar sind 10.000 m²).
Caro hat geschrieben:Nicht nur das, die ganze Anlage ist sehr weitläufig denn die direkte Anlage (Manor mit Nebengebäuden und Hof, "Hausgarten" usw hat etwa einen Hektar, die komplette Anlage mit Park etwa 36 Hektar. (Für die Jüngeren unter uns ein Hektar sind 10.000 m²).
Wirklich beeindruckend!
@Elanor: Nein, der Eingangsbereich schaut zwar ähnlich aus, aber das in S&S war Wrotham Park