Habe diesen Beitrag im Internet gefunden: hier Die Angaben über JA sind teilweise etwas wirr und stimmen auch nicht immer. Ich finde aber das Thema interessant.
(zum Link: habe Kerstins Anleitung gelesen, wie man Links in einen Beitrag stellt, aber leider nicht begriffen wie es funktioniert, dass nicht die komplette Internetadresse, sondern nur "hier" erscheint. Vielleicht kann mich nochmal jemand aufklären? )
Bist du nicht zu alt, als das man dich aufklären müßte?
Du mußt die Internetadresse in die erste eckige Klammer setzen, also [url=INTERNETADRESSE]Name der Adresse, Klick oder hier[/url].
Feddisch...
Man kann es sich auch einfach machen, erst HIER schreiben, dann markieren, auf URL gehen und danach das mit dem Gleichheitszeichen machen.
Grüße
Kerstin
Ich hoffe, daß mein Beitrag bzw. meine Frage hier reinpasst:
Wißt ihr, mit welchen anderen Autorinnen (außer Maria Edgeworth) Jane Austen in Kontakt war, inwieweit sie sich vielleicht beeinflusst haben?
Von Maria wird jedenfalls erzählt, sie habe Jane Austen und andere (auch Scott!) beeinflusst, ich weiß aber, daß Maria im Gegenzug an Jane Austen interessiert war und ihre Bücher gerne las und kommentierte. Das beruhte wohl in jedem Fall auf Gegenseitigkeit.
Leider habe ich selbst von Maria Edgeworth noch nichts gelesen. Kann jemand etwas über die Unterschiede und/oder Annäherung in ihren Schreibstilen sagen?
Caro hat geschrieben:Leider habe ich selbst von Maria Edgeworth noch nichts gelesen. Kann jemand etwas über die Unterschiede und/oder Annäherung in ihren Schreibstilen sagen?
Wir hatten schonmal hier im Groupread Northanger Abbey eine Diskussion darüber, welchem Genre Maria Edgeworth zuzuordnen ist...
Vielleicht helfen dir die Posts ja weiter (auf der nächsten Seite kommen noch interessante Infos...)?
Jane Austen erwähnt in ihren Briefen (z.B. an Cassandra und Anne Lefroy) eine schottische Schriftstellerin, Mary Brunton bzw. deren Arbeiten. Ein Auszug: Letter 72, Tuesday 30 April 1811 We have tried to get Self-controul, but in vain.--I should like to know what her Estimate is--but am always half afraid of finding a clever novel too clever--& of finding my own story & my own people all forestalled.
Wer mag kann sich das genannte "Self Control" und andere als HTML-Text runterladen guck
Interessant ist hier unter anderem , dass Mary Brunton 1778 geboren ist und 1818 starb. Allerdings verstarb sie kurz nach Geburt des ersten und einzigen Kindes, dem Erben. Sie war zu der Zeit tatsächlich bereits etwa vierzig!
Ich schmökere gerade in der Grawe-Biographie und lese folgendes heraus:
Zwischen 1775 und 1810 erschien in Großbritannien kein einziger wirklich bedeutender Roman. Dabei nahm das Lesepublikum, das nun immer mehr durch Frauen verstärkt wurde, in diesen Jahren erheblich zu und sogte für eine Schwemme von minderwertiger Romanliteratur, die vor allem über Leihbüchereien vertrieben wurde. Das bewusste Arbeiten mit dem Roman als künstlerischem Gebilde und formaler Herausforderung und als Medium der Welterkenntnis und Zeitdarstelllung trat völlig zurück hinter dem bloß spannungsreichen Erzählen, das den engen Bezug zur Wirklichkeit verlor, dafür aber das Erfinden aufregender Handlungselemente vervollkommnete. Die Sozialkritik lebte weiter, verlor aber ihre Schärfe und Glaubwürdigkeit und durfte im populären Roman aus Rücksicht auf die anders ausgerichteten Lesebedürfnisse seiner Konsumenten ohnehin nur die Oberfläche streifen.
Dagegen kam nun Richardsons Einfluss besonders zur Geltung, weil die vielen Leserinnen an dem Schicksal und der Gefühlswelt ihrer fiktiven Geschlechtsgenossinnen besonders interessiert waren.[...] Der Frauenroman hatte didaktische Absichten, indem er jungen Frauen die Gefahren des Lebens, manchmal freilich in grotesk unwirklicher Form, vorführte und ihnen ein Tugendsystem vermittelte, mit dem man solchen Gefährdungen widerstehen konnte.
Also lag Jane Austen durchaus im Trend ihrer Zeit, indem sie belehrend, aufklärend oder aufzeigend schrieb, verlegte sich aber nicht auf die damals üblichen zwei Romangattungen, nämlich sentimentale Frauenromane und Schauerromane.
Weiter steht in dem Büchlein, dass selbst der weitere Familienkreis nicht wusste, dass JA die Verfasserin käuflich zu erwerbender Bücher war, selbst ihr ältester Neffe (der die Romane schätzte) erfuhr erst drei Jahre vor ihrem Tod davon (also 1814). Ich frage mich nur, wie JA dann Anna Austens Texte "Korrektur lesen" konnte... ahhh, jetzt schließt sich der Kreis, die Briefe an Anna mit den Korrekturen stammen aus dem selben Jahr .
Ich lese gerade eine ganz tolle Biographie ueber fanny Burney, deren name hier ja schon mehrmals gefallen ist. Darin bin ich auf ein Stueck Info gestossen, dass ich bisher noch nirgends gefunden habe: Fanny lebte in den 1790er Jahren (kurz nach ihrer Heirat) quasi Tuer an Tuer im selben Dorf (Bookham) wie Mrs Austens Cousins die Cookes, mit deren Toechtern Jane und Cassandra eng befreundet und in stetigem Kontakt standen. Die d'Arblays waren regelmaessige Gaeste der Cookes und wenn sich sie und JA nicht persoenlich kannten, dann hat JA von Mary Cooke hoechstwahrscheinlich viele "Insider"-Geschichten ueber die damals sehr populaere Autorin gehoert. Die Autorin der Biographie zitiert einen Essay, der nicht nur die Parallelen im Werk der beiden beleuchtet, sondern auch darlegt, dass JA Dinge aus Burneys Leben in ihren Romanen verwendet hat, die "Aussenstehenden" nicht unbedingt bekannt waren. Leider einziges speziell zitiertes Beispiel war Mrs Eltons "cara sposa/caro sposo" - angeblich typischer Burney-Jargon. Genug jedenfalls, um mich auf die Suche nach diesem Essay ("Sposi in Surrey" von Pat Rogers) zu machen.