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 Betreff des Beitrags: Tanzregeln
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 14:52 
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Administratorin im Ruhestand und Tom-Lefroy-Expertin
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Bruki hat geschrieben:
Ich erkläre mir das so, dass der "zugeteilte" Herr am Abend der "Begleiter" der Dame zu sein hatte. Was bedeutete, dass er mit ihr ein paar Tänze absolvierte, für ihr Wohl zu sorgen hatte (Tee, Plätzchen und Sitzplätze), die Konversation zu bestreiten... lästige, aufdringliche Verehrer abzuwehren... Er wird sicher nicht nach einer anderen Tanzpartnerin Ausschau gehalten haben...


Ja, so dachte ich mir das auch, aber was bedeutet dann diese Stelle im 10. Kapitel --- das gleiche würde doch auch für James und Isabella gelten, oder?

Als das Orchester einen neuen Tanz anstimmte, wollte James seine schöne Dame wiederum entführen, aber sie widerstrebte. „Nichts um der Welt, Mr. Morland!“, rief sie aus. „Wie können sie nur so beharrlich sein! --- Denk doch nur, liebe Catherine, was dein Bruder vorhat. Ich soll noch einmal mit ihm tanzen, obgleich ich ihm sage, daß es sich nicht schickt und gegen die Etikette verstößt. Wenn wir nicht die Tänzer wechseln, kommen wir schön ins Gerede.“

Alethea :flower:

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Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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Verfasst: Dienstag 22. August 2006, 14:52 


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 Betreff des Beitrags: Kapitel 11 --- Blaize Castle
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 14:58 
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Administratorin im Ruhestand und Tom-Lefroy-Expertin
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Kapitel 11 --- Blaize Castle

Zusammenfassung:
Das 11. Kapitel beginnt damit, dass Catherine den ganzen Morgen ungeduldig auf das Ende des Regens wartet, damit ihr geplanter Spaziergang mit den Tilneys um 12:00 Uhr nicht im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Um 12:30 Uhr schließlich klart es auf und wenige Minuten später stehen John Thorpe, Isabella und James vor der Tür, um Catherine mit auf eine Kutschfahrt nach Bristol und Blaize Castle zu nehmen. Catherine, die zunächst ablehnen will, wird mit einer Lüge Thorpes, Mr Tilney mit einer feschen, jungen Dame ausfahren gesehen zu haben, und der Aussicht ein echtes Schloss sehen zu können, überzeugt. Sie brechen auf, doch ehe sie die Stadt verlassen können, entdeckt Catherine auf der Straße Mr Tilney und seine Schwester, die sie mit großem Erstaunen neben John Thorpe entdecken. Die Fahrt ist Catherine gründlich verdorben, doch John Thorpe nimmt auf ihre Gefühle keinerlei Rücksicht. Schließlich kehren sie um, weil die Fahrt bis nach Bristol niemals zu schaffen gewesen wäre. Als sie zurückkehren, erfährt Catherine, dass die Tilneys vorgesprochen und nach ihr gefragt haben, und verbringt eine schlaflose, tränenreiche Nacht.

Blaize Castle
In diesem Kapitel wird der Leser zum ersten Mal darauf vorbereitet, was im zweiten Teil des Buches geschehen wird: Die Vermischung von Realität und Fiktion! Catherine erhofft, sich in einem Schauerroman-Schloss wiederzufinden, was es im kultivierten England überhaupt nicht geben kann!

„Schloss Blaize?“, rief Catherine
„Ja, der schönste Ort Englands! Dafür lohnen sich schon fünfzig Meilen.“
„Was, es ist wirklich ein Schloß; ein altes Schloß?“
„Das älteste im Königreich!“
„Aber sieht es auch so aus, wie es in den Büchern steht?“
„Jawohl --- genau so.“
„Mit Türmen und langen Wehrgängen? Dann möchte ich es sehen! […]


Diese Vermischung wird auch sehr schön später im Kapitel deutlich:

[…] sie sann abwechselnd über gebrochene Versprechen und gebrochene Torbogen, über Phaetons und falsche Wandbehänge, über die Tilneys und über Falltüren nach.

Hier habe ich im Internet Blaize Castle in der Nähe von Bristol gefunden! Sieht sehr mittelalterlich aus, was? Türme und Wehrgänge, das ich nicht lache... :lach:

Ich frage mich immer, was geschehen wäre, wenn der Ausflug nach Blaize Castle nicht geplatzt wäre! Vermutlich wäre Catherine schon wesentlich früher vor Augen geführt worden, dass alte Schlösser in Romanen nicht das gleiche sind wie alte Schlösser in der Realität und der Rest der Geschichte wäre ganz anders verlaufen…

Catherines langsame Abwendung von Isabella
Außerdem wird am Ende dieses Kapitels deutlich, wie Isabellas Freundschaft allmählich zu wünschen übrig lässt: „Catherine verübelte Isabella deren mangelndes Mitgefühl für ihre Sorgen und den so wenig passenden Trost.“

Endlich macht das Mädchen die Augen auf! :wink: Es wird aber auch Zeit!!!

Alethea :flower:

P.S.: So! Ich hoffe, ich bin diesmal allen Anliegen gerecht geworden? Titel, Überschriften, Gliederung, kein kursiver Text (also echt, Bruki, ich habe das noch nie als unleserlich empfunden... :nein:), deutsche Zitate, so kurz wie möglich… noch irgendwelche Wünsche???

PPS.: @Meli: Nein, "Udolpho" gibt es nicht in deutscher Übersetzung --- und sicherlich auch nicht online! Ich schau' mal, bezweifle es aber!

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Zuletzt geändert von Alethea am Dienstag 22. August 2006, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 15:01 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Die gute möchte wohl unbedingt mehr Aufmerksamkeit darauf gelenkt haben als es nötig ist. Ich hab so das Gefühl, sie lenkt sehr gerne die Aufmerksamkeit auf sich und vertuscht gerne, was sie eigentlich will. Wenn ich da an die "Verfolgung" der beiden jungen Herren denke :) ! Bei ihr kann man wohl gerne die Hälfte immer abziehen von dem, was sie so sagt und was sich so gehört oder nicht gehört.
Tina

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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 Betreff des Beitrags: Udolpho
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 15:56 
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Austenexperte

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Zitat:
PPS.: @Meli: Nein, "Udolpho" gibt es nicht in deutscher Übersetzung --- und sicherlich auch nicht online! Ich schau' mal, bezweifle es aber!


Und es gibt es doch....Im Jahre 1798 wurde der Schauerroman ins Deutsche übersetzt. Ich glaube es gibt zwei versch. Übesetzungen: Udolphos Geheimnisse und Adolphos Geheimnisse (habe ich zumindest gefunden).
In verschiedenen Bibliotheken kann man das Werk lesen (u.a. Göttingen, Jena, Weimar (Anna Amalia))

Auch hier im Forum wurde schon darüber geschrieben, habe es aber leider nicht gefunden (Suchfunktion hat sich geweigert). Aber wir haben ja einen Archivarius, der vielleicht helfen kann.

Das habe ich im Internet gefunden:
http://www.iphpbb.com/foren-archiv/5/312000/311280/the-mysteries-of-udolpho-87959978-19033-53.html

(Ich wußte doch, dass wir schon mal darüber geschrieben haben.)

P.S. Apropos Deutsche Übesetzung: Auch von "Our Mutual Friend" gibt es mehrere Übersetzungen!!!


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 16:17 
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Oh, ich liebe dieses Kapitel 11! Ich habe es heute morgen im Zug gelesen.
Ich finde es immer wieder entsetzlich wie dreist Mr Thorpe ist und wie egal im Catherins Flehen ist :eek:
Der Einfluss von gothic novel auf unsere liebe Heldin wird hier schon sehr gut deutlich (was sich ja auf Northanger noch steigern soll :D ), sie ist sofort Feuer und Flamme, und hofft auf eine Burg wie in Udolpho.
Auch am Anfang des Kapitels hofft sie auf besseres Wetter und macht folgenden Vergleich:

"Oh! taht we had such weather here as they had at Udolpho or at least in Tuscany and the south of France!- the night that poor St. Aubin died!-such beautiful weather!"
Ich finde es interessant, dass Catherine hier spricht, als wären es reale Orte oder Begebenheiten, die sie erlebt hätte.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 17:09 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Du hast Recht. Offenbar lebt Catherine in ihrer eigenen Traumwelt um Udolpho und all diesen Werken. Ich kenne das von einer guten Freundin, die sich eine vollkommene eigene Starwelt bestehend aus Conventions. Autogrammstunden, "Treffen" mit Schauspielern (die auf ner Bühne was erzählen) und und und aufgebaut hat, als seien es ihre besten Freunde und würden wirklich zu ihrem Leben gehören. Genauso hat Catherine ihre Traumwelt, aus der sie hoffentlich nicht zu brutal gerissen wird.
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 Betreff des Beitrags: Re: Tanzregeln
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 17:40 
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Alethea hat geschrieben:
... aber was bedeutet dann diese Stelle im 10. Kapitel --- das gleiche würde doch auch für James und Isabella gelten, oder?

Als das Orchester einen neuen Tanz anstimmte, wollte James seine schöne Dame wiederum entführen, aber sie widerstrebte. „Nichts um der Welt, Mr. Morland!“, rief sie aus. „Wie können sie nur so beharrlich sein! --- Denk doch nur, liebe Catherine, was dein Bruder vorhat. Ich soll noch einmal mit ihm tanzen, obgleich ich ihm sage, daß es sich nicht schickt und gegen die Etikette verstößt. Wenn wir nicht die Tänzer wechseln, kommen wir schön ins Gerede.“ ...

Das kommt einer ungeschriebenen Regel gleich, denke ich... Und ansonsten ist es 99 % affektiertes Dummschwätz Isabellas, was im folgenden Dialog mit Catherine - und in deren Gedanken - klar wird...

Auf diesen Massenbällen in Bath wird sich kaum jemand daran gestört haben, wer wie oft mit wem tanzt... da sich ja die meisten eh fremd waren...

Ich glaube, aus der von Schopenhauer zitierten Ballordnung entnommen zu haben, dass Paare, die "vorne" in der Reihe tanzten, sich bei der nächsten Runde hinten anzustellen hatten, so dass jeder mal an die Reihe käme... und dass vordrängeln verpönt war... Damit kam warscheinlich kaum eine Dame in den Genuss aller Tänze, wenn der Saal voll von Tanzlustigen war... Dann noch der Imbiss, der Tee und die Höflichkeitsvorstellungen und der Smalltalk mit Bekannten... Da waren vielleicht 2 oder 3 Tänze schon alles, was man am Abend schaffen konnte?

Bruki :cool:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 11 --- Blaize Castle
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 17:53 
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Alethea hat geschrieben:
... Hier habe ich im Internet Blaize Castle in der Nähe von Bristol gefunden! Sieht sehr mittelalterlich aus, was? Türme und Wehrgänge, das ich nicht lache... :lach: ...

1796-98 erbaut? Spielte NA nicht um diese Zeit?

Also vielleicht gab's da vorher eine Ruine, die im Zuge der Baumaßnahmen abgerissen wurde (Jane Austens schrieb, glaub ich in NA von Blaize Castle als einem seit Jahren unbewohntem Gemäuer?), oder die Reisegesellschaft wäre auf einer Baustelle gelandet... Oder zu Catherines Enttäuschung auf einen modernen Neubau gestoßen...

Bruki

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 11 --- Blaize Castle
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 18:06 
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Alethea hat geschrieben:
... So! Ich hoffe, ich bin diesmal allen Anliegen gerecht geworden? ...

Brav, Alethea :danke: - Ansonten gilt der Spruch meiner Oma: "Es rechtzumachen jedermann (oder -frau), ist eine Kunst, die keiner kann!" :wink:

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 18:08 
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Evtl. doch nur ein "normales" Gebäude und John hat mal wieder maßlos übertrieben, wie er das sonst auch gerne tut.
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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 19:02 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ja, das 11. Kapitel ist toll. Und ich ärgere mich immer richtig mit über den verpatzten Ausflug mit den Tilneys.
Kann es sein, dass diese Szene auch ironisch/satirisch gemeint ist? In den "einschlägigen" Romanen gibt es doch auch immer einen Bösewicht, der das unbedarfte Mädchen entführt oder es zumindest darauf anlegt. Und Catherine ist ja auch in John Thorpe's Gig "gefangen" und muss weiterfahren obwohl sie aussteigen will.
Zumindest kommts mir so vor... oder treibe ichs da zu weit mit meiner Interpretierlust?


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 19:16 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ehrlich gesagt kam mir auch schon so ein Gedanke betr. John Thorpe als "finsteren Schurken" :ja: Und der Vergleich mit der Kutsche ist einfach genial!
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 Betreff des Beitrags: Blaize Castle/Tanzregeln/Udolpho
BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 20:09 
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Bruki hat geschrieben:
Alethea hat geschrieben:
... Hier habe ich im Internet Blaize Castle in der Nähe von Bristol gefunden! Sieht sehr mittelalterlich aus, was? Türme und Wehrgänge, das ich nicht lache... :lach: ...

1796-98 erbaut? Spielte NA nicht um diese Zeit?
Also vielleicht gab's da vorher eine Ruine, die im Zuge der Baumaßnahmen abgerissen wurde (Jane Austens schrieb, glaub ich in NA von Blaize Castle als einem seit Jahren unbewohntem Gemäuer?), oder die Reisegesellschaft wäre auf einer Baustelle gelandet... Oder zu Catherines Enttäuschung auf einen modernen Neubau gestoßen...


Das ist ja das, worauf ich hinweisen wollte! Da liegt doch der Witz!!!

Ich habe, im Zuge meiner Facharbeit, diverse Sekundärliteratur gelesen, und ich meine mich zu erinnern, dass der Autor/die Autorin darauf hingewiesen hat, dass Blaize Castle eben nicht das älteste Gemäuer Englands ist!

Außerdem steht auf der Website weiter im Text folgender Satz: "Blaise was described by Jane Austen in Northanger Abbey as the finest place in England."
Das ist also der Beweis, das Jane Austen wirklich an dieses Gebäude dachte...Und zeigt Catherines Ignoranz und die Gemeinheit Thorpes...

Jane Austen hat übrigens 1798 begonnen "Susan", also die erste Fassung von NA, zu schreiben!

Bruki hat geschrieben:
Das kommt einer ungeschriebenen Regel gleich, denke ich... Und ansonsten ist es 99 % affektiertes Dummschwätz Isabellas, was im folgenden Dialog mit Catherine - und in deren Gedanken - klar wird...


Ich habe von diesem ungeschriebenen Gesetz aber schon oft in Büchern über Jane Austens Zeit gelesen! Nur galt das vermutlich wirklich eher für die kleineren Städtchen, wo sich jeder kannte und man leicht ins Gerede kam... :wink:

Meli hat geschrieben:
Und es gibt es doch....Im Jahre 1798 wurde der Schauerroman ins Deutsche übersetzt. Ich glaube es gibt zwei versch. Übesetzungen: Udolphos Geheimnisse und Adolphos Geheimnisse (habe ich zumindest gefunden).
In verschiedenen Bibliotheken kann man das Werk lesen (u.a. Göttingen, Jena, Weimar (Anna Amalia))


Danke für's Suchen! Im Handel ist jedenfalls keine deutsche Ausgabe erhältlich! Und die von Board-Link kostet an die 80 €! Für die paar Zitate, die ich euch geben will, lohnt sich diese Anschaffung nicht! Einmal lesen hat mir gereicht! :wink: Ich werd's euch übersetzen und nicht dran sterben! :rolleyes: Seht ihr mal, was ich nicht alles für euch tue... :lach:

Julia hat geschrieben:
Kann es sein, dass diese Szene auch ironisch/satirisch gemeint ist? In den "einschlägigen" Romanen gibt es doch auch immer einen Bösewicht, der das unbedarfte Mädchen entführt oder es zumindest darauf anlegt. Und Catherine ist ja auch in John Thorpe's Gig "gefangen" und muss weiterfahren obwohl sie aussteigen will.
Zumindest kommts mir so vor... oder treibe ichs da zu weit mit meiner Interpretierlust?


Also zu "Udolpho" kann ich da keine konkrete Stelle nennen (höchstens die bereits zitierte, als Emily vor der Schlacht von drei groben Burschen in ein Farmhaus gebracht wird...doch da wehrt sie sich nicht sonderlich dagegen und sie lassen sie auch in Ruhe... :biggrin:)--- doch mag sein, dass andere Schauerromane solche Passagen zu bieten haben...

Vielleicht soll da auch nur John Thorpes Taktlosigkeit und sein Mangel an Einfühlungsvermögen, Respektlosigkeit, seine Fiesheit etc. deutlich gemacht werden. Er lacht ja nur, als Catherine ihn bittet, anzuhalten...

Alethea :flower:

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 20:11 
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Austenkenner
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Ich finde das ist nicht zu weit gegriffen, Julia. Mir kommt das auch ein bisschen so vor, als ob das eine "kleine Entführung" ist. Ich stell mir das so vor, dass Cathrine ihn bittet er soll anhalten und John Thorpe hat nichts besseres zu tun, als die Pferde noch ein bisschen anzuspornen :wink:
um seine Cathrine bloß schnell weg zu bringen, ob sie will oder nicht :ja:


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. August 2006, 20:37 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Schade, Alethea. Es wäre ziemlich genial gewesen, wenn es zur "Kutschenentführung"eine Parallele gegeben hätte :lach:
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 Betreff des Beitrags: Kapitel 12 /Henry Tilney
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 09:43 
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Kapitel 12

Zusammenfassung:
Gleich am nächsten Morgen eilt Catherine zu den Tilneys in die Milsom Street, um ihr Verhalten vom Vortag zu erklären. Miss Tilney jedoch, lässt sie sich enttäuscht vom Diener sagen, sei nicht im Haus. Wenige Minuten später sieht sie sie allerdings mit ihrem Vater das Haus verlassen.
Gekränkt, aber durchaus voller Verständnis für Miss Tilneys Verhalten, besucht sie abends mit Mr und Mrs Allen ein Theaterstück (Isabella spielt wohlmerklich in diesem Kapitel absolut keine Rolle!!!). Als sie Henry Tilney jedoch mit seinem Vater in der gegenüberliegenden Loge entdeckt, würdigt der sie nur einer leichten Verneigung aus Höflichkeit und ist sichtbar beleidigt und vor den Kopf gestoßen. In der Pause begibt er sich aber trotz allem zu ihrer Loge und Catherine überfällt ihn mit einer überschwenglichen Entschuldigung, der er einfach Glauben schenken muss. Sie verabreden sich, ein anderes Mal spazieren zu gehen --- und sowohl Catherines als auch Henrys Seelenruhe ist wieder hergestellt.

Henrys Gefühle für Catherine
Bemerkenswert in diesem Kapitel finde ich, dass an dieser Stelle der Wandel von Henrys Gefühlen für Catherine deutlich wird. Deutet im zehnten Kapitel, bei dem recht anzüglichen Gespräch über „Tanz = Ehe“, sein Verhalten schon darauf hin, dass sie ihm inzwischen mehr als sympathisch ist, wird im 12. Kapitel deutlich, wie gekränkt er durch Catherines (unabsichtlich schlechtes) Benehmen war, das nicht nur beleidigend war, sondern in seinen Augen wohl auch Gleichgültigkeit und Desinteresse für ihn und seine Schwester ausdrückte --- es zeigt vor allem, dass er inzwischen so viel für sie empfindet, ohne es vielleicht vor sich eingestehen zu wollen, dass sie überhaupt in der Lage dazu ist, ihn zu verletzen. (Denn Menschen, die einem nichts bedeuten und eher gleichgültig sind, können einen auch nicht so leicht kränken!)

Daher streitet er auch Catherine gegenüber ab, dass sie dazu in der Lage war, ihm durch ihr Benehmen in irgendeiner Weise seine Gemütsruhe zu nehmen, und weicht ihrer direkten Frage aus:

„Aber, warum übten Sie weniger Großmut als Ihre Schwester? Wenn sie meinen guten Absichten so vertraute und an einen Irrtum glaubte, warum waren Sie dann gekränkt?“
„Ich? --- Ich sei verletzt gewesen?“
„Ja, dem Blick gemäß, als Sie unsere Loge betraten.“
„Ich ärgerlich? Aber ich hatte doch gar kein Recht dazu!“
„Nun, nach Ihrem Gesicht zu urteilen, würde niemand vermutet haben, daß es an einem Anlaß fehlte.“
Statt einer Antwort bat er, ihm ein wenig Platz zu machen, und sprach dann über das Stück.


-----------------------

Süß finde ich besonders folgende Stelle:

Catherines unvermittelte Versicherung verfehlten jedoch nicht ihren Zweck. Er lächelte herzlich und natürlich und erwiderte mit nur noch wenig erzwungener Zurückhaltung:
„Wir anerkannten es jedenfalls, daß Sie uns einen schönen Spaziergang wünschten, nachdem Sie in der Argyle Street an uns vorübergefahren waren. Sie waren so freundlich, sich eigens zu diesem Zweck noch einmal umzuschauen.“
„Aber nein, ich wünschte Ihnen ja gar keinen angenehmen Spaziergang --- ich habe nie daran gedacht![…]“


Henry versucht Catherine, die unüberseh- und -hörbar bereit ist, alle Schuld auf sich zu laden, ein bisschen entgegenzukommen und sogar artig ihr schlechtes Benehmen in einen Akt der Höflichkeit umzuformulieren --- er reicht ihr die Hand zur Versöhnung, bietet ihr mit dieser Bemerkung stillschweigend an, die Sache damit als erledigt und vergessen anzusehen --- doch Catherine in ihrem Eifer braust wild drauflos und gesteht ihm alles bis ins kleinste Detail…. :wink:

Nein --- da stimme ich Jane Austen zu: Es kann keinen Henry auf dieser Welt geben, der gegen eine solche Erklärung gefühllos bleiben kann! :lach:

Alethea :flower:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 09:58 
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Austenkenner
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Ja, bei diesem Satz musste ich auch vor mich hingrinsen. Ich finde Cathrine in diesem Kapitel sehr sympatisch. Sie versucht sofort das Missverständnis aus der Welt zu räumen, eine richtige Heldin eben :wink: Sie wartet nicht passiv ab was passiert, sondern nimmt die Sache selbst in die Hand. Auch wenn das auf Anhieb nicht klappt, lässt sie sich nicht entmutigen und entchuldigt sich im Theater. Ihre Entschuldigung ist so unüberlegt und unverblümt, einfach liebenswert und echt! So ganz das Gegenteil von unserer lieben Isabella :D


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 10:18 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ja, "liebenswert" trifft es wirklich, im besten Sinn.
Ich weiß noch, dass ich Catherine beim ersten Lesen auch ziemlich nervig-naiv und dümmlich fand. Mittlerweile lasse ich nichts mehr auf sie kommen!

Alethea, Deine Tipparbeit ist auch sehr heldenhaft! Ich hoffe, all die vom Englischen verschreckten heimlichen Mitleser strömen jetzt in Scharen in diesen Thread und beteiligen sich rege an unseren Diskussionen. :wink: :roll:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 10:41 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ganz genau! Ich merke schon, wie ich beim Lesen jetzt überlege, wie man den Text am besten übersetzen könnte. Und du bringst es in einer sehr guten Weise rüber, mein Kompliment!
Ich dachte auch beim Lesen, wie sympathisch Catherine ihre Entschuldigung rüberbringt. Und wie Henr sich dann spontan zu ihr setzt, sie noch rücken lässt, ist auch sehr goldig von Henry. Ich sehe da ganz deutlich, wie wichtig sie ihm mittlerweile ist. Und wie rührend er auch gleich anmerkt, dass Eleanor sich auch bei ihr entschuldigen möchte für IHR unmögliches Verhalten. Sie seien, als Catherine vor der Tür stand, im Aufbruch begriffen. Es sei seiner Schwester sehr unangenehm. Ich fand es richtig sympathisch von Henry, wie er seinerseits versucht, alles zu bereinigen. Jetzt ist es eigentlich nicht mehr zu übersehen, dass Henry und Catherine sich sehr mögen. Die Geschwister nehmen bereits einen wichtigeren Stellenwert ein als die Geschwister Thorpe. Und das ist auch gut so! Die beiden kann ich einfach nicht mehr ertragen.
Tina

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 10:49 
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Archivarius

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Tina hat geschrieben:
Schade, Alethea. Es wäre ziemlich genial gewesen, wenn es zur "Kutschenentführung"eine Parallele gegeben hätte :lach: ...

Bei den Illustrationen in der deutschen NA-Ausgabe des Insel-Verlags ist eine dabei, die zeigt, wie Catherine von 2 finsteren Herren gepackt und in eine Kutsche verfrachtet wird. :wink:

Bruki :cool:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 12 /Henry Tilney
BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 11:00 
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Archivarius

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Alethea hat geschrieben:
... da stimme ich Jane Austen zu: Es kann keinen Henry auf dieser Welt geben, der gegen eine solche Erklärung gefühllos bleiben kann! ...

... den empfinde ich auch als einen der Höhepunkte des Romanes... und gestern hab ich mich gefragt, ob Jane Austen wohl ihren Helden in NA absichtlich "Henry" genannt hat? Und ob es beim Vorlesen in der Familie "anzügliche" Bemerkungen an dieser Stelle gab?

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 11:12 
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Sicher auch nicht mehr, als wenn Mr Bingley Jane Bennett einen "Engel" nennt. :wink:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 11:44 
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Austenexperte

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Zitat:
all die vom Englischen verschreckten heimlichen Mitleser strömen jetzt in Scharen in diesen Thread und beteiligen sich rege an unseren Diskussionen. wink Rolling Eyes


Wirklich sehr witzig...wer erträgt hier eigentlich keine Kritik? Vielleicht solltest Du Dir Deine Texte noch einmal durchlesen, bevor Du sie verschickst. Bringt es Spaß sich über Mitmenschen lustig zu machen? Ich mache mir hier ernsthaft Gedanken und .... vielen Dank!!!


:( :( :(


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 12:16 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Hey, das war auch nicht böser als Deine Kommentare. Und bestimmt nicht böser gemeint. :wink:
Ein bißchen Ironie ist doch hoffentlich erlaubt??

Wenn nicht, dann tuts mir aufrichtig leid, Dich (unbeabsichtigt!) persönlich getroffen zu haben.

Ich glaub nur einfach nicht, dass die von Dir angeführten Gründe jemanden vom Mitdiskutieren abhalten, der wirklich Interesse daran hat. Aber ich lass mich wirklich gerne vom Gegenteil überzeugen. Wäre ja schön, wenn Alethea sich die Mühe nicht umsonst macht.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 12:44 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Das ist nämlich gar nicht so einfach, das alte Englisch so zu übersetzen, dass der Sinn nicht verloren geht und es sich auch noch flüssig lesen lässt!
Ansonsten kann ich mich nur Julia anschließen. Wer Interesse hat, sollte eigentlich keine Probleme haben, sich der Diskussion anschließen zu können.
Oh ja, Bruki. Die Begegnung im Theater ist auch für mich einer der Höhepunkte der Geschichte. Und schade, dass in meiner Übersetzung keine Zeichnungen enthalten sind. DAS hätte ich wirklich gerne gesehen, wie Catherine in die Kutsche gezerrt wird! :ja:
Tina

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 12:48 
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Austenexperte

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 12:58 
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Austenexperte

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 12:58 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Meli? Ich glaube nicht, dass Julia dass jetzt böse gemeint hat. Sie hat doch selbst geschrieben, dass das jetzt ironisch gemeint war und ich habe ihren Kommentar auch nicht als böse aufgepasst.
Und wir haben doch einiges geändert? Sonst würde sich Alethea doch nicht die Mühe machen, die entsprechenden Passagen zu übersetzen? Ich bin der festen Überzeugung, dass hier jeder von uns, wenn er mit wem ein ernsteres Problem haben sollte, es demjenigen als PN (Private Nachricht) zuschicken würde, wo es privat abgehandelt und hoffentlich auch geklärt werden kann.
Vielleicht solltest du das ganze nicht so verkrampft nehmen? Ich kenne das aus eigener Erfahrung, auch ich bin eher so ein Typ, der vieles (Björn sagt sogar fast alles) zu wörtlich nimmt und sich immer gleich angesprochen fühlt, auch wenn das gar nicht der Fall ist. Seit mir das bewusst geworden ist, versuche ich alles etwas lockerer zu sehen und wenn die Leute gleich persönlich anzusprechen. Mir hat es geholfen.
Ganz liebe Grüße, Tina
PS: Ich freue mich auf Kommentare und Überlegungen von dir zu NA! :)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 13:11 
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Austenexperte

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BeitragVerfasst: Mittwoch 23. August 2006, 13:29 
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Ich denke auch, wir sollten jetzt wieder alle lieb zueinander sein! :knuddel: :kuss: :sauf:
Ich habe meinerseits versucht, auf deine Kritik und deine Vorschläge, Meli, einzugehen --- und du warst schließlich nicht die einzige, die um Übersetzung gebeten hat! Bruki ist da bestimmt auch happy drüber, stimmt's? :wink:

Ich habe mich bei der Übersetzung von NA zunächst an die deutsche Insel-Ausgabe gehalten, doch dann beiseite gelegt, weil ich, wie ich bereits schrieb, von der nicht begeistert bin! :nein: Es macht direkt Spaß, die englischen Passagen selbst zu übersetzen und es (hoffentlich) besser zu machen als diese Rauchenberger... :rofl: Also macht euch deswegen keine Gedanken mehr! Ich werd' mir die Zeit schon irgendwie nehmen! :wink:

Ich hoffe nur, dass sich meine Arbeit dann auch lohnt, und du dich jetzt nicht durch ein paar ironische Bemerkungen von Julia hast vergraulen lassen, die sie garantiert nur scherzhaft gemeint hat! :clown: :ja:

Bruki hat geschrieben:
Bei den Illustrationen in der deutschen NA-Ausgabe des Insel-Verlags ist eine dabei, die zeigt, wie Catherine von 2 finsteren Herren gepackt und in eine Kutsche verfrachtet wird. :wink:


Die Zeichnung ist auch auf dem Titelblatt --- aber vollkommen irreführend! :naja: Denn sie bezieht sich auf einen einzigen, klitzekleinen, kurzen und recht unwichtigen Satz im ganzen Roman! Doch das kommt ja erst noch...

Alethea :flower:

P.S.: Was ist eigentlich aus den anderen Mitlesern (Ms. Dashwood, Conceala und Magdalena) geworden??? :gruebel:

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Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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