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 Betreff des Beitrags: 41. Kapitel
BeitragVerfasst: Samstag 28. März 2009, 00:52 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Stimmt! Komisch, wie einem das, was man genau vor Augen hat, oft am wenigsten auffällt. Kann aber auch Dummheit sein. :D


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Samstag 28. März 2009, 00:52 


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 Betreff des Beitrags: 42. Kapitel
BeitragVerfasst: Samstag 28. März 2009, 19:17 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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42. Kapitel

Nachdem das Regiment abgezogen ist, kehrt wieder Ruhe in Longbourn ein - und Langeweile. Elizabeth freut sich auf ihre Reise mit den Gardiners zu den Seen, erfährt aber, dass es doch nur Derbyshire werden wird. Als die Reisegruppe in Lambton ankommt, beschließt man, nach Pemberley zu fahren - Elizabeth stimmt erst zu, als sie sicher zu sein glaubt, Mr. Darcy dort nicht anzutreffen.


Was mich hier ein wenig überrascht: Dass JA jetzt, nach fast 2/3 des Romans, kurz und knapp die Bennet-Ehe erledigt. Klar wurde das schon hinlänglich deutlich, aber dieser Absatz am Anfang des Kapitels wirkt für mich irgendwie deplatziert - er hätte gut ins erste oder zweite Kapitel gepasst. Und an Mrs. Bennet lässt JA nun wirklich kein gutes Haar...


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BeitragVerfasst: Sonntag 29. März 2009, 22:27 
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Es wird in ihrer Umgebung sicher öfter solche Frauen gegeben haben ( die gibt es ja jetzt auch noch), mit einem erschreckend geringen Horizont.
Und wenn dann ein Feingeist wie Mr. Bennet auf so ein hübsches, aber im Grunde sehr beschränktes, Frauenzimmer trifft und er sich dann verliebt, kann das nicht gutgehen.
Er hat sich blenden lassen und mußte es bitter bereuen.
Andererseits ist es natürlich nicht besonders schön, wenn er die Dummheit seiner Frau immer so heraushebt.
Grüße
Kerstin

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BeitragVerfasst: Sonntag 29. März 2009, 22:41 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Kerstin hat geschrieben:
Er hat sich blenden lassen und mußte es bitter bereuen.
Andererseits ist es natürlich nicht besonders schön, wenn er die Dummheit seiner Frau immer so heraushebt.


Erstaunlich eigentlich, dass ein so kluger Mann wie Mr. Bennet auf sie "reingefallen" ist. Wenn ich mir vorstelle, dass Mrs. Bennet mal so war wie Lydia heute, dann sollte man meinen, dass Mr. Bennet sehr schnell gemerkt haben müsste, wie es um die Geistesgaben der Dame bestellt ist/war. Also eine "Jugendsünde"?
Und was meint JA, wenn sie schreibt, Mr. Bennet sei nicht der Mann gewesen, der ob seiner Enttäuschungen Trost in gewissen "Freuden" gesucht hätte - geht es da um Alkohol oder andere Frauen?
Ja, Mr. Bennet verhält sich auch nicht nett. Hier wird schon deutlich, dass Elizabeth sich sehr bewusst ist, was ihr Vater alles falsch macht - und damit ja letztlich Darcy recht hat.


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BeitragVerfasst: Sonntag 29. März 2009, 22:50 
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Zitat:
Und was meint JA, wenn sie schreibt, Mr. Bennet sei nicht der Mann gewesen, der ob seiner Enttäuschungen Trost in gewissen "Freuden" gesucht hätte - geht es da um Alkohol oder andere Frauen?

Vermutlich. Sonst wäre es sicher offensichtlicher gewesen. Er hat sich in seine Bibliothek zurückgezogen und gibt sich seinen Büchern hin. Und ansonsten überschüttet er seine Frau mehr oder weniger offen mit Spott.

Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass Mrs Bennet dauerschwanger war? Wenn Elizabeth noch keine 21 ist und Lydia 15, war Mrs Bennet innerhalb von knapp sechs Jahren vier Mal schwanger. Rechnet man noch Jane dazu, hat sie quasi ein Kind bekommen und war kurz darauf schon wieder in anderen Umständen.
Grüße
Kerstin

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BeitragVerfasst: Montag 30. März 2009, 11:12 
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... was wohl nicht unueblich war: JAs Bruder Edward hat seiner Frau in kuerzester Folge 11 Kinder beschert, bei der Geburt des letzten ist sie dann (nicht ueberraschend angesichts der damaligen aerztlichen und hygienischen Standards) gestorben.

Vielleicht geht das etwas zu weit, aber ich persoenlich finde (ob nun von JA beabsichtigt oder nicht) da scheint auch ein wenig von Mr Bennets Ruecksichtslosigkeit durch ... eine Schwangerschaft ist ja keine unerhebliche koerperliche Belastung.
JA aeussert sich zumindest in ein paar Briefstellen auch sehr kritisch ueber das permanente Geschwaengere in ihrem Umfeld - aber vielleicht interpretiere ich da auch zuviel hinein. :wink:


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BeitragVerfasst: Montag 30. März 2009, 13:44 
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Es war ganz sicher nicht unüblich, aber man könnte verstehen, dass sie nach den fünf Mädchen vielleicht einfach keine Kinder mehr bekommen konnte.
Oder beide die Lust verloren. :rolleyes:

Grüße
Kerstin

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BeitragVerfasst: Montag 30. März 2009, 19:49 
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Vielleicht war es rücksichtslos. Aber könnte es nicht auch sein, dass beide, also auch Mrs. Bennet, unbedingt noch einen Jungen haben wollten - um den Besitz zu sichern? Zumindest klagt Mrs. Bennet ja sehr viel darüber, dass sie Longbourn verlieren. Und nach fünf Mädchen haben sie es einfach aufgegeben - oder konnten oder wollten nicht mehr, wie Kerstin vermutet.


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BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 06:33 
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Julia hat geschrieben:
... was wohl nicht unueblich war: JAs Bruder Edward hat seiner Frau in kuerzester Folge 11 Kinder beschert, bei der Geburt des letzten ist sie dann (nicht ueberraschend angesichts der damaligen aerztlichen und hygienischen Standards) gestorben.

Vielleicht geht das etwas zu weit, aber ich persoenlich finde (ob nun von JA beabsichtigt oder nicht) da scheint auch ein wenig von Mr Bennets Ruecksichtslosigkeit durch ... eine Schwangerschaft ist ja keine unerhebliche koerperliche Belastung.
JA aeussert sich zumindest in ein paar Briefstellen auch sehr kritisch ueber das permanente Geschwaengere in ihrem Umfeld - aber vielleicht interpretiere ich da auch zuviel hinein. :wink:


Aus der damaligen Zeit heraus finde ich das nicht ruecksichtslos, sondern mehr als verstaendlich! :wink:
Ein maennlicher Erbe musste her. Und - es war das Schicksal einer Frau zu gebaeren. Schlimm, aber so war es. Es soll Frauen gegeben haben, dier Mittel und Wege kannten, das zu umgehen. :fies_sei:
Ich halte das Mrs Bennet zugute, dass sie auch der Meinung war, noch ein Versuch..... :/
Und dabei wusste sie damals noch gar nicht, dass nur MR Bennet schuld war :lach:

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BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 07:21 
Man glaubte ja auch solchen Unsinn, wie "so lange man stillt, kann man nicht schwanger werden" (wenn Mrs Bennet überhaupt gestillt hat).


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 Betreff des Beitrags: Re: 41. Kapitel
BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 10:38 
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Udo hat geschrieben:
.. Dass ihr Vater trotzdem an seiner Entscheidung festhält, zeigt mal wieder, dass er es an Verantwortungsbewußtsein fehlen lässt. Andererseits hatte ich vergessen, dass er im Grunde auch gute Gründe anführt. Tatsächlich vertraut er Lydia ja Colonel Forster an, der offenbar wirklich ein vernünftiger Mann ist. Und er hat recht: Lydia ist zu arm, um interessant zu sein - zumal in Brighton, wo es von attraktiven und besser situierten Damen nur so wimmeln dürfte. Es könnte für Lydia also tatsächlich ein heilsamer Schlag sein, zu sehen, wie unbedeutend sie ist. Natürlich geht es Mr. Bennet auch um seine Ruhe. Und wenn er seine Tochter wirklich kennen würde, müsste er auch vorsichtiger sein.

Das Problem ist, Lydia ist ein unerzogenes Gör, das gewohnt ist wie ein kleiner Hund über die Felder zu stromern. Ich sehe das wie Lizzy. Man kann nicht erwarten, dass ein Mr. Forster Lydia und ihre Flausen und Allüren im Griff hat, wenn's die Eltern nicht haben. Ich finde es nachgerade unverschämt dem Colonel Lydia aufzuhalsen, damit man selbst seine Ruhe hat.
Es war üblich mit Bekannten zu reisen, aber die meisten Mädel waren deutlich besser erzogen und hatten sich besser im Griff, als gerade Lydia. DIE konnte man unbesorgt mit Bekannten reisen lassen. Zudem erwartete Mr. Bennet ja Probleme, bzw. dass Lydia aufläuft und merkt, dass die Männer nicht scharenweise um ihre Hand anhalten. Aber kann er gerade mit seiner Einschätzung der Jüngsten nicht auf die Idee kommen, dass sie sich sagt, na und, Hauptsache ich hab meinen Spaß, gerade wenn ihr bewusst wird, dass sie wohl kaum eine gute Partei machen kann?

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 1. April 2009, 08:11, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 20:59 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Tja, der Fortgang der Geschichte zeigt, dass Du recht hast, Caro....

Mir ist hier im Kapitel noch der heitere Stilbruch aufgefallen: "Es ist nicht Aufgabe dieses Buches, eine Beschreibung von... zu liefern." Abgesehen davon, dass sich JA hier wieder selbst ins Spiel bringt, ist das auch wieder schön knapp gerafft. Erinnert mich an die Schlusssequenzen, in denen sie gelegentlich sagt: Dass geheiratet wurde und man glücklich war etc., muss nicht weiter erwähnt werden...;D


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BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 22:29 
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Austenbegeistert
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Insgesamt lässt Jane Austen die Wochen in dem Kapitel ja nur so verfliegen. Da mal drei Wochen, in denen nach Lydias Abreise in Longbourn wieder etwas mehr Normalität aufkommt, dann noch vier Wochen bis Elisabeth mit den Gardiners auf die Reise geht und dann die Reise selbst. Eine Zeit in der nichts geschieht, was die Geschichte wirklich weiter bringt und die einfach nur vergehen muß.

Trotzdem kann ich mir vorstellen, wie Miss Bennet in Oxford vergeblich versucht ein College zu besichtigen oder Onkel Gardiner in Birmingham Geschäftspartner trifft und die Damen währendessen eine Eisengießerei besichtigen und eine Dampfmaschine bestaunen dürfen.;)
Die Verfilmungen füllen die Reise ja zumindest mit etwas Landschaft auf, aber die Erzählerin aus dem Off im Buch erfüllt den Zweck des Zeitraffers doch sehr gut.

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Grüsse, Armin

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BeitragVerfasst: Dienstag 31. März 2009, 23:48 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Irgendwo habe ich gelesen, dass man hier sehen kann, wie damals gehobene Touristen unterwegs waren. Schon erstaunlich, dass die einfach so in die Häuser spazieren konnten, war aber offenbar nicht unüblich.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 1. April 2009, 06:26 
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Kann man Mrs. Bennet als Ehefrau eigentlich einen Vorwurf machen? Wenn man einen Mangel nicht sieht, kann man ihn nicht abstellen. Im Gegensatz zu ihrem Mann übersteigt es einfach ihren Horizont, gewisse Dinge zu erkennen. Registriert sie wenigstens, wie lieblos er oft zu ihr ist? Mr. Bennet hingegen führt diese Ehe bei vollem Bewusstsein, ohne sich zu bemühen, irgendetwas daran zu ändern. Er hat resigniert. "Achtung, Wertschätzung und Vertrauen waren ein für allemal dahin..." Was für ein trauriges Zusammenleben. :(

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BeitragVerfasst: Mittwoch 1. April 2009, 12:37 
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Amadea hat geschrieben:
Kann man Mrs. Bennet als Ehefrau eigentlich einen Vorwurf machen? Wenn man einen Mangel nicht sieht, kann man ihn nicht abstellen. Im Gegensatz zu ihrem Mann übersteigt es einfach ihren Horizont, gewisse Dinge zu erkennen. Registriert sie wenigstens, wie lieblos er oft zu ihr ist? Mr. Bennet hingegen führt diese Ehe bei vollem Bewusstsein, ohne sich zu bemühen, irgendetwas daran zu ändern. Er hat resigniert. "Achtung, Wertschätzung und Vertrauen waren ein für allemal dahin..." Was für ein trauriges Zusammenleben. :(

Welchen Mangel meinst Du hier? Den der fehlenden Erziehung?
Ich denke, Mrs. Bennet macht sich schlicht keine Gedanken über ihre Töchter und deren Bedürfniss, oder etwaige Versäumnisse. Ihr geht es nur um die eigene Befindlichkeit und ihr Bedürfnis nach Nervenschonung. Sobald ihr etwas nicht passt, bringt sie ihr Herz und die Nerven ins Spiel. Da spielt sie im Gleichkang mit ihrem Gatten. Die beiden haben sich gesucht und gefunden.

Und auch was die Lieblosigkeit angeht, finde ich nicht, dass SIE IHM etwas voraus hat. Anfangs sah ich sie noch als Muttertier, das an die Versorgung der Töchter denkt, aber inzwischen glaube ich, dass auch das aus Egoismus und Eigennutz geschieht. Natürlich will sie angeben können und selbst Nutznießerin finanzieller oder luxuriöser Art sein, also am Glück der Töchter direkt partizipieren. Sie sonnt sich in Janes Glanz, auch wenn Lydia ihr Liebling ist, weil sie denkt, sie könne ohne weiteres an die Spitze der Gesellschaft aufsteigen, wobei ihr ein großes Bankkonto allemal lieber ist, als ein leerer Titel. Sie hat von vornherein kalkuliert, daß eine ihrer Töchter Bingley schon kriegen wird. Wir werden in dieser Hinsicht noch mehr von ihr hören ...

Was bleibt Mr. Bennet auch übrig? "Ein Esel wird kaum tanzen lernen", hab ich in ähnlichem Zusammenhang gehört. Irgendwie passt das, finde ich. Mrs. Bennet ist Lydia in vielem ähnlich, oder vielmehr Lydia ihrer Mutter. Weshalb also sollte sie ihrer Jüngsten Ketten anlegen? Wieso ihr Kindheit und Jugend mit Regeln vergällen und ihr den Spaß nehmen? Der schnöde Alltag einer Gattin kommt früh genug, denkt sie sich vermutlich ... :wink:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 1. April 2009, 18:10 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Caro hat geschrieben:
Welchen Mangel meinst Du hier? Den der fehlenden Erziehung?
Nein, den meinte ich nicht, sonst hätte ich gefragt, ob man ihr als Mutter einen Vorwurf machen könne. Mit Mangel meinte ich Mrs. Bennets Unfähigkeit, die Bedürfnisse ihres Mannes zu sehen. Sorry, ich hätte es eindeutiger formulieren sollen, aber heute früh vor der Arbeit fehlte mir dazu die Zeit.

Klar ist Mrs. Bennet so gesehen egoistisch, weil sie sich fast nur um ihre eigenen Interessen schert. (In dem Punkt steht sie ihrem Gatten in nichts nach.) Aber ich frage mich halt: bemerkt sie überhaupt, dass sie ihren Mann anödet? Registriert sie, dass sie ihm keine adäquate Gesprächspartnerin sondern eine regelrechte Nervensäge ist?
Denn falls sie es aufgrund ihrer Dummheit bzw. eingeschränkten Sichtweise nicht merkt, kann man ihr doch kaum einen Vorwurf machen, oder? Ohne die Einsicht, keine gute Ehefrau zu sein, kann sie sich nicht ändern.
Mr. Bennet weiß hingegen sehr genau, dass er seine Angetraute respektlos behandelt und beleidigende Äußerungen ablässt. Ich habe zwar Verständnis für sein Verhalten, aber ist es fair von ihm? :?: Ich sehe das ähnlich wie Elizabeth ("Elizabeth war allerdings nie blind gegenüber dem ungehörigen Verhalten ihres Vaters als Ehemann gewesen. ... versuchte sie..., aus ihren Gedanken den ständigen Bruch ehelicher Schuldigkeit und ehelichen Anstandes zu verbannen, dessen er sich dadurch schuldig machte, dass er ...") und neige dazu, ihm im Hinblick auf die schlechte Ehe wesentlich mehr Vorwürfe zu machen als seiner Frau, eben weil er der Überlegene ist, der die Lieblosigkeiten mit voller Absicht begeht.

Caro hat geschrieben:
Was bleibt Mr. Bennet auch übrig?
Eine Lösung habe ich jetzt auch nicht parat. Dennoch meine ich, er hätte bereits zu Beginn der Ehe versuchen können, irgendwie gegenzusteuern, anstatt in Resignation abzudriften. Vielleicht hätte er seiner Frau Geschmack am Lesen vermitteln können?

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 Betreff des Beitrags: 43. Kapitel
BeitragVerfasst: Mittwoch 1. April 2009, 23:34 
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43. Kapitel

Elizabeth und die Gardiners besuchen Pemberley. Die Haushälterin führt sie durch das prachtvolle Haus und hält viele Lobreden auf Mr. Darcy, die Elizabeth einigermaßen ins Grübeln bringen. Wieder draußen, treffen sie auf Mr. Darcy, der überraschend vorzeitig heimgekehrt ist - und sich ausnehmend höflich um die Gäste kümmert. Er bittet Elizabeth, ihr seine Schwester vorstellen zu dürfen.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 2. April 2009, 13:43 
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Ich amüsiere mich jedes Mal über diese Fischgeschichte. In Netherfield bekam er die Zähne kaum auseinander und plötzlich drängt er dem armen Onkel quasi die Angelei auf.. :D Überraschend, dass er ihn nicht direkt zum nächsten Weiher schleppt.
Das ist schon sehr auffallend, wie sehr er sich um ihre Verwandten bemüht.
Kein Wunder, dass Elizabeth total überrascht ist und ihn kaum wiedererkennt!
Grüße
Kerstin

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BeitragVerfasst: Donnerstag 2. April 2009, 13:48 
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Kerstin hat geschrieben:
Das ist schon sehr auffallend, wie sehr er sich um ihre Verwandten bemüht.


Das finde ich auch. Aber warum hat er nicht gleich bei der ersten Begegnung darum gebeten, dass Elizabeth ihre Verwandten vorstellt? Die standen doch ziemlich dumm daneben. Ist das nicht von beiden Seiten (Lizzy und Darcy) sehr unhöflich gegenüber den Gardiners? Oder waren die beiden zu verwirrt? Wobei mir auffällt, dass die Gardiners das offenbar auch nicht komisch finden.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 2. April 2009, 21:04 
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Austenbegeistert
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Udo hat geschrieben:
Ist das nicht von beiden Seiten (Lizzy und Darcy) sehr unhöflich gegenüber den Gardiners? Oder waren die beiden zu verwirrt? Wobei mir auffällt, dass die Gardiners das offenbar auch nicht komisch finden.

Die Gardiners werden aus den bisherigen Beschreibungen Darcys nichts anderes erwarten. Wie es um Elizabeth und Darcy steht:
Zitat:
Their eyes instantly met, and the cheeks of both were overspread with the deepest blush. He absolutely started, and for a moment seemed immovable from surprise; but shortly recovering himself, advanced towards the party, and spoke to Elizabeth, if not in terms of perfect composure, at least of perfect civility.

Elizabeth und Darcy versuchen dann vergeblich etwas Smalltalk zu betreiben. Naja, haupsächlich Darcy, der als er nicht mehr weiter weiss, sich verabschiedet. Dass die Gardiners es seltsam finden, mit dem Gärtner unbeachtet stehengelassen zu werden, kann ich mir zwar vorstellen, finde es aber nicht beschrieben.
Bei dem zweiten Treffen, das von Seiten Darcys ja kein Zufall war, haben sich Elizabeth und Darcy dann besser im Griff und vergessen auch essentielle Höflichkeiten nicht. Darcy bittet dann Elizabeth, ihm die Gardiners vorzustellen.



Insgesamt gibt der Besuch in Pemberley Elizabeth ja einiges zu Denken:
Zitat:
"And of this place," thought she, "I might have been mistress! With these rooms I might now have been familiarly acquainted! Instead of viewing them as a stranger, I might have rejoiced in them as my own, and welcomed to them as visitors my uncle and aunt. But no,"—recollecting herself—"that could never be; my uncle and aunt would have been lost to me; I should not have been allowed to invite them."
...
Whether he (Darcy) had felt more of pain or of pleasure in seeing her (Lizzy) she could not tell, but he certainly had not seen her with composure.
...
she could hardly suppress a smile at his being now seeking the acquaintance of some of those very people against whom his pride had revolted in his offer to herself.
...
That he was surprised by the connection was evident; he sustained it, however, with fortitude, and so far from going away, turned his back with them, and entered into conversation with Mr. Gardiner.
...
Her astonishment, however, was extreme, and continually was she repeating, "Why is he so altered? From what can it proceed? It cannot be for me—it cannot be for my sake that his manners are thus softened. My reproofs at Hunsford could not work such a change as this. It is impossible that he should still love me."
...
Will you allow me, or do I ask too much, to introduce my sister to your acquaintance during your stay at Lambton?"

The surprise of such an application was great indeed; it was too great for her to know in what manner she acceded to it. She immediately felt that whatever desire Miss Darcy might have of being acquainted with her must be the work of her brother, and, without looking farther, it was satisfactory; it was gratifying to know that his resentment had not made him think really ill of her.
...
"But perhaps he may be a little whimsical in his civilities," replied her uncle. "Your great men often are; and therefore I shall not take him at his word, as he might change his mind another day, and warn me off his grounds."
Elizabeth felt that they had entirely misunderstood his character, but said nothing.

Sie fühlt sich am Ende des Kapitels zwar noch nicht in der Lage Darcy offen zu verteidigen, für sie selbst hat sich aber einiges in ihrem Verhältnis zu Darcy geändert. Darcy hat sich bemüht und seine Mühe trägt Früchte...

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BeitragVerfasst: Freitag 3. April 2009, 08:27 
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Kerstin hat geschrieben:
Ich amüsiere mich jedes Mal über diese Fischgeschichte. In Netherfield bekam er die Zähne kaum auseinander und plötzlich drängt er dem armen Onkel quasi die Angelei auf.. :D Überraschend, dass er ihn nicht direkt zum nächsten Weiher schleppt.
Das ist schon sehr auffallend, wie sehr er sich um ihre Verwandten bemüht.
Kein Wunder, dass Elizabeth total überrascht ist und ihn kaum wiedererkennt!

Es ist mehr als das. Darcy bemüht sich hier nicht nur um Höflichkeit, sondern er setzt eigentlich bei der missglückten Verlobung bzw. dem Antrag an. Hätten Sie sich verlobt, gehörten die Gardiners ja nun auch zur Familie und genau das, möchte er ihnen und Lizzy zeigen. Er sagt damit "My castle is your castle" und betrachtet Mr. Gardiner als Gleichen unter Gleichen. Er erlaubt nicht nur zu Angeln, nein er offeriert die besten Plätze und er will ganz offensichtlich, dass sie sich alle bei ihm wohlfühlen. Das erreicht er ja dann auch.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. April 2009, 15:28 
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Registriert: Mittwoch 9. April 2008, 16:07
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Wenn ich so drüber nachdenke, finde ich, dass dies eines der schönsten Kapitel des Buches ist. Es fällt auf, dass JA gegen ihre Gewohnheit hier relativ ausführliche Beschreibungen des Parks und des Hauses liefert. Man kann recht klar nachvollziehen, wie Elizabeth unter dem Eindruck Pemberleys schwer ins Grübeln gerät. Und dann noch die Haushälterin ("Er ist der beste Pachtherr und Gutsbesitzer aller Zeiten."), deren Urteil sehr hoch geschätzt wird. Elizabeth kommt ganz schön ins Trudeln - und das ist sehr nett beschrieben. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass sich auch die Regisseure von P&P 95 und 05 bei diesen Szenen besonders viel Mühe gegeben haben. Allerdings schwingen da (wie mir scheint, diesmal ohne Ironie) auch nicht wenig große Gefühle mit: Etwa, als Elizabeth vor Darcys Bild steht und sie mit Dankbarkeit an seine Liebe denkt. Oder die überraschende Begegnung mit ihm. Das sind ziemlich eindeutige Szenen eines Liebesromans, finde ich. Ist ja auch nicht verboten, bei allem Bemühen, JA nicht als Liebesroman-Schreiberin abstempeln zu lassen. JA beschreibt das aber allemal kitschfrei, beim Lesen erwischt man sich ab und an, wie man vor sich hingrient.
Ich nehme an, dass Mr. Darcy Elizabeths Auftauchen als eindeutiges Zeichen wertet, dass er wieder hoffen darf. Und da sich seine Gefühle offenbar nicht verändert haben, nutzt er die unverhoffte Chance, diesmal mit großer Höflichkeit und Aufmerksamkeit zu punkten. Anders als Caro glaube ich aber nicht, dass er Elizabeth zeigen will, dass die Gardiners schon zur Familie gehören könnten. Das scheint mir ein wenig zu kalkuliert. Ich nehme eher an, dass er in den vergangenen Wochen viel gegrübelt hat, einige Fehler erkannt hat und es jetzt einfach besser machen will. Und es zeigt sich, dass er es kann! Denn tatsächlich hätte er vor einigen Monaten die Gardiners wohl kaum für würdig befunden, mehr als das Nötigste mit ihnen zu reden (man denke daran, wie er sogar Sir Lucas hat abfliegen lassen).
Und dann sieht man hier gegen Ende des Kapitels auf einmal, dass sie doch in der Lage ist, jedenfalls gegenüber den Gardiners, Wickhams Verhalten in Zweifel zu ziehen - und sie erzählt dabei sogar ohne Quellenangabe die Einzelheiten des finanziellen Abkommens zwischen Darcy und Wickham. Also mir scheint immer noch, dass sie zumindest ihrer Familie sowas schon früher hätte sagen können.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 00:04 
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Und wieder ist ein schönes Kapitel vorbei.... ;(

44. Kapitel

Die Darcys und Bingley machen ihre Aufwartung. Die Gardiners beginnen zu ahnen, dass zwischen Darcy und Elizabeth mehr läuft, als sie bisher wussten. Elizabeth ist sehr bemüht, allgemein zu gefallen. Man erfährt, dass Wickham in Lambton nicht sehr populär ist. Elizabeth bemüht sich, sich über ihre Gefühle im Klaren zu werden.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 00:32 
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Austenbegeistert
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Registriert: Mittwoch 30. Mai 2007, 21:19
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Wenn auch nach einer halben Ewigkeit, melde ich wieder mal im Groupread.
Diesen Kapitel gefällt mir sehr gut, ganz besonders ein einziger Satz. ^^ Schon als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, damals noch auf deutsch, ist mir dieser Satz aufgefallen. Ich habe in hier im Kontext zitiert.

Elizabeth, on her side, had much to do. She wanted to ascertain the feelings of each of her visitors; she wanted to compose her own, and to make herself agreeable to all; and in the latter object, where she feared most to fail, she was most sure of success, for those to whom she endeavoured to give pleasure were prepossessed in her favour. Bingley was ready, Georgiana was eager, and Darcy determined, to be pleased.

hier noch in meiner deutschen Übersetztung: "Bingley war bereit, Georgina war bestrebt, und Darcy war entschlossen sich von ihr entzücken zu lassen."

Es steckt so viel in diesem kurzen Satz, in diesen wenigen Worten, ich finde ihn einfach perfekt. ^^

Der arme Bingley, er kann einem einfach nur Leid tun, wenn er sich noch so genau an den Tag zurück erinnert, and dem er Elizabeth und damit auch Jane zum letzten Mal gesehen hatte.
Am Ende des Kapitels ist Elizabeth sich sicher, noch immer dieselbe Macht über Darcy zu haben, nur weiss sie noch nicht, ob sie sie nutzen soll um ihn zu einem zweiten Antrag zu bringen. Auch an dieser Stelle macht sie sich darüber noch ganz ruhig Gedanken und fühlt sich vor allem geschmeichelt durch seine Liebe. Ob es von ihrer Seite aus wirklich schon Liebe ist? Sie scheint sich jedenfalls noch nicht ganz sicher.

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"...from so simple a beginning endless forms most beautiful and most wonderful have been, and are being, evolved."
Charles Darwin

Im FF-Archiv und im Chat: Ilana


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 09:59 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ja, dieser Satz bringt es ganz brilliant auf den Punkt! :)

Mir fiel hier (wie im letzten Kapitel schon) auf, wie diskret die Gardiners sind. ZU diskret vielleicht, aber ein sehr angenehmer -und offensichtlich für den Plot wichtiger- Kontrast zu Mrs Bennet und Lady Catherine.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 10:08 
Udo hat geschrieben:
Wenn ich so drüber nachdenke, finde ich, dass dies eines der schönsten Kapitel des Buches ist.
Mir hat dieses Kapitel auch gut gefallen. Es gibt etwas her, im Gegensatz zu manch anderen kurzen Kapiteln. :wink:


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 13:49 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Registriert: Sonntag 15. Oktober 2006, 17:01
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Udo hat geschrieben:
Und da sich seine Gefühle offenbar nicht verändert haben, nutzt er die unverhoffte Chance, diesmal mit großer Höflichkeit und Aufmerksamkeit zu punkten.
Und wieder frage ich mich, ob Mr. Darcy jemals einen zweiten Anlauf gewagt hätte, wäre Elizabeth nicht zufällig zur Besichtigung von Pemberley aufgetaucht?

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(W. H. Auden)

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 20:50 
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Administrator und Captain a.D. of HMS Groupread
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Amadea hat geschrieben:
Und wieder frage ich mich, ob Mr. Darcy jemals einen zweiten Anlauf gewagt hätte, wäre Elizabeth nicht zufällig zur Besichtigung von Pemberley aufgetaucht?


Ich bin relativ überzeugt, dass er das nie getan hätte. Nach dieser grandiosen Abfuhr von Elizabeth? Also da muss man nicht annähernd so stolz sein wie Mr. Darcy, um sich jeden zweiten Anlauf zu verkneifen. Er brauchte ein eindeutiges Signal, dass er wieder hoffen darf - das war der Besuch.
Abgesehen davon frage ich mich, bei welcher Gelegenheit die beiden sich je hätten wiedersehen sollen, da Bingley ja offenbar nicht plante, nach Netherfield zurück zu kehren. Da müsste Darcy ihm schon sehr reumütig alles beichten, worauf Bingley zu Jane stürzt, um sie zu heiraten - dann hätte Darcy Lizzy allerdings wiedergesehen.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. April 2009, 21:15 
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Der Besuch war es nicht. Der war ja reiner Zufall. Aber ihre positive Reaktion auf ihn, dass war ein Zeichen. Sie hat ihn nicht abblitzen lassen, als er sie um einen weiteren Besuch bat. Stattdessen ist sie augenscheinlich sehr angetan von ihm. ;)
Grüße
Kerstin

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