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BeitragVerfasst: Mittwoch 12. März 2008, 21:46 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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(Ich komm zwar erst morgen zum Lesen, aber falls schon jemand weitermachen will:)

Kapitel 20

Mariane und Elinor lernen die Palmers näher kennen. Mrs Palmer hat die beiden schon in ihr Herz geschlossen und will sie in alle ihre Aktivitäten einbeziehen. Der aufgedrängten Vertraulichkeit kommt auch Sir Johns Geschwätzigkeit entgegen - Mrs Palmer ist bereits über Willoughby informiert und brüstet sich damit, ihn gut zu kennen, wobei auf Nachfrage Elinors herauskommt, dass sie noch nie mit ihm gesprochen hat. In diesem Stil verläuft die Unterhaltung, Mr Palmer glänzt durch Unhöflichkeit und Marianne hält sich mal wieder aus allem heraus.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mittwoch 12. März 2008, 21:46 


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BeitragVerfasst: Donnerstag 13. März 2008, 10:19 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2005, 21:13
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In diesem Kapitel erfahren wir ganz nebenbei übrigens eine weitere Facette von Willoughbys Charakter.
Mrs Palmer spricht davon, wie ihr Mann auf Wahlkampf geht und sie mit Willoughby keinen Umgang haben, weil er der Opposition angehört. Daraus ergibt sich, dass Mr Palmer der damals im Parlament stärksten Partei, den Tories angehört, während Willoughby zu den Whigs gehört bzw. deren Kampagnen unterstützt.

(Man könnte jetzt ganz tief in die Politik der damaligen Zeit einsteigen :wink: - aber es reicht vielleicht zu sagen, dass die Tories als konservativ und königstreu galten, während die Whigs eher moderne Ideen und Ideale verfolgten - z.B. die Abschaffung der Sklaverei, ein Ende der kriegerischen Politik gegen Frankreich, etc.)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 13. März 2008, 13:23 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich musste so grinsen beim Lesen dieses Kapitels! Mrs. Palmers Aussagen sind so freundlich, aber auch soooooooo belanglos und auch oftmals haltlos. Eine nette, hübsche, aber ziemlich ungebildete junge Frau!

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Donnerstag 13. März 2008, 18:30 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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"Unsere Reise hierher kam völlig überraschend ... Dann erst fragte Mr. Palmer mich, ob ich ihn nach Barton begleiten wolle."
So unwirsch wie Mr. Palmer auf die Konversationsversuche seiner Frau reagiert, habe ich mich gewundert, dass er sie nicht gleich daheim gelassen hat. :D Jedenfalls macht er an keiner Stelle den Eindruck, als genieße er die Gegenwart seiner Frau.

"...denn ich finde Sie beide ausgesprochen hübsch und Mr. Palmer auch, das weiß ich, obwohl er es gestern Abend nicht zugeben wollte."
Aha. Mrs. Palmer kriegt während ihrer ständigen Plaudereien also doch mehr mit, als ich dachte. :wink:

"...aber er sah aus, als wüsste er, dass es wahr ist und deshalb stand es für mich von dem Augenblick an fest."
Bei solchen Schlussfolgerungen kann man sich aber auch ganz schön vertun. Oder hat Mrs. Palmer vielleicht einfach nur ein gutes "Bauchgefühl"?

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"To read ist to translate, for no two person's experiences are the same."
(W. H. Auden)

"Lesen heißt übersetzen, denn keine zwei Menschen teilen die gleichen Erfahrungen."


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BeitragVerfasst: Donnerstag 13. März 2008, 18:43 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Dieses Kapitel birgt so richtig nette Seitenhiebe - besonders, was den Charakter von Mrs Palmer angeht oder ihre Beziehung zu Mr Palmer! :wink:

So z.B.:

"Oh, my love," cried Mrs. Palmer to her husband,.
............ und dann:

Her love made no answer; and.....
began complaining of the weather.

Oder auch, als sie nach Willoughby gefragt wird antwortet sie im Brustton der Überzeugung: "Oh dear, yes; I know him extremely well," , um im selben Atemzug fortzufahren: "not that I ever spoke to him, :lach:

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BeitragVerfasst: Freitag 14. März 2008, 19:29 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ja, ich finde auch, man merkt, dass die Autorin sehr sensibel für so sprachliche Planierraupen wie Mrs Palmer ist, für Jargon und Gefloskel ganz allgemein vielleicht. Mrs Palmer ist diesbezüglich wirklich ein Paradebeispiel. Auch die Geschichte, wie sie Colonel Brandon in London begegnet ist und er ihr "sofort von Mariannes Verlobung erzählte". :lol:

Hier vielleicht ganz lustig, aber ich kenne genau so eine Frau auch im wirklichen Leben. So enstehen ständig Gerüchte und Verwirrungen, einfach weil sich die betreffende Person nichtmal halbwegs präzise ausdrücken kann. Schlimm.


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BeitragVerfasst: Samstag 15. März 2008, 00:56 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Was haltet Ihr denn von diesem Satz:

His temper might perhaps be a little soured by finding, like many others of his sex :wink:



Julia, das ist ja das Verblüffende, dass man heutzutage eben Menschen, die genau so sind :ja: , auch noch antrifft!

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BeitragVerfasst: Samstag 15. März 2008, 09:22 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Miranda hat geschrieben:
Was haltet Ihr denn von diesem Satz:
His temper might perhaps be a little soured by finding, like many others of his sex :wink:


Auch wenn ich sonst nicht dazu neige: Ich musste gleich an P&P's Mr Bennet denken. Dieser Satz trifft auch haargenau auf ihn zu.

Und nicht nur ihn ... :roll:


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BeitragVerfasst: Samstag 15. März 2008, 11:33 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Miranda hat geschrieben:
Was haltet Ihr denn von diesem Satz:
His temper might perhaps be a little soured by finding, like many others of his sex :wink:

Mir kam der Gedanke, dass Mr. Palmer doch nicht so viel mehr Verstand als seine Frau besitzen kann, sonst wäre ihm das nicht passiert. :lach: Wenn schon der Verstand einen Mann nicht davor bewahren kann, eine schöne, aber einfältige Frau zu ehelichen, was soll dann sonst helfen, nicht in die Falle zu tappen? :D

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BeitragVerfasst: Sonntag 16. März 2008, 22:52 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Kapitel 21

Die Palmers reisen ab und schon kurz darauf stellt sich neuer Besuch ein. Mrs Jennings lädt ihre entfernt verwandten Misses Steele nach Barton ein. Zum Entsetzen von Lady Middleton, die sich allerdings schnell damit versöhnt, denn die beiden Damen verstehen es vortrefflich, sich beliebt zu machen. Mit Elinor und Marianne haben sie es allerdings nicht so leicht.
Das Kapitel endet mit einer Bemerkung der älteren Miss Steele, dass sie mit Edward Ferrars bekannt sind, was Elinor sehr erstaunt.


______________________________________________________

Die Szene mit den Middleton'schen Gören ist eine der lustigsten, finde ich (kommt gleich nach der Zahnstocherdosen-Episode! :wink:), Jane Austen ist hier wirklich gnadenlos auf den Punkt. Und auch Elinor darf mal wieder Humor beweisen:
"I confess," replied Elinor, "that while I am at Barton Park, I never think of tame and quiet children with any abhorrence."
:lol:

Wie wird eigentlich in der deutschen Übersetzung die Sprache der Steele-Mädchen wiedergegeben? Im Orginal ist die Grammatik da mehr als holprig ...
Das finde ich so schön an JA, dass sie ihre Charaktere sprechen lässt - jeder hat seine eigene Stimme, seine eigene Sprache. Ich kenne kaum sonst einen Autoren, bei dem das so auffällig ist.

Was mir dieses Mal aufgefallen ist: Es wirkt irgendwie "unbeholfen" (falls das Wort in Bezug auf JA überhaupt gestattet ist! :wink:), wie die Palmers auftauchen und wieder abschwirren ... das hat doch überhaupt keine Funktion für die Geschichte, oder? Abgesehen davon, dass sie später noch eine Rolle spielen, und vielleicht irgendwie schon vorher eingeführt werden sollten. Aber sonst?
Es "stört" nicht, es fällt nur auf, weil JA ihre Plots doch sonst immer sehr zweckorientiert aufbaut, Personen und Szenen zum bloßen Amüsement gibt es nicht, jeder hat eine Funktion und einen Platz. Da fallen die Palmers an dieser Stelle im Buch irgendwie raus ... oder bin ich da zu "streng"?


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BeitragVerfasst: Montag 17. März 2008, 11:12 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Vielleicht werden die Palmers als "Paradebeispiel" gezeigt, wie eine Ehe nicht sein sollte? :wink:
Dazu passt doch auch:
.....the strange unsuitableness which often existed between husband and wife...
Hat JA das etwa im eigenen Bekanntenkreis so oft beobachtet? :/
Überhaupt - verheiratete Männer kommen nicht allzu gut weg in dem Kapitel, denn im weiteren Verlauf wird gesagt:
"Oh, dear! one never thinks of married men's being beaux- they have something else to do."
Oder ist "being a beau" eine eher negative Eigenschaft, die es zu überwinden gilt? :wink:

Mir ist noch aufgefallen, wie auch hier wieder der Unterschied zwische Marianne und Elinor aufgezeigt wird:
Marianne: it was impossible for her to say what she did not feel, however trivial the occasion; während Elinor auch zur Notlüge bereit ist, wenn es die Höflichkeit erfordert: the whole task of telling lies, when politeness required it,....

Man merkt in diesem Kapitel , dass JA viel Umgang mit Kindern hatte, so gut werden die lieben Kleinen charakterisiert - und die Reaktion der Erwachsenen darauf hin! :ja:

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BeitragVerfasst: Montag 17. März 2008, 12:55 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Nur kurz, dann bin ich auch wieder weg ... :D

Seid ihr mit den Palmers nicht ein wenig streng?
Natürlich empfinden wir ihr Verhältnis, bzw. ihre Ehe wie eine Karikatur, aber entscheidend ist doch, dass die beiden es sich scheinbar ganz nett eingerichtet haben. Er ist wortkarg, müffelt sie allenfalls ein bischen an und sie steht darüber, scheint sich sogar zu amüsieren. Die zwei passen doch perfekt zusammen. :D
Eine schlechte Ehe wäre es doch nur, wenn einer von beiden (oder gar beide) offensichtlich unglücklich wäre.

Zudem sind die beiden das typische Ehepaar: Er sagt wo's lang geht und sie nimmt's gelassen. Ich denke, so gings bei vielen Engländern zu, zumindest wenn die Frau sich entschieden hatte, aus ihrer Ehe in jedem Fall das Beste zu machen :wink:

Um ehrlich zu sein, habe ich sogar den Eindruck, dass sich die beiden innerlich recht gewogen sind ... ;D

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BeitragVerfasst: Montag 17. März 2008, 21:35 
Ich hänge leider immer noch nach :/ , bin aber wieder zwei Kapitel weiter:

Caro hat geschrieben:
Apropos: glaubt ihr wirklich Edward hätte Elinor heimlich eine Locke abgeschnitten ...? :gruebel: Vor allem, wie hätte er es bewerkstelligen sollen, dass sie nichts merkt?

Ich möchte das Thema "Haarlocke" aus Kapitel 18 noch einmal kurz aufgreifen, da Elinor ja glaubt, es wäre ihr Haar. Die Locke hätte z.B. zwischen den Seiten eines Buches liegen und Edward sie dort finden können (eine Idee für FF-Schreiber?). Oder untereinander befreundetes Dienstpersonal hätte es weiterreichen können und es wäre so in Edwards Hände geraten. :wink:

Amadea hat geschrieben:
Hat sie Angst, ihre Schwester laufe ihr den Rang ab, wenn sie und ihr Neugeborenes demnächst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden?
Ja, daran hatte ich auch zunächst gedacht, bevor ich die Bemerkungen von Julia und Tina gelesen habe.


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. März 2008, 10:04 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Hazel hat geschrieben:
Ich möchte das Thema "Haarlocke" aus Kapitel 18 noch einmal kurz aufgreifen, da Elinor ja glaubt, es wäre ihr Haar. Die Locke hätte z.B. zwischen den Seiten eines Buches liegen und Edward sie dort finden können (eine Idee für FF-Schreiber?).

Offtopic
Heisst das, du würdest gern so eine nette, kleine Variante lesen? :D :wink:

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. März 2008, 14:38 
Caro hat geschrieben:
Offtopic
Heisst das, du würdest gern so eine nette, kleine Variante lesen? :D :wink:

Offtopic
Ich bin ein eher fauler Leser. Wie klein? :fies_sei:


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BeitragVerfasst: Dienstag 18. März 2008, 16:17 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ehrlich gesagt habe ich mich beim Lesen sehr über Elinor gewundert. Ohne ihr Wissen würde Edward mit Sicherheit keine Locke ihres Haares besitzen und heimlich hätte er keine Gelegenheit erhalten, daran zu gelangen. Schon merkwürdig das Ganze und hört sich für mich nach Wunschvorstellung an wie auch ihre Überlegungen, Edward würde Lucy nicht mehr lieben. Und das aus den Schilderungen der Rivalin zu schließen, finde ich doch sehr, ja beinahe schon an den Haaren herbeigezogen. Nur weil sie Lucy nicht mag, muss auch Edward sie nicht mehr lieben??? Nein, das kann ich nicht nachvollziehen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 18. März 2008, 20:38 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Da sind wir noch gar nicht ... :wink:

Und auch wenn die Haarlocke schon eine Weile zurück liegt: Natürlich ist es irrational von Elinor, ich denke, das ist auch der Grund, warum das eingebaut wurde - Elinor ist auch nur ein Mensch und letztendlich auch verliebt (und dementsprechend "verwirrt"), aber bei zwei so unreifen und unvernünftigen Menschen um sich herum ist sie halt meistens gezwungen, den kopfgesteuerten Part zu übernehmen. Zumindest sehe ich sie so.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 00:13 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Stimmt!
Elinor muss darunter leiden, dass sie die Ansichten von JA vertreten muss! :lach:

Ich hoffe aber, dass sie im Laufe des Romans doch noch mehrmals eine Chance bekommen wird, mal "über die Stränge zu schlagen"!? So wie eben mit der "Locke"!

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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 10:20 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Kapitel 22

Durch die Erwähnung von Edwards Namen aufgeschreckt, macht Lucy ihre älteren Ansprüche auf ihn gegenüber Elinor geltend. Unter dem Vorwand(?), etwas über seine Mutter erfahren zu wollen, erzählt sie die ganze Geschichte ihrer vierjährigen Verlobungszeit. Elinor ist schockiert und kann es nicht glauben, auch nicht als sie ein Bild Edwards' sieht, das er Lucy geschenkt hat. Doch im Laufe des Gesprächs wird sie gezwungen, daran zu glauben, vorallem als Lucy ihr einen Brief von Edward zeigt. Auch der mysteriöse Ring mit der Haarlocke entpuppt sich als ein Geschenk Lucys.

(Ende des 1. Bandes)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 10:31 
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Das heisst also Lucy und Elinor haben sehr ähnliche Haare und lässt vermuten, dass Edward rein äusserlich auf den gleichen Typ steht. :D

So langsam kommen wir der Sache näher! Was mich immer beschäftigt hat, ist die Frage, warum Edward (so freundschaftlich wie er mit den Dashwoods verbunden ist) seine Verlobung nicht längst selbst erwähnt hat. Gerade als er bat, sich nichts falsches in seine Worte hineinzudenken. Warum spielt er nicht mit offenen Karten?

Befürchtet er Margaret, Mariannne oder sonst jemand würde mit seinem gehüteteten Geheimnis hausieren gehen? Er könnte sie doch zum Stillschweigen verpflichten. :gruebel:

Ich frage mich auch, inwieweit Lucy selbst sich an die Abmachung hält nichts verlauten zu lassen. Warum erzählt sie Elinor davon, die sie nicht kennt? Sie kann ja nicht sicher sein, dass nicht doch etwas nach aussen dringen wird. Oder hofft sie heimlich darauf, dass Elinor nicht stillhalten wird?

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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 10:49 
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Ich denke, sie erzählt es Elinor, weil sie eben ihre älteren Ansprüche geltend machen will. Sir John hat im vorherigen Kapitel Elinors "Verehrer" erwähnt, und ich denke Lucy ist einfach eifersüchtig. In ihrer Erzählung sind mehrere Hinweise eingestreut, dass sie sich sehr darüber bewusst ist wem, sie was, warum erzählt. Sie beobachtet Elinor, beobachtet ihre Reaktionen (im nächsten Kapitel wird das noch deutlicher). Sie tut vordergründig ahnungslos, man kann aber gut herauslesen, finde ich, dass es nicht so ist ... auch in diesem Kapitel schon.

Was Edwards Zwickmühle betrifft: Wir wissen ja, dass er in Elinor verliebt ist ... was hätte er also davon, wenn er es ihr oder ihrer Familie erzählt?? Das Willkommen wäre sicher nicht mehr so herzlich ... :wink:

Ich habe nochmal in dem Buch nachgelesen, über das ich hier mal vor längerer Zeit geschrieben habe ("Austens unbecoming conjunctions"). Im Kapitel über S&S geht es unter anderem auch über die vielen Schmuckstücke und die Symbolik in diesem Roman. Manches ist etwas weit hergeholt für meinen Geschmack, aber ich fand diese zeitrelevanten Informationen ganz interessant:
Edward hat Lucy eine Miniatur geschenkt, Lucy erwähnt, dass sie ihm gern auch ihre geschenkt hätte. Sich für so ein Mini-Bild malen zu lassen war sehr teuer (zwischen 3 und 12 Guineen, je nach Ausführung) und deshalb eigentlich nur in gehobeneren Kreisen üblich.
Lucy schenkt ihm eine in einen Ring eingefasste Haarlocke, ein sehr preisgünstiges Geschenk: schon für einen bis fünf Schilling zu haben, je nach Fassung. Oft gestaltete der/die Schenkende die Haare auch selbst und brachte sie dann zu einem Goldschmied, das machte die Sache noch günstiger. Die Autorin erwähnt noch, dass polierter Stahl damals als Schmuckmetall für die weniger reiche Bevölkerungsschicht sehr verbreitet war, weil er nach was aussah ohne viel zu kosten. Egal ob jetzt der Ring aus einem Edelmetall gefertigt wurde oder nicht, Lucys Name ist sehr bezeichnend: "Lucy"/Lucia (siehe auch "lucid") bedeutet "Licht" und "Steel(e)" wie bekannt "Stahl". Lucy ist also irgendwo auch "polierter Stahl", eine Blenderin eben, im doppelten Sinn.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:04 
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Ja, wobei eine "heimliche" Verlobung äusserlich nicht viel zu bedeuten hatte. Es hätte nie einen Kläger gegeben. Bei Rücktritt von offiziellen verlobungen konnte man Ansprüche und kosten geltend machen. :D

Es Elinor zu erzählen, auch wenn Lucy auf ältere Rechte pochen wollte, war zudem mehr als gefährlich, gerade wenn Eifersucht die Triebfeder war. Wir wissen ja, was für ein Mensch Elinor ist, aber wie konnte Lucy die Gefahr eingehen verraten zu werden?
Zudem war nicht auszuschliessen, dass eine echte Rivalin sich gewehrt und gekämpft hätte, eben weil es keine offizielle Verlobung gab und Edward sich nicht geäussert hatte. Woher wollte oder konnte sie wissen, dass sich Elinor still zurückziehen würde?

Man kann natürich argumentieren, dass Lucy in dieser Hinsicht eine einfache Seele war und nicht näher nachdachte, aber gerade dieser Typ wird gern unterschätzt. Wie sie ihre Ziele erreicht, weiss sie eben ganz gut!

Ja, Lucys Name ist wirklich sehr sprechend und sagt auch einiges, über ihre Ziele aus, wie wir später noch sehen werden! Es kann vermutlich nicht genug falschen Glanz in ihrem Leben geben. :wink:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:16 
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Im nächsten Kapitel hören wir zumindest Elinors Überlegungen dazu. Sie wundert sich auch, warum Lucy das Risiko eingeht ... aber anderseits scheint sie auch viel über Elinor zu wissen, möglichweise also auch, dass sie eine vertrauenswürdige und anständige Person ist.

Caro hat geschrieben:
Ja, wobei eine "heimliche" Verlobung äusserlich nicht viel zu bedeuten hatte. Es hätte nie einen Kläger gegeben. Bei Rücktritt von offiziellen verlobungen konnte man Ansprüche und kosten geltend machen.


Das große Thema ist hier aber doch Integrität, gerade was Edward und Elinor betrifft. Wie einfach man sich aus der Verantwortung ziehen kann, sieht der Leser ja an Willoughby. Aber Edward handelt höchstanständig, zu anständig, wie man später vielleicht finden wird.

Hier zwei Bilder aus dem oben erwähnten Buch. Einmal ein Ring mit "eingewobenen" Haaren und dann eine zeitgenössische Karikatur über die blendenen Eigenschaften von poliertem Stahl.

Bild Bild


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:24 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Julia hat geschrieben:
Das große Thema ist hier aber doch Integrität, gerade was Edward und Elinor betrifft. Wie einfach man sich aus der Verantwortung ziehen kann, sieht der Leser ja an Willoughby. Aber Edward handelt höchstanständig, zu anständig, wie man später vielleicht finden wird.

Du weißt, dass ich Elinors Integrität nie in Zweifel ziehen würde. Mir geht es im Moment mehr um Lucy, die ich nicht verstehen kann. Edward hat ihr von Elinor erzählt, okay, aber sich einer fremden Person so anzuvertrauen...? :gruebel:

Ich hätte mich eher Mrs. Dashwood anvertraut, sozusagen als mütterlicher Freundin, damit sie Einfluss nimmt auf Elinor, als direkt meiner Rivalin.
Na ja egal, will das Thema nicht unnötig in die Länge ziehen ... :wink:

PS: Danke für die pics. Die Karikatur ist echt gelungen. Das passt!

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 19. März 2008, 11:28, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:26 
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Warten wirs ab ... :wink: es kommt ja bald noch mehr zu dem Thema. Aber meiner Meinung nach kann einen Eifersucht zu allen möglichen "Dummheiten" bringen, und Lucy ist doch in erster Linie eifersüchtig in meinen Augen.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:29 
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Ich denke, dass Lucy Edwards Urteil über Elinor vertraut und deshalb der Meinung ist, kein großes Risiko einzugehen. Zumindest ist wohl ihr Drang, ihrer Konkurrentin einen "Schlag" zu versetzen, größer als ihre Angst, entdeckt zu werden. Lucy führt das Gespräch mit Elinor ja auch sehr geschickt und jede andere, die über weniger Selbstbeherrschung verfügt, wäre wohl in Ohnmacht gefallen oder Hysterie verfallen.
Ich zerbreche mir momentan den Kopf über Edwards Niedergeschlagenheit, die zwischen Lucy und Elinor ja auch thematisiert wird. Warum ist Edward so niedergeschlagen, als er nach Barton kommt? Doch wohl kaum, weil er finanziell abhängig ist und deshalb Lucy nicht heiraten kann. Ob er Lucy um eine Auflösung der Verlobung geben hat, der sie nicht zugestimmt hat?

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Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil!
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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:34 
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Möglicherweise, obwohl es eigentlich nicht zu seinem späteren Verhalten diesbezüglich passt, finde ich. Ich denke, er war sich einfach der Ausweglosigkeit seiner Lage bewusst und dass Elinor unerreichbar ist. Momentan hat er kein Geld, auch kein Geld um Lucy zu heiraten. Er wünscht sich Unabhängigkeit, weiß oder ahnt aber wohl, dass sie ihm nur dahingehend nützen wird sein Versprechen Lucy gegenüber zu erfüllen. Wenn wir davon ausgehen, dass er Lucy nicht mehr liebt, hat er so oder so nichts worüber oder worauf er sich freuen kann.
Und ich kann mir auch vorstellen, dass er darunter leidet, dass er sich Elinor gegenüber nicht eindeutig verhalten kann.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:35 
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Julia hat geschrieben:
Warten wirs ab ... :wink: es kommt ja bald noch mehr zu dem Thema. Aber meiner Meinung nach kann einen Eifersucht zu allen möglichen "Dummheiten" bringen, und Lucy ist doch in erster Linie eifersüchtig in meinen Augen.

@Julia
Das heißt doch aber, dass Lucy sich Edwards nicht sicher ist? Dass sie nicht wirklich an seine Loyalität glaubt?

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Vielleicht schließt sie hier einfach von sich auf Edward? :wink: Wenn sich was Besseres bietet ...


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BeitragVerfasst: Mittwoch 19. März 2008, 11:42 
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Ich denke, Lucy kennt Edward schon so weit, dass sie weiß, dass sie sich auf seine Loyalität verlassen kann. Aber sie merkt in den Gesprächen mit ihm auch, dass er Elinor verehrt. Und das macht sie eifersüchtig, auch wenn sie weiß, dass er sie nicht verlassen wird.

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Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil!
Albert Einstein


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