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BeitragVerfasst: Freitag 7. März 2008, 20:24 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Apropos Sir John... Sehr amüsant fand ich auch die Bemerkung, dass einfach immer Bedarf für Gesellschaft besteht, aus welchem Grund auch immer:

"You must drink tea with us to night," said he, "for we shall be quite alone--and tomorrow you must absolutely dine with us, for we shall be a large party."

Er kann einfach nicht allein sein.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Freitag 7. März 2008, 20:24 


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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 09:11 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Dafür dass Edward - lt. eigener Aussage - so schüchtern ist, war es aber ganz schön mutig von ihm, Elinor ohne deren Wissen und Einverständnis eine Haarsträhne abzuschneiden. Das hat mich etwas erstaunt. Aber was tut man nicht alles, wenn man verliebt ist. :wink: Da wird man zuweilen richtig mutig. :ja:

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(W. H. Auden)

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 09:16 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Bzw. man traut einem Verliebten so einiges zu ... :wink: Zum Ring ist ja das letzte Wort noch nicht gesprochen.


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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 19:17 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Julia hat geschrieben:
Bzw. man traut einem Verliebten so einiges zu ... :wink: Zum Ring ist ja das letzte Wort noch nicht gesprochen.

:licht: Aha. Na, dann bin ich mal gespannt. :)

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 19:31 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Oh, liest Du das Buch zum ersten Mal?? Dann hätte ich nichts gesagt, dachte nur, es wäre Dir "entfallen". :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 19
BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 19:33 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Kapitel 19

Edwards Stimmung bessert sich in Gesellschaft der Miss Dashwood zusehends. Doch nach einer Woche Aufenthalt verabschiedet sich Edward, ohne ein konkretes Ziel zu haben. Mrs. Dashwood rät ihm, den Müßiggang aufzugeben und einen Beruf zu wählen. Elinor grübelt gerade über Edwards distanziertes Verhalten nach, als sie durch den Besuch der Middletons und Mrs. Jennings unterbrochen wird. Letztere sind in Begleitung ihr unbekannter Personen: die Palmers, Mrs. Jennings zweiter Tochter und deren Mann. Mrs. Palmer ist permanent gut gelaunt und genauso redselig wie ihre Mutter, ihr Mann dagegen wortkarg und fast schon unhhöflich.


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Wo sind denn nur all die eifrigen Mitleserinnen und Mitleser abgeblieben, die anfangs noch so fleißig gepostet haben? *Maria, somima, flinders und Inke mal zuwinke* :hallo:

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 19:37 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Julia hat geschrieben:
Oh, liest Du das Buch zum ersten Mal?? Dann hätte ich nichts gesagt, dachte nur, es wäre Dir "entfallen". :wink:

Ich habe mir lediglich ein paar Kapitel "Vorsprung" erlesen. Bis zum "letzten" Wort zum Ring bin ich jedoch noch nicht vorgedrungen. (Selbstverständlich kenne ich die Verfilmung von 1995, aber an die Sache mit der Haarlocke kann ich mich nicht mehr erinnern.)

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 20:15 
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Ich habe leider noch nicht aufgeholt.

Aber wenigstens my two cents zu den Kapiteln 16 und 17.
Kap. 16: Ich bin auch der Ansicht, dass Marianne bei Willoughby's Ansichten nur das hört, was sie hören will.

Kap. 17: Elinors Gedanken zur Einschätzung Anderer sind sehr interessant. Manchmal lässt man sich von dem beeinflussen, was Leute von sich selbst sagen, und häufig von dem, was andere über sie sagen, ohne dass man sich die Mühe macht, nachzudenken und sich eine Meinung zu bilden.

Wie sie das ohne Rückhalt der Eltern geschafft hat, sich SO eine sichere Meinung zu bilden :gruebel:.


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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 21:09 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Mrs Palmer wird von JA wieder bemerkenswert chrakterisiert oder eher karrikiert? :wink:
Zunächst noch relativ freundlich:

She was short and plump, had a very pretty face, and the finest expression of good humour in it that could possibly be. :fies_sei:

Und dann - höchst ironisch:

She came in with a smile, smiled all the time of her visit, except when she laughed, and smiled when she went away. :zwinker:

Sie findet sogar noch lustig, dass Mr Palmer sie mitunter gar nicht "hört" bzw.beachtet :wink:

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 21:41 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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In diesem Kapitel ist mir zum ersten Mal aufgefallen, wie Elinors Gefühle und Einstellung gegenüber Edward kommentiert werden, besonders dieser Satz gleich zu Beginn:

(...) she was very well disposed on the whole to regard his actions with all the candid allowances and generous qualifications, which had been rather more painfully extorted from her, for Willoughby's service, by her mother.

Ich finde es interessant, dass hier eine Parallele zu dem Verhalten ihrer Mutter bzgl. Willoughby gezogen wird. Dass Elinor in diesem Fall die Großzügigkeit walten lässt, die sie ihrer Mutter bei Willoughby hat versucht auszureden. Und überhaupt, dass hier ein (wenn auch nur) indirekter Vergleich zu Willoughby gezogen wird, dass sein Name fällt im Bezug auf Edward. Vorallem mit Blick auf den weiteren Verlauf der Handlung.

Elinors Gefühlslage finde ich hier sehr schön beschrieben in all ihrer Widersprüchlichkeit und auch ihrer Motivation sich zu sammeln und wieder "aufzurichten". Wenn nicht sowieso schon, dann merkt man spätestens hier, dass die Autorin sehr genau weiß wovon sie schreibt.

Und dann der schrille Autritt von der Barton-Gesellschaft inkl. Palmers. Was für ein Kontrast!


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BeitragVerfasst: Sonntag 9. März 2008, 22:58 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Miranda hat geschrieben:
She came in with a smile, smiled all the time of her visit, except when she laughed, and smiled when she went away. :zwinker:

Ja, den Satz finde ich auch so klasse! :fies_sei: :D


Miranda hat geschrieben:

Sie findet sogar noch lustig, dass Mr Palmer sie mitunter gar nicht "hört" bzw.beachtet.

Spätestens da hat Mrs. Palmer bei mir verloren. Wie kann man es lustig finden, vom eigenen Ehemann ignoriert zu werden? :flop: Kann es ein gegensätzlicheres Paar geben als Mr. und Mrs. Palmer? :thud:


Julia hat geschrieben:
Elinors Gefühlslage finde ich hier sehr schön beschrieben in all ihrer Widersprüchlichkeit und auch ihrer Motivation sich zu sammeln und wieder "aufzurichten". Wenn nicht sowieso schon, dann merkt man spätestens hier, dass die Autorin sehr genau weiß wovon sie schreibt.

:ja: Stimmt, Elinors Stimmung wird unheimlich gut beschrieben. An solchen Stellen verneige ich mich immer wieder voller Bewunderung vor Jane Austen. :top:

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 00:37 
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In diesem Kapitel wünschte ich, Elinor hätte ein winziges Stückchen mehr von Marianne - denn das wär undenkbar für M, nicht einfach Edward zu fragen, warum er sich so distanziert verhält! :|

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 09:41 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Wie meinst Du das?? Ich verstehe den Zusammenhang zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Satzes irgendwie nicht ... :gruebel:


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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 10:31 
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Nun, Elinor macht sich zwar Gedanken, warum Edward so zurückhaltend ist und findet auch Entschuldigungen dafür, aber sie spricht ihn nicht darauf an, fragt ihn nicht direkt.

Elinor sat down to her drawing-table as soon as he was out of the house, busily employed herself the whole day, neither sought nor avoided the mention of his name, appeared to interest herself almost as much as ever in the general concerns of the family; and if, by this conduct, she did not lessen her own grief......

Sie hätte es eventuell leichter, wenn sie Edward einfach mal fragen würde, warum er so zurückhaltend ist. Marianne wäre da weniger zurückhaltend, wenn es um sie ginge. Marianne ist da offener, direkter, unbefangener.

Jetzt verständlicher? Ist nur so ein Gedankenspiel von mir... :wink:

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 10:45 
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Aber wie kann eine Frau wie Elinor im Regency einen Mann fragen, warum er nun distanziert ist, wenn sie ihre eigene Schwester nicht fragen kann, ob sie nun verlobt ist oder nicht?

Das wäre so, als wenn Elinor ihm nachliefe, sich ihm aufdrängte. Wie hätte sie es im übrigen ausdrücken sollen, ohne ihm zu nahe zu treten?

Ich verstehe die Zwickmühle durchaus, in der sich Elinor befand. :)

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Zuletzt geändert von Caro am Montag 10. März 2008, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 10:47 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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@Miranda: Danke ... jetzt hab ichs kapiert. :wink:

Aber nichtmal Marianne spricht ihn doch direkt darauf an und ich sehe daran eigentlich auch nichts verwunderliches. Ich glaube, es ist gar nicht so sehr eine Frage des Charakters sondern eine Frage des Takts. Alle drei merken zwar, dass ihn etws bedrückt und es wird ja im Gespräch auch "klar" (wenn auch nicht in vollem Umfang), wo der Schuh drückt. Noch weiter nachzubohren war wohl einfach unhöflich. Damals sicher noch mehr als heute.
Das sieht auch man an den Gewissensbissen, die es Elinor bereitet, ihre Schwester auf Willoughby anzusprechen, finde ich.


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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 12:44 
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Willoughbys offene, spontane Art besonders Marianne gegenüber machte es ihr auch leicht, Dinge anzusprechen als die doch weitaus zurückhaltendere Art von Edward. Auch dadurch hielt sich Marianne wohl noch eher zurück als es sonst im Umgang mit Willoughby ihre Art war. Und der Takt und die Höflichkeit gerieten so bei Edward für Marianne nicht "in Gefahr". :wink:

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 13:06 
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Das stimmt natürlich, Tina!
Willoughby selber ist ( war ) offen und spontan.
Ich meinte auch nicht, dass Marianne Edward gegenüber Fragen stellen sollte - sondern eben , dass sie ihren "Liebsten" gefragt hätte. Denk ich zumindest.
Elinor weiß, was sich gehört und was nicht - und macht sich das Leben dadurch mitunter nicht leicht! :|

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 13:10 
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Bist du dir sicher, dass Marianne W. darauf angesprochen hätte? Ich bin mir nicht sicher, dass zwischen den beiden alles geklärt und ausgesprochen ist ... :wink:

Das Herz selbst auf der Zunge tragen ist das Eine, dem anderen zu nahe treten ein anderes, und gerade zweites schätzt Marianne gar nicht, weshalb sie von Mrs. Jennings bohrenden Fragen ja stellenweise peinlich berührt ist, bzw. diese ihr unangenehm sind. :D

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 13:14 
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Ich wollte auch nur die unterschiedlichen Wesen von Edward und Willoughby aufzeigen, ihre Art, ihr Verhalten den Mitmenschen gegenüber. Willoughbys offenere Art auf Leute zuzugehen macht es einem leichter, sich ihm gegenüber zu öffnen als die von Edward.

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 13:25 
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Apropos: glaubt ihr wirklich Edward hätte Elinor heimlich eine Locke abgeschnitten ...? :gruebel: Vor allem, wie hätte er es bewerkstelligen sollen, dass sie nichts merkt?

Davon mal ganz abgesehen, dass so ein "pubertäres" Verhalten zu Edward nicht passt.

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 13:32 
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Naja, Elinor glaubt ja auch daran ... :wink:


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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 13:35 
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Julia hat geschrieben:
Naja, Elinor glaubt ja auch daran ... :wink:

Echt? Ich dachte immer, sie war nur peinlich berührt, dass "man" es mitgekriegt hatte. Hm, da hab ich wohl etwas falsch verstanden. :/

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BeitragVerfasst: Montag 10. März 2008, 19:21 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Irgendwie reden wir gerade aneinander vorbei, glaube ich. :lol:

Wir wissen doch, von wem die Haarlocke wirklich ist, oder?

Spoiler: anzeigen
Von Lucy, wie man in einem der bald kommenden Kapitel erfährt.


Jedenfalls nicht von Elinor. :wink: Sie selbst glaubt aber offensichtlich - wie auch Marianne - daran. Nämlich, dass Edward wohl heimlich an ihre Haare gekommen ist, den Kamm enthaart hat o.ä. (oder gar nachts in ihre Schlafzimmer eingedrungen?? :eek:) Und sie fühlt sich geschmeichelt davon, es gibt ihrer verwirrten Gefühlslage Sicherheit.

That the hair was her own, she instantaneously felt as well satisfied as Marianne; the only difference in their conclusions was, that what Marianne considered as a free gift from her sister, Elinor was conscious must have been procured by some theft or contrivance unknown to herself. (...) every opportunity of eyeing the hair and of satisfying herself, beyond all doubt, that it was exactly the shade of her own.
(Kapitel 18)

(...) she was forced to turn for comfort to the renewal of her confidence in Edward's affection, to the remembrance of every mark of regard in look or word which fell from him while at Barton, and above all to that flattering proof of it which he constantly wore round his finger.
(Kapitel 19)


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BeitragVerfasst: Dienstag 11. März 2008, 01:19 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Als über Mrs. Palmer's bevorstehende Niederkunft gesprochen wird, heißt es: "Lady Middleton konnte eine solche Unterhaltung nicht länger mit anhören und machte sich deshalb die Mühe, Mr. Palmer zu fragen..." Warum reagiert sie wohl derart gereizt auf dieses Thema? Hat sie Angst, ihre Schwester laufe ihr den Rang ab, wenn sie und ihr Neugeborenes demnächst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden?

Während Mr. Palmer seine Frau ja diverse Male ignoriert, reagiert er dagegen zweimal auf Lady Middleton. Einmal an der oben erwähnten Stelle und dann, als sich Lady Middleton erhebt, um Barton Cottage zu verlassen. Wäre seine Frau aufgestanden, hätte Mr. Palmer bestimmt weiter in der Zeitung gelesen. :D
Er ist ja richtiggehend unhöflich. Wie kann er die gerade erst kennengelernten Miss Dashowood lediglich mit einem Kopfnicken begrüßen und sich dann wortlos in die Zeitung vertiefen?

Und dann: "Mr. Palmer sah bei ihrem [Mariannes] Eintritt ins Zimmer auf, starrte sie ein paar Minuten an ..." Ein paar Minuten? Das kommt mir ausgesprochen lang vor. Mag sein, dass er Marianne so lange ansieht, weil er sie sehr hübsch findet, aber ist es nicht dennoch unhöflich, eine neue Bekanntschaft minutenlang "anzustarren"? Verstand mag Mr. Palmer ja wie beschrieben besitzen, aber Manieren ganz und gar nicht. :nein:

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. März 2008, 08:24 
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Amadea hat geschrieben:
Als über Mrs. Palmer's bevorstehende Niederkunft gesprochen wird, heißt es: "Lady Middleton konnte eine solche Unterhaltung nicht länger mit anhören und machte sich deshalb die Mühe, Mr. Palmer zu fragen..." Warum reagiert sie wohl derart gereizt auf dieses Thema? Hat sie Angst, ihre Schwester laufe ihr den Rang ab, wenn sie und ihr Neugeborenes demnächst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden?


Ich vermute eher, dieses Thema verträgt sich nicht mit Lady Middletons eleganter Vorstellung von Konversation. Es gibt später noch eine andere Stelle im Buch, wo über etwas eher Delikates gesprochen wird und Lady Middleton sich zu einem Themawechsel aufrafft.


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BeitragVerfasst: Dienstag 11. März 2008, 08:50 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich denke auch, dass Lady Middleton sehr auf die Konventionen geachtet hat. Die waren für sie sehr wichtig. Und über die Niederkunft zu sprechen war wohl eindeutig kein einwandfreies Thema.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 19
BeitragVerfasst: Dienstag 11. März 2008, 15:22 
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Austenbegeistert
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Amadea hat geschrieben:
Offtopic
Wo sind denn nur all die eifrigen Mitleserinnen und Mitleser abgeblieben, die anfang[offtopic]s noch so fleißig gepostet haben? *Maria, somima, flinders und Inke mal zuwinke* :hallo:

Offtopic
Hallo :hallo: zurück! Leider bin ich Ende Januar von der Realität des Lebens in Form des ersten Zeugnisses meines Sohnes eingeholt worden :heul: und hatte seit dem nicht mehr den Kopf frei. Dazu kamen dann noch Krankheiten ect. Ich werde aber versuchen wiederaufzuholen um dann nach den Osterferien wieder einzusteigen. Viele Grüße! Maria


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BeitragVerfasst: Dienstag 11. März 2008, 19:31 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Ich hatte gestern halt überlegt, ob sich Mrs. Middleton hauptsächlich über ihre Kinder definiert? Doch diese Erklärung hier
Julia hat geschrieben:
Ich vermute eher, dieses Thema verträgt sich nicht mit Lady Middletons eleganter Vorstellung von Konversation.

finde ich jetzt viel einleuchtender. Daran hatte ich nicht gedacht. :/

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 19
BeitragVerfasst: Dienstag 11. März 2008, 19:37 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Registriert: Sonntag 15. Oktober 2006, 17:01
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Das ist ja lieb von Dir, Maria, dass Du Dich gemeldet hast. :danke: Ich würde mich freuen, bald wieder von Deinen Ansichten zum Buch zu lesen.
Bis hoffentlich bald. :)

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