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BeitragVerfasst: Freitag 18. Januar 2008, 23:26 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ich hab eine Studienausgabe, die haargenau der zweiten (noch von JA durchgesehenen) Auflage folgt (und u.a. alle Änderungen gegenüber der ersten auflistet - es sind erstaunlich viele!), und da sind die beiden Beispiele auch kursiv gedruckt.

Ich denke, dass wird von JA schon so gedacht sein, als Betonung quasi. Allerdings bezweifle ich, ob es damals schon kursive Buchstaben gab in den Setzereien, vielleicht war es auch einfach "unterstrichen"?!


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Freitag 18. Januar 2008, 23:26 


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BeitragVerfasst: Freitag 18. Januar 2008, 23:58 
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Austenbegeistert
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Das finde ich wirklich interessant, danke Julia! ...und ob es schon kursiv gab, habe ich mich auch noch gefragt.
Da hat sie wohl wirklich Betonungen gesetzt - bei der "Drohung" von Fanny fand ich es wirklich auffallend!
Naja, und eben zum ersten Mal, sonst muss ich drüber weg gelesen haben.... :roll:


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BeitragVerfasst: Samstag 19. Januar 2008, 00:50 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Julia -

ob nun kursiv oder wie auch immer druckmäßig besonders betont....

Looking forward to S&S..!
Hm....

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 Betreff des Beitrags: Kapitel 5
BeitragVerfasst: Samstag 19. Januar 2008, 20:27 
Ich finde es schon interessant, dass die Betonungen von Jane Austen stammen. :wink:

Kapitel 5 ist recht kurz:

Mrs. Dashwood verkündet ihrem Stiefsohn John und seiner Frau, dass sie ein Haus gefunden habe. Es ist ziemlich weit weg von Norland und John kann ihr deshalb nicht beim Transport der Möbel helfen (die Unterstützung, die vom Versprechen an seinen Vater übriggeblieben war).

Das Haus in Devonshire wird für 12 Monate gemietet. Die Kutsche wird verkauft (nachdem vorher schon die Pferde weggegeben worden waren), drei Dienstboten werden mitgenommen. Der Hausstand wird auf dem Wasserweg transportiert.

Auch am Tag der Abreise von Norland macht John keinerlei Anzeichen, das väterliche Versprechen einzulösen, sondern hinterlässt vielmehr den Eindruck, dass er mit dem sechsmonatigen Unterhalt der Familie in Norland schon mehr als genug getan hat.

Marianne verabschiedet sich schwärmerisch von Haus und Garten.


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BeitragVerfasst: Samstag 19. Januar 2008, 21:24 
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Amüsantes Boardmitglied und Reisetrulla
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Was mir an diesem Kapitel gut gefällt, ist die Würde, mit der Mrs. Dashwood Norland verlässt. Sie geht nicht als "Verlierer" und macht sich auch nichts draus, dass Fanny ihre Genuugtuung und Erleichterung offen zeigt. Ich habe das Gefühl, dass sie das erste Mal insgesamt positiv in die Zukunft schaut, vielleicht auch deshalb, weil sie annimmt, dass Edward ihnen trotz des Umzugs erhalten bleiben wird.
Und da drängt sich mir eine Frage auf: Warum mietet Mrs. Dashwood das Cottage nur für zwölf Monate? Vielleicht in der Hoffnung, dass sich durch eine Hochzeit zwischen Elinor und Edward neue Möglichkeiten ergeben?

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BeitragVerfasst: Sonntag 20. Januar 2008, 11:29 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2005, 21:13
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Vielleicht war es üblich, immer für ein Jahr im Vorraus zu mieten (und zu bezahlen)? So hab ich es zumindest verstanden.

Obwohl ich das Buch zum ichweißnichtwievielten Mal lese, ist mir heute morgen was Neues aufgefallen, zumindest kann ich mich nicht erinnern, schonmal darüber gestolpert zu sein. Edwards Reaktion auf den Umzug.

Edward turned hastily towards her, on hearing this, and, in a voice of surprise and concern, which required no explanation to her, repeated, "Devonshire! Are you, indeed, going there? So far from hence! And to what part of it?"

Natürlich ist Edward negativ überrascht, dass die Dashwoods Norland verlassen, vorallem Elinor, wie es auch ihre Mutter interpretiert.

Spoiler: anzeigen
Aber man kann diese Stelle auch mit Blick auf die Lucy-Geschichte lesen. Sie lebt in der Nähe von Plymouth, auch in Devonshire. Edwards Nachfrage kann einerseits zeigen, dass er sich gut genug in Devon auskennt, um mit einer präzisen Ortsangabe etwas anfangen zu können. Oder er will sich vergewissern, dass sie weit genug weg wohnen.


Vielleicht ist er aber auch einfach nur der Einzige, der sich ernsthaft interessiert. :wink: (bzw. das soll damit gezeigt werden)


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BeitragVerfasst: Sonntag 20. Januar 2008, 14:00 
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Amüsantes Boardmitglied und Reisetrulla
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Hm, Julia, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Ich dachte bisher, dass er eben einfach traurig ist, dass Elinor so weit weg zieht.
Spoiler: anzeigen
Aber an der Sache mit Lucy könnte auch was dran sein.

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BeitragVerfasst: Sonntag 20. Januar 2008, 14:49 
Julia hat geschrieben:
Vielleicht ist er aber auch einfach nur der Einzige, der sich ernsthaft interessiert. :wink: (bzw. das soll damit gezeigt werden)

Ja, ich sehe das so: Edward ist der einzige, der Anteilnahme zeigt. :wink:


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BeitragVerfasst: Sonntag 20. Januar 2008, 14:50 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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In diesem Kapitel sieht man noch deutlicher, wie wenig John Dashwood an seinem Versprechen, das er seinem Vater gab, gelegen ist. Angeblich tue es ihm zwar sehr leid, aber das sehe ich anders. Hätte er wirklich gewollt, hätte er auch einen Weg gefunden, seiner Mutter ( :!: ) beim Transport ihrer Möbel über solch eine weite Distanz behilflich zu sein. Beispielsweise hätte er doch den Transport bezahlen können?!

Über Mrs. John Dashwood's Missgunst musste ich mich auch aufregen. Sie gönnt den Miss Dashwood noch nicht mal deren Möbel und Haushaltsgegenstände. Das ist ja wohl nicht zu fassen! :boese: Mindert es Fannys Ansehen etwa, wenn die Miss Dashwood schönes Porzellan und Silber besitzen? Wie kann man nur derart missgünstig sein?

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"To read ist to translate, for no two person's experiences are the same."
(W. H. Auden)

"Lesen heißt übersetzen, denn keine zwei Menschen teilen die gleichen Erfahrungen."


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BeitragVerfasst: Sonntag 20. Januar 2008, 16:14 
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Amüsantes Boardmitglied und Reisetrulla
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Amadea hat geschrieben:
Über Mrs. John Dashwood's Missgunst musste ich mich auch aufregen. Sie gönnt den Miss Dashwood noch nicht mal deren Möbel und Haushaltsgegenstände. Das ist ja wohl nicht zu fassen! :boese: Mindert es Fannys Ansehen etwa, wenn die Miss Dashwood schönes Porzellan und Silber besitzen? Wie kann man nur derart missgünstig sein?


Ja, sie zeigt mal wieder ihr wahres Gesicht. Das schönste finde ich noch, dass sie ihnen die schönen Sachen missgönnt, weil sie ärmer sind als sie. So nach dem Motto: Die sind so arm, was brauchen die wertvolles Porzellan und schöne Möbel. Sie können in ihrem kleinen Cottage ja sowieso keinen Empfang geben.

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BeitragVerfasst: Sonntag 20. Januar 2008, 21:27 
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Hazel hat geschrieben:
Julia hat geschrieben:
Vielleicht ist er aber auch einfach nur der Einzige, der sich ernsthaft interessiert. :wink: (bzw. das soll damit gezeigt werden)

Ja, ich sehe das so: Edward ist der einzige, der Anteilnahme zeigt. :wink:


Ja, das meine ich ja auch. :wink: Aber die andere Lesart würde auch passen ... Na, ist ja auch egal, sicher kein Kernpunkt dieses Kapitels. Ich war nur so begeistert, nach sovielen Malen noch was "Neues" zu entdecken.


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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 09:23 
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Amadea hat geschrieben:
In diesem Kapitel sieht man noch deutlicher, wie wenig John Dashwood an seinem Versprechen, das er seinem Vater gab, gelegen ist. Angeblich tue es ihm zwar sehr leid, aber das sehe ich anders. Hätte er wirklich gewollt, hätte er auch einen Weg gefunden, seiner Mutter ( :!: ) beim Transport ihrer Möbel über solch eine weite Distanz behilflich zu sein. Beispielsweise hätte er doch den Transport bezahlen können?!


Moment mal: Mrs. Dashwood ist doch nicht die MUTTER von John??? Sein Vater hat doch ein zweites Mal geheiratet und Elinor, Marianne und Margaret sind Johns Halbschwestern?

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 09:47 
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Tina, man nannte die Stiefmutter, genauso wie die Schwiegermutter oft einfach "Mutter, so wie ein Schwager ein "Bruder" war ... insofern ist es hier nicht verkehrt von seiner "Mutter" zu sprechen. Schliesslich hat sie ihn aufgezogen :)

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 10:11 
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Für mich erklärt aber gerade dieser Umstand, dass es "nur" die Stiefmutter war, warum diese Gefühlskälte seitens von John da ist. Für ihn ist es halt nicht die "richtige" Familie und von daher fühlt er sich evtl. noch weniger für sie zuständig und mit ihnen verbunden. Das macht mir viel von seinem Verhalten verständlich.

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 10:34 
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Du hättest recht, wenn John bereits viel älter gewesen wäre, als seine eigene Mutter verstarb und er starke Erinnerungen an sie hätte haben können. Dann ist es natürlich schwer die neue Familie anzuerkennen. Jane Austen hat aber (deswegen?) geschrieben, dass in der neuen Familie alles in Ordnung war, John Dashwood keine Ressentiments gegen die neue Frau an Vaters Seite oder die kleinen Schwestern hegte. Allerdings liebte er sie auch nicht innig, aber innige und zärtliche Gefühle liegen wohl kaum in seinem Charakter.
Es war alles bestens, bis sein Vater verstarb. :wink:

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Zuletzt geändert von Caro am Montag 21. Januar 2008, 11:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 11:13 
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Du hast es selbst gesagt: er hegte keine zärtlichen Gefühle für seine Halbschwestern und die Stiefmutter. Auch wenn alles in bester Ordnung gewesen ist. Nach außen hin zumindest. Die wahre Gesinnung von John hat sich sehr schnell gezeigt. Für ihn war die Welt wohl nicht so in Ordnung (auch wenn das Spekulation sein mag).

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 12:02 
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Allerdings waren die Verhältnisse damals ganz anders. Es war gängige Praxis, dass man sich nach dem Tod oder Verlust des Ehepartners sehr schnell wieder verheiratete. Jeder zweite Mann hatte mehr als eine Ehefrau, häufiger sogar drei, oder mehr. Viele Frauen starben bei oder kurz nach einer Geburt, es kam häufig zu Reit- oder Kutschenunfällen, ansteckende Krankheiten nicht zu vergessen. Es war also ganz normal, dass man nicht von der eigenen Mutter großgezogen wurde. Zudem verbrachten die Jungen der besseren Familien den Großteil ihrer Jugend in Internaten und weiterführenden Schulen, dass heisst, die familiäre Bindung vor allem zur Mutter war ohnehin nicht so groß, wie zur heutigen Zeit.

Im übrigen gibt es auch heutzutage genügend Menschen, die grundsätzlich keine allzu zärtlichen Gefühle entwickeln, also auch mit leiblichen Geschwistern keine enge Beziehung aufbauen. Davon mal ganz abgesehen, dass man manchmal einfach zu verschieden ist. :wink:

Jane Austen hat ja nun nicht geschrieben, dass John seiner leiblichen Mutter nachtrauerte und sich zärtlich an sie erinnerte. Er war mit der neuen Familie zufrieden, und hätte es nicht Fanny gegeben (oder eine Wesensgleiche) hätte er sicher zu seinem Wort gestanden.

John Dashwoods Charakterfehler sind seine Schwäche, seine Feigheit und seine Wankelmütigkeit. Dafür, dass er keine großen Leidenschaften empfindet, kann er nichts. Wäre er übrigens seinem eigenen Vater leidenschaftlicher bzw. inniger verbunden gewesen, hätte er vermutlich auch sein Versprechen als wirkliche Verpflichtung empfunden und entsprechend gehandelt.

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 12:18 
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Ich sehe es ähnlich wie Tina.

John ist in meinen Augen kein Mensch der zu starken Bindungen oder Gefühlen fähig ist. Um die Beziehung zu seinen Halbschwestern und seiner Stiefmutter so intensiv zu gestalten, wie es die Konventionen oder ein anständiges Ehrgefühl verlangen, bräuchte es ein größeres Herz.

Wäre Mrs Dashwood seine leibliche Mutter könnte er sich wahrscheinlich eher zu Großzügigkeit aufraffen. Insofern machen die Familienverhältnisse hier schon einen Unterschied, meine ich.


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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 12:41 
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Julia hat geschrieben:
John ist in meinen Augen kein Mensch der zu starken Bindungen oder Gefühlen fähig ist. Um die Beziehung zu seinen Halbschwestern und seiner Stiefmutter so intensiv zu gestalten, wie es die Konventionen oder ein anständiges Ehrgefühl verlangen, bräuchte es ein größeres Herz.

Hier sind wir ja völlig einer Meinung! :)
Und über die Frage welcher seiner vielen Charakterfehler nun den Ausschlag gegeben hat, werden wir uns wohl nicht schlüssig einigen können ... :wink:

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 14:21 
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Julia hat geschrieben:
Edward turned hastily towards her, on hearing this, and, in a voice of surprise and concern, which required no explanation to her, repeated, "Devonshire! Are you, indeed, going there? So far from hence! And to what part of it?"

Natürlich ist Edward negativ überrascht, dass die Dashwoods Norland verlassen, vorallem Elinor, wie es auch ihre Mutter interpretiert.

Spoiler: anzeigen
Aber man kann diese Stelle auch mit Blick auf die Lucy-Geschichte lesen. Sie lebt in der Nähe von Plymouth, auch in Devonshire. Edwards Nachfrage kann einerseits zeigen, dass er sich gut genug in Devon auskennt, um mit einer präzisen Ortsangabe etwas anfangen zu können. Oder er will sich vergewissern, dass sie weit genug weg wohnen.


Vielleicht ist er aber auch einfach nur der Einzige, der sich ernsthaft interessiert. :wink: (bzw. das soll damit gezeigt werden)

Spoiler: anzeigen
Natürlich ist der zukünftige Wohnort auch unter dem Lucy-Aspekt gewählt, denn die Dashwoods müssen in deren Nähe ziehen, damit die weitere Geschichte ihren Weg gehen kann ...

Ich denke dennoch, dass es für Edward in genau diesem Moment mehr der Schock ist, die Befürchtung Elinor kaum mehr wiederzusehen. Schliesslich sind die Dashwoods finanziell nicht in der Lage ihn zu besuchen (hat er überhaupt ein eigenes Haus?), zumindest nicht häufiger, und er hat wohl selbst wenig Möglichkeiten (auch wenn Mrs. Dashwood ihn "einlädt") regelmässige Kontakte zu pflegen. Schreiben wäre ja auch nicht schicklich (er ist ja nicht verlobt), und wenn überhaupt, hätte es über Fanny zu gehen, und die wird mit ihm bereits eindringlich über die Mädchen gesprochen haben, so dass er weiss, von der Seite wäre keine Hilfe zu erwarten. Bliebe noch Mrs. Dashwood. Aber es wäre sicher auch nicht befriedigend einen Brief an Dritte, also über die Mutter zu schreiben, um mit einer "Freundin" in Kontakt zu bleiben.
Die abschliessende Frage nach dem Ort kann aber natürlich mit seinen Ortskenntnissen zu tun haben. :)

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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 16:52 
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Austenbegeistert
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Was mir in dem Kapiel noch aufgefallen ist: Es ist doch seltsam, daß es Mrs. Dashwood schwerfällt die Kutsche zu verkaufen, wenn sie doch keine Pferde mehr hat? Außerdem kommen mir drei Bedienstete auch gar nicht so wenig vor, wie groß ist denn wohl das Cottage? Wenn die vier Dashwoods da wohnen und die Bediensteten und auch noch Platz für Besuch ist, kann es doch sooo klein nicht sein oder?


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BeitragVerfasst: Montag 21. Januar 2008, 17:09 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Ich fürchte, Mrs. Dashwood ist nicht sehr realistisch. Sie spricht davon, dass leicht zwei Räume für Gäste hinzugefügt werden können, was ich mehr als "anbauen" verstehen würde, was mit ihren finanziellen Möglichkeiten wohl kaum machbar wäre. Nun, andererseits hat sich Sir Middleton ja erboten, das Cottage nach ihren Wünschen einzurichten, obwohl es möbliert ist. Möglicherweise beeinhaltet das einen kleinen Anbau, aber ich glaub es fast nicht.

Ähnlich sieht es mit der Kutsche aus. Die Pferde wurden bald nach der Beerdigung verkauft, an der Kutsche hängt sie wegen der Bequemlichkeit der Töchter, aber wie Du sagst, was macht man ohne Pferde. Sie wird nicht so bald welche kaufen können (woher das Geld nehmen), aber vielleicht denkt sie Land-Pferde sprich Ackergäule zu mieten, die wenn sie einen Pflug ziehen können, dann auch eine Kutsche? Ich schätze, man konnte tatsächlich eher Pferde mieten, wenn ein Bauer oder Pächter sie nicht brauchte, als eine Kutsche. Nur was es kosten würde die Kutsche zu überführen ... :thud: Deshalb bringt die besonnene und vernünftige Elinor sie ja von der Idee ab.

Na ja, 3 Bedienstete waren für eine mittelständische Familie schon arg wenig. Die Mädels und ihre Mutter durften ja eigentlich nicht arbeiten, sprich irgendwo im Haushalt Hand anlegen, wenn sie ihren Status behalten wollten. Sie brauchten also mindestens einen Mann für Haus und Hof (eigentlich Hausmeister, Gärtner, Wachmann), eine Hausdame, die alles organisiert, des weiteren eine Köchin, eine Wäschefrau, Zimmermädchen, Zofen, Küchenhilfen die das Geschirr waschen usw.
Im Cottage werden die 3 Angestellten viel mehr arbeiten müssen bzw. für verschiedene Aufgaben zuständig sein, und wer weiss, ob das reichen wird, aber mehr Angestellte können sie sich halt nicht leisten ... :/

Bei Stallburschen war es übrigens üblich, dass sie gemeinsam über dem Stall oder in einem Nebenraum schliefen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 09:42 
Pixie hat geschrieben:
Amadea hat geschrieben:
Über Mrs. John Dashwood's Missgunst musste ich mich auch aufregen. Sie gönnt den Miss Dashwood noch nicht mal deren Möbel und Haushaltsgegenstände. Das ist ja wohl nicht zu fassen! :boese: Mindert es Fannys Ansehen etwa, wenn die Miss Dashwood schönes Porzellan und Silber besitzen? Wie kann man nur derart missgünstig sein?


Ja, sie zeigt mal wieder ihr wahres Gesicht. Das schönste finde ich noch, dass sie ihnen die schönen Sachen missgönnt, weil sie ärmer sind als sie. So nach dem Motto: Die sind so arm, was brauchen die wertvolles Porzellan und schöne Möbel. Sie können in ihrem kleinen Cottage ja sowieso keinen Empfang geben.

Mich hat das auch sehr geärgert.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 10:12 
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Wenn ich diese Stelle lese, denke ich erneut, dass die Dashwoods nicht gerade am Hungertuch genagt haben. Denn ansonsten hätte es doch sicher gehießen, sie wären gezwugen gewesen, sich von ihren geliebten Möbeln und dem Silber usw. zu trennen, sprich es zu verkaufen.

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 10:27 
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Es ist ja auch nie die Rede davon, dass sie am Hungertuch nagen (zumindest nicht im Buch). Man muss den Kontrast aber "umrechnen". Zuerst lebten sie finanziell sorglos in einem großen Herrenhaus mit Park und entsprechender Gesellschaft, jetzt ziehen sie aufs Land in ein kleines Haus, ohne Kutsche und sonstige Annehmlichkeiten. Das ist natürlich immernoch nicht wirklich schlimm, für jemanden der anderes gewohnt ist, aber schon eine gravierende Umstellung.

Man hört im Buch schon mehrmals raus, dass sie mit dem Geld haushalten müsen, und Kompromisse machen oder auf bestimmte Dinge verzichten. Aber wer muss das nicht??
"Arm" ist man deswegen noch nicht.

Was wohl in diesem Fall am "dramatischsten" ist, ist dass es keine Mitgift für die Mädchen gibt, sich ihre Heiratschancen (also die einzige Möglichkeit sich in Zukunft zu "versorgen") rapide verschlechtert haben. Ihnen kommt der gesellschaftliche Abstieg so gesehen am meisten zu schaden.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 10:29 
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Natürlich haben sie nicht am sprichwörtlichen Hungertuch genagt. Solange man als Frau nicht gezwungen war, den Haushalt selbst zu erledigen und sich sogar noch bezahlte Arbeit zu suchen, ging es einem nicht wirklich schlecht.

Ich denke, es geht eher darum, dass sie den Gürtel enger schnallen und Wünsche aufgeben müssen, die sie sich locker erlauben konnten, als Henry noch lebte. Es ist halt nicht einfach, wenn man von klein auf einen relativ hohen Standard gewohnt ist, sich plötzlich einzuschränken.

Vor allem die Sache mit den Pferden und der Kutsche war sicher unangenehm, weil es ihre Beweglichkeit doch stark einschränkte. Aber was hätten auch eine Kutsche und Pferde ohne Kutscher geholfen. Den konnten Sie sich halt einfach nicht mehr leisten, vor allem nicht fürs rumsitzen. Jeder Dienstbote will bezahlt und untergebracht werden, und ist ein zusätzlicher Mund, der ernährt werden will. In manchen Häusern kam die Herrschaft sogar für die Arbeitskleidung auf.
*edit* Sorry, hat sich mit Julias Beitrag überschnitten.

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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 14:57 
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Ja, denken wir nur an Emma. Ohne Kutsche ist man auf die Freundlichkeit der Nachbarn und anderer angewiesen, auch das Reisen stelle ich mir ohne eigene Kutsche schwieriger vor- ohne Geld natürlich erst recht.
Auffällig ist auch der melodramatische Abschied Mariannes. Der Abschied kommt mir ein wenig theatralisch vor, fast wie eine Persiflage.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 15:22 
Julia hat geschrieben:
(...) ohne Kutsche und sonstige Annehmlichkeiten. Das ist natürlich immernoch nicht wirklich schlimm, für jemanden der anderes gewohnt ist, aber schon eine gravierende Umstellung.


Ob der Verzicht auf Pferde und Kutsche wohl gleichbedeutend ist mit dem Verzicht auf das Auto heutzutage? Eine Kutsche steht ja nur da (und zur Verfügung), aber Pferde brauchen Pflege, Futter, Betreuung, d. h. sie kosten etwas das ganze Jahr über. Ein Auto kostet auch Versicherung, Sprit, Kundendienst oder Reparatur...


Zuletzt geändert von Julia am Dienstag 22. Januar 2008, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
Vollzitat entfernt.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 15:44 
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Maria hat geschrieben:
Auffällig ist auch der melodramatische Abschied Mariannes. Der Abschied kommt mir ein wenig theatralisch vor, fast wie eine Persiflage.


Mir scheint das auch eher wie eine Parodie ... oder (von JA) zumindest nicht ganz ernst gemeint. Marianne empört sich zwar später selber über romantische Phrasendrescherei, aber ich würde sagen, hier betreibt sie genau das.


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BeitragVerfasst: Dienstag 22. Januar 2008, 15:52 
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Julia hat geschrieben:
Maria hat geschrieben:
Auffällig ist auch der melodramatische Abschied Mariannes. Der Abschied kommt mir ein wenig theatralisch vor, fast wie eine Persiflage.

Mir scheint das auch eher wie eine Parodie ... oder (von JA) zumindest nicht ganz ernst gemeint. Marianne empört sich zwar später selber über romantische Phrasendrescherei, aber ich würde sagen, hier betreibt sie genau das.


Wobei das nun wieder zu Mariannes stürmischer Seele, der ihr eigenen Melodramatik und sonstigen Übertreibungen passt. Es gehört einfach zu ihrem "normalen" Verhalten und hätte mich eher gewundert, wenn sie darauf verzichtet hätte. Es rundet das Bild ab, das ich mir gemacht habe.

_________________
:blume: Grüsse, Caro

Avatar: Amelia Darcy (1754-1784)

Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


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