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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 23:04 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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@ Julia

als Gast - damit meine ich, dass die Austens schon zu der Zeit, als sie noch in Steventon lebten, so ab und an doch Verwandte der Mutter in Bath besuchten?
Ich hab das z.T. aus "In the steps of Jane Austen" by A.M.Edwards, und da heißt es:
......, Jane came to Bath as a visitor when she was young.

Aber wir sind uns ja einig :ja: - Jane hatte nichts gegen Bath - zunächst -
nur später, ab wann werden wir es wohl nie wissen, weil sie ja in Bath eine Schaffens+Schweigepause einlegte , da mochte sie den Ort nicht. Und das hat sie in Persuasion deutlich zum Ausdruck gebracht - als Anne - und auch als Autorin! :juggle: :wink: :gruebel:

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Verfasst: Montag 8. Oktober 2007, 23:04 


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 08:33 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Mit Benwick als möglichen Konkurrenten zu Wentworth habe ich beim Lesen auch gedacht, dass das eine gute Möglichkeit wäre! Wo Anne und Benwick sich so ausnehmend gut verstanden und viel Zeit gemeinsam verbracht haben. Und nicht nur über Poetry gesprochen haben :wink:

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Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 11:45 
Alethea hat geschrieben:
Ich finde das 14. Kapitel gar nicht so uninteressant. :biggrin:

Meiner Ansicht nach wird hier Captain Bennick so ausführlich thematisiert, als wäre er ein Verehrer von Anne (zunächst wegen dem gemeinsamen Interesse für Literatur), der in Annes Gefühlen zur Konkurrenz von Wentworth werden könnte, während es die ganze Zeit so aussieht, als wäre Wentworth für Louisa bestimmt.

Da ich das Buch ja bereits kenne, musste ich an dieser Stelle ein wenig schmunzeln --- hier wird der Leser sachte ein wenig in die falsche Richtung geführt --- und später dreht sich der Spieß genau um. :wink:

Natürlich ist das wirklich nur ansatzweise so zu bemerken. Der richtige Konkurrent von Wentworth kommt ja erst in Gestalt von Mr Elliot.
Da sich das ganze im Nichts verliert, hat das Kapitel in der Tat den Anschein eines "Zwischenspiels".


Nun hinke ich doch nicht so weit hinterher, wie ich zwischendurch dachte :D. Kapitel 13 habe ich nicht verstanden, aber was soll's.

Ich denke auch, dass der Leser glauben soll, zwischen Captain Bennick und Anne könnte etwas entstehen, zumindest von Captain Bennick's Seite aus. Von Anne denke ich das nicht, meiner Meinung nach "lächelt" sie über ihn (bei der Unterhaltung über Bücher, einige Kapitel vorher).

Edit: Und diesen Abschnitt am Ende des Kapitels, der beschreibt, wie Lady Russell nach Bath kommt, finde ich sehr stimmungsvoll.


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 15:40 
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Austenbegeistert
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Ich versuche mich mal an einer Zusammenfassung von

Kapitel 15:

Anne wird von ihrem Vater und ihrer Schwester freundlich empfangen, Mrs. Clay ist auch da. Sie brennen darauf ihr ihr neues zu Hause zu präsentieren und von ihrem neuen Leben in Bath zu berichten. Offensichtlich genießen sie ihre Wohnung und das gesellschaftliche Leben in Bath. Anne findet das alles etwas befremdlich. Was Anne zu berichten hat, ist von geringen Interesse.

Wichtigstes Thema ist die erneute Aufnahme von Mr. Elliot in die Familie. Bei seiner Ankunft in Bath hatte er sich sehr darum bemüht und die Probleme der Vergangenheit schienen sich als Mißverständnisse herauszustellen. Anne fragt sich im Stillen nach seiner Motivation zu diesem Schritt und vermutet Intresse seinerseits an Elizabeth.
Um 22 Uhr läutet es auf einmal an der Tür und Mr. Elliot kommt zu einem späten Besuch, bei dem Anne vorgestellt wird. Überrascht und erfreut gibt er zu erkennen, daß er sich an ihr Zusammentreffen in Lyme erinnert. Mr. Elliot besticht an diesem Abend durch sein gutes Benehmen und sein Auftreten, er ist ein guter Unterhalter und ein echter Gentleman. Somit geht Anne erster Abend in Bath erfreulicher zu Ende als sie erwartet hatte.

Die Zusammenfassung ist vielleicht etwas kurz geraten, aber alles weitere kann man ja bei der Diskussion ergänzen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 16:02 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Danke für die Zusammenfassung, Maria.
Wir haben es ja alle gelesen, nur noch mal zur Erinnerung find ich es gut! :ja:


Mr Elliot ist ja allseits beliebt, niemand hat etwas auszusetzen, auch Anne scheint recht angetan!
He was quite as good-looking as he had appeared at Lyme, his countenance improved by speaking

Er hat ihr den Anfang in Camden Place leichter gemacht, obwohl sie doch anfangs with a sinking heart dort ankam - aber:
Anne could not have supposed it possible that her first evening in Camden Place could have passed so well!

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 16:23 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich habe das Gefühl, seine Aufmerksamkeit wie auch die durch Benwick haben ihr durchaus sehr gut getan und Auftrieb verliehen. Ohne Cousin Elliot wäre die Rückkehr weniger erfreulich verlaufen, wage ich mal zu behaupten. Es behagt Anne ganz und gar nicht, wie sehr inzwischen Mrs. Clay mit ihrer Schwester und sogar ihrem Vater verbunden zu sein scheint und sie hinterfragt eher als ihre Familie die Gründe für diesen Verhaltenswechsel bei Cousin Elliot. In der Vergangenheit hat er die Familie nun wirklich sehr schlecht behandelt. Ich denke eher, dass Anne zwar seine Aufmerksamkeit ihr gegenüber genießt, aber doch eher sein Verhalten hinterfragt.

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 17:04 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Ich finde, Mr. Elliot wird hier in Kapitel 15 wirklich sehr positiv beschrieben. Das hatte ich vom ersten Lesen des Buches gar nicht mehr so in Erinnerung.

Als sich Sir Walter bei Anne nach Mary erkundigt, fragte ich mich, ob er und Elizabeth womöglich gar keinen Briefkontakt zu Mary pflegen? Das kann aber gut möglich sein. Schließlich interessiert Sir Walter lediglich das Aussehen seiner jüngsten Tochter und weniger ihr Wohlergehen. :D :lach: ("Wie sieht Mary aus?" "...wenn ich nicht fürchten müsste, dass sie ...sich den Teint verdirbt."

Gewundert hab' ich mich über diese Stelle: "Wo immer er [Sir Walter Elliot] Arm in Arm mit Oberst Wallis auftauchte..." War es zur damaligen Zeit ein üblicher Anblick, wenn zwei Männer dieses Alters "Arm in Arm" über die Straße gingen? :?: :eek:

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(W. H. Auden)

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 17:06 
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Austenbegeistert
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Sehr witzig finde ich übrigens die Stelle, an der berichtet wird, daß Oberst Wallis erzählt, daß Mr. Elliot seine erste Frau geheiratet hat, weil diese so verliebt in ihn war. :P Na, klar! Das sie zufällig auch reich war....hatte damit natürlich nichts zu tun :wink:

Auffällig ist auch, daß sich die Gespräche hauptsächlich um die Optik drehen, wie viele unansehnliche Frauen es in Bath gibt, wie Oberst Wallis aussieht, wie Mary aussah und wie groß das Wohnzimmer ist. Die Oberflächlichkeit scheint durch den Umzug sich noch gesteigert zu haben.


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 17:14 
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Na ja, nach dem Umzug ist es ja noch wichtiger, den Schein zu wahren! :wink:

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 17:29 
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Emsige Missionarin für Jane Austen
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Caro hat geschrieben:
@Maria
Na ja, nach dem Umzug ist es ja noch wichtiger, den Schein zu wahren! :wink:

:ja: Genau. Sir Walter und Elizabeth reden sich ihr neues Zuhause schön. :D ("...und sie [Anne] musste ... sich doch wundern, ... wie es möglich war, dass eine Frau, die Herrin auf Kellynch gewesen war, in vier Wänden, die keine zehn Meter auseinanderlagen, Anlass zu Stolz fand."

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 19:49 
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Ich denke auch, dass Elliot Anne gut tut - aber sie muss ihn doch insgeheim an einen anderen denken - an wen wohl? :wink:

his manners were so exactly what they ought to be, so polished,
so easy, so particularly agreeable, that she could compare them
in excellence to only one person's manners.
They were not the same,
but they were, perhaps, equally good.



Meint Ihr denn, dass Elliot tatsächlich in Lyme nicht wusste, wer Anne ist?

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 20:06 
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Austenbegeistert
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Miranda hat geschrieben:
Meint Ihr denn, dass Elliot tatsächlich in Lyme nicht wusste, wer Anne ist?


Ich denke nicht, daß er das wußte. Woher auch? Früher hatte er doch nur Elizabeth und Sir Walter kennengelernt. Allerdings hätte er im Gasthaus in Lyme doch gefragt haben können... Aber nein, ich denke nicht. Ich ziehe es vor zu glauben, daß seine Überraschung und Freude echt ist.


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 21:10 
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Amadea hat geschrieben:
Gewundert hab' ich mich über diese Stelle: "Wo immer er [Sir Walter Elliot] Arm in Arm mit Oberst Wallis auftauchte..." War es zur damaligen Zeit ein üblicher Anblick, wenn zwei Männer dieses Alters "Arm in Arm" über die Straße gingen? :?: :eek:


Ich denke, damit ist gemeint, dass die beiden untergehakt gingen, und das war wohl durchaus auch unter Männern üblich - zumindest habe ich schon einige dementsprechende Darstellungen aus der Zeit gesehen.

Hier ist übrigens eine Illustration von C.E. Brock zu "Persuasion", die genau diese Szene zeigt.


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 21:33 
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Austenbegeistert
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@Miranda:
Ich glaube auch nicht, dass Mr. Elliott wusste, wer Anne ist


Mir fällt in diesem Kapitel auch wieder besonders auf, dass eigentlich alle außer Anne in der Familie oberflächlich und ich-bezogen sind.
Nach Mary wird es uns hier in Bath gleich bei der Begrüßung durch Vater und Schwester wieder deutlich gemacht.
Wie tat mir Anne leid!!!

Ich dachte nur, dass ich gerne Annes Mutter kennengelernt hätte....


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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 22:25 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Miranda, woher sollte Mr. Elliot von dem kurzen Zusammentreffen darauf schließen, dass ihm ausgerechnet Anne über den Weg gelaufen sein soll? Hat er sie überhaupt damals kennengelernt? Ich meine, er kannte lediglich Sir Walther und Elisabeth, sonst niemanden von der Familie.

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 22:40 
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Nun, das lässt ja dann darauf schließen, dass Anne sich äußerlich schon in Lyme sehr zum Positiven geändert haben muss, wenn sich Elliot beim Wiedersehen gleich an sie erinnert.
Ob das auf die Seeluft oder auf die Begegnung mit Wentworth zurückzuführen ist? :wink:
Wohl beides. :smilingplanet:

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BeitragVerfasst: Dienstag 9. Oktober 2007, 23:17 
Julia hat geschrieben:

Hier ist übrigens eine Illustration von C.E. Brock zu "Persuasion", die genau diese Szene zeigt.


Funzt der Link nur bei mir nicht :gruebel:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 07:46 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Und ich meine, dass Sir Walther seine Tochter ebenfalls gefragt hat, ob sie eine Lotion benutzt hätte, sie würde viel frischer aussehen (oder so ähnlich). Und das beim Wiedersehen! Alles andere war wohl unwichtig. Da erzählt Mann lieber von Mrs. Clay und ihrem guten Aussehen :eek:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 11:27 
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Hazel hat geschrieben:
Julia hat geschrieben:

Hier ist übrigens eine Illustration von C.E. Brock zu "Persuasion", die genau diese Szene zeigt.


Funzt der Link nur bei mir nicht :gruebel:


Bei mir klappt er. :nixweiss:

Aber hier kannst du dir das Bild nochmal ansehen (ich hab's verkleinert!):

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 15:20 
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Austenbegeistert
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Tina hat geschrieben:
Und ich meine, dass Sir Walther seine Tochter ebenfalls gefragt hat, ob sie eine Lotion benutzt hätte, sie würde viel frischer aussehen (oder so ähnlich). Und das beim Wiedersehen! Alles andere war wohl unwichtig. Da erzählt Mann lieber von Mrs. Clay und ihrem guten Aussehen :eek:


Genau, aber das ist schon der Beginn von Kapitel 16, mit dem ich dann jetzt direkt weitermache:

Anne beobachtet besorgt das Verhältnis ihres Vaters zu Mrs. Clay und wundert sich, daß ihre Schwester anscheinend nicht bemerkt, daß sich dort etwas anbahnen könnte. Lady Russell ist Mrs. Clay und ihre Stellung in der Familie auch ein Dorn im Auge, wohingegen sie von Mr. Elliot begeistert ist. Ein Punkt, in dem Anne und sie nicht einer Meinung sind, da Anne seine Wiederannäherung an die Familie als inkonsequent empfindet und nicht so recht kug aus der Sache wird. Trotzdem genießt sie seine angenehme Gesellschaft, auch wenn sie den Eindruck hat, daß sein Interesse Elizabeth gilt. Aber sie denkt, daß wenn ihr Vater Mrs. Clay und ihre Schwester Mr. Elliot heiratet, sie ja noch bei Lady Russell bleiben kann.
Aufregung in der Familie verursacht das Eintreffen von Lady Dalrymple und ihrer Tochter, entfernte Verwandte höheren Adels, in Bath. Der Kontakt zu dieser Verwandtschaft war vor Jahren abgebrochen, wird aber jetzt wieder aufgenommen, indem Sir Walter einen unterwürfigen Brief schreibt. Anne ist die Einzige, die diese Verwandschaft trotz ihrer gesellschaftlichen Stellung nicht wichtig ist, selbst Lady Russell und Mr. Elliot halten diese Bekanntschaft für erstrebenswert, obwohl ihre Bildung und ihr Benehmen nicht mit ihrem Rang im Einklang steht.
Am Ende des Kapitels wird noch deutlich, daß auch Mr. Elliot der Umgang von Sir Walter mit Mrs. Clay negativ aufgefallen ist.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 15:38 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Maria hat geschrieben:
Anne ist die Einzige, die diese Verwandschaft trotz ihrer gesellschaftlichen Stellung nicht wichtig ist, selbst Lady Russell und Mr. Elliot halten diese Bekanntschaft für erstrebenswert, obwohl ihre Bildung und ihr Benehmen nicht mit ihrem Rang im Einklang steht.


Selbst? Bei diesen beiden (Sir Walther und Lady Russel) gilt doch nur, wer einen Adelstitel hat! Da wirft man sich schon mal gerne in den Staub. Wenn man sich dafür dann mit dieser Verwandschaft "schmücken" kann!
Hier ist wieder Anne die Ausnahme in ihrer Familie und bei ihrer mütterlichen Freundin. Ihr kommt es auf den Menschen an, nicht auf Rang und Titel.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 15:44 
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Austenbegeistert
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Tina hat geschrieben:
Maria hat geschrieben:
Anne ist die Einzige, die diese Verwandschaft trotz ihrer gesellschaftlichen Stellung nicht wichtig ist, selbst Lady Russell und Mr. Elliot halten diese Bekanntschaft für erstrebenswert, obwohl ihre Bildung und ihr Benehmen nicht mit ihrem Rang im Einklang steht.


Selbst? Bei diesen beiden (Sir Walther und Lady Russel) gilt doch nur, wer einen Adelstitel hat! Da wirft man sich schon mal gerne in den Staub. Wenn man sich dafür dann mit dieser Verwandschaft "schmücken" kann!
Hier ist wieder Anne die Ausnahme in ihrer Familie und bei ihrer mütterlichen Freundin. Ihr kommt es auf den Menschen an, nicht auf Rang und Titel.


Mit selbst wollte ich ausdrücken, daß auch diese Personen, die sonst mit ihr noch ehesten einer Meinung sind, diese in dem Fall nicht teilen. Von Sir Waler und Elizabeth will ich mal ganz schweigen...Auffällig ist auch, daß dies das zweite Mal in dem Kapitel ist, daß Anne und Lady Russell nicht einer Meinung sind.

Witzig fand ich übrigens das Gespräch von Anne und Mr. Elliot über die gute und die beste Gesellschaft :D .


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 15:52 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Besonders gut kommt dieses Gespräch bei mir an, weiß ich doch wie der Roman endet :wink:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 16:14 
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Beiträge: 1755
Mir ist beim Lesen durch den Kopf gegangen, ob die Beschreibung Mr Elliots durch Lady Russell etwa die Vorstellung des "perfekten Mannes" von JA sein könnte?
Oder ist es nur die Meinung der ehrenwerten Lady? :juggle:

good understanding,
correct opinions, knowledge of the world, and a warm heart.
He had strong feelings of family attachment and family honour,
without pride or weakness; he lived with the liberality of a man of fortune,
without display; he judged for himself in everything essential,
without defying public opinion in any point of worldly decorum.
He was steady, observant, moderate, candid; never run away with by spirits
or by selfishness, which fancied itself strong feeling; and yet,
with a sensibility to what was amiable and lovely, and a value
for all the felicities of domestic life





Und was ist "Gowland"? Eine Tinktur ?

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 17:24 
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Beiträge: 288
Wohnort: Aus Berlin nach Bayern verschlagen
Irgendwie kommt mir das Verhalten von Mr. Elliot, plötzlich die Nähe zur Familie zu suchen, von der er sich so lange fern gehalten hat, verdächtig vor.
Auch dass er argwöhnisch auf das Verhalten von Sir Walther zu Mrs. Clay schaut, legt meiner Meinung nach den Verdacht nahe, dass ihn, da er ja finanziell unabhängig ist, nur noch der zukünftige Adelstitel lockt.
Sollte Sir Walther Mrs. Clay ehelichen, könnte er ja noch einmal Vater eines Sohnes werden, denn ihre Fruchtbarkeit hat Mrs Clay ja schon bewiesen, und somit wäre der Titel futsch.

noch zum Kap. 14 :

nebensächlich finde ich es auch nicht, ich mag diese Beschreibungen des "Drumherum" und die Charakterstudien.

P.S. endlich sind unsere Internetstörungen beseitigt. Uns ist ständig die Verbindung unterbrochen worden, auch wenn wir irgendwo eingeloggt waren. Das hat sich wochenlang hingezogen. Mal ging es, dann wieder nicht. Letztlich hat sich gestern herausgestellt, dass die Leitung der Telecom miserable Übertragungswerte hatte, die zwar für die 2000er Flat ausreichend war, aber nicht für die 6000er. Gestern hat ein netter Mensch eine neue Leitung für uns freigeschaltet und siehe da, es geht wieder ohne Probleme.
Fazit: bei solchen Störungen nicht lockerlassen und T-online nerven, bis sie endlich etwas unternehmen.

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One Ring To Find Them...


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 17:53 
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Austenbegeistert
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Miranda hat geschrieben:
Und was ist "Gowland"? Eine Tinktur ?


Herr Grawe übersetzt es mit Gowland Gesichtswasser, Frau Rauchenberger schreibt einfach nur Gowland. Mich erinnert es ein bißchen an die Oil of Olaz-Werbung in den 80er...


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 19:19 
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John Gowland war ein Apotheker des 18. Jahrhunderts, seine "Gowland's Lotion" war noch bis ins 19. Jahrhundert ein Renner.

Zitat:
For example, John Gowland's spot cream, Gowland's Lotion for 'cutaneous eruptions', a mid-eighteenth century product that was still popular in the early nineteenth century, was advertised in the Sussex Weekly Advertiser in February 1791:

THIS LOTION is an EFFECTUAL REMEDY for all SCORBUTIC and HERPETIC eruptions of the FACE and SKIN, from the most trivial to the most DISFIGURING and INVETERATE; from the smallest PIMPLE or TETTER to the most universally SPREADING Eruptions or Ulcerations. For redness of the NOSE, ARMS, or other part, and in short for every train and species of EVIL to which the Skin is liable, whether VIVID and INFLAMED, OR LANGUID and OBDURATE...


Bei Deidre leFaye (?) habe ich mal gelesen, dass ein Hauptbestandteil dieser Creme Quecksilber war, hab aber jetzt auf die Schnelle online nichts dazu gefunden.


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Julia hat geschrieben:
Bei Deidre leFaye (?) habe ich mal gelesen, dass ein Hauptbestandteil dieser Creme Quecksilber war, hab aber jetzt auf die Schnelle online nichts dazu gefunden.


Ja, das stimmt. :ja: Hab' mal schnell nachgeschlagen.

Bei ihr steht:

Dagegen entwickelte der Apotheker John Gowland um 1740 seine berühmte Gowland's Lotion: Seiner Werbung zufolge befreite es die Haut von "Pickeln, Ekzemen, Flechtengrind, Sommersprossen, Bräune, Rötungen der Nase" und verlieh dem Gesicht "ein frisches, kühles, gesundes Weiß und Rot". Gowland behauptete, das Gesichtswasser löse die oberste Schuppenschicht der Haut ab, sodass diese besser atmen könne und ihre natürliche Schönheit zurückgewinnt. Tatsächlich enthielt die Lotion neben Bittermandeln und Zucker auch einen geringen Anteil scharfes Quecksilberoxid, desses Wirkung man heute als chemische Peeling bezeichnen würde. Trotzdem wurde Gowland's Lotion über Jahrzehnte hinweg hergestellt und verkauft. Sir Walter Elliot meint in Überredung sogar, Mrs Clay habe ihre Sommersprossen damit beseitigt.

(Aus: Le Faye, Deirdre: Jane Austen und ihre Zeit. Berlin: Nicolai, 2002. Seite 102.)

Da wurden die Pickel sozusagen weggeätzt. :biggrin: Auch eine nette Lösung. :lol:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 22:29 
Alethea hat geschrieben:



Bei mir klappt er. :nixweiss:

Aber hier kannst du dir das Bild nochmal ansehen (ich hab's verkleinert!):

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Dankeschön! :)
(bei mir kam: FORBIDDEN)

Und: Quecksilber in Creme? Huh, giftig.


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Es gibt eine interessante pdf.datei zum Thema Mode und Kosmetik im 18. Jahrhundert. Erzählt wird hier zwar hauptsächlich von französischer Mode bzw. dem französischen Adel, aber es zeigt sich, daß doch vieles auf das Regency übertragbar ist. Tatsächlich fanden Chemiker damals Quecksilber zwar als äusserlich schädlich, warnten aber nicht davor, weil man es wohl nicht für soo giftig hielt. :guck:

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