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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 09:50 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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@Tina
Es wäre ein Skandal gewesen, einfach ungeheuerlich, wenn Louisa verlangt hätte, dass er sie auffängt, so nach dem Motto" ich springe jetzt, und Sie, lieber Wentworth, müssen mich auffangen ...". Genauso gut hätte sie sagen können "Bitte küssen sie mich. Hier und jetzt". So etwas tat man einfach nicht. Schon gar nicht in der Öffentlichkeit, und selbst so gutmütige Eltern wie die Musgroves, ein Bruder oder Cousin hätten da einschreiten müssen. Das meinte ich damit. Und kein Verwandter hätte zulassen dürfen, dass ER sie auffängt. In der Situation hätte sie ein Bruder oder Cousin auffangen müssen, oder ein verheirateteter Mann, und es wundert mich ohnehin, dass zugelassen wurde, dass Wentworth es tat. Das hat mit ein bischen Flirten nichts mehr zu tun :)

Deshalb gehe ich davon aus, dass Louisa einfach sprang und Wentworth sich gezwungen sah sie aufzufangen, weil es sonst kein anderer tat.

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Avatar: Amelia Darcy (1754-1784)

Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


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Verfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 09:50 


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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 10:04 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich habe gar nicht geschrieben, dass Louisa so etwas gesagt hätte. Der Knackpunkt ist eben, dass Wentworth bisher immer der "Retter in Not" für Louisa gewesen ist. Und von daher ging sie einfach davon aus, er würde auch jetzt wieder einspringen. Sie erhoffte es sich aber sprach es natürlich nicht aus! Und keiner von der Gesellschaft hätte diese Dummheit vorhersehen können. Aber ich gehe mal davon aus, dass Louisa sich wirklich in Wentworth Arme werfen wollte, also war Wentworth der nächste (räumlich gesehen), der sie auffangen konnte.
Und ganz allgemein denke ich halt, dass wenn ein junges Mädchen springt und sich in Lebensgefahr bringt, es für den Retter kein Skandal ist, sie zu retten. Egal wer sie rettet. Und sei es, der Stallknecht ist in der Nähe! Da handelt man spontan, denke ich mir. Und da geht es nur um das Leben des bzw. derjenigen, die springt. In diesem Moment gelten halt andere Regeln, meine ich. Soll der Pferdeknecht tatenlos zusehen (um beim Beispiel zu bleiben), wie die junge Herrin springt und zu Fall kommt, dabei im schlimmsten Fall sogar stirbt? DAS wäre doch dann der Skandal! So würde der Pferdeknecht eine Belohnung erhalten und damit wäre der Käse gegessen.
Und hier in Lyme war halt Wentworth derjenige, der spontan handelte, weil er am nächsten dran war. Für mich ist das kein Skandal. :nein: Vielleicht drücke ich mich aber auch einfach nur blöd aus.

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 10:08 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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@Tina
genau das meinte ich. Vorher hast Du aber geschrieben, er wäre durch die "Springerei" jetzt an Louisa gebunden und quasi so gut wie verlobt. :wink: :)

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 10:27 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Bei Wentworth und Louisa kommen viele Faktoren dazu, die dazu führen, dass sie alle Anwesenden sie als so gut wie verlobt betrachten. Natürlich nicht alleine der Umstand, dass er sie gerettet hat! Das wollte ich so nicht gesagt haben. Sorry, das war dann wohl missverständlich. Alle Spaziergänge und was sie gemeinsam haben erweckt halt den Eindruck und Wentworth muss ja feststellen, was für einen fürchterlichen Fehler er selber mit Louisa gemacht hat und was für Erwartungen er geweckt haben könnte. Und das er an Louisa gebunden sein könnte! (Das wird später noch ausführlicher erwähnt im Roman.)

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 11:03 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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@Tina
Nachtrag: Du hast oben geschrieben, die Gesellschaft habe Louisas Dummheit nicht erahnen können. Aber es haben doch alle Louisas ersten Sprung gesehen (den man eigentlich schon hätte verbieten müssen und sei es aus dem einzigen Grund, dass es zu stürmisch war) und die Diskussion um den zweiten Sprung mitgekriegt. Und keiner hat eingegriffen! Ich verstehe auch nicht ganz, wie Wentworth allein es hätte verhindern können. Er war ja kein männlicher Verwandter, auf den sie hätte hören müssen. Louisa sagte ja "Ich werde es aber tun!", obwohl er gegen den zweiten Sprung war. Wie hätte er es verhindern sollen? Sie festhalten, am Sprung hindern? Kann man ein störrisches, eigensinniges Kind vor Schaden bewahren? :/

@Julia
@Alethea
ja, ja, ich weiss schon, im anderen Fall hätte die Geschichte einen anderen Verlauf genommen, aber ich finde doch diese Szene sagt sehr viel über die einzelnen Charaktere aus. Man scheint allgemein etwas gleichgültig zu sein und Louisas Leichtsinn widerspruchslos hinzunehmen :)

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Zuletzt geändert von Caro am Freitag 5. Oktober 2007, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 11:11 
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Austenbegeistert
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Was ich nicht ganz verstehe ist Wentworth Gesammtverhallten gegenüber Louisa (Ich meine jetzt nicht den Sprung, ich finde nämlich auch er hätte sie nicht einfach fallen lasen können und die übrigen Herrschaften waren ja untätig). Er macht sich ja schon Vorwürfe, dass er sich falsch verhallten hat aber er ist doch nun einiges älter als sie. Er hätte doch eigendlich wissen müssen was sein Benehmen bei einem Mädchen wie ihr oder auch der Gesellschaft auslösen könnte. Oder hat er zu früherem Zeitpunkt eine Verlobung mit ihr in Kauf genommen und nur mit der Zeit bemerkt, dass dies ein Fehler wäre?

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Oh! (..) Mit welchem Entzücken habe ich (die Blätter) früher fallen sehen!
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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 11:39 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Ich glaube, Wentworth wurde einfach überrollt. Wir erfahren ja ziemlich früh, dass er ursprünglich nur wenige Tage in der Gegend hatte verbringen wollen, und dass die herzliche Aufnahme der Musgroves ihm schmeichelte. Ich denke auch, dass es ihm wie Öl runterging (nachdem Anne die Verlobung gelöst hatte), dass ihn die zwei Schwestern zu umgarnen versuchten und jede für eine Verlobung in Frage gekommen wäre.

Er sagte ja selbst, er würde von einer zukünftigen Ehefrau nicht sooo viel verlangen. Vielleicht hatte er tatsächlich die Absicht sich einfangen zu lassen, bevor er erkennen musste, dass Louisa nicht im geringsten zur Ehefrau taugte. Schließlich ist er nicht mehr der "Jüngste" und muss sich langsam um die Familienplanung, sprich einen Erben kümmern. :wink:

Ich meine, stellt euch vor, wie sich so ein leichsinniges Mädchen um seine Kinder kümmert (auch wenn es dafür eine "Nanny" gibt). Vor allem Louisa's offensichtlicher Trotz. Er meint es gut mit ihr und sie stampft (bildlich) mit dem Fuß auf und sagt "Ich will aber!". Die Frauen von Marine und Armee-Offizieren mussten ein Vorbild an Ehre und Benimm sein und durften ihren Gatten in der Gesellschaft nicht bloßstellen.

Kann schon sein, daß ihm erst jetzt die Augen richtig aufgingen, dass er jetzt erst erkannte, wie Louisa wirklich war. Das hatte jetzt nichts mehr mit Schäkern und Flirten zu tun, mit den kleinen, amüsanten Übertritten schicklicher Grenzen, die man einer charmanten, liebreizenden jungen Dame gestattete, indem man ein Auge (oder beide) zudrückte. Nein, Louisa zeigte keinen Respekt vor Wentworth, was umso unverständlicher ist, wenn sie ihn als Gatten gewinnen will, weil sie damit seine männliche Autorität untergräbt, noch bevor sie ihn fest in der Hand hat.

Vielleicht war sich Louisa seiner bereits zu sicher, glaubte, er könne ihr nicht widerstehen? Es soll ja Männer geben, die eine solche Lebensfreude, so ein Temperament amüsant finden ... :D :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 13:58 
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Amüsantes Boardmitglied und Reisetrulla
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Was mir mal wieder auffällt: Anne scheint die EINZIGE Handlungsfähige zu sein. Nicht nur, dass sie als einzige nach dem Sprung die Nerven bewahrt, sie muss auch das aussprechen, was andere nur denken. Zum Beispiel, das alte Kindermädchen nach Lyme zu holen oder dass die Familie Musgrove nach Lyme reist. Ohne Anne wäre diese ganze Gesellschaft ziemlich arm dran. Und: Mary ist natürlich bei der Pflege Louisas überhaupt keine Hilfe. Ganz im Gegenteil: Sie wird von den Harvilles hinauskomplimentiert, weil sie mehr Arbeit macht als hilft. Und dabei fühlt sie sich selbst auch "nützlich".
Eine Frage noch: Bezeichnet in Eurer Übersetzung Admiral Croft Sir Elliot auch als "Putzaffe"? :eek: Also, nicht das er keiner wäre, aber diese Bezeichnung gegenüber Anne zu benutzen, ist ja schon sehr gewagt.

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 14:15 
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Amüsantes Boardmitglied und Reisetrulla
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Ende des 13. Kapitels, als Admiral Croft beschreibt, was sie im Schloss alles geändert haben.

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 14:18 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Ach ja, :danke: hab's inzwischen gefunden. Der genaue Text lautet:
I have done very little besides sending away some of the large looking-glasses from my dressing-room, which was your father's. A very good man, and very much the gentleman I am sure: but I should think, Miss Elliot," (looking with serious reflection), "I should think he must be rather a dressy man for his time of life. Such a number of looking-glasses! oh Lord! there was no getting away from one's self.
Für mich sieht es hier nicht so schlimm aus. Im Gegenteil, Croft drückt sich sehr vorsichtig aus, betont vorher auch noch, dass "Er ein sehr guter Mann sei, ein wahrer Gentleman..." und dann kommt das mit dem "dressy man". "dressy" heißt eigentlich "elegant", "schick", "modisch". Croft wagt es ja noch nicht einmal ihn einen Dandy zu nennen ... :D
Ich hätte es in Altdeutsch vielleicht als "modischer Geck" oder "Stutzer" übersetzt ... :wink: :guck:


Sorry, schon mal, für das OT, aber dazu gibt es ein herrliches Gedicht (Karl-Heinz Fricke), das ich euch nicht vorenthalten will:

Modern sein
Ein Modegeck war einst ein Mann,
ausgefallene Sachen zog er an.
Und er bildete sich ein,
immer gut angezogen zu sein.

Die Stoffe suchte er selber aus
und trug sie zu des Schneiders Haus.
Dann Maße nehmen, anprobieren,
niemals wollte er sich blamieren.

So ließ er seine teuren Sachen
nur von einem Meister machen.
Ein Tigermuster interessierte ihn sehr,
der Stoff war fest und gar nicht schwer.

Zehn Meter davon waren im Ausverkauf,
der Geck legte seine Hand darauf.
Kaufte komplett den restlichen Ballen,
er würde sich sicher darin gefallen.

Einen Meter davon brachte er hin
zu seinem Schneider Lohengrin.
"Eine Badehose gibt es doch
aus diesem feinen festen Stoff ?"

Der Meister nickte, lächelte fein,
es würde ihm ein Vergnügen sein.
"Das passt zu Ihrer Strandgarderobe,
kommen Sie bitte morgen zur Probe!"

Der Geck stolzierte herum am Strand,
die Hose man enzückend fand.
Er hatte auch einen Tiger im Tank,
als elegant er ins Wasser sprang.

Bei seinem letzten Sprung
verlor er etwas, der gute Jung',
und zu seinem Missgeschick
verblieb im See das gute Stück.

Er schwamm bis an des Ufers Rand,
erhob sich stolz im heißen Sand,
bemerkte nicht den Hosenverlust,
warf sich stolz in seine Brust.

Eine Dame blieb errötend stehn,
war schon im Begriff vorüber zu gehn.
Sie schaute verwirrt auf seine Blöße
von einer ganz normalen Größe.
Er sagte: " Da staunste wohl, süße Maus,
neun Meter davon sind noch zu Haus!"

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 15:26 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Das ist köstlich, Caro! :grinsevil:
Danke!
Ich hätte "a dressy man" auch mit "Stutzer" übesetzt - oder etwa ...."Lackaffe"? :D

Es ist ein spezieller Humor, der Admiral Croft und Anne verbindet , sie liegen auf einer Wellenlänge.
Als er sagt:

A new sort of way this,
for a young fellow to be making love, by breaking his mistress's head,
is not it, Miss Elliot? This is breaking a head and giving a plaster,
truly!"
muss sie an Lady Russell denken, der die Art des Admirals wohl nicht gefallen würde:

Admiral Croft's manners were not quite of the tone to suit Lady Russell,
but they delighted Anne.


Auch dass der Admiral genau die Worte sagt, die Ann zuvor sich selber gegenüber zugegeben hat, macht ihn ihr sympathisch, she
is amused in spite of herself



Ich denke, Anne ist sehr erleichtert, dass die Crofts so wenig geändert haben in Kellynch.

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 15:27 
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Austenbegeistert
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Wohnort: NRW
@Caro: Du hast bestimmt recht. Ich kan mir schon vorstellen, dass er sich durch so viel weibliche Aufmerksamkeit geschmeichelt fühlte. Aber er hat ja noch rechzeitig gemerkt das Louisa für ihn nicht die richtige Ehefrau ist.

Pixie hat geschrieben:

Eine Frage noch: Bezeichnet in Eurer Übersetzung Admiral Croft Sir Elliot auch als "Putzaffe"? :eek: Also, nicht das er keiner wäre, aber diese Bezeichnung gegenüber Anne zu benutzen, ist ja schon sehr gewagt.


Also in der reclam Übersetzung gibt es keinen Putzaffen. Die Bezeichnung finde ich zwar durchaus passend für ihn aber die Umschreibung von Herrn Grawe finde ich doch besser. Dort heißt es: "ich könnte mir denken, daß er für sein Alter ein sehr modebewusster Mann ist".

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 15:49 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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@Miranda
Miranda hat geschrieben:

Ich hätte "a dressy man" auch mit "Stutzer" übesetzt - oder etwa ...."Lackaffe"? :D

Oder die zwar nicht weniger boshafte, aber feinsinnigere, weil nicht so offensichtliche Bezeichnung "Laffe"? :sm_16 Du wirst Dir sicher denken können, von welchem Wort sich das ableitet? :D :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 16:43 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Caro hat geschrieben:
Oder die zwar nicht weniger boshafte, aber feinsinnigere, weil nicht so offensichtliche Bezeichnung "Laffe"? :sm_16 Du wirst Dir sicher denken können, von welchem Wort sich das ableitet? :D :wink:


Das passt perfekt! :top:

@ Ms Dashwood
Die Übersetzung von Grawe ist zwar Anne gegenüber netter, aber der Humor von Admiral Croft ist schon etwas derber. ;D

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 17:13 
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Amüsantes Boardmitglied und Reisetrulla
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So langsam kristallisiert sich heraus, dass die Diogenes-Übersetzung sehr deftig ist! :D

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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 21:10 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Beiträge: 4781
Ms. Dashwood hat geschrieben:
Was ich nicht ganz verstehe ist Wentworth Gesammtverhallten gegenüber Louisa (...) Er hätte doch eigendlich wissen müssen was sein Benehmen bei einem Mädchen wie ihr oder auch der Gesellschaft auslösen könnte. Oder hat er zu früherem Zeitpunkt eine Verlobung mit ihr in Kauf genommen und nur mit der Zeit bemerkt, dass dies ein Fehler wäre?


Genau diese Frage wird bald im Buch beantwortet - er sagt, er wäre sich gar nicht bewusst gewesen, in was er sich da verstrickt hat. Er hat ihre Gesellschaft und sicher auch die Flirterei genossen, aber sich nichts dabei gedacht.
Das soll es ja öfter geben. :wink:

Was Louisas Sprung und Wentworth's "Rettung" angeht:
Ich glaube, man muss bedenken, dass es ja nicht das erste Mal war. Denn dann wäre es sicher sehr unschicklich von Louisa gewesen, sich so aufzuführen. Zwischen den beiden hat sich so eine Art "Insider" etabliert, eine kleine "Tradition", die den Zweck hat, Vertrautheit und Intimität herzustellen. Bewusst oder unbewusst. Das gibt es so oder so ähnlich in jeder Beziehung und Freundschaft - kleine Rituale, wenn man so will.
Und das Ganze hatte sich zu diesem Zeitpunkt so etabliert und hochgeschaukelt, dass Wentworth sie quasi fangen "musste".
Er sagt es später ganz treffend auch selbst: "She would not have been headstrong if I had not been weak." (Sie wäre nicht so stur gewesen, wenn ich nicht so schwach gewesen wäre.) Hätte er das Spielchen nicht so lange mitgespielt, dann wäre es gar nicht soweit gekommen.

Als "Rettung" würde ich das ganz und gar nicht bezeichnen, denn Lousia war ja nicht in irgendeiner ausweglosen Notlage, aus der man ihr heraushelfen musste. Und warum hätte sie jemand anders auffangen sollen - das war ja ein Scherz/Flirt zwischen ihr und Wentworth.


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BeitragVerfasst: Freitag 5. Oktober 2007, 22:50 
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Administratorin im Ruhestand und Tom-Lefroy-Expertin
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Registriert: Mittwoch 14. Juni 2006, 21:11
Beiträge: 3007
Caro hat geschrieben:
Ich meinte das anders. Sie zwang Wentworth sie aufzufangen, weil sie eben einfach sprang ohne an die Folgen zu denken. Sie zwang ihn indirekt durch den Sprung dazu, weil er (mit seinem Charakter) nicht hinnehmen konnte, dass sie zu Schaden kam. Theoretisch hätte sie jeder der Herren auffangen können, es war nur Wentworth, der es tat.


Wie Julia schreibt, bestand ja eigentlich keine Gefahr und es ging hier um keine "Rettung"! Louisa sprang einmal und es ging gut. Beim zweiten Mal ging es schief, doch das war ja nicht vorherzusehen. Man hätte durchaus erwarten können, dass Louisa auch beim zweiten und dritten Mal sicher landet. Sie wurde immer von ihm aufgefangen, und diesmal wollte sie auch nur von ihm aufgefangen werden. Hier steht es doch:

In all their walks, he had had to jump her from the stiles; the sensation was delightful to her. The hardness of the pavement for her feet, made him less willing upon the present occasion; he did it, however.

Und es geht gut, trotz seiner ersten Bedenken. Nur beim zweiten Mal geht's schief, was er ja nicht vorherahnen kann.

Caro hat geschrieben:
Glaubst du tatsächlich, dass man die beiden völlig allein spaziergehen liess, wo Louisa mit ihm "spielte" und dass Louisa in Gesellschaft verlangte, Er, und nur Er müsse sie auffangen? :gruebel: :nixweiss: Das hätte doch wohl einen Riesenskandal und völlig andere Reaktionen gegeben, oder nicht?


Aber es steht doch in dieser Textstelle: "In all their walks, he had to jump her from the stiles..." Von 'völlig allein' schrieb ich nie etwas. Bei ihrem gemeinsamen Spaziergang nach Winthrop beobachtet Anne, dass Wentworth sich vor allem Louisa zuwendet.

Every thing now marked out Louisa for Captain Wentworth: nothing could be plainer; and where many divisions were necessary, or even where they were not, they walked side by side nearly as much as the other two [Henrietta und Charles Hayter].

Bei anderen Spaziergängen werden die beiden wohl auch häufig beisammen gewesen sein, sonst hätte er sie ja nicht "in all their walks" (was sich zumindest nach mehr als einem anhört) über die Zaunübertritte springen lassen... Offenbar erlaubte man Louisas kindliches Benehmen, selbst wenn's flirtend ist, weil man glaubte, dass Captain Wentworth ernste Absichten hat... Und wie Austen ja schreibt, scheinen die Musgrove-Eltern nicht gerade ein waches Auge zu haben ---- sie bemerken auch gar nichts von den Zwistigkeiten zwischen Hayter und Wentworth... oder drücken ein Auge zu, weil sie Vertrauen in ihre Töchter setzen...

Mr. and Mrs. Musgrove, either from seeing little, or from an entire confidence in the discretion of both their daughters, and of all the young men who came near them, seemed to leave everything to take its chance. (Kapitel 9)

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Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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BeitragVerfasst: Samstag 6. Oktober 2007, 00:04 
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Ich fahre heute für eine Woche in Urlaub und werde deshalb beim Groupread nicht mehr mitmachen können (außer, wir finden ein Internetcafé :D ). Wünsche Euch noch viel Spaß!
LG
Pixie

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BeitragVerfasst: Samstag 6. Oktober 2007, 10:18 
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Austenkenner
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Beiträge: 288
Wohnort: Aus Berlin nach Bayern verschlagen
@ Diogenes Übersetzung
...trifft meiner Meinung nach nicht so recht den Ton. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jane Austen Admiral Croft solche Worte in den Mund legt. Dazu ist er zu sehr Gentleman, als dass er Anne gegenüber so respektlos über ihren Vater redet.
Es gibt schon sehr große Qualitätsunterschiede in den Übersetzungen. Sie ist die Interpretation des Autors und somit immer emotional. Ich habe 3 und mir gefällt mal die eine und mal die andere Übersetzung besser. Optimal wäre es, aus allen die besten Formulierungen zu übernehmen und eine eigene daraus zu machen, aber das verstößt warscheinlich gegen das Urhebergesetz und ist strafbar.
(OT: Bei der Harry- auf- Deutsch-Community ist die Eigenübersetzung von HP7 abgesichert, sie darf nicht veröffentlicht werden, und ist nur Mitübersetzern zugänglich, aber der Zeitaufwand ist schon beträchtlich. Es tummeln sich auf der Seite einige Tausend User und mehrere Hundert Hobbyübersetzer reichen ihre Seiten ein.)
Solch eine Aktion würde dieses Board sicher überfordern.

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BeitragVerfasst: Samstag 6. Oktober 2007, 11:52 
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Austenbegeistert
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Registriert: Montag 31. Juli 2006, 14:58
Beiträge: 65
Wohnort: NRW
Julia hat geschrieben:
Genau diese Frage wird bald im Buch beantwortet - er sagt, er wäre sich gar nicht bewusst gewesen, in was er sich da verstrickt hat. Er hat ihre Gesellschaft und sicher auch die Flirterei genossen, aber sich nichts dabei gedacht.


Na dann werde ich mal aufmerksam weiterlesen und seine Beweggründe dann hoffendlich besser verstehen.

@Pixie: Ich wünsche dir einen schönen Urlaub.

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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 09:46 
Ich werde wahrscheinlich nicht mehr mitlesen können. Mir wird's zu eng. Sorry :/ .


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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 09:57 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Registriert: Mittwoch 19. Oktober 2005, 21:13
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Schade ... dabei sind wir eh schon lang nicht mehr "im Plan". :wink:

Kapitel 14 (Band 2, Kapitel 2)

Charles und Mary kehren nach Uppercross zurück und besuchen Anne und Lady Russell, um die neuesten Entwicklungen aus Lyme zu berichten.
Louisa erholt sich, aber ihre Nerven sind immernoch sehr empfindlich. Captain Wentworth hat sie seit dem Tag des Sturzes nicht mehr gesehen und ist nun auf Besuch bei seinem Bruder.
Charles berichtet Anne von Captain Benwicks Bewunderung für sie, was Mary wie erwartet nicht ertragen kann (vorallem nachdem er ihre Einladung ausgeschlagen hat), und kündigt einen baldigen Besuch von ihm an.
Captain Benwick kommt nicht, dafür aber die Kinder der Harvilles. Die Musgroves haben sie über Weihnachten mitgebracht, um Mrs Harville etwas Arbeit abzunehmen. Auch Anne und Lady Russell verbringen ein gemütlichen, aber sehr turbulenten Abend in Uppercross.
Nur wenig später sind beide auf dem Weg nach Bath.


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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 10:12 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Zu diesem Kapitel fällt mir nicht viel ein - ich empfinde es eher als ein "Zwischenspiel" zwischen den beiden Szenerien/"Akten" - Uppercross und Bath.

Aber eine Stelle fällt mir oft auf, wahrscheinlich weil es aus den Briefen von JA ein ganz gegensätzliches Zitat gibt.

Anne meint: She (...) caught the first dim view of the extensive buildings, smoking in rain, without any wish of seeing them better; (...)

Als die Austens nach Bath umgezogen sind, war Cassandra gerade in Kent und so gibt es einige Briefe, in denen Jane ihre ersten Eindrücke von Bath berichtet: The first view of Bath in fine weather does not answer my expectations; I think I see more distinctly through rain. (5. Mai 1801)

Tut wahrscheinlich nicht viel zur Sache für das Buch, aber ich wollte es trotzdem mal erwähnen. :wink:


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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 10:42 
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Danke, Julia! Ich finde diese Info sehr interessant!

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Clemens Bittlinger


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@Alethea
Zu deiner Antwort habe ich ein, zwei Dinge anzumerken, aber ich werde dir eine PN schicken, möchte hier den weiteren groupread nicht sprengen ... :D :n176:


@Julia
Julia hat geschrieben:
Aber eine Stelle fällt mir oft auf, wahrscheinlich weil es aus den Briefen von JA ein ganz gegensätzliches Zitat gibt.

Anne meint: She (...) caught the first dim view of the extensive buildings, smoking in rain, without any wish of seeing them better; (...)

Als die Austens nach Bath umgezogen sind, war Cassandra gerade in Kent und so gibt es einige Briefe, in denen Jane ihre ersten Eindrücke von Bath berichtet: The first view of Bath in fine weather does not answer my expectations; I think I see more distinctly through rain. (5. Mai 1801)

Tut wahrscheinlich nicht viel zur Sache für das Buch, aber ich wollte es trotzdem mal erwähnen. :wink:


:danke: Julia! :)

Also teilt Anne nicht ihre Empfindungen :D Die "Figur" scheint also nicht in allen Facetten autobiographisch gezeichnet zu sein (wenn überhaupt). :)
Ich hege ja eher den Verdacht, dass Jane gewisse Sympathien für Louisa hat. Ich musste nachträglich bei dieser "Spring-Szene", bzw. der Beschreibung der Spaziergänge, an einen Brief an Cassandra denken, als Jane schrieb sie und Lefroy hätten sich in der Öffentlichkeit unmöglich benommen. Ich konnte mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. :wink:

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:blume: Grüsse, Caro

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Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


Zuletzt geändert von Caro am Montag 8. Oktober 2007, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 12:37 
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Austenbegeistert
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Zu Kapitel 14:

Das einzige, was mir an Kapitel 14 aufgefallen ist, ist die Person Mary. Z.B. wird beschrieben wie sie die zwei Wochen in Lyme verbracht hat: Spaziergänge, Bücherei, Bäder und Kirche und bei alledem hat sie noch das Gefühl sich nützlich gemacht zu haben, obwohl sie ja eigentlich nur ihrem Vergnügen nachging und die Zeit vertändelt hat.
Auch das Verhalten Marys im Gespräch über Captain Benwick läßt tief blicken, erst behauptet sie, er habe Anne kaum erwähnt und als sie dann widerlegt wird, beginnt sie ihn schlecht zu reden. Als dies auch nicht gelingt, versucht sie das Thema zu wechseln und kommt auf Mr. Elliot zu sprechen.
Ich denke, sie ist eifersüchtig und kann es nicht ertragen, wenn einmal jemand anderes im Mittelpunkt steht.


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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 13:52 
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Begeistertes Missionierungsopfer
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Nach diesem Kapitel ist mir Mary noch unsympathischer! :rolleyes:
Als Lady Russell sich darauf freut, Captain Benwick als Annes Bekanntschaft kennenzulernen, giftet Mary gleich zurück:
I think he is rather my acquaintance, for I have been seeing him every day this last fortnight." um sich gleich darauf zu beschweren, dass er mit ihr spazieren ging, ohne ein Wort zu sagen:
He is one of the dullest young men that ever lived. He has walked with me, sometimes, from one end of the sands to the other, without saying a word
Charles interpretiert das ja ganz richtig, in dem er Benwick eher als Seelenverwandten :wink: von Lady Russell sieht:
He is just Lady Russell's sort. Give him a book, and he will read all day long."



Zum "Wetter " in Bath:
Den Brief an Cassandra schrieb Jane doch noch zu Beginn der Bath-Jahre?
Ich meine gelesen zu haben, dass JA Bath gar nicht so schlimm fand, so lange sie nur als Gast zu Besuch war.
Persuasion hat sie ja erst spät in Chawton geschrieben, als die Zeit in Bath längst hinter ihr lag.
Und insofern mag Anne Bath überhaupt nicht - wie auch Jane später.
Seh ich das richtig? :juggle:

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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 14:18 
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Austenbegeistert
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Ja, ich finde Kapitel 14 auch relativ "nebensächlich" und stimme Miranda voll zu: Mary wird mir auch immer unsympathischer in ihrer egozentrischen Art.

:danke: Julia für die Extra-Information. Da ich JA`s Briefe (noch) gar nicht kenne, finde ich das super interessant!


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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 17:49 
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Miranda hat geschrieben:
Zum "Wetter " in Bath:
Den Brief an Cassandra schrieb Jane doch noch zu Beginn der Bath-Jahre?
Ich meine gelesen zu haben, dass JA Bath gar nicht so schlimm fand, so lange sie nur als Gast zu Besuch war.
Und insofern mag Anne Bath überhaupt nicht - wie auch Jane später.
Seh ich das richtig? :juggle:


Ich verstehe nicht was Du mit "als Gast" meinst?
Der Brief, den ich oben zitiert habe, wurde geschrieben, als die Austens gerade mit Sack und Pack in Bath ankamen - mit der Aussicht, dort dauerhaft zu wohnen.
Jane Austen kannte Bath zwar schon vorher, und mochte es wohl auch als Stadt - aber nicht zum dort Leben.
Später, schon in Chawton schrieb sie über ihre Abreise (1805), wie glücklich sie gewesen wäre, dort wegzukommen - "with what happy feelings of escape".


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BeitragVerfasst: Montag 8. Oktober 2007, 19:13 
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Ich finde das 14. Kapitel gar nicht so uninteressant. :biggrin:

Meiner Ansicht nach wird hier Captain Bennick so ausführlich thematisiert, als wäre er ein Verehrer von Anne (zunächst wegen dem gemeinsamen Interesse für Literatur), der in Annes Gefühlen zur Konkurrenz von Wentworth werden könnte, während es die ganze Zeit so aussieht, als wäre Wentworth für Louisa bestimmt.

Da ich das Buch ja bereits kenne, musste ich an dieser Stelle ein wenig schmunzeln --- hier wird der Leser sachte ein wenig in die falsche Richtung geführt --- und später dreht sich der Spieß genau um. :wink:

Natürlich ist das wirklich nur ansatzweise so zu bemerken. Der richtige Konkurrent von Wentworth kommt ja erst in Gestalt von Mr Elliot.
Da sich das ganze im Nichts verliert, hat das Kapitel in der Tat den Anschein eines "Zwischenspiels".

_________________
Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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