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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 13:43 
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Austenexperte
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Alethea hat geschrieben:

Ich denke, eine Mischung aus beidem. "Eifersucht" ist in dem Stadium noch ein zu starker Ausdruck --- eine leise, unbewusste Eifersucht, denn Emma fühlt instinktiv, dass sie Mr Knightley mit niemandem teilen will --- doch sie hat kein Problem damit, seine Freundschaft mit Miss Bates zu teilen... :lol: Ich denke, ihr versteht, was ich meine! :biggrin:
"...


Das liegt aber auch sicher zu einem Teil daran, daß Ms. Bates für ihn eine liebe und schutzbedürftige Nachbarin ist, aber keine ernst zu nehmende Gesprächspartnerin. Ms. Fairfax z. B. hätte mit ihrer Intelligenz und ihrem Stil hingegen eine wirkliche "Gefahr" sein können.

Alethea hat geschrieben:
Ob er schon jetzt erkennt, dass er für Emma mehr als Freundschaft empfindet, darüber kann man sich streiten.


In dem Fall müßten wir nicht streiten, weil Knightley es an späterer Stelle sagt, denn "auf seiner Seite hatte seit langem eine Eifersucht bestanden, die bis zu der Ankunft Frank Churchills zurückreichte oder sogar bis zu den Tagen, als man ihn erwartete."


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Verfasst: Dienstag 3. April 2007, 13:43 


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 13:50 
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Ulli hat geschrieben:
Alethea hat geschrieben:

Ich denke, eine Mischung aus beidem. "Eifersucht" ist in dem Stadium noch ein zu starker Ausdruck --- eine leise, unbewusste Eifersucht, denn Emma fühlt instinktiv, dass sie Mr Knightley mit niemandem teilen will --- doch sie hat kein Problem damit, seine Freundschaft mit Miss Bates zu teilen... :lol: Ich denke, ihr versteht, was ich meine! :biggrin:
"...


Das liegt aber auch sicher zu einem Teil daran, daß Ms. Bates für ihn eine liebe und schutzbedürftige Nachbarin ist, aber keine ernst zu nehmende Gesprächspartnerin. Ms. Fairfax z. B. hätte mit ihrer Intelligenz und ihrem Stil hingegen eine wirkliche "Gefahr" sein können.


Genau das meine ich ja! Jane Fairfax war jung, begabt, hübsch --- eine mögliche Ehekandidatin also. Ohne dass es Emma bewusst ist, oder vielleicht sogar ohne dass es Emma wahrhaben möchte, sieht Emma Jane auch in dieser Hinsicht als Konkurrenz --- obwohl sie sich möglicherweise noch nie ernsthaft als mögliche Ehefrau Mr Knightleys betrachtet hat! :biggrin:

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Es ist besser den Mund zu halten und dumm zu erscheinen, als ihn zu öffnen und jeden Zweifel zu zerstreuen.
(Verfasser (mir) unbekannt --- Angelika meint, es sei Mark Twain... :biggrin: )


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 14:17 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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:aetsch: und ich werde jetzt nicht wieder mit Jane Fairfax anfangen und den anderen Themen die hier sooo gut in eure Diskussion reinpassen ... :rofl:

Nachtrag:
Aber, da ich es natürlich nicht lassen kann, :wink: , doch noch ein Kommentar:

Ich glaube, es kommt an dieser Stelle weniger darauf an, ob Jane Mr. Knightley heiraten würde bzw. wollte (hab das wirklich ich gesagt? :eek: ), da sie ihm ja schlecht einen Antrag machen konnte, sondern darum, ob sie ihn dazu bringen würde, sie um die Hand zu bitten, was aus Emmas Sicht und der übrigen Highbury Gesellschaft durchaus möglich war. Immerhin schätzte George Miss Fairfax, mehr noch, er war ziemlich angetan. Von seiner Seite ging viel mehr Gefahr aus, denn hätte er erst geheiratet, wären die häufigen Besuche bei den Woodhouses in jedem Fall ausgeblieben ... weshalb sich Emma ja sozusagen einzureden versucht, er habe ja kein begründetes Interesse an der Ehe ... :)

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:blume: Grüsse, Caro

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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 15:07 
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Austenexperte
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Alethea hat geschrieben:
Ulli hat geschrieben:
Alethea hat geschrieben:

Ich denke, eine Mischung aus beidem. "Eifersucht" ist in dem Stadium noch ein zu starker Ausdruck --- eine leise, unbewusste Eifersucht, denn Emma fühlt instinktiv, dass sie Mr Knightley mit niemandem teilen will --- doch sie hat kein Problem damit, seine Freundschaft mit Miss Bates zu teilen... :lol: Ich denke, ihr versteht, was ich meine! :biggrin:
"...


Das liegt aber auch sicher zu einem Teil daran, daß Ms. Bates für ihn eine liebe und schutzbedürftige Nachbarin ist, aber keine ernst zu nehmende Gesprächspartnerin. Ms. Fairfax z. B. hätte mit ihrer Intelligenz und ihrem Stil hingegen eine wirkliche "Gefahr" sein können.


Genau das meine ich ja! Jane Fairfax war jung, begabt, hübsch --- eine mögliche Ehekandidatin also. Ohne dass es Emma bewusst ist, oder vielleicht sogar ohne dass es Emma wahrhaben möchte, sieht Emma Jane auch in dieser Hinsicht als Konkurrenz --- obwohl sie sich möglicherweise noch nie ernsthaft als mögliche Ehefrau Mr Knightleys betrachtet hat! :biggrin:


Ich meinte noch etwas anderes: Wäre Ms. Bates zwar immer noch alt, arm und unattraktiv, aber würde beim Verstand ordentlich zu legen, so daß sie eine angemessene Gesprächspartnerin/Freundin von Knightley sein könnte, wäre das etwas anderes als Ms. Bates jetzt ist. Absolut keine Konkurrenz. ich wollte es also weniger an Schönheit, als am Verstand einer dritten Person festmachen. Aber das ist Haarspalterei meinerseits :D .


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 21:10 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Alethea hat geschrieben:
Warum, meint ihr, schiebt Frank Jane das Wort "Dixon" zu? Um sie zu ärgern, oder (was ich denke) um den Verdacht, der eventuell dadurch entstanden sein könnte, dass Harriet das Wort "blunder" laut aussprach, wieder von ihnen abzulenken?

Tatsache ist, dass Jane verärgert ist, und Frank erschrocken darüber (was für mich ein Zeichen ist, dass er es nicht böse gemeint haben kann!), denn er schiebt ihr hastig ein weiteres Wort zu, das Jane jedoch ignoriert! (Zu schade, dass Mr Knightley das nicht auch noch lesen konnte! :lol: )


In einer Biographie (oder in jeder? In der Grawe-Übersetzung steht es auch, glaube ich) wird ein Familienmitglied zitiert demzufolge Jane Austen sagte, dieses letzte Wort laute "Sorry".

Sorry, ich habe die letzten tage bis spät abends gearbeitet und kann erst morgen aufholen und was zu den letzten Kapiteln schreiben. :/


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 22:20 
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Austenbegeistert

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Irgendwie verstehe ich es auch nicht ganz, warum Jane sich diese Behandlung von Frank gefallen lässt...Sie machte mir irgendwie nicht den Eindruck einer Frau, die Spaß daran hat alle "an der Nase herumzuführen".

Oder andersherum gefragt: Warum macht Frank so etwas? Schließlich ist Jane doch seine Verlobte?!

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'I will not say that your mulberry-trees are dead, but I am afraid they are not alive.'

(Jane Austen, Letter to Cassandra, 31st May 1811)


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 22:43 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Naja, lange macht Jane das ja auch nicht mehr mit. :wink:
Ich denke, Frank ist einfach nur gedankenlos und hat wenig Sensibiltät für die heikle Situation in der sie stecken. Heikel in dem Sinn, dass die beiden wenig Gelegenheit haben, offen miteinander zu sprechen. Und ihm ist wahrscheinlich auch nicht bewusst, dass ihre Liebe noch in dem unsicheren Stadium ist, wo man ständig die Bestätigung des anderen darin braucht und sucht.
Sie kennen sich noch nicht lange und können das Verhalten des anderen durch diesen Schleier der Geheimhaltung nur schwer so genau interpretieren. Jane ist diesbezüglich klüger weil zurückhaltender. Frank dagegen halte ich weder für kaltherzig noch grob, sondern wie gesagt in erster Linie für gedankenlos. Ihm ist nicht bewusst, was er (bei Jane) anrichtet. Noch nicht.


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BeitragVerfasst: Dienstag 3. April 2007, 23:56 
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Ich frage mich bei Frank immer, wie er gegenüber seiner Verlobten nur so rücksichtslos sein kann. Dabei müsste er doch durch seine Erziehung und das Zusammenleben mit seiner Tante ( Stiefmutter ) eher sensibel auf das Empfinden anderer Personen reagieren. Eigentlich beweist er ja auch ein ganz gutes Einfühlungsvermögen dadurch, dass er bei jedem Menschen in Highbury genau weiß sich beliebt zu machen. Nur bei Jane wird er scheinbar zum gefühlten Eisblock. Irgendwie widersprüchlich.
:nein:

Sehr schön umgesetzt finde ich diese Widersprüchlichkeit übrigens in der Verfilmung mit KB. Da darf Frank seiner Liebsten doch schon mal so manchen schmachtenden Blick schicken - flirtet aber nur Sekunden später wieder auf Teufel komm raus mit Emma.

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... uns hilft kein Gott, uns're Welt zu erhalten...( Karat in "Der blaue Planet")


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 00:10 
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Julia hat geschrieben:
Naja, lange macht Jane das ja auch nicht mehr mit. :wink:
Ich denke, Frank ist einfach nur gedankenlos und hat wenig Sensibiltät für die heikle Situation in der sie stecken. Heikel in dem Sinn, dass die beiden wenig Gelegenheit haben, offen miteinander zu sprechen. Und ihm ist wahrscheinlich auch nicht bewusst, dass ihre Liebe noch in dem unsicheren Stadium ist, wo man ständig die Bestätigung des anderen darin braucht und sucht.
Sie kennen sich noch nicht lange und können das Verhalten des anderen durch diesen Schleier der Geheimhaltung nur schwer so genau interpretieren. Jane ist diesbezüglich klüger weil zurückhaltender. Frank dagegen halte ich weder für kaltherzig noch grob, sondern wie gesagt in erster Linie für gedankenlos. Ihm ist nicht bewusst, was er (bei Jane) anrichtet. Noch nicht.


Ich denke auch, dass Frank oft sehr gedankenlos handelt. Gerade Jane gegenüber. Das nimmt mich nicht gerade für ihn ein. Weder das noch sein Verhalten Jane gegenüber, das teilweise sehr verletzend für sie sein muss.

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 08:13 
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Austenbegeistert

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Tina hat geschrieben:
Ich denke auch, dass Frank oft sehr gedankenlos handelt. Gerade Jane gegenüber. Das nimmt mich nicht gerade für ihn ein. Weder das noch sein Verhalten Jane gegenüber, das teilweise sehr verletzend für sie sein muss.



Das ist wahrscheinlich auch Jane Austens Absicht...

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 08:18 
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Ich weiß nicht, ich kann Frank gar nicht so sympathisch finden wie anscheinend die meisten in Highbury. :nein:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:11 
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Highbury hält ja auch Mrs. Elton für eine nette Dame. Die dortige Gesellschaft ist - von Emma und Mr. Knightley abgesehen - erstaunlich unkritisch.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:13 
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Stimmt! Und von Mr. Elton sind sie immer noch alle positiv angetan, was ich auch nicht verstehen kann. :nein:

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:14 
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Ebend!

Das ist übrigens gar kein so seltenes Phänomen. Bin vor Jahren mal mit einer Gruppe in den Pyrenäen gewandert und unsere "Chefin" war so hundsmiserabel in allem was sie tat, daß ich ganz erstaunt war, daß viele der deutlich älteren, erfahreneren und besser gebildeteren anderen Wanderer sie trotzdem gut fanden. Dabei hat sie Wissen, Takt und gutes Benehmen beständig vermissen lassen.


Zuletzt geändert von Ulli am Mittwoch 4. April 2007, 09:18, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:17 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Noch ein kleiner Nachtrag zu Kapitel 39:

Nett, wie da mitten in der Szene in der es nur um Frank und Harriet und Emmas Beobachtungen zu gehen scheint, Jane Fairfax auftaucht. Frank hat sich verspätet, weil er am Vorabend (beim Ball) eine Schere von Miss Bates ausgeliehen hat, die er zurückgeben musste: (...) and happening to have borrowed a pair of scissors the night before of Miss Bates, and to have forgotten to restore them, he had been obliged to stop at her door, and go in for a few minutes (...)
Die Schere hätte er sicher auch von Mrs Weston bekommen können. :wink:

Kapitel 40

Wenn Emma und Harriet die Szene mit Mr Elton und dem Stiftstummel rekonstruieren kann sich Emma nur daran erinnern, wo Mr Knightley stand (der Mr Elton das Rezept für sein Spruce Beer bestimmt nur diktieren musste, weil Emma es gerne mag :wink: ... noch so ein kleiner nachträglicher Scherz).
"I do remember it," cried Emma; "I perfectly remember it. (...) Stop; Mr. Knightley was standing just here, was not he? I have an idea he was standing just here."
Finde ich einen netten Vorgeschmack auf das, was sich bei Emma selbst gerade entwickelt, ohne dass sie es merkt.

Kapitel 41

Wie Alethea schon schrieb ... sehr außer der Reihe dieses Kapitel ganz aus Mr Knightleys Sicht. Fast ein wenig so wie das ganz am Anfang wo er mit Mrs Weston über Emma spricht. Und wieder ein Spiel in dem Worte ein große Rolle spielen. Sehr doppeldeutig auch Franks "I want to puzzle you again."
Und obwohl es durch Mr Knightleys Kommentare so deutlich wird, dass zwischen Frank und Jane etwas nicht stimmt, ist man doch irgendwie noch auf Emmas Seite, was das Gesamtbild betrifft. Nicht mehr so uneingeschränkt wie bisher, aber man glaubt eher noch an die Dixon-Story bzw. dass Frank irgendetwas darüber wissen könnte oder damit zu tun haben könnte. Es löst sich langsam auf, aber sowenig wie Emma die Geschichte durchschaut, so wenig durchschaut sie auch der Leser. Man iist ihrer Beobachtung und ihrer meinung eigentlich selten voraus. Finde ich.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:27 
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@Julia
Ja, das ist JAs feinsinnige Absicht. Sie möchte, daß der Leser mit Emma "mitgeht" und sie auch versteht, bzw. aus der gleichen Basis heraus denkt ... zumindest habe ich das Gefühl beim Lesen. Ich habe mich jedenfalls bisweilen dabei überrascht, es als "Emma" zu lesen ... :wink:

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Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 4. April 2007, 09:31, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:30 
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Austenbegeistert

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Julia hat geschrieben:
Kapitel 40

Wenn Emma und Harriet die Szene mit Mr Elton und dem Stiftstummel rekonstruieren kann sich Emma nur daran erinnern, wo Mr Knightley stand (der Mr Elton das Rezept für sein Spruce Beer bestimmt nur diktieren musste, weil Emma es gerne mag :wink: ... noch so ein kleiner nachträglicher Scherz).
"I do remember it," cried Emma; "I perfectly remember it. (...) Stop; Mr. Knightley was standing just here, was not he? I have an idea he was standing just here."
Finde ich einen netten Vorgeschmack auf das, was sich bei Emma selbst gerade entwickelt, ohne dass sie es merkt.



Das ist mir beim Lesen überhaupt nicht aufgefallen! Aber jetzt wo du es erwähnst, ziemlich deutlich :ja: !
Emma selbst merkt es überhaupt nicht, welche Gefühle sich bei entwickeln, und sie sich an jede Situation mit ihm erinnern kann.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:34 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Dann mach ich mal weiter:

Kapitel 42

Mrs Elton wartet vergeblich auf den Besuch ihrer Verwandten aus Bristol und in ihrer Ungeduld irgendetwas zu tun, leiert sie Mr Knightley eine Einladung nach Donwell aus dem Kreuz. Mr Knightley lädt die Eltons, Miss Bates und Jane Fairfax, Harriet, die Woodhouses und die Westons zum Erdbeerpflücken ein. Alle sind begeistert, und Mr Weston lädt noch gleich ungefragt Frank mit ein.
Mr Woodhouse wird mit Büchern und "Spielzeug" versorgt und Mrs Weston leistet ihm Gesellschaft während die anderen im Garten herumschlendern. Zuerst bei den Erdbeerbeeten, später in einer kleinen Allee mit Zitronenbäumen, die zu einem Aussichtspunkt auf die Abbey Mill Farm (und die berühmten blühenden Obstbäume! :wink:) führt. Emma ist überrascht und angetan als sie sieht, dass sich Mr Knightley und Harriet zusammen getan haben.
Nach dem Essen bleibt Emma bei ihrem Vater und letztendlich taucht auch Frank Churchill auf. Schlechtgelaunt von seinem Ritt und wie wir wissen vorallem von einem Zusammentreffen, dass er unterwegs mit Jane Fairfax hatte. Diese ist allein und eher aufgebrochen um Mrs Elton (und vielleicht auch ihrer Tante) zu entkommen, die Jane den ganzen Vormittag mit einer freien Gouvernantenstelle in den Ohren lag, die sie für sie aufgetrieben hat.
Frank kommt nach einem Imbiss und etwas Ruhe wieder halbwegs zu sich und lässt sich von Emma "überreden" bis zum nächsten Tag zu bleiben, für den der Ausflug nach Box Hill geplant ist.


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Austenbegeistert

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Interessant fand ich in diesem Kapitel zum Beispiel die Beschreibung von Emmas Gefühlen, als sie sich Donwell Abbey nach längerer Zeit wieder ansieht:

"Intensiv empfand sie ehrlichen Stolz und die Befriedigung, zu denen ihre Beziehungen zu dem jetzigen und zukünftigen Besitzer sie berechtigten, als sie alles betrachtete..."

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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:53 
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Wieder mal ein Kapitel, das besonders sprechend ist, wenn man den weiteren Verlauf der Geschichte kennt. Die arme Emma ist komplett auf dem Holzweg. Was Franks Verhalten betrifft und was Harriet/Mr Knightley betrifft.

Mrs Elton ist auch sehr schön in ihrem Element: Erst in ihrer Freude über die vermeintliche freundschaftliche Intimität zwischen ihr und Mr Knightley, die die Einladung nach Donwell für sie zu belegen scheint, Dann in ihrer Wichtigtuerei, was die Planung betrifft - und wobei sie hauptsächlich an ihre Erscheinung und ihren Auftritt mit Strohhut und rosa bebänderten Erdbeerkorb denkt. *gg* Erinnert mich an Mr Rushworth.
Und wie ihr Geplapper beim Erdbeerpflücken zusammengefasst wird finde ich ganz herausragend:
"The best fruit in England--every body's favourite--always wholesome.--These the finest beds and finest sorts.--Delightful to gather for one's self--the only way of really enjoying them.--Morning decidedly the best time--never tired--every sort good--hautboy infinitely superior--no comparison--the others hardly eatable--hautboys very scarce--Chili preferred--white wood finest flavour of all--price of strawberries in London--abundance about Bristol--Maple Grove--cultivation--beds when to be renewed--gardeners thinking exactly different--no general rule--gardeners never to be put out of their way--delicious fruit--only too rich to be eaten much of--inferior to cherries--currants more refreshing--only objection to gathering strawberries the stooping--glaring sun--tired to death--could bear it no longer--must go and sit in the shade."
Da wird die sprachliche Abstraktion, die ja schon bei den Monologen von Miss Bates vorhanden ist echt auf die Spitze getrieben.
Und auch wieder klasse gemacht, wie der Verlauf der Szene sich quasi durch den Dialog (oder Monolog in diesem Fall) transportiert.

Und auch Mr Woodhouses kindisches Betragen wird auf neue Höhen getrieben, bzw. nun auch tatsächlich mal beim Namen genannt: Mrs. Weston had been shewing them all to him, and now he would shew them all to Emma;--fortunate in having no other resemblance to a child, than in a total want of taste for what he saw, for he was slow, constant, and methodical.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 09:55 
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Evi hat geschrieben:
Interessant fand ich in diesem Kapitel zum Beispiel die Beschreibung von Emmas Gefühlen, als sie sich Donwell Abbey nach längerer Zeit wieder ansieht:

"Intensiv empfand sie ehrlichen Stolz und die Befriedigung, zu denen ihre Beziehungen zu dem jetzigen und zukünftigen Besitzer sie berechtigten, als sie alles betrachtete..."


Ja, da wird dieselbe Taktik wie in "Pride and Prejudice" benutzt... Die "Heldin" beginnt die wahren Qualitäten und ihre eigenen Gefühle zu entdecken, als sie das Haus des "Helden" besichtigt.
Bei Lizzy natürlich noch etwas anders, aber selbst Emma war ja seit zwei Jahren nicht mehr in Donwell und scheint das Haus nun mit ganz neuen Augen zu sehen.

Und Harriet tut unbewusst vielleicht dasselbe bei der "vorteilhaften Sicht" auf die Abbey Mill Farm.


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Auch bezeichnend für Emmas Entwicklung der Gefühle finde ich den Satz, den sie zu sich selber sagt, als Jane Emma bittet sie zu entschuldigen, weil sie allein sein möchte:

"Bei solch einem Zuhause! Bei solch einer Tante! Kein Wunder!"...."Du tust mir wirklich Leid! Und je mehr du mich merken lässt, wie schrecklich du die Lage findest, desto symphatischer wirst du mir"

Kurz danach erfahren wir ja, dass Frank Churchill angekommen ist. Komisch, dass Jane genau jetzt nach Hause gehen möchte :)

Und als Frank darauf zu Emma kommt:

"Emma hörte ihm zu und sah ihn an und merkte bald, dass Frank Churchill genau dem Entsprach, was man "schlechte Laune haben " nannte..."

Und später lässt er die Bemerkung fällen:

"...Alle meine Pläne sind vereitelt, Ich halte mich keineswegs für einen beneidenswerten Menschen..."

Die Schlechte Laune könnte er wegen Jane haben, aber was meint er mit "alle meine Pläne sind vereitelt"?
Sagt der diese beiden Sätze nur um Mitleid zu erregen?

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Später sagt er ja, dass er sich dort mit Jane gestritten hat. Warum und wieso, ... soweit will ich nun doch noch nicht vorgreifen. :wink:

Und was die "vereitelten Pläne" betrifft: ich denke, er ist sich bewusst, wie abhängig er in essentiellen Dingen von seiner Tante ist. Er sagt ja schon früher, dass er gerne reisen würde, seine Tante es aber nie erlauben würde. Und jetzt meint er vermutlich Jane, die ihm unbewusst zusetzt, endlich zu ihr zu stehen und sie aus ihrer heiklen Situation zu befreien. Auch das kann er nicht (oder meint, es nicht zu können).


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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Ich will ja nich wieder über Jane meckern :wink: , aber wieso vermeidet sie jetzt jeden Job? Weil sie hofft, daß Frank endlich "tabula rasa" macht?
Also ist ihr eine Ehe (verständlicherweise) doch lieber als ein Beruf? :)

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Der Beruf wird für sie vermutlich mehr Notwendigkeit denn Berufung gewesen sein, außerdem ist die aktuelle Situation - nicht zuletzt dank Franks Verhalten - kaum erträglich, vielleicht zweifelt sie auch daran, ob sie beide wirklich zusammengehören und eine Vermittlung durch Mrs. Elton kann zudem nicht wirklich auf vernünftige künftige Arbeitgeber hoffen lassen.


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Na ja, ich weiß nicht. Mrs. Elton ist ja nun in Highbury auch anerkannt, und sie mag Jane, nimmt sie sozusagen unter ihre Fittiche. Also wird sie sie entsprechend anpreisen und vielleicht doch vernünftige Arbeitgeber finden?
Da muss ich Mrs. Elton (ausnahmsweise :D ) zugute halten, daß man von ihr nicht auf ihren gesamten Bekanntenkreis schliessen kann.

Lady Catherine z.B. hat ja ihren "Schützlingen" angeblich auch gute Stellen verschafft ... :wink: ... und ein blindes Huhn findet ja auch manchmal ein Korn :lach:

Aber ich sehe hier, genauso wie du, eben mehr Notwendigkeit, als innere Bereitschaft. Sie hätte natürlich gearbeitet, wenn sich keine andere Lösung gefunden hätte, denn von irgendetwas musste sie ja leben ... :)
Aber Jane hätte eben einen unbequemen Weg in Kauf genommen, anders als Frank, der seinen Geldbeutel (noch) über die Liebe stellte.

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:blume: Grüsse, Caro

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Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 12:05 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich sehe hier eher, wie Jane unter der Situation leidet. Für alle anderen ist offensichtlich, dass Frank und Emma angebändelt haben. Evtl. beginnt auch sie Franks Liebe zu ihr zu bezweifeln? Sie erzählt ja Emma, dass sie evtl. doch sehr bald in Lohn und Brot sein wird. Ich könnte mir eher denken, dass Jane mit Frank gestritten und deswegen unglücklich ist und die Gruppe und Frank meidet, weil sei alleine sein möchte (das habe ich auch beim ersten Lesen so aufgefasst!).
Und Harriet verbringt mehr Zeit mit Mr. Knightley (was mir beim ersten Lesen nicht aufgefallen ist!) anstatt mit Frank. Eigentlich hätte das Emma auffallen können. Franks Nähe sucht sie gar nicht, wo er doch eigentlich ihr Held zu sein hat (lt. Emma). Aber wie Emma ist auch mir das entgangen.

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 12:12 
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Austenexperte
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Caro hat geschrieben:
Na ja, ich weiß nicht. Mrs. Elton ist ja nun in Highbury auch anerkannt, und sie mag Jane, nimmt sie sozusagen unter ihre Fittiche. Also wird sie sie entsprechend anpreisen und vielleicht doch vernünftige Arbeitgeber finden?
Da muss ich Mrs. Elton (ausnahmsweise :D ) zugute halten, daß man von ihr nicht auf ihren gesamten Bekanntenkreis schliessen kann.



Ja, aber die Meinung von Highbury über Mrs. Elton würden wir vermutlich nicht teilen und würde ich von Mrs. Elton angesprochen werden, sie hätte da jemanden, der ganz wunderbar als Erzieherin meines imaginären Nachwuchses wäre, dann würde ich davon ausgehen, daß jemand, der Mrs. Eltons Gefallen findet, kaum den meinen finden würde.

Ich glaube auch nicht, daß Mrs. Elton Jane wirklich mag. Für mich ist es ein etwas vergleichbares Verhältnis wie Emma/Harriet. Emma ist ja immerhin in netter Mensch trotz ihrer Fehler, aber auch sie will ihren Zögling zu ihrem eigenen Ruhme "erziehen". Mrs. Elton stellt ihre eigene gesellschaftliche Bedeutung heraus, indem sie sich um die "arme" Ms. Fairfax kümmert (ob die nun will oder nicht).


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 12:15 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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@Tina:
Frank und Jane streiten aber erst, als sie sich auf der Straße nach Highbury treffen. Ihr Gehen von Donwell hat nichts damit zu tun, dass sie Frank aus dem Weg gehen will, denke ich. Sondern tatsächlich mit Mrs Elton und Miss Bates. Und weil Frank eben nicht kommt.
Dass sie bald arbeiten wird, sagt sie ja auch schon zu John Knightley, als diese über Briefe und die Post sprechen. Nach außen hin muss sie ja diesen Anschein geben, wie weit sie das für sich selbst auch ernst nehmen mag oder nicht.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 4. April 2007, 12:17 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Beiträge: 4781
Ulli hat geschrieben:
Ich glaube auch nicht, daß Mrs. Elton Jane wirklich mag. Für mich ist es ein etwas vergleichbares Verhältnis wie Emma/Harriet. Emma ist ja immerhin in netter Mensch trotz ihrer Fehler, aber auch sie will ihren Zögling zu ihrem eigenen Ruhme "erziehen". Mrs. Elton stellt ihre eigene gesellschaftliche Bedeutung heraus, indem sie sich um die "arme" Ms. Fairfax kümmert (ob die nun will oder nicht).


Ja, das sehe ich auch so.
Mrs Elton/Jane ist eine spiegelbildliche Konstellation zu Emma/Harriet und hat nichts mit ehrlicher Zuneigung zu tun.


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