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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:20 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Bruki hat geschrieben:
Tina hat geschrieben:
... Aber was wäre dann mit Emma? Mit ihrer Führungsposition wäre es doch dann endgültig aus und vorbei? Also müsste Emma doch klar sein, dass sie im Grunde ebenso auf eine gute Heirat angewiesen ist.

Denk mal etwas zurück, als sie Harriet erklärt, dass eine Spinster mit Geld kein so abscheuliches Ding ist wie eine ohne... ganz im Gegenteil, meint Emma, ein recht annehmbares Leben sei es für sie ohne Mann zu bleiben und reich zu sein :wink: ...

Verheirate oder Ledig oder Witwe(r), Mann oder Frau, sind nur ein Kriterium für die Rangordnung... ansonsten kam es bestimmt auf die finanzielle Situation, den gesellschaftlichen Rang, Gastgeberstatus, Ehrengast, Interessenlagen der Einladenden, persönliche Gegebenheiten, aber auch Vorlieben und Abneigungen usw. an...

Die Übernahme des "Landes" ihres Vaters wäre ja denkbar, wenn keine weiteren männlichen Erben in Sicht sind... Soweit ich weiß, ist davon im Roman auch keine Rede... Evtl. werden vom Nachlassverwalter Treuhänder eingesetzt, bis Emma volljährig ist, im Falle ihr Vater stirbt eher (s. Georgiana in P&P oder in S&S Eliza, die beim Vater Oberst Brandons untergebracht wird)... Bei Lady Catherine de Bourghs sicherlich gewaltigem Landbesitz ist ja auch keine Rede von einer "Enteignung" oder einer Vormundschaft... also wird auch diese sich der uneingeschränkten Verfügung über den Besitz ihres verstorbenen Mannes erfreut haben... und ihre einzige Tochter ist die Heiress of Rosings...

Bruki


Ich war davon ausgegangen, dass sich die Situation von Emma in der Zukunft ändern würde (danke für all eure Erklärungen, jetzt verstehe ich das alles viel besser! :ja: ) und überlegte von daher, ob Emma wirklich alles bedacht hatte bei ihrer Äußerung zur Ehelosigkeit. Aber Emma hat Recht! Sie ist finanziell und gesellschaftlich abgesichert, wird nicht arbeiten müssen wie Jane. Es sei denn, irgendwelche Schicksalsschläge fegen über die Familie Woodhouse hinweg, die alle Verhältnissse gründlich auf den Kopf stellen. Aber das wollen wir Emma ja nicht wünschen!

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Clemens Bittlinger


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Verfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:20 


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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:24 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Alethea hat geschrieben:
Schön zeigt sich hier auch wieder Mr Knightleys Meinung von Frank Churchill. Mit dem, was er über die Handschrift des Herrn sagt, meint er indirekt auch seinen Charakter:

Emma began again -- "Mr. Frank Churchill writes one of the best gentlemen's hands I ever saw."
"I do not admire it," said Mr. Knightley. "It is too small -- wants strength. It is like a woman's writing."
(Kapitel 34)


Ist da jemand eifersüchtig ...? :lach: :D :wink:

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:26 
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Alethea hat geschrieben:
... Mit dem, was er über die Handschrift des Herrn sagt, meint er indirekt auch seinen Charakter: "I do not admire it," said Mr. Knightley. "It is too small -- wants strength. It is like a woman's writing." (Kapitel 34)

Warum meint Mr. Knightley wohl, es mangele einer Frauenhandschrift an Kraft/Stabilität? --- Wird er dafür von den anwesenden Damen - im Namen Jane Austens :wink: - wenigstens ordentlich abgewatscht? Oder kommt er damit durch? :eek:

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:27 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich denke, Mr. Knightley hat Frank von allen am besten erkannt und sich nicht "blenden" lassen, von seiner Eifersucht mal abgesehen, die er zu diesem Zeitpunkt bereits hatte.

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:29 
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Ich bin erst heute Morgen dazu gekommen, die letzten Kapitel nachzuholen, daher...

...noch ganz kurz zu Mrs Elton's Charakterisierung im 32. Kapitel:

Ich finde hier die Charakterisierung, ähnlich wie bei Miss Bates, wieder herrlich gelungen! :biggrin: Jane Austen verzichtet hier nämlich darauf, im vorhinein eine Charakterisierung vorzunehmen, die der Leser durch Emmas Augen hindurch, und dadurch subjektiv, wahrnimmt. Im Gegenteil:

Emma would not allow herself entirely to form an opinion of the lady, and on no account to give one, beyond the nothing-meaning terms of being "elegantly dressed, and very pleasing."


Man erfährt nur ihren ersten, ungeschliffenen Eindruck von der Dame, den man ihr ja durchaus zugestehen kann. Sympathie oder Antipathie bemerkt man meist schon beim ersten Treffen:

She did not really like her. She would not be in a hurry to find fault, but she suspected that there was no elegance; -- ease, but not elegance. She was almost sure that for a young woman, a stranger, a bride, there was too much ease. Her person was rather good; her face not unpretty; but neither feature, nor air, nor voice, nor manner, were elegant. Emma thought at least it would turn out so.

Ob es sich tatsächlich so entwickelt, darüber soll der Leser sich selbst ein Urteil bilden. :wink: Denn auf den nächsten Seiten lässt Jane Austen ihre Mrs Elton einfach nur reden, reden und plappern --- und dabei ihre eigene Selbstgefälligkeit, Eitelkeit und Eingebildetheit entblößen. :wink:
Herrlich geschickt gemacht! :biggrin:

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Zuletzt geändert von Alethea am Dienstag 27. März 2007, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:29 
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Tina hat geschrieben:
Ich denke, Mr. Knightley hat Frank von allen am besten erkannt und sich nicht "blenden" lassen, von seiner Eifersucht mal abgesehen, die er zu diesem Zeitpunkt bereits hatte.


Er hat einerseits genauer beobachtet, war andererseits aber auch parteiisch und hat daher genauer geschaut, ob da nicht ein Haar in der Suppe ist.


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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:31 
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Ulli hat geschrieben:
Tina hat geschrieben:
Ich denke, Mr. Knightley hat Frank von allen am besten erkannt und sich nicht "blenden" lassen, von seiner Eifersucht mal abgesehen, die er zu diesem Zeitpunkt bereits hatte.


Er hat einerseits genauer beobachtet, war andererseits aber auch parteiisch und hat daher genauer geschaut, ob da nicht ein Haar in der Suppe ist.

Das auch ... :lach:

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:33 
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Ulli hat geschrieben:
Tina hat geschrieben:
Ich denke, Mr. Knightley hat Frank von allen am besten erkannt und sich nicht "blenden" lassen, von seiner Eifersucht mal abgesehen, die er zu diesem Zeitpunkt bereits hatte.


Er hat einerseits genauer beobachtet, war andererseits aber auch parteiisch und hat daher genauer geschaut, ob da nicht ein Haar in der Suppe ist.


Er war parteiisch? Weil ihm die Entscheidung Emmas Zukunft betreffend nicht gefiel? Weil ihn die Eifersucht trieb oder seine bessere Einschätzung von Frank Churchill? Alle wollten Frank mögen, Emma eingeschlossen. Mr. Knightley kann nur hilflos zusehen. Denn Emma hat nicht den Hauch eines Verdachts, wem die Zuneigung von Mr. Knightley gelten könnte.

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:36 
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Bruki hat geschrieben:
Warum meint Mr. Knightley wohl, es mangele einer Frauenhandschrift an Kraft/Stabilität? --- Wird er dafür von den anwesenden Damen - im Namen Jane Austens :wink: - wenigstens ordentlich abgewatscht?


Nicht wirklich: :nein:

This was not submitted to by either lady. They vindicated him against the base aspersion. "No, it by no means wanted strength -- it was not a large hand, but very clear and certainly strong. Had not Mrs. Weston any letter about her to produce?"

Sie verteidigen lediglich Franks Schrift, aber nicht den Aspekt, dass es der Schrift einer Frau an "Kraft" mangelt. Wie er auf diese Idee kommt, frage ich mich auch, denn die Schrift hat doch nichts mit dem Geschlecht zu tun! :eek:

Wenn er behaupten würde, seine Schrift ähnele dem eines Milchbubis aus der Schule, dann wäre das ja verständlich... :biggrin:

Ich denke, Mr Knightley projeziert hier das allgemein vorherrschende Vorurteil jener Zeit, dass Frauen schwach wären und der Protektion von Männern bedurften, auf Frank und stempelt ihn somit als "verweichlicht" ab...? :eek: Wie gesagt, es gibt ja den Bezug zum Charakter Franks, wie ich finde, und in dieser Hinsicht hat Mr Knightley ja schon bemängelt, dass ein "richtiger Kerl", ein erwachsener Mann den Mumm haben müsste, seiner Pflicht zu folgen und sich gegen die herrische Tante durchzusetzen...

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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 14:38 
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Er sieht Frank weitaus kritsicher als die übrigen. Und weitaus treffender wie sich noch erweisen wird.

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Tina hat geschrieben:
Ulli hat geschrieben:
Tina hat geschrieben:
Ich denke, Mr. Knightley hat Frank von allen am besten erkannt und sich nicht "blenden" lassen, von seiner Eifersucht mal abgesehen, die er zu diesem Zeitpunkt bereits hatte.


Er hat einerseits genauer beobachtet, war andererseits aber auch parteiisch und hat daher genauer geschaut, ob da nicht ein Haar in der Suppe ist.


Er war parteiisch? Weil ihm die Entscheidung Emmas Zukunft betreffend nicht gefiel? Weil ihn die Eifersucht trieb oder seine bessere Einschätzung von Frank Churchill? Alle wollten Frank mögen, Emma eingeschlossen. Mr. Knightley kann nur hilflos zusehen. Denn Emma hat nicht den Hauch eines Verdachts, wem die Zuneigung von Mr. Knightley gelten könnte.


*Spoiler*

Na ja, von einem anderen Mann zu sagen (dessen Handschrift von einer nahestehenden Dame, um nicht zu sagen H...dame bewundert wird) sie wäre weiblich, um nicht zu sagen weibisch, ist etwas, daß ich ihm jedenfalls nicht zu getraut hätte ...
Da trieft die Eifersucht und damit die Parteilichkeit ja bereits aus jedem Knopfloch ... :wink: :lach:

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Alethea hat geschrieben:
Sie verteidigen lediglich Franks Schrift, aber nicht den Aspekt, dass es der Schrift einer Frau an "Kraft" mangelt. Wie er auf diese Idee kommt, frage ich mich auch, denn die Schrift hat doch nichts mit dem Geschlecht zu tun!


Finde ich schon. Und Mr Knightley erklärt ja auch, was er meint: Die Mädchen übten sich weitaus länger im Schönschreiben als die Jungen.
Vielleicht empfindet Mr Knightley Frank's Handschrift als "zu schön" für einen Mann, zu sehr darauf bedacht zu gefallen. Zu wenig ehrlich und geradeheraus.
Dieses Gespräch ist ja indirekt ein Gespräch über seinen Charakter. :wink:


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Julia hat geschrieben:
Dieses Gespräch ist ja indirekt ein Gespräch über seinen Charakter. :wink:


Das habe ich ja auch schon geschrieben! :ja:

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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Alethea hat geschrieben:
Julia hat geschrieben:
Dieses Gespräch ist ja indirekt ein Gespräch über seinen Charakter. :wink:

Das habe ich ja auch schon geschrieben! :ja:

Und ist er nun objektiv oder ist seine Ansicht "gelb" gefärbt ...?

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Julia hat geschrieben:
Alethea hat geschrieben:
Sie verteidigen lediglich Franks Schrift, aber nicht den Aspekt, dass es der Schrift einer Frau an "Kraft" mangelt. Wie er auf diese Idee kommt, frage ich mich auch, denn die Schrift hat doch nichts mit dem Geschlecht zu tun!


Finde ich schon. Und Mr Knightley erklärt ja auch, was er meint: Die Mädchen übten sich weitaus länger im Schönschreiben als die Jungen.
Vielleicht empfindet Mr Knightley Frank's Handschrift als "zu schön" für einen Mann, zu sehr darauf bedacht zu gefallen. Zu wenig ehrlich und geradeheraus.
Dieses Gespräch ist ja indirekt ein Gespräch über seinen Charakter. :wink:


So sehe ich das auch!
Und obwohl Mr. Knightley Eifersucht empfindet, lässt er sich nicht von ihr beherrschen und seine klare Sicht der Dinge trüben.

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Wobei ihm seine "klare Sicht" durchaus entgegenkommt...


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Klar, ist Mr Knightley durch seine beginnende Eifersucht beeinflusst, aber trotzdem beurteilt er Frank doch richtig, oder?

Mr Knightley lässt sich ja auch nicht durch seine Liebe zu Emma davon abhalten, sie zu schulmeistern und zu kritisieren, nicht wahr? :lol:

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Alethea hat geschrieben:
Klar, ist Mr Knightley durch seine beginnende Eifersucht beeinflusst, aber trotzdem beurteilt er Frank doch richtig, oder?

Mr Knightley lässt sich ja auch nicht durch seine Liebe zu Emma davon abhalten, sie zu schulmeistern und zu kritisieren, nicht wahr? :lol:

Also mal wieder die goldenen Mitte ...? :wink:

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Irgendwie Mr. Perfect

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Tina hat geschrieben:
Irgendwie Mr. Perfect
Nö. Mr. Perfect ist Brandon :lach: . Der liebt sein mäderl so wie es ist und versucht nicht, es zu ändern ... :love:

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Alethea hat geschrieben:
...aber trotzdem beurteilt er Frank doch richtig, oder?



Das läßt sich nicht bezweifeln. Aber es kommt ihm eben auch sehr entgegen. Ich frage mich schon, inwieweit sein Urteil nicht auch daher schärfer als das der anderen ausfiel, weil er beginnende Eifersucht in sich spürte; inwieweit er ohne diese persönliche Beteiligung nicht auch wenigstens kurzzeitig geblendet gewesen wäre. Denn auch ein Knightley kann mal irren. So hält er anfangs von Harriet überhaupt nichts, gesteht ihr dann aber durchaus einige positive Eigenschaften zu.


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Ulli hat geschrieben:
Alethea hat geschrieben:
...aber trotzdem beurteilt er Frank doch richtig, oder?

Das läßt sich nicht bezweifeln. Aber es kommt ihm eben auch sehr entgegen. Ich frage mich schon, inwieweit sein Urteil nicht auch daher schärfer als das der anderen ausfiel, weil er beginnende Eifersucht in sich spürte; inwieweit er ohne diese persönliche Beteiligung nicht auch wenigstens kurzzeitig geblendet gewesen wäre. Denn auch ein Knightley kann mal irren. So hält er anfangs von Harriet überhaupt nichts, gesteht ihr dann aber durchaus einige positive Eigenschaften zu.

Ja, weil jeder in Highbury in den anderen Personen nur das sieht, was er will. Nur das mancher eben mehr Treffer hat ... :wink:
Ich finde halt, daß Knightley bezüglich Franks Charakter seine Handschrift nicht hätte "weiblich" nennen müssen. Ein echter "Kerl" sprich Gentleman hätte sich über die Schrift eines "Rivalen" nicht derart ausgelassen ... :wink: Da merkt man schon, daß George anfängt zu sticheln ... :) Solche Wort hätte ich halt von einem wickham erwartet, einem Willoughby, aber nicht von Knightley :)

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 27. März 2007, 15:41, insgesamt 3-mal geändert.

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Ich denke mal, im Grunde soll Emma so bleiben wie sie ist. Aber wenn du siehst, wie der Mensch, den du liebst so offensichtlich ins offene Messer läuft, kann auch nicht jeder nur zusehen. Zumal Mr. Knightley Emma von klein auf kennt und sicher auch mit erzogen hat. So etwas bestimmt mit Sicherheit auch eine Beziehung. Er wird lernen müssen, Emma so zu nehmen wie sie ist, zwar seine Meinung zu sagen, sie aber ihre Fehler machen zu lassen, sie nicht erziehen wollen. Er ist ja nicht ihr Vater sondern will der Mann sein, den sie liebt!

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Knightley beobachtet ja generell sehr genau seine Umgebung, z. B. fällt ihm als erstem die Beziehung Fairfax/Churchill ins Auge. Er läßt sich also nicht leicht ablenken und hat in der Regel recht. Aber diesmal gibt es auch jenseits seiner tatsächlichen Beobachtung einen Grund, warum er kritisch sein will. Das meine ich.


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Da hast du Recht, Ulli.

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Tina hat geschrieben:
Ich denke mal, im Grunde soll Emma so bleiben wie sie ist. Aber wenn du siehst, wie der Mensch, den du liebst so offensichtlich ins offene Messer läuft, kann auch nicht jeder nur zusehen. Zumal Mr. Knightley Emma von klein auf kennt und sicher auch mit erzogen hat. So etwas bestimmt mit Sicherheit auch eine Beziehung. Er wird lernen müssen, Emma so zu nehmen wie sie ist, zwar seine Meinung zu sagen, sie aber ihre Fehler machen zu lassen, sie nicht erziehen wollen. Er ist ja nicht ihr Vater sondern will der Mann sein, den sie liebt!


:gruebel: Was willst Du uns jetzt damit sagen? Worauf beziehst Du Dich jetzt gerade?


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Ulli hat geschrieben:
Knightley beobachtet ja generell sehr genau seine Umgebung, z. B. fällt ihm als erstem die Beziehung Fairfax/Churchill ins Auge. Er läßt sich also nicht leicht ablenken und hat in der Regel recht. Aber diesmal gibt es auch jenseits seiner tatsächlichen Beobachtung einen Grund, warum er kritisch sein will. Das meine ich.

Ja, er will über Frank meckern ... und Mann kann über einen Mann wohl nichts schlimmeres sagen, als er habe eine weibliche Schrift, was so viel heißt wie, er ist ein Weichei ... :wink: Was natürlich stimmt, aber die Sprache macht die Musik ... :D

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Ulli, ich meine es war Caro, die davor was geschrieben hat von wegen Brandon würde Marianne so lieben wie sie ist und nicht ändern wollen. Und darauf wollte ich mich beziehen, sorry.

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Ahso, das wäre wieder ein klassischer Fall fürs "Zitieren" gewesen :wink: . Beugt Mißverständnissen vor und sorgt für Klarheit bei dem, der es liest.


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BeitragVerfasst: Dienstag 27. März 2007, 16:02 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Registriert: Donnerstag 29. Juni 2006, 19:47
Beiträge: 6322
Caro hat geschrieben:
Ulli hat geschrieben:
Knightley beobachtet ja generell sehr genau seine Umgebung, z. B. fällt ihm als erstem die Beziehung Fairfax/Churchill ins Auge. Er läßt sich also nicht leicht ablenken und hat in der Regel recht. Aber diesmal gibt es auch jenseits seiner tatsächlichen Beobachtung einen Grund, warum er kritisch sein will. Das meine ich.

Ja, er will über Frank meckern ... und mann kann über einen mann wohl nichts schlimmeres sagen, als er habe eine weibliche Schrift, was so viel heißt wie, er ist ein Weichei ... :wink: Was natürlich stimmt, aber die Sprache macht die Musik ... :D


Also so beleidigend habe ich Mr. Knightley jetzt nicht empfunden. Er hat das gesagt, was er gedacht hat. Und im Grunde hat er ja auch Recht mit seiner Einschätzung.

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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