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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 10:49 
Bruki hat geschrieben:
Willst Du mir mit dem oben gesagten zu verstehen geben, die Schleife am Kleid wäre grün und ich würde sie aufgrund einer ernsthaften Erkrankung blau sehen?


Ich sehe auch eine blaue Schleife. Aber ich find`s nicht so wichtig. Vielleicht hat JA eine grüne Schleife gesehen. Drucke werden doch vervielfältigt, oder? Und dann vielleicht in unterschiedlichen Farben coloriert.


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Verfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 10:49 


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 11:04 
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Also um die Diskussion um die Schleife zu beenden. Die Schleife ist türkisgrün, was leicht mit Blau zu verwechseln ist?
Deshalb ist hier auch niemand farbenblind, wenn er das verwechselt. Tja, ich hoffe, das beendet die Farbendiskussion endlich!

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 11:08 
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:lupe:
Ähm, bei mir ist sie eindeutig blau.


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 11:16 
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Da habe ich mit dem Abschicken mal wieder zu lange gewartet. Türkis ist auf jeden Fall ein guter Kompromiss. ;D


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 14:16 
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Bruki hat geschrieben:
Claudia hat geschrieben:
...Übrigens Bruki, 8% der Männer leiden an Farbenblindheit, besonders an der Grün-Schwäche :wink: ...

Hallo Claudia,

also, das ist jetzt eine ernste Angelegenheit für einen Hypochonder wie mich: Willst Du mir mit dem oben gesagten zu verstehen geben, die Schleife am Kleid wäre grün und ich würde sie aufgrund einer ernsthaften Erkrankung blau sehen? Oder ist das nur so ein grausamer Scherz, den Du da mit mir treibst? ... Willst Du etwa behaupten, dieser blauangelaufene Smilie sei grün? :tot:

Ich bitte ernsthaft darum, keine grausamen Scherze mit einem totkranken zu treiben...

Bruki

Also, wenn du eine rot-grün Farbenblindheit für eine ernsthafte Krankheit hälst... dann herzlich Willkommen Mr. Woodhouse! :lol:
Was daran besonders grausam ist, die Mütter vererben es an ihre Söhne, jedoch nicht an ihre Töchter, die sind nicht farbenblind.
Das ist auch noch eine grausame Ungerechtigkeit, nicht wahr? ;D

Bei mir sieht die Schleife übrigens auch blau aus.... ;)
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 14:21 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ich mach mal weiter im Text:

Kapitel 26
Mrs Gardiner warnt Elisabeth, Wickham weiter zu ermutigen. Ein zentrales Statement für den Roman: Für Geld und nicht aus Liebe zu heiraten ist genauso falsch, wie zu heiraten ohne über das finanzielle Auskommen nachzudenken. (wie es später Lydia tut)
Charlotte und Mr Collins heiraten in zwei Nebensätzen und reisen ab. Charlotte bittet Elisabeth um Briefkontakt und einen Besuch im Frühjahr.
Jane schreibt aus London und es stellt sich auch für sie langsam heraus, dass die Bingley-Schwestern nicht weiter an ihr interesssiert sind, schon gar nicht jetzt wo sie "bessere" Gesellschaft um sich haben.
Wickhams Interesse an Elisabeth lässt nach (vielleicht weil er herausgefunden hat, dass nicht viel zu holen ist?), und seltsamerweise macht sie ihm im Gegensatz zu Charlotte keine Vorwürfe, dass er sich für eine Frau interessiert hauptsächlich weil sie reich ist.
Bei aller Schwärmerei für Wickham, hat ihr gesunder Menschenverstand hier anscheinend nicht versagt und sie geht sehr rational, vernünftig, sogar ironisch mit seiner "Wandlung" um.
Ich vermute, das ist auch gedacht, um einen Kontrast zu ihrem Verhalten Mr Darcy gegenüber zu bilden.

Kapitel 27
Elizabeth, Sir Lucas und Maria reisen nach Hunsford. Sie bleiben unterwegs eine Nacht in London und Elisabth ist froh, Jane wohlauf zu finden. Mr und Mrs Gardiner laden sie ein, sie im Sommer auf eine Urlaubsreise zu begleiten. Elisabeth ist hoch begeistert, ihr Kommentar "What are men to rocks and mountains?" zeigt, wie enttäuscht und fast zynisch sie an diesem Punkt der Handlung ist. Sie wurde nach und nach von allen enttäuscht, von denen sie viel gehalten hat: Charlotte, Bingley, Wickham.

Kapitel 28
Die drei kommen in Hunsford an und sehen Mr und Mrs Collins in ihrem jungverheirateten Glück: Charlotte benutzt ein Zimmer für sich, in dem sie sicher sein kann Mr Collins so gut wie nie anzutreffen (denn man kann die Straße nach Rosings von dort aus nicht sehen) und scheint auch sonst oft zu vergessen, wer mit ihr in dem Haus lebt.
Schon am zweiten Tag ihres Besuchs, bekommen sie eine Einladung nach Rosings. Göttlich die Szene mit den "Schweinen"... ;D


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 15:57 
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Das Auftauchen der Gardiners, besonders von Mrs. Gardiner, ist für mich immer eine Erholung. Endlich mal vernünftige, in sich ruhende, freundliche Menschen. Die Töchter werden von ihrer Mutter entlastet (mind. einmal tiefaufatmen).
Die beiden Mädchen tun mir richtig leid. Sie haben eine saudumme (laute) Mutter und einen intelligenten (sich stets zurückziehenden) Vater. Aber eigentlich braucht man als Kind doch jemanden, der einen an die Hand nimmt, dem man Liebe UND Respekt entgegenbringen kann. Dennoch sind beide charakterstarke, intelligente und liebenswürdige junge Frauen geworden, ganz ohne Vorbild und Anleitung. Und beide haben gerade gewachsenen Charakter, eigentlich erstaunlich. Komplexe wie heutzutage die ganze Menschheit scheinen sie nicht zu haben.
Mrs. Gardiners Kommentar zu Darcy kann ich mir nur erklären, daß sie eben keine Erinnerung hat. Da sie aber während ihres Aufenthaltes überall die angebliche Wahrheit über Darcy hört, glaubt sie ähnliches schon immer vernommen zu haben.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. Februar 2006, 18:11 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Ist Euch die Puste ausgegangen?? :wink: Wenn keiner was, sagt, mach ich mal weiter - ich glaube, die meisten, sind eh schon weiter, oder?
(bzw. lesen wie ich gar nicht "richtig" mit)

Kapitel 29
Das Diner in Rosings.
Mit Mr Collins und Lady Catherine haben sich ja zwei gefunden. Wer wohl größere Freude am anderen hat? Mr Collins am Bewundern und Unterwerfen oder Lady Catherine im Annehmen dessen? :wink:
Ist Euch schon mal die Ähnlichkeit zwischen Lady Catherine und Mrs Bennet aufgefallen? Letztere würde den Platz der ersteren vollkommen ausfüllen - ihr fehlt lediglich der Rang und das Geld. Beide sind dumm und geschmacklos (auf ihre Art) und wild bemüht, ihre Tochter/Töchter gut zu verheiraten. In diesem Kapitel heißt es "The party then gathered round the fire to hear Lady Catherine determine what weather they were to have on the morrow" Zu Mrs Bennet gibt es etwas ähnliches in einem früheren Kapitel: "That was a lucky idea of mine, indeed!" said Mrs Bennet more than once, as if the credit of making it rain were all her own.

Kapitel 30
Colonel Fitzwilliam und Dracy besuchen ihre Tante in Rosing. Beide nehemn, die erste Gelegenheit war, bei Mr und Mrs Collins und Elisabeth vorzusprechen. Darcy ist unverändert kühl und unhöflich (er spricht zu niemandem ein Wort, erst später rafft er sich auf und erkundigt sich nach Lizzy's Familie), Colonel Fitzwiliam macht sich dagegen gleich beliebt bei den Damen und unterhält sich bereitwillig.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. Februar 2006, 21:16 
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Nein, Puste noch nicht ausgegangen, aber blöder Job zurzeit :P !

Bruki:
Zitat:
Willst Du etwa behaupten, dieser blauangelaufene Smilie sei grün? :tot:
Hihi!!!


Ich finde es ja genial wie Mr. Darcy in die Geschichte wieder eingeführt wird! Schweigsam und unbeteiligt, wie immer in fremder Gesellschaft.
" Er saß eine Zeitlang da, ohne überhaupt mit irgend jemandem zu sprechen."
Das macht ihn allein beim Lesen schon so interessant, Elisabeth muß ihn einfach auch interessant gefunden haben!! Ich habe keine Zweifel mehr.
Und Charlotte hatte ganz bestimmt Recht mit ihrer Annahme, das sie den raschen Besuch der beiden, Elisabeth zu verdanken hat.

@Becci:
Bei der Geschicht mit Wickham und Mr. Bennet wird wahrscheinlich ein bißchen seine Unsensibilität herausgearbeitet. Oder besser gesagt, sein Unvermögen, seine Töchter richtig einzuschätzen (?).
Bei Lydia liegt er später ja auch total falsch ( siehe Aufenthalt in Brighton )
Bei so vielen verschiedenen Töchtern ist "Mann" überfordert.
Er übersieht wie schlecht es Jane wirklich geht, und macht noch vor Elisabeth Witze darüber.

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 00:10 
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Erstaunlich, dass Charlotte viel schneller den Durchblick hat als Elizabeth, WEM Darcys Besuche gelten.
Nur Elizabeth will es einfach nicht verstehen. :D Man muß schon sagen, sie ist sehr hartnäckig, wenn sie sich in eine Idee verrannt hat.


Lady Catherine.. wer kann sich so einer Gönnerin entziehen? Sie wird sich garantiert in alle Gemeindeangelegenheiten mischen, immer nur das Beste im Sinn, aber oft leider sicher an den Bedürfnissen der Leute vorbei. :D
Taktgefühl hat sie auch nicht grade gepachtet, wenn man bedenkt, wie sie Elizabeth ausquetscht.
Nur ist sie bei der an der Falschen gelandet.
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 11:27 
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... auf das Thema Wetter spielt Ashton Dennis in seinem Essay auch an, wenn er meint, dass Lady Catherines Erfolgsaussichten Elizabeth umzustimmen "ungefähr ebenso groß waren, als hätte sie versucht, das Wetter zu ändern". ...

Ich glaube, Elizabeth hat auf Lady de Bourgh einen großen Eindruck gemacht... Die Lady ist garantiert eine sehr durchsetzungsfähige Dame (in einer Männerwelt!) - und ich wette, sie ist froh, mal jemanden um sich zu haben, der nicht immer gleich in begeisterte Speichelleckerei ausbricht... Sie setzt sich gerne durch, und dazu braucht sie jemanden, der gegenhalten kann - und auch gegenhält...

Meiner Meinung nach zeigt ihr Angebot, Elizabeth in ihrer "Barouche Box" nach London zu bringen, wenn sie - gegen den Willen des Vaters (soweit zum Thema, was Lady de Bourgh von männlicher/väterlicher Autorität hält!) - ihren Aufenthalt auf Rosings verlängern würde, dass sie sie irgendwie gerne um sich hat... (nun ja, vorerst ist Elizabeth ja in ihren Augen auch noch keine Konkurrenz für ihr eigenes Junges :wink: )

Bruki

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 12:48 
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@Bruki
Kann es sein, daß Du dazu gelegentlich dazu neigst, Frauen zu idealisieren :wink: ? Ich sag jetzt mal nichts zu Fanny, aber da war Mary, deren Hirn mit der Aufnahme des von ihr gelesenen geistigen Futters überfordert war und nun Lady Cathrine, die einfach nur herrschsüchtig ist und auf Grund ihres überbordenden Selbstwertgefühls und der ihrer gesellschaftlichen Stellung inne wohnenden Macht seltenst erlebt, daß ihr widersprochen wird und nun durch Elisabeth irritiert wird. Sie wird als jemand dargestellt, der nur Speichellecker kennt und will, sonst würde sie Mr. Collins nicht so oft um sich herum ertragen können. Ob sie sich unter Gleich- oder besser noch höher Gestellten Männern durchsetzen könnte möchte ich eigentlich bezweifln. Da ist es wohl eher ihr Rang, der ihr Geltung verschafft.
Irgendwie kann ich mir Lady Cathrine auch nicht als liebevollen oder auch nur freundlichen Menschen vorstellen. Für mich ist da nur Geltungsbewußtsein, den Armen hilft sie ja auch nur, weil sie ihre "wertvollen Tipps" loswerden kann und dann alle zutiefst ergriffen vor ihrem hohen Verstand ihren Diener machen.
Sie reiht sich damit ein in die Reihe von Mr. Collins, Mrs. Elton etc.: kaum Verstand, viel Sendungsbewußtsein, kein Schimmer von Takt und Wohlwollen.
Dafür aber definitiv sehr unterhaltsam.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 13:02 
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Allein das Angebot, Charlotte dürfe bei ihr Klavier spielen, aber bitte nur im Raum der Gesellschafterin, damit sie nicht im Wege sei....
Ein Angebot mit leicht fadem Beigeschmack. Und ziemlich taktlos.
Auch ein Nebensatz: Als die beiden Herren in Rosings ankommen, ist der Besuch der Collins nicht mehr so wichtig, "denn so lange Gäste im Hause weilten, waren die Collins zu entbehren."
Augenscheinlich sucht Lady Catherine ihr Publikum aus. :D

Sehr nett finde ich, dass Elizabeth sich direkt gut mit Colonel Fitzwilliam versteht, der wohl etwas "galanter" ist als Darcy, wenn es um Konversation geht. ;)

Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 13:26 
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Ulli hat geschrieben:
@Bruki
Kann es sein, daß Du dazu gelegentlich dazu neigst, Frauen zu idealisieren :wink: ? ...


Na ja, Ulli, ich sehe eben in jedem Menschen nur das Gute... :wink:

Aber Lady de Bourgh hat neben ihren vielen "liebenswerten" Eigenschaften eben auch den Makel als Frau - ohne Ehemann - einen großen Besitz managen zu müssen... Dass ihre Position ihr zu Kopfe gestiegen ist, sei mal als gegeben angenommen... Aber es muss für so eine willenstarke Frau schon etwas langweilig gewesen sein, wenn sie ihre Durchsetzungskraft nicht ab und zu an einem "würdigen" Objekt hätte messen können...

Natürlich gehen die eigenen Verwandten vor :wink:, aber ich meine mich zu erinnern, dass die Collinses ganz begeistert davon waren, wie oft sie während Elizabeth Bennets Besuch auf Rosings eingeladen wurden... Die Rangordnung musste dabei natürlich eingehalten werden, und die "Lückenbüßer" können ja auch nicht erwarten, gleichbehandelt zu werden mit den Herren Darcy und Fitzwilliam :rolleyes: ... Doch der beinahe als Befehl vorgetragene Wunsch nach Verlängerung des Aufenthaltes ist doch schon ein Indiz auf eine gewisse Sympathie der Lady für Elizabeth Bennets "wit and vivacity"... - Ich glaube nämlich nicht, dass Lady de Bourgh eine dumpfe Kuh war... sie konnte, meine ich, sehr wohl zwischen Mr. Collins und Ms. Elizabeth Bennets Konversation unterscheiden...

Bruki

Kerstin hat geschrieben:
... Sehr nett finde ich, dass Elizabeth sich direkt gut mit Colonel Fitzwilliam versteht, der wohl etwas "galanter" ist als Darcy, wenn es um Konversation geht.


PS: Aber Mr. Fitzwilliam ist lange nicht so "handsome" wie sein Vetter :ja: (da ist er aussehensmäßig in der neuen Verfilmung besser getroffen worden, finde ich)... Und außerdem klären die beiden nach anfänglichem Flirten schnell, dass sie gegenseitig keine weiteren Absichten haben... Der Höhepunkt des Romanes und Elizabeth' Katharsis naht!

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Zuletzt geändert von Bruki am Donnerstag 9. Februar 2006, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 13:32 
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Das er "nicht grade hübsch" ist, tut dem guten Colonel Fitzwilliam ja keinen Abbruch.
Aber er "sprang sofort in die Unterhaltung mit der Bereitschaft und Gewandheit eines wohlerzogenen Herrn". Anscheinend der Gegenentwurf zum schweigsamen Darcy! :rolleyes:
In Rosings selber ist er ja clever genug, sich die hübscheste (und vermutlich auch intelligenteste) Dame im Raum zu schnappen und ausgesprochen angeregt mit ihr Gespräche über Kultur und Musik zu führen.
Ich fand den Darsteller des Fitzwilliam in der 95er Verfilmung übrigens gut getroffen. Als "hübsch" würde ich den auch nicht bezeichnen, aber charmant. :D
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 13:34 
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Zitat:
Elizabeth' Katharsis naht

Es müßte ja doch eigentlich Elizabeths und Darcys Katharsis naht heißen...

Zitat:
Die Katharsis (griechisch κάθαρσις, „die Reinigung“) erklärt in der Psychologie das Ablegen von Spannungen und Ähnlichem dadurch, dass man Gefühle abreagiert.

Das tun ja nun wirklich beide, gell?

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 13:47 
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Kerstin hat geschrieben:
Zitat:
Elizabeth' Katharsis naht

Es müßte ja doch eigentlich Elizabeths und Darcys Katharsis naht heißen...

Zitat:
Die Katharsis (griechisch κάθαρσις, „die Reinigung“) erklärt in der Psychologie das Ablegen von Spannungen und Ähnlichem dadurch, dass man Gefühle abreagiert.

Das tun ja nun wirklich beide, gell?


Ja stimmt, ich hätte Epiphanie schreiben sollen... :wink:

Bruki

PS: Du weißt ja, dass ich die Ansicht vertrete, Mr. Darcy ändere seinen Charakter weit weniger als die meisten Leserinnen annehmen... Deswegen denke ich auch nicht, dass er "unhöflich" ist, wenn er schweigsam in der Ecke steht, sondern er wirkt auf die voreingenommene Elizabeth (und die Leserinnen des Romanes) nur so, als wäre er ein stoffeliger Tropf... :wink:

In einem Gespräch zwischen Elizabeth, Fitzwilliam und Darcy auf Rosings versucht er, diesen seinen Charakterzug Elizabeth zu erklären, leider hat sie gerade den fetten Brocken mit der Intrige um Mr. Bingley und Jane zu verdauen, so dass ihr solche "feinen" Andeutungen völlig entgehen... :rolleyes:

Kerstin hat geschrieben:
... Aber er "sprang sofort in die Unterhaltung mit der Bereitschaft und Gewandheit eines wohlerzogenen Herrn". Anscheinend der Gegenentwurf zum schweigsamen Darcy! :rolleyes:


... ja genau: gewandt und wohlerzogen... Zum Glück hat Fitzwilliam neben diesen Eigenschaften auch noch einen gutmütigen Charakter, sonst würde er sich von Mr. Wickham kaum unterscheiden :wink: ... In einer Beziehung werden hier jedoch Mr. Fitzwilliam und Mr. Darcy schon gegenübergestellt: der eine ist gewandt und eloquent unter ihm fremden Leuten, der andere ist das nicht... :ja:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 13:59 
Bruki hat geschrieben:
Sie (LCdBourgh) setzt sich gerne durch, und dazu braucht sie jemanden, der gegenhalten kann - und auch gegenhält...
Meiner Meinung nach zeigt ihr Angebot, Elizabeth in ihrer "Barouche Box" nach London zu bringen ..., dass sie sie irgendwie gerne um sich hat... Bruki


Bestimmt will sie Lizzy um sich haben, um sich an ihr reiben zu können (und natürlich trotzdem die Oberhand zu behalten) und auch um neue Einsichten gewinnen zu können. Denn auch eine LCdBourgh braucht immer wieder mal etwas frischen Wind.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 14:06 
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Zitat:
In einem Gespräch zwischen Elizabeth, Fitzwilliam und Darcy auf Rosings versucht er, diesen seinen Charakterzug Elizabeth zu erklären, leider hat sie gerade den fetten Brocken mit der Intrige um Mr. Bingley und Jane zu verdauen, so dass ihr solche "feinen" Andeutungen völlig entgehen...

Falsch. Das weiß Elizabeth zu diesem Zeitpunkt gar nicht, weil sie diesen Umstand erst kurz vor dem Heiratsantrag erfährt.
Auf Rosings ist es mehr das übliche Wortgeplänkel zwischen jungen Leuten.
Fitzwilliam schenkt ihr seine Aufmerksamkeit, Darcy kommt dazu, sie verspottet ihn ein wenig und er muß sich ( wieder mal) verteidigen.

Ein "stoffeliger Tropf" wäre er übrigens nur, wenn er nicht wüßte, wie es geht....

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 14:24 
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Wobei sein Verhalten ihr gegenüber gelegentlich wohl doch als "stoffelig" bezeichnet werden kann.
Da besucht er sie, während sie alleine in Hunsford ist, bekommt kaum eine Unterhaltung ans Laufen und als er dann endlich mal ein wenig Leben entwickelt: "Sie (Elizabeth) könnenn doch kein Recht zu starken Heimatgefühlen haben. Sie können doch nicht immer auf Longbourn gelebt haben."
Da zieht er sich wieder zurück, weil er einen Gefühlsumschlag verspürt.

Warum nimmt er an, sie hätte nicht immer auf Longbourn gelebt? Weil sie irgendwo ihre Erziehung herhaben muß, die ihren jüngeren Schwestern so fehlt?

Und ob es nun gesellschaftlich geschickt ist, einen Besuch zu machen und zehn Minuten stumm da zu sitzen... :gruebel:
Und der armen Elizabeth beim Spazierengehen aufzulauern, um dann auch wieder nur grade so ein paar höfliche Fragen vorzubringen.
Sein Verhalten muß auf sie sehr verwirrend wirken. Mich würde es zumindest sehr irritieren. ;)

Charlotte ist da viel scharfsinniger und versucht zu ergründen, ob Darcy in Elizabeth verliebt ist.
Aber obwohl sie doch so scharfsinnig ist, kann sie es nicht herausfinden. "Er (Darcy) schaute zwar ihre Freundin häufig an, aber der Ausdruck seiner Augen war strittig. Es war ein ernster, fester Blick; oft zweifelte sie an seiner Verehrung, und er schien nur geistesabwesend zu sein."
Netterweise will sie Elizabeth mit Colonel Fitzwilliam verkuppeln, vielleicht nicht der schlechteste Gedanke. ;)

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Zitat:
Sie können doch nicht immer auf Longbourn gelebt haben."
Da zieht er sich wieder zurück, weil er einen Gefühlsumschlag verspürt.

Warum nimmt er an, sie hätte nicht immer auf Longbourn gelebt? Weil sie irgendwo ihre Erziehung herhaben muß, die ihren jüngeren Schwestern so fehlt?


Aber er fragt doch: "Sie können doch nicht immer in Longbourn bleiben wollen?" Also meint er ihre zukünftige Situation, und spielt schon mit dem Gedanken sie nach Derbyshire zu "verfrachten" ;D

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Kerstin hat geschrieben:
... Auf Rosings ist es mehr das übliche Wortgeplänkel zwischen jungen Leuten. Fitzwilliam schenkt ihr seine Aufmerksamkeit, Darcy kommt dazu, sie verspottet ihn ein wenig und er muß sich (wieder mal) verteidigen.

Ein "stoffeliger Tropf" wäre er übrigens nur, wenn er nicht wüßte, wie es geht...


Das mit der falschen Reihenfolge stimmt... Ich dachte, Du merkst es nicht... :wink: Aber sein Ansehen bei Elizabeth Bennet ist auch so auf dem Tiefpunkt... Vielleicht hätte sie ja etwas später ruhiger über Mr. Darcys Worte nachdenken können, wenn Mr. Fitzwilliam ihr die Laune nicht so furchtbar verdorben hätte... ;D

Dass es bei dem Gespräch um eines der "üblichen(?) Wortgeplänkel" geht, halte ich nicht für Austenlike... In einem Roman Jane Austens gibt es keine bedeutungslosen "Wortgeplänkel"... Im Gegenteil, dieses scheinbar nebensächliche Gespräch (Geplänkel) öffnet eine Sicht auf Mr. Darcy, die von der vorurteilsbehafteten einseitigen Ansicht Elizabeth' über Mr. Darcys Charakter abweicht: Mr. Darcy versucht in dem Gespräch, nachdem ihm seine "geliebte Elizabeth" vor seinem Verwandten schlechtmacht, ihr die Ursachen für sein Verhalten in Meryton zu erklären, nämlich seine Unfähigkeit easy mit ihm fremden Leuten zu reden... "'Ich habe bestimmt nicht das Talent, das andere Leute nun mal besitzen', sagte Darcy, 'mich mit Menschen ungezwungen zu unterhalten, die ich noch nie zuvor gesehen habe. ...'" Und "Wir beide spielen uns nicht gern vor Fremden auf." ...

Na ja, das mit dem "stoffeligen Tropf" ist so ein Euphemismus, der sich wohl an Deinen "unhöflichen Schnösel" anlehnte... Ist natürlich beides falsch... :wink:

Bruki

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Kerstin hat geschrieben:
Wobei sein Verhalten ihr gegenüber gelegentlich wohl doch als "stoffelig" bezeichnet werden kann.
Da besucht er sie, während sie alleine in Hunsford ist, bekommt kaum eine Unterhaltung ans Laufen und als er dann endlich mal ein wenig Leben entwickelt: "Sie (Elizabeth) könnenn doch kein Recht zu starken Heimatgefühlen haben. Sie können doch nicht immer auf Longbourn gelebt haben."
Da zieht er sich wieder zurück, weil er einen Gefühlsumschlag verspürt.
...
Und ob es nun gesellschaftlich geschickt ist, einen Besuch zu machen und zehn Minuten stumm da zu sitzen... :gruebel:
Und der armen Elizabeth beim Spazierengehen aufzulauern, um dann auch wieder nur grade so ein paar höfliche Fragen vorzubringen.
Sein Verhalten muß auf sie sehr verwirrend wirken. Mich würde es zumindest sehr irritieren. ;) ...


Ach ja, ein unsterblich verliebter Mann, was soll man dazu sagen? :lach: ;D :rolleyes:

Bruki

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 16:19 
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Austenexperte
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Armer Kerl...

Wie er es macht, macht er es - derzeit noch - falsch.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 16:23 
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Zitat:
Ich dachte, Du merkst es nicht...
Träum weiter.... :aetsch: ;D

@Claudia: Ich muß noch mal meine englische Ausgabe zu Rate ziehen, in meiner Deutschen steht es nämlich so drin. Das hat mich jetzt irgendwie auch irritiert, weil in der BBC Verfilmung fragt er auch, das sie wohl nicht immer in Longbourn bleiben wolle. :gruebel:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 16:40 
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Austenexperte
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Das ist, was er in der englischen Übersetzung sagt: "You cannot have a right to such very strong local attachment. You cannot have been always at Longbourn." also es geht tatsächlich um die Vergangenheit und nicht um die Zukunft.
Ja, verliebte Männer verhalten sich nicht immer rational, aber Mr. darcys Verhalten ist nun wirklich nicht leicht zu durchschauen. Das war sicher nicht die allgemeine Art einer Frau den Hof zu machen, auch damals nicht.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 16:43 
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Austenexperte
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Andererseits - wer will schon wie alle anderen sein :)


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 16:47 
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Ulli hat geschrieben:
Armer Kerl...

Wie er es macht, macht er es - derzeit noch - falsch.


Ach Ulli,

ich hoffe, Du hast beim weiblichen Geschlecht "nen Schlag weg" - wie man so sagt :wink: ... Ich kann das Gedruckse, die schweißnassen Hände und das blöde Rumgestehe und Gestammel Mr. Darcys nur zu gut nachvollziehen... :nein:

Ich fürchte, wenn man mich heute mit Justine Waddell :love: in einem Fahrstuhl einsperrte, würde ich auch nur furchtbar stammeln und an meiner Krawatte zerren... :eek:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 17:00 
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Schon komisch das das völlig gegensetzlich übersetzt wird!! Aber immerhin hatten es die BBC Leute auch so verstanden...??

Zitat:
PS: Du weißt ja, dass ich die Ansicht vertrete, Mr. Darcy ändere seinen Charakter weit weniger als die meisten Leserinnen annehmen... Deswegen denke ich auch nicht, dass er "unhöflich" ist, wenn er schweigsam in der Ecke steht, sondern er wirkt auf die voreingenommene Elizabeth (und die Leserinnen des Romanes) nur so, als wäre er ein stoffeliger Tropf...


Wenn er hier in Kent schweigsam und unbeteiligt ist, empfinde ich das auch nicht als unhöflich von ihm. Das hat ja einen ganz anderen Grund, wie wir alle wissen. Der arme, Mann ist hin und her gerissen, was er denn nun tun soll...
Drum hätte die Überseztung mit der Zukunft auch genau gepaßt. Mein Buch wurde 1997 neu übersetzt. Vielleicht hat sich die Dame von der 95er Verfilmung beeinflussen lassen :ja: .

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. Februar 2006, 17:38 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Aber wie soll denn die arme Elizabeth seine Gefühle erahnen, wenn er säulengleich an der Wand steht, sie gelegentlich verwirrt anstarrt und kaum die Zähne auseinander bekommt?
Das arme Mädchen ist doch keine Hellseherin! :D

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