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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2006, 20:11 
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Ulli hat geschrieben:
Dabei habe ich festgestellt, daß ich - wäre ich in der selben Situation wie Darcy - vermutlich meinen Heiratsantrag nur unwesentlich anders formuliert hätte.


Männer!! Also wirklich.... :wink:

Interessantes Thema, aber du greifst leider wirklich sowas von vor!

Ich denke Kap. 20 wurde noch nicht besprochen. Wo Mr. Bennet meint, Elisabeth müsse sich zwischen ihren Eltern entscheiden....auch schon ein Klassiker.
Mrs. Bennet blickt ein paar Zeilen weiter auch ausnahmsweise mal weise voraus: " Aber ich will dir etwas sagen , Miss Lizzy, wenn du es dir in den Kopf setzt, immer weiter auf diese Weise jeden Heiratsantrag anzulehnen, wirst du überhaupt keinen Mann bekommen...." :D
Charlotte bemerkt das Collins auf der Suche nach einer Frau ist, und beginnt schon mal aufmerksam zu werden.

Kap. 21:

Elisabeth trifft wieder auf Wickham. Was mir auffällt ist, das sie seine Aufmerksamkeit, sofort so deutet, wie sie es gerne hätte.
" Das er sie begleitete, war von doppeltem Vorzug; es zeigte ihr die ganz Bewunderung, die er für sie empfand, und es war eine äußerst günstige Gelegenheit, ihn ihrem Vater und ihrer Mutter vorzustellen." ( Vielleicht als Entschädigung für die Abfuhr an Collins?? - als nächsten potenziellen "Versorgungskanditaten" ? - na oder auch nicht. )
Jedenfalls hat sie Darcys Aufforderung zum Tanzen in Netherfield ganz und gar nicht als Zeichen seiner Bewunderung gesehen, obwohl ja alle Augen ganz verwundert auf sie gerichtet waren. :nein:

Die überaus nette Miss Bingley, informiert Jane über den General-Abzug aus Netherfield. Hier beweißt Elisabeth wieder mal ihren ganzen Scharfsinn. Wenn es um andere geht, läßt er sie nicht im Stich, und sie kann sogar ihre Schwester davon überzeugen, das Bingley sie doch liebt.

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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Verfasst: Freitag 3. Februar 2006, 20:11 


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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2006, 20:29 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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... ein paar Auszüge aus meinen "annotations":

- Miss Bingley spricht in ihrem Brief von "that your beaux will be so numerous" - die einzige andere Figur bei Jane Austen, die das Wort "beau" (für Verehrer) benutzt ist bezeichnenderweise die überaus vulgäre Anne Steele in "Sense and Sensebility"

- Jane Austen war genauso alt wie Charlotte Lucas als sie den Heiratsantrag von Harris Bigg-Withers erst annahm und dann wieder auflöste

- Charlotte Lucas ist die erste Person (im Verlauf der Handlung), in deren Einschätzung sich Elisabeth gründlich täuscht, mit ihren vorverurteilten Fehleinschätzungen konfrontiert wird - weitere werden folgen.


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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2006, 20:39 
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Julia hat geschrieben:
- Miss Bingley spricht in ihrem Brief von "that your beaux will be so numerous" - die einzige andere Figur bei Jane Austen, die das Wort "beau" (für Verehrer) benutzt ist bezeichnenderweise die überaus vulgäre Anne Steele in "Sense and Sensebility"



Genau, das wollte ich auch noch erwähnen, ....ihre Bewunderer werden hoffentlich zahlreich sein, damit Sie den Verlust der drei nicht fühlen, deren wir sie berauben.

Welche drei meint sie da? Sich selbst, ihre Schwester und Mr. Bingley? Da gibt sie dann ja quasi selbst zu, das er sie verehrt.

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BeitragVerfasst: Freitag 3. Februar 2006, 20:52 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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vielleicht meint sie mr hurst, darcy und bingley? immerhin sagt sie ja, "the three (beaux) of whom we shall deprive you" und ich denke, mit "wir" meint sie sich und ihre schwester, mit denen jane ja "befreundet" ist.
die abwegigkeit dieser bezeichnung (beaux) ist wohl ein zeichen für miss bingleys affektiertheit, würde ich sagen.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 01:51 
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Ja, die drei Herren wären die andere Möglichkeit gewesen.
LEO übersetzt das Wort "beaux" mit Liebhaber. Ist mit Bewunderer nicht so gut übersetzt worden finde ich. Aber Liebhaber wäre auch nicht sehr passend gewesen. Naja, vielleicht Verehrer besser?
Mit "Bewunderer" kommt Miss Bingleys Gewöhnlichkeit jedenfalls nicht so gut zur Geltung.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 09:39 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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Mit dem ersten Band sind wir ja jetzt durch. Ich wundere mich immer über den seltsamen Bruch. Wieso gerade hier? Wäre irgendwie logischer gewesen, den zweiten Band zu beginnen, wenn Lizzy Charlotte besuchen fährt - also ein neuer "Akt" beginnt.

Vol. 2, Kapitel 1 (bzw. Kapitel 24)
Miss Bingley schreibt erneut aus London und es wird deutlich, dass sich die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zerstreut haben, auch bei Jane.
Elisabeth ist auch schwer enttäscht von Bingley:
(...) she could not think without anger, hardly without contempt, of that easiness of temper, that want of proper resolution which made him a slave of his designing friends, and let him sacrifice his own happiness to the caprice of their inclinations."
Ironischerweise hat sie in einer früheren Diskussion mit Darcy und Bingley genau gegensätzlich argumentiert: Als es darum ging, dass dieser sich damit brüstete unabhängig zu sein und jederzeit abzureisen, wenn ihm danach ist und Darcy ihn darauf aufmerksam machte, dass jede noch so flüchtige Bitte ihn zum Bleiben überreden würde, schlug Elizabeth sich auf seine Seite und lobte Bingleys liebenswürdigen Charakter. Jetzt merkt sie wohl, wohin das führen kann... (oder hat sie damals nur um des Widersprechen Willens widersprochen?)
Es folgt ein langes Gespräch zwischen Jane und Elizabeth, in dem letztere sehr bitter und zynisch wird.
Jane dagegen ist mir ein Rätsel - wirklich sympathisch war sie mir nie (so undifferenziert - in jeder Hinsicht!). Alle anderen vier Schwestern haben zumindest ansatzweise den ein oder anderen Charakterzug von einem der Elternteile geerbt. Jane hat weder von dem einen noch dem anderen etwas - ist sie vom Himmel gefallen?? (manchmal wirkts ganz so :wink: )


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 14:09 
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Julia hat geschrieben:
... Ich wundere mich immer über den seltsamen Bruch. Wieso gerade hier? ...


Hallo Julia,

ich hab da was gefunden, was Deine „immerwiederkehrende Verwunderung über den seltsamen Bruch“ :rofl: vielleicht beenden könnte (übersetzen musst Du’s Dir selbst :wink: ):

Jane Austen divides her novel into three volumes, a standard practice at the time. The division is somewhat arbitrary; this break between the first and second volumes does not occur at any special point in the story. One could argue that a more logical break would be just prior to Elizabeth's journey to visit Charlotte, which leads to the next major development in the action, though such a break would also make the three volumes very unequal in length. The strongest case for this break would be that what has just happened, Mr. Collins's engagement to Charlotte, marked the conclusion of the first stage of the action. For the next several chapters the existing situation will be reviewed and the ground laid for more dramatic future developments.

Bruki

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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 14:48 
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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 19:04 
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Julia hat geschrieben:
Jane dagegen ist mir ein Rätsel - wirklich sympathisch war sie mir nie (so undifferenziert - in jeder Hinsicht!). Alle anderen vier Schwestern haben zumindest ansatzweise den ein oder anderen Charakterzug von einem der Elternteile geerbt. Jane hat weder von dem einen noch dem anderen etwas - ist sie vom Himmel gefallen?? (manchmal wirkts ganz so :wink: )

Ich mag Jane, aber sie wirkt wirklich in jeder Hinsicht wie vom Himmel gefallen. Sie ist irgendwie zu gut für die wirkliche Welt, mag jeden, unterstellt niemandem böse Motive und so. das bewundere ich irgendwie an ihr, weil sie nämlich damit den Menschen wirklich eine Chance gibt und nicht wie Elisabeth vorschnell urteilt, andererseits ist ihre positive Einstellung zu allen und jedem auch sehr weltfremd, obwohl ich verstehen kann, dass Elisabeth nicht glauben. Denn wenn sie ihr glauben würde, hätte sie nicht nur Mr. Bingley verloren, sondern auch Miss Bingley, die sie durch ihre Interpretation der ganzen Geschichte als Freundin behalten kann. Es ist leichter für sie, sich selbst zu blamieren, dass sie Mr. Bingleys Verhalten falsch eingeschätzt hat als sich in die Opferrolle zu begeben und sich als falsch und unfair behandelt zu fühlen. Oder denkt ihr nicht, sie würde mehr leiden, wenn sie sich zwar Mr. Bingleys Zuneigung sicher sein könnte, aber wüsste, dass seine Schwester, eine gute Freundin von ihr, diesen von ihr weggelockt hat? Janes Verhalten hier ist wenigstens zu einem gewissen Teil Selbstschutz, wenn ihre positive Einstellung ansonsten einfach von einem sehr sehr geduldigem Charakter zu erklären ist. Ich denke, sie ist nicht völlig blind für die Fehler anderer, aber sie versucht die Menschen so zu akzeptieren wie sie sind und sie nicht wie Elisabeth darüber aufzuregen. Auch ist sie im Gegensatz zu Lydia und Kittie keineswegs dumm. Und im Laufe des Buches muss sie ja auf die harte Tour lernen, dass nicht alle Menschen gut sind.
Wie gesagt, ich mag sie, wenn ich auch nicht so sein könnte wie sie und es mir auch nicht wünschen würde.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 19:54 
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Noch schnell zu Kap. 22 und 23


Kap. 22
Mr. Collins versucht noch mal sein Glück, und siehe da Charlotte ist gnädiger als Elisabeth. Wir erfahren Charlottes Beweggründe, auch wenn mich diese nicht wirklich befriedigen.
Das angenehmste Mittel gegen Armut, der emotionslose Wunsch nach einem Heim. Naja, irgendwie schon auch verständlich, aber ihr muss klar sein, das sie nie Zärtlichkeit, und wirkliche Zuneigung von ihm erwarten kann. Ich halte ihn für solche Gefühle nicht für fähig.
Elisabeth ist natürlich total aus dem Häuschen, kein Wunder.
Charlotte meint auch noch sie sei nicht romantisch veranlagt, aber was heißt es schon, nicht romantisch zu sein. Ich verbinde damit etwas anderes, eine nüchtere Betrachtungsweise des Lebens. Um mit so einem Mann ein Leben zu verbringen, muss man ja schon fast bar jeden Gefühls sein.
Elisabeths Achtung gegenüber Charlotte ist erheblich gesunken, und Charlotte spürt das wahrscheinlich auch.
Trotz alle dem ist Charlotte, so rein gefühlsmäßig, in meiner Achtung eigentlich nicht wirklich gesunken.

Kap. 23
Auch die restliche Familie erfährt von Charlottes Verlobung mit Collins. Sehr lustig finde ich das Mrs. Bennet meint, Mr. Collins müsse hereingelegt worden sein.
Bingley ist noch immer in London, ohne Aussicht auf Rückkehr, und auch Elisabeth beginnt langsam an seiner Beständigkeit zu zweifeln.

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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 20:05 
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Ja, Charlottes Beweggründe sind für uns schwer nachzuvollziehen. Aber ich denke zu dieser Zeit war das wirklich keine Seltenheit und sie geht eben eine typische "Vernunftehe" ein, auch wenn wir das eher als unverständlich statt vernünftig ansehen. Jane Austen zeigt eben in ihren Romanen alle Arten von "Eheglück" ;-)
Ich fand diese Thematik wurde in der neuen Verfilmung recht gut gezeigt, hier versucht Charlotte sich zu rechtfertigen und hier merkt man auch ihre Verzweiflung.


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BeitragVerfasst: Samstag 4. Februar 2006, 22:33 
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Julia hat geschrieben:
Ironischerweise hat sie in einer früheren Diskussion mit Darcy und Bingley genau gegensätzlich argumentiert: Als es darum ging, dass dieser sich damit brüstete unabhängig zu sein und jederzeit abzureisen, wenn ihm danach ist und Darcy ihn darauf aufmerksam machte, dass jede noch so flüchtige Bitte ihn zum Bleiben überreden würde, schlug Elizabeth sich auf seine Seite und lobte Bingleys liebenswürdigen Charakter. Jetzt merkt sie wohl, wohin das führen kann... (oder hat sie damals nur um des Widersprechen Willens widersprochen?)


Ja, sie hätten damals vielleicht doch die Höhe und Breite des "Gegenstandes", des Themas erörtern sollen :D . Aber Bingley wollte das ja nicht. ( Wäre denn die Absicht, Jane zu heiraten, als gesühnt angesehen gewesen, hätte er, nach wiederholtem Abraten doch daran festgehalten? :wink: )
Ob sie nur des Widersprechen Willens widersprochen hat? Glaub ich nicht. Sie meinte wohl wirklich, das man sich auf die Bitte eines Freundes hin, schon mal hinreißen lassen kann, seine Absicht zu überdenken. In dem Fall allerdings - worst case! :tot:

Zitat:
Oder denkt ihr nicht, sie würde mehr leiden, wenn sie sich zwar Mr. Bingleys Zuneigung sicher sein könnte, aber wüsste, dass seine Schwester, eine gute Freundin von ihr, diesen von ihr weggelockt hat?


Denk ich auch. Sie dreht es sich so hin, wie es ihr am wenigsten Schmerzen bereitet. Sie schafft es einfach nicht andere Menschen in einem schlechten Licht darzustellen, und nimmt die Schuld lieber auf sich.

@Julemaus:
Verzweifelt muß sie wirklich gewesen sein. Angst vor einer Zukunft, bei der sie immer auf andere angewiesen sein würde, und Mr. Collins ist ja leicht lenkbar, das weiß sie sicher auch. Und da sie hauptsächlich auf ihre weitere Versorgung Augenmerk legt, kann ich es ihr auch nicht wirklich verdenken.

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 Betreff des Beitrags: Mr Collins
BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 12:55 
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Austenfrischling

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[quote]Claudia an Julemaus:
Verzweifelt muß sie wirklich gewesen sein. Angst vor einer Zukunft, bei der sie immer auf andere angewiesen sein würde, und Mr. Collins ist ja leicht lenkbar, das weiß sie sicher auch. Und da sie hauptsächlich auf ihre weitere Versorgung Augenmerk legt, kann ich es ihr auch nicht wirklich verdenken.[/quote]


Als "leicht lenkbar" würde ich Mr. Collins eigentlich nicht empfinden. Er ist zu sehr beinflusst von seiner geliebten Gönnerin und deren Meinungen sind ja ziemlich extrem. Ich glaube vielmehr dass Charlotte ziemlich geschickt und versteckt ihren Willen durchsetzen muss. Vor allem wenn es etwas ist was nicht unbedingt nach dem Willen von C.d.B ist. Eben so, das er es eigentlich gar nicht merkt. Wie eine gewitzte Frau so was eben macht. :D Allerdings glaube ich auch, dass Charlotte sich dessen bewusst ist und auch clever genug um dies umzusetzen. Ich glaube fest, dass sie sich den Konsequezen ihres YES bewusst war. Trotzdem kann mag ich mir die Details ihrer Beziehung gar nicht weiter vorstellen - vor allem den privatern Teil und mit dem Bild des Darstellers von 95 im Hinterkopf. krrr :eek: Erstaunlich das der Oliverbranch doch kommt... Für mich haben sie haben sie im Film also genau den Richtigen gefunden um den Charakter darzustellen.

Sabine


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 16:33 
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@Sydney:

Naja könntest Recht haben, was die Lenkbarkeit betrifft. Müßte er sich zwischen Lady C. und Charlottes Meinung entscheiden, sollte diese sich einmal nicht decken, wäre es wahrscheinlich schwer für Charlotte, sich durchzusetzen. Aber im Allgemeinen ist er sehr leicht zu beeinflussen. ( siehe Lady Catherine ) Reich ihm den kleinen Finger, und er gibt dir den ganzen Arm zurück - ob du es nun willst, oder nicht :D .
Und so wie Charlotte es geschafft hat, seine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und ihn dazu gebracht hat einen Antrag zu machen, wird sie das auch weiterhin schaffen. ( Sie bestärkt ihn z. B. viel Zeit im Garten zu verbringen, weil das seiner Gesundheit sehr förderlich sei )

Zitat:
Erstaunlich das der Oliverbranch doch kommt...


??? Das kapier ich nicht!

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 17:06 
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... Mr. Collins ist an sich ja auch leicht zu durchschauen, seine Moral geht wohl im Allgemeinen in Übereinstimmung mit seinen Interessen: Was ihm nutzt, ist richtig, was seinem persönlichen Vorteil zuwiderläuft, ist von Übel! ... Eine intelligente und ihrem Partner so überlegene Frau wie Charlotte wird sich deswegen auch im Bett durchzusetzen wissen (wie wohl die meisten Frauen): Ich denke, sie kommt schon auf ihre Kosten...

Und wenn es um die Produktion von Kindern (dem im Roman so genannten "Olivenzweig") geht, liegt wahrscheinlich - Mr. Collins hin oder her - das Risiko eh auf ihrer Seite... Insgesamt gesehen, wird Charlotte keine Probleme haben, ihrem Mann die entsprechenden Maßregeln einzureden (zudem er mir auch kein sehr leidenschaftlicher Mann zu sein scheint, weswegen er wohl auch im Bett nicht mehr als seine bürgerliche Pflicht als Pfarrer und Protege der ehrenwerten Catherine de Bourgh tun und ansonsten eher auf geruhsamen Schlaf als auf den Beischlaf bestehen wird... :wink: )

Wer mehr aus dem Schlafzimmer der Collins zu erfahren wünscht, muss sich wohl oder übel die einschlägige Literatur besorgen (ja, auch dieses Thema wurde literarisch ausgeschlachtet! :wink:)

Bruki

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 18:25 
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Kunstfertige Wortumdreherin und Meisterin im Freistil-Lesen
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danke bruki - jetzt sind wirklich keine fragen mehr offen :roll:

Claudia hat geschrieben:
Zitat:
Erstaunlich das der Oliverbranch doch kommt...


??? Das kapier ich nicht!


darf ich?? ... sydney meint "olivebranch" - olivenzweig, die metapher, die mr collins für seinen nachwuchs gebraucht.

ich denke auch nicht, dass mr collins besonders lenkbar ist - bzw. nur lenkbar wenn man ihm die "richtung" entsprechend schmackhaft macht: von seinem garten aus hat er sicher eine bessere sicht auf die straße nach rosings als vom haus aus. :wink:
und ja: charlotte weiß, worauf sie sich einlässt und hat ihren eigenen äußerungen zufolge auch keine anderen ansprüche an die ehe, als ordentlich versorgt und abgesichert zu sein. und so spielt sie das spiel eben mit. mr collins ist ihr bestenfalls egal.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 19:35 
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vermutlich habt ihr recht und Charlotte hat im Hause Collins die Hosen an wie man so schön sagt - jeder hat so seine eigenen Prioritäten - Mr. Collins braucht halt ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Anerkennung - und die erhofft er sich durch Lady Chatherine zu bekommen was ihm wiederum öffentliches Ansehen verschafft (glaubt er zumindest) und Charlotte will nun mal nicht als alte und vorallem arme Jungfer enden - und so scheint es für sie fast wie ein Glücksfall als Mr. Collins ihr die "Versorgung seines Haushaltes" anbietet
"Zweckgemeinschaft eben" - während Lizzy und auch Jane an die Liebe glauben und mit ihren Mitteln auch dafür kämpfen, und das macht sie in meinen Augen zu Heldinnen

aus dem selben Grund aber finde ich auch Bingleys Verhalten an dieser Stelle äußerst rückgradlos und feige - er ist über beide Ohren verliebt ihn Jane und steht nicht dazu, sondern verrät seine Liebe - (badly done Mr. Bingley - I'm quite put out ! )

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 19:50 
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Der arme Bingley ist mit zwei garstigen Schwestern gesegnet, die ihn sicher schon von klein an gängeln. Ich wette, er hatte nie die Chance eine eigene Meinung zu entwickeln. ;)

Charlotte kann sicher Mr. Collins in ihrem Sinne lenken. Sie kennt ja schließlich seine Schwächen und von daher braucht sie ihn nur in die von ihr angenehme Richtung zu lenken. Man denke an die gesunde Gartenarbeit...
So gesehen hat Charlotte die für sie günstigste Variante gewählt, statt zu Hause vom Gutdünken ihrer Verwandschaft abhängig zu sein.
Ich glaube nicht, dass sie Schwierigkeiten mit Lady Catherine hat, denn sie ist zu klug, um da Gefahr zu laufen. Eigentlich ist Lady Catherine auch leicht zu durchschauen und man braucht nur ein wenig Geschick, um damit leben zu können.
Lady Catherine will Einfluss haben und als Wohltäterin dastehen.. man gibt ihr die Möglichkeit, hört sich alles liebenswürdig an, was sie vorschlägt und macht sein Ding. ;)
Am Ende dankt man ihr für ihre Unterstützung und zwar so, dass sie sich sicher sein kann, die Idee wäre von ihr gekommen, obwohl es mit ihrer Idee nichts zu tun hat. ;)
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 19:53 
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Julia hat geschrieben:
danke bruki - jetzt sind wirklich keine fragen mehr offen :roll:...


keine Ursache, Julia, wobei ich sehr traurig wäre wenn Du damit recht hättest...

Bruki

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 20:42 
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Weils gerade passt (ich hoffe ich greife nicht vor :wink:): das Bild, was Jane Austen in einem ihrer Briefe als Porträt von Mrs. Bingley bezeichnete:

Bild

"Mrs. Bingley ist genau getroffen, in ihrer Größe, Gesichtsform, Miene und Anmut; soviel Ähnlichkeit gibt es kein zweites Mal. Sie trägt ein weißes Kleid mit grüner Verzierung, was mich nachträglich in der Auffassung bestätigt, dass Grün ihre Lieblingsfarbe ist. Ich wage zu behaupten, dass Mrs Darcy Gelb bevorzugt."

Wer 240 Britische Pfund übrig hat, kann gerade einen Orginaldruck davon bei ebay erwerben...


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 22:01 
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Archivarius

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Ist das sicher? ... die Schleife scheint blau zu sein, nicht grün...

Bruki

PS: Bei ebay steht: "pub. J. Barrow, 1820" - ist das nicht etwas nach Jane Austen?

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Zuletzt geändert von Bruki am Sonntag 5. Februar 2006, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 22:26 
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:D ich wusste, dass du das sagst!!

ich denke das ist der druck - das bild ist in mehreren austen-biografien abgedruckt - u.a. in le faye's "jane austen und ihre zeit" (da leider nicht farbig, deshalb habe ich keinen vergleich)

Zitat:
PS: Bei ebay steht: "pub. J. Barrow, 1820" - ist das nicht etwas nach Jane Austen?


es handelt sich wie gesagt um einen nachdruck, nicht um das orginal.


Zuletzt geändert von Julia am Sonntag 5. Februar 2006, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 22:35 
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Archivarius

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Julia hat geschrieben:
:D ich wusste, dass du das sagst!!

ich denke das ist der druck - das bild ist in mehreren austen-biografien abgedruckt - u.a. in le faye's "jane austen und ihre zeit" (da leider nicht farbig, deshalb habe ich keinen vergleich)


Ja, Mist, es kam mir schon irgendwie bekannt vor. Leider hab ich meine LeFaye-Ausgabe gerade an meine Schwester verliehen, so kann ich da nicht nachsehen... :nein:

Mir ist so, als hätte ich in einer der Bios gelesen, die Gemälde, die Jane Austen in dem Brief an ihre Schwester als Porträts ihrer Heldinnen beschrieb, seinen nicht mehr zu "lokalisieren" - aber das ist eher Sonjas Spezialgebiet... Vielleicht irre ich mich ja da auch und meine Erinnerung spielt mir einen Streich...

Bruki

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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 23:23 
Julia hat geschrieben:
Weils gerade passt (ich hoffe ich greife nicht vor :wink:): das Bild, was Jane Austen in einem ihrer Briefe als Porträt von Mrs. Bingley bezeichnete:
Bild


MISS BENNET ! MISS JANE BENNET hat Jane Austen auf diesem Bild "wiedererkannt"!!!

Willst du uns auf die Probe stellen, Julia? Und sehen, wer hier alles so vor sich hinschläft :wink:.


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BeitragVerfasst: Sonntag 5. Februar 2006, 23:32 
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Wobei.. wenn sie verheiratet ist, heißt sie Mrs Bingley... :D

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BeitragVerfasst: Montag 6. Februar 2006, 00:06 
Kerstin hat geschrieben:
Wobei.. wenn sie verheiratet ist, heißt sie Mrs Bingley... :D

Stimmt! :tot:
JA schreibt von "einem kleinen Portät der Mrs Bingley"; die Bildunterschrift in "Jane Austen und ihre Zeit" lautet allerdings "Jane Bennet". Na ja :n142:.


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BeitragVerfasst: Montag 6. Februar 2006, 21:43 
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Also Hazel, mir ging´s gerade gleich, hab auch Miss Bingley gelesen :/ - und ich dachte noch, warum schreibt Julia - " ich hoffe ich greife nicht vor ". :gruebel: :lach: Sollte mal genauer lesen lernen.... :ja:

Jane kann ich schon eher auf dem Bild wieder erkennen. Mit Miss Bingley hätte ich mir schwer getan, die Frau sieht so freundlich drein.

Übrigens Bruki, 8% der Männer leiden an Farbenblindheit, besonders an der Grün-Schwäche :wink: .

Na ich mach´ mal weiter.....Kap. 25:

Die Gardiners tauchen auf der Bildfläche auf. Mrs. Gardiner ist ein sehr angenehmer Kontrast zu Mrs. Bennet.
Elisabeth ist sehr spitzzüngig gegenüber Mr. Darcy, als sie ihrer Tante erklärt er würde eine einmonatige Waschung kaum für ausreichend halten, um sich von seiner Unreinheit zu befreien, würde er die Gracechurch Street jemals betreten. Sie müßte ja eigentlich auf Mr. Bingley eher sauer sein! Schließlich hat er sich ja von den anderen beeinflussen lassen, einreden lassen kann man sich viel, aber man muss ja noch lange nicht drauf hören.

Zum Schluß glaubt sich Mrs. Gardiner daran zu erinnern, das Mr. Darcy schon als Junge als stolz und unfreundlich beschrieben wurde.
Bildet sie sich das jetzt nur ein, weil sie Wickhams Story auch glaubt? Denn eine gewisse Haushälterin erzählt uns ja an anderer Stelle genau das Gegenteil.

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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BeitragVerfasst: Montag 6. Februar 2006, 22:09 
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Claudia hat geschrieben:
Also Hazel, mir ging´s gerade gleich, hab auch Miss Bingley gelesen :/ - und ich dachte noch, warum schreibt Julia - " ich hoffe ich greife nicht vor ". :gruebel: :lach: Sollte mal genauer lesen lernen.... :ja:


ich bin sicher, ich wäre auch drauf reingefallen... :wink:

wegen mrs gardiner - mir ist heute zum ersten mal (höre zur zeit das hörbuch, statt zu lesen) aufgefallen, wie schnell sie die geschichte von wickham glaubt. bzw. ich habe mich darüber gewundert. erliegt sie auch seinem persönlichen charme?
sehr ironisch auch ihre erinnerung daran, darcy als "proud and ill-natured boy" beschrieben gehört zu haben. das war dann wohl eher wickham. jeder biegt sich halt seine erinnerung so zurecht, wie es grad passt. :wink:

was ich auch am anfang oft überlesen habe ist das gespräch zwischen mr bennett und lizzy bzgl. jane/bingley und wickham. wie herzlos er sich über seine doch eigentlich seine achtung und sein mitgefühl verdienende tochter lustig macht... "a girl likes to be crossed in love every now and then, it gives her some kind of distinction among her friends." :(
und wenn er lizzy dasselbe empfiehlt und wickham als geeigneten kandidaten empfiehlt (also als kandidat, sie zu enttäuschen/sitzenzulassen) frage ich mich, ob das nicht ein hinweis darauf ist, dass er wickham zumindest teilweise durchschaut hat. (so von mann zu mann)


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 10:04 
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Ja, habe auch immer gedacht, dass Mr. bennet Wickham durchschaut. Aber ich bin da vielleicht einfach zu sehr von der BBC-Verfilmung geprägt.
Und daran dachte ich auch noch: Wenn der Wickham durchschauen würde, hätte er doch sicher Lizzie gewarnt. Schließlich bevorzugt sie Wickham sehr deutlich und ihr Vater hätte trotz aller dieser Behauptungen sicher nicht gewollt, dass seine Lizzie verletzt wird.
Vielleicht bezieht sich sein Kommentar auch nur darauf, dass Wickham kein Geld hat sie zu nehmen und sie deshlab enttäuschen würde. Oder es ist eine versteckte Billigung ihrer Zuneigung zu Wickham? So, nach dem Motto: Ja, der passt zu dir. Nimm ihn dir schon! Das finde ich zwar nicht ganz so überzeugung, aber es war ja auch nur eine Idee. Was denkt ihr dazu, zu der Frage, wie Mr. Bennet Wickham sah? Hat er ihn durchschaut und wenn ja, wieso hat er seine Töchter nicht gewarnt? Denn seine Bemerkung hier ist ja nun nicht wirklich sowas wie ne Warnung.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. Februar 2006, 10:29 
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Claudia hat geschrieben:
...Übrigens Bruki, 8% der Männer leiden an Farbenblindheit, besonders an der Grün-Schwäche :wink: ...


Hallo Claudia,

also, das ist jetzt eine ernste Angelegenheit für einen Hypochonder wie mich: Willst Du mir mit dem oben gesagten zu verstehen geben, die Schleife am Kleid wäre grün und ich würde sie aufgrund einer ernsthaften Erkrankung blau sehen? Oder ist das nur so ein grausamer Scherz, den Du da mit mir treibst? ... Willst Du etwa behaupten, dieser blauangelaufene Smilie sei grün? :tot:

Ich bitte ernsthaft darum, keine grausamen Scherze mit einem totkranken zu treiben...

Bruki

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"There’s no one to touch Jane when you’re in a tight place. Gawd bless ’er, whoever she was."
(Rudyard Kipling, The Janeites)


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