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BeitragVerfasst: Montag 6. März 2006, 13:48 
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Austenexperte
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ich fand den ersten Teil von Dresden auch toll, werde mir auf jeden Fall heute den zweiten Teil auch anschauen, aber John Light ist ja wohl synchronisiert worden, oder? Kann mir nicht vorstellen, dass er akzentfrei deutsch spricht... :nein: aber dann verstehe ich auch nicht, wieso sie einen Engländer als Schauspieler genommen haben, ich hätte es authentischer gefunden, wenn er nur wenig deutsch gesprochen hätte und ansonsten eben englisch!
Wieder mal typisch ZDF, hat Angst dass die Zuschauer kein (zuwenig) englisch können..... :/

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The person, be it gentleman or lady, who has not pleasure in a good novel, must be intolerably stupid. -HenryTilney
„Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, daß er nicht danach handelt.“
Friedrich Dürrenmatt

What is written without effort
is in general read without pleasure-
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Verfasst: Montag 6. März 2006, 13:48 


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 Betreff des Beitrags: Frage zum Film nach Dresden
BeitragVerfasst: Montag 6. März 2006, 20:49 
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Austenkenner
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Weil ja gerade rege Diskussion zu "Dresden" herrscht, hoffe ich, dass vielleicht jemand den Film ab 22:00 auf ZDF gesehen hat. Er hieß "Waking the Dead" und wer spielte mit?-- natürlich.. Die Austen'schen Bekannten: Jane Bennet 1995 und Mr. Elliot 1995 (ich sollte wirklich mal die Namen der Schauspieler lernen, und sie nicht bis zu ihrem Ablebenenennen mit Jane Austen Charakteren bennen :rolleyes: ).
Ich würde gern wissen wie der Film ausging, denn ich bin natürlich eingeschlafen.
Ich kann mich noch erinnern, dass SPOILER Jane Bennet ;D den Polizisten erzählt wie sie Mr. Elliot auf die Idee mit den Karten brachte und dass sie mit ihm geschlafen hat.
Nachtrag: Ganz lieben Dank an Ulli und Lizzy, deren Erzählung mir ganz toll auf die Sprünge halfen. Daher die Aufforderung zur Klärung des Endes als erledigt betrachten
Kann mir jemand eine PM senden. Ich wäre euch wirklich verbunden
Mit Gruß und Kuss, Miss W.

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Zuletzt geändert von Miss W. am Mittwoch 8. März 2006, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Frage zum Film nach Dresden
BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 00:39 
Miss W. hat geschrieben:
Er hieß "Waking the Dead" und wer spielte mit?-- natürlich.. Die Austen'schen Bekannten: Jane Bennet 1995 und Mr. Elliot 1995 (ich sollte wirklich mal die Namen der Schauspieler lernen, und sie nicht bis zu ihrem Ableben mit Jane Austen Charakteren benennen :rolleyes: ).
:D Das ist doch völlig okay in einem Jane-Austen-Board :D .
Miss W. hat geschrieben:
Ich kann mich noch erinnern, dass SPOILER Jane Bennet ;D den Polizisten erzählt wie sie Mr. Elliot auf die Idee mit den Karten brachte und dass sie mit ihm geschlafen hat.

:rofl: Habe den Film aber leider nicht gesehen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 10:55 
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Austenexperte

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Ich habe "Waking the Dead" gesehen und fand es recht gut. Das Ende war allerdings etwas sehr überraschend.
Nächsten Sonntag kommt der nächste Teil (Insgesamt strahlt das ZDF vier Teile von der Serie aus - im BBC liefen/laufen noch mehr Folgen).
Es ist eine Mischung von "Cold Case" und ein bißchen "CSI", halt nur sehr britisch und spannender.


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 20:46 
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Austenexperte
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....und sie haben John Light doch noch englisch sprechen lassen :bravo:
aber das Ende von "Dresden" hat mir nicht so gefallen!

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 21:10 
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Johanna hat geschrieben:
Oh, und für Leute aus dem Bronte-Bücher-Thread: Am 12. März läuft um 23.15 Uhr die "Wuthering Heights" Verfilmung mit Ralph Fiennes und Juliette Binoche.


Ähmm, in welchem Sender kommt das noch mal? Ich hab´ jetzt nichts gefunden...

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Anscheinend lebe ich in einem Zustand tiefer Hypnose, und jedes Mal, wenn ich eine Postkarte abschicke, könnte ich Euphorie als Absender angeben.....Helene Hanff


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 21:35 
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Ich habe mich auch gefreut, dass John Light doch noch ein paar Sätze auf Englisch sagen durfte :wink:
Mich hat der 2. Teil sehr viel mehr gefesselt, nicht nur wegen den schrecklichen Szenen während der Bombennacht. Trotzdem war ich irgendwie enttäuscht, ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht.
Aber besser als "Die Luftbrücke" etc war "Dresden" auf jeden Fall.


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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 22:32 
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Ich fand Dresden dann auch ein bisschen enttäuschend, hatte mir mehr erwartet :/ der war mir irgendwie ein wenig glatt. John Light war schon synchronisiert glaube ich. Und ich fand, dass diese englischen Generäle ziemlich schlecht synchronisiert waren.

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BeitragVerfasst: Dienstag 7. März 2006, 23:25 
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Übrigens, die Luftbrücke, die Sturmflut und Dresden waren jetzt von ein und demselben Produzenten.
Nur halt für jeden Sender speziell zugeschnitten.
Und es ist sicher nur Zufall, dass es IMMER eine Dreiecksgeschichte war, bei denen ein Herr dann total zufällig Arzt war... :rolleyes:
Leider habe ich vom zweiten Teil nicht mehr so viel mitbekommen, weil ich dauernd telefonieren mußte. ;(
Nicht so geschickt fand ich, dass der Engländer eine akzentfreie Synchronstimme hatte.
Er sollte ja deutsch sprechen, aber doch so, dass man hören konnte, das er kein Deutscher ist, oder?
Aber so an sich fand ich den Zweiteiler doch recht gut gemacht.
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 11:19 
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Stimmt, immer eine Dreiecks-Story und ein Arzt :eek: :D
Ja, ich dachte auch, dass ein Englischer Pilot doch kaum Akzentfrei sprechen kann, aber seine Mutter war Deutsche, sagte er doch, oder ???


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 15:49 
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Ja, das mit der Sprache war ein bißchen undurchdacht. Mit dem Jungen, der Selbstmord begehen will, spricht er (also muß er deutsch können, und zwar akzentfrei, sonst hätte ihm ja Verrat gedroht), als ihn der menschliche Rottweiler auf der Verlobungsfeier anspricht, kann Robert plötzlich nicht sprechen - weil er kein deutsch oder kein akzentfreies Deutsch kann? Vermutlich darf man es bei so einer Reißbrettgeschichte mit der Realität nicht zu ernst nehmen.
Ich habe wegen F. Woll und M. Bäumer mir das Ganze angesehen (bin sehr schauspielerfixiert) und habe jetzt auch endlich verstanden, warum die Dresdner unbedingt ihre Frauenkirche wieder haben wollen. Das Thema lief bislang bei mir unter Geschichtsverleugnung.

In der Berliner Zeitung ist heute ein boshafter Artikel über den Film, angesichts meines technischen Sachverstandes zweifle ich zwar, daß sich der Artikel hier jetzt anklicken läßt, andererseits soll man ja die Hoffnung nicht aufgeben:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/media/532385.html
edit Sonja: ich hab den Link gangbar gemacht


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 15:51 
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Naja, den Versuch wars wert. :(

Wen der Artikel interessiert, klickt sich links bei Media rein und wählt dann "Bauchschuss eben".


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 16:09 
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Oh, der ist wirklich boshaft!!!
Das hat der Film jetzt auch wieder nicht verdient! In meiner regionalen Tageszeitung stand ein sehr positiver Artikel, in der Überschrift stand sogar etwas von "Erwartungen übertroffen". Das trifft meiner Meinung nach auch nicht zu, aber der Artikel der Berliner Zeitung ist mir da doch zu negativ :nein:


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 16:48 
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Ich hatte keine hohen Erwartungen, nachdem selbst Nadja Uhl und J. J. Liefers den Film über die Hamburger Flut nicht retten konnten. Da ich ja nun aber demnächst in Dresden bin, habe ich mich zwangsverpflichtet und die beiden schon erwähnten Damen schienen es mir wert. Warum man aber schon wieder Heiner Lauterbach verpflichtet hat, wieder mit Toupet, diesmal in grau und weniger üppig... Gehört der zum Inventar?

Im Film wurden lauter Klischees umeinandergeschmissen, aber es war eben auch durchaus spannend und den Schluß fand ich gar nicht so schlecht, diesmal hat die holde Maid eben keinen Milchbubi abbekommen, ein Hauch Realismus in der Liebesgeschichte. Aber die Abschiedszene ist im Artikel einfach zu schön beschrieben, naja, eben boshaft :D .


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 20:02 
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Piratensüchtige Administratorin, ebenfalls Seriensuchti mit Mittelalterpräferenz und spätes Girlie
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Moment, als er mit dem kleinen Jungen spricht, hört ja die Krankenschwester zu und entdeckt dadurch, dass er kein Deutscher ist. Vorher hatte er ja kein Wort gesagt. Nur leider HÖRTE man diesen Akzent nicht.
Also spricht er deutsch, versteht es auch, aber man hört, dass er Engländer ist.
Der Kleine mit der Waffe war vermutlich eh so neben der Spur, dass ihm der Akzent kaum auffiel.
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 20:40 
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fußballbegeisterte Administratorin im Ruhestand
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Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 17:16
Beiträge: 1591
Wohnort: Berlinerin im tiefsten Sachsenlande
@Ulli: wenn dich interessiert, wie das geht mit dem Linken, dann gehe mal hier hin und wähle ändern/editieren. Dann siehst du, wie man das schreiben muss. Außerdem fehlte auch noch ein kleines l, da ist er sehr kleinlich. Wenn die Adresse auf html endet und du schreibst da htm, dann findet er es auch nicht, wenn der Rest stimmt.
Gruß

Sonja

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Gruß Sonja
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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 21:24 
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Austenexperte
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Ich habe den Artikel in der Berliner gerade gelesen ( Danke für den Link ).
Ich finde ihn nicht böse. Ein guter Schuss Ironie und Sarkasmus, aber ich liebe so etwas. Es stimmt doch auch alles und es waren tatsächlich einige Schwächen vorhanden. Ich ärger mich aber nicht DRESDEN geschaut zu haben. Da gab es echt schon schlechteres im Fernsehen. Habe auch die LUFTBRÜCKE :usa: und die STURMFLUT :ertrink: geschaut und ebenfalls ganz gut gefunden.
Das mit den Synchronstimmen beim ZDF, hat wohl was damit zu tun, dass die ihrem Publikum das Lesen von Untertiteln nicht so ganz zutrauen oder zumuten wollen. Ich denke auch das dieser Zweiteiler nach England verkauft wird, da dieses Thema auch für viele Briten sehr interessant ist.
Da wird heute noch kontrovers drüber diskutiert, ob das damals richtig oder falsch gelaufen ist. Die britischen Schauspieler hat man wohl an Anreiz für den Verkauf verpflichtet. :/


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 22:12 
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Also "Dresden" hatte ich mit Spannung erwartet und finde die Grundidee des Films, an das Thema von vorn bis hinten sehr emotional heranzugehen sehr gut. Es sollte einfach der Blickwinkel Otto Normalverbrauchers dargestellt werden, seine Begegnung mit einem Krieg, den ganz andere Leute (die von dessen Auswirkungen nicht wirklich was mitbekommen) planen und ausführen. Auch eine Liebesgeschichte als Rahmenhandlung finde ich nicht daneben, da so das bisschen Glück und unvorstellbares Leid dicht nebeneinander dargestellt werden können.

Die Szenen der Bombardierung waren beeindruckend. Beklemmend die Markierung der zu bombardierenden Orte mit Leuchtraketen, aufwühlend die Mutter, die völlig verwirrt einen brennenden Kinderwagen hinter sich herzieht, ebenso die durch Kohlenmonoxid vergifteten Menschen im Keller. Ich persönlich empfinde das Ende allerdings irgendwie abrupt. Nein, ich meine nicht, dass ein kompletter 3. Teil fehlt. Aber nachdem der ganze erste Teil dazu diente, die Vorgeschichte der handelnden Personen zu zeigen, wären doch so etwa 20 Minuten für die Zeit nach Tag 0 angebracht: Verzweiflung, Verwirrung, Neuorientierung, Neuanfang. Ein Zeichen, dass es irgendwie weitergeht. Die kurze Erklärung Annas aus dem Off, dass sie schwanger ist und Robert bald darauf über der Nordsee umkommen wird, ist irgendwie ziemlich dünn. Und Horst Köhler fand ich nun ganz fehl am Platze, auch wenn er mit Sicherheit Wichtiges und Bedeutendes zu sagen hat…

In der Liebesgeschichte selbst saß ich leider nicht so richtig drin. Dazu fielen mir zu viele Ungereimtheiten auf, die sich nicht einfach unter den Teppich kehren ließen. Robert stürzt nach der Bombardierung Magdeburgs ab. Also muss er ja da irgendwo in der Nähe runtergekommen sein. Wie kommt er dann in ein Krankenhaus bei Dresden, zumal er eine Schussverletzung hat? Dresden ist nicht gerade um die Ecke. Ganz zum Schluss hat er sich das Bein/ den Fuß verletzt, wenn nicht gebrochen, dann doch zumindest verstaucht. Warum kann er am Tage darauf wieder ganz normal laufen, Leitern hochklettern und selbst noch auf die Frauenkirche steigen? Warum begegnen sich in einem absoluten Chaos in einer Großstadt auf Schritt und Tritt bekannte Personen?
Grotesk, schon fast klamottig, fand ich Roberts (mehrmaliges) Erscheinen auf Annas Verlobungsparty, obendrein in Nazi-Uniform. Viele Nazi-Größen waren dort präsent und niemand fragt sich, wer der Fremde ist? Wenn Robert eh niemandem auffällt, warum flüchtet Anna mit ihm auf den Dachboden und nicht gleich raus in die Nacht?
Ich könnte so noch ein Weilchen weitermachen…

Außerdem finde ich, die handelnden Charaktere waren sehr stereotyp. Sicherlich war dies beabsichtigt, da man mit diesem Film die breite Masse ansprechen wollte, insbesondere die Konsumenten eher seichterer Unterhaltung…
Nichtsdestotrotz ist mir besonders die Performance Benjamin Stadlers aufgefallen…
Wenn vor allem jüngeren Zuschauern zumindest in Ansätzen die Grausamkeiten des Krieges nahe gebracht werden konnten, hat der Film schon auf ganzer Länge gewonnen.

Ich kenne leider nicht die beiden anderen Werke der Produktionsfirma („Luftbrücke“ und „Sturmflut“ (?))

Wer vielleicht das eine oder andere verpasst hat – am kommenden Samstag zeigt Phönix noch mal beide Teile plus Making of …als Marathon am Abend.

Gruß
schlumeline


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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 23:00 
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Oje... und ich wollte mir die beiden Teile nächsten Samstag auf Phönix reinziehen.... weiss jetzt nicht, ob ich mir das noch antun soll :/

Trotzdem danke für die ausführlichen Kritiken! :)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 8. März 2006, 23:14 
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ghostinthefog hat geschrieben:
Oje... und ich wollte mir die beiden Teile nächsten Samstag auf Phönix reinziehen.... weiss jetzt nicht, ob ich mir das noch antun soll :/

Trotzdem danke für die ausführlichen Kritiken! :)


Hi ghost :)

also sehenswert ist der Zweiteiler auf alle Fälle! Eine neue Form der Geschichtsaufbereitung im deutschen Fernsehen, die auf alle Fälle unterstützt werden sollte, auch wenn, meiner Meinung nach, noch genug Ecken und Kanten vorhanden sind.
Aber für einen N&S-Fan wäre Mr. Henry Lennox in einer dankbareren Rolle eh schon Pflicht, oder?
:wink: :D :lach:


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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. März 2006, 09:32 
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Ich würde mich auch nicht abschrecken lassen, den Film zu sehen.
Ich habe zum Beispiel nur den zweiten Teil gesehen und fand den recht gut, wenn auch das Verhalten der Personen manchmal etwas unlogisch war.
Auf jeden Fall ein interessanter Film, muss übrigens anmerken, dass ich die Personengestaltung gar nicht so schlecht fand, da es kaum total positive oder total negative Personen gab. Jedenfalls haben nicht alle Engländer die Deutschen total gehasst und nicht alle waren für das Zerbomben der Stadt. Und bei den zwei Kerlen hatte auch der mir unsympathische und eher berechnend wirkende Alexander seine guten Seiten. Das fand ich schon einmal ganz gut, also ich würde mir den Film auf jeden Fall mal ansehen und mir selbst ein Urteil bilden. Ich habe schon bessere Filme über den Zweiten Weltkrieg und so gesehen, aber auch schon viel schlechtere. Also ich fand den Film echt ne gute Geschichtsaufbereitung mit ein bisschen oder eher recht viel Liebe dabei. Liegt vielleicht aber auch nur daran, dass ich nur den zweiten Teil gesehen habe. Vielleicht ist der erste ja wirklich net so gut. Keine Ahnung!

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BeitragVerfasst: Donnerstag 9. März 2006, 10:19 
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@Sonja
Vielen Dank fürs Ergänzen. Ich habe nachher gemerkt, daß ich das letzte l nicht mitkopiert habe.

@ghostinthefog
Laß Dich nicht davon abhalten, den Film zu sehen! Er war nicht wirklich gut, aber eben auch nicht richtig schlecht. Ich wußte vorher sehr wenig über die Bombardierung Dresdens, so daß der Film mir da weitergeholfen hat und wie ich oben schon schrieb, ich habe jetzt begriffen, welches Symbol für die Dresdner die Frauenkirche ist. Das wars für mich wert.

@Becci
Alexander fand ich nicht so umsympathisch, wenn auch etwas klischeehaft (wie ja letztlich alle Figuren im Film). Aus einfachen Verhältnissen sich hocharbeitend und dabei hochkonzentriert, so daß das Emotionale zu kurz kommt und zum Wohle seiner Verlobten und damit natürlich auch sich selbst den Betrug des Schwiegervaters deckend. Wenigstens hat man diesem Charakter ein paar Eigenschaften zugestanden, bei Robert wurde diesbezüglich gespart. Ansonsten hast Du schon recht, man war um Ausgewogenheit bemüht, auf beiden Seiten der Front.


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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 14:52 
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Mein Bruder hat es doch Tatsache geschafft den Timer zu programmieren und ich konnte folglich den Rest Dresden jetzt auch begucken. Na.Ja. ...Hat sich ja schon mit ENde des ersten Teils nachteilig ausgewirkt, dass der Robert seine Schweigegelübde zum Teufel gejagt hat. usw usw.N richtig guter Film ist das mal nicht. Aber immer noch der beste dieser ganzen "Teamworx"-Produktionen.

Aber ich finde den Kommentatator der Berliner Zeitung mindestens ebenso geschmacklos wie die sofort eingeblendete Werbung nach der Köhleransprache oder überhaupt die Grundidee mit dem obligatorischen Dreier mit dem Arzt (Ob da der/die Drehbuchschreiber irgendwie mal schlechte Erfahrungen gehabt hat/haben?) oder die Liebesszene im Krankenzimmer, oder.... Die Dresdener die das Überlebt haben, werden sich sicher gefreut haben, lediglich durch einen Berg Halloren-Kugeln in blau-schwarz (Zitat "das Perugina-Grauen") gestapft zu sein... :boese:

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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 15:09 
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Gestern Abend lief der Film Liebe, Kunst und Zimmerpflanzen, das habe ich aber leider erst entdeckt als schon die Hälfte vorbei war. Der Film spielt in den 30'er-Jahren und es geht um einen Möchtegernpoeten und seinen Werdegang. Die Hauptrolle spielt Richard E. Grant und Helena Bonham Carter seine Freundin. Es ist wirklich eine richtig schöne britische Komödie! (Die Romanvorlage ist übrigens von George Orwell).

Der Film wird am Freitag (eigentlich die Nacht von Donnerstag auf Freitag), 24. März noch mal gesendet (0.55-2.30 ZDF).. :wink:

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Zuletzt geändert von Cassandra am Samstag 11. März 2006, 22:20, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 15:50 
Cassandra hat geschrieben:
Gestern Abend lief der Film Liebe, Kunst und Zimmerpflanzen, das habe ich aber leider erst entdeckt als schon die Hälfte vorbei war. Der Film spielt in den 30'er-Jahren und es geht um einen Möchtegernpoeten und seinen Werdegang. Die Hauptrolle spielt Richard E. Grant und Helena Bonham Carter seine Freundin. Es ist wirklich eine richtig schöne britische Komödie! (Die Romanvorlage ist übrigens von George Orwell).

Der Film wird am Freitag, 24. März noch mal gesendet (0.55-2.30 ZDF).. :wink:


Der Link funzt nicht, Cassandra, vielleicht deshalb, weil der Filmtitel in Kursivschrift geschrieben ist.
Mit Helena Bonham Carter? Oh, den hätte ich gern gesehen. Danke für den Hinweis und den Termin der Wiederholung.

Hazel :wink:

PS: Ich habe in meinem Posting die italics entfernt, jetzt geht der Link. Auf der site findet man auch einen Link zu einer Filmographie Bonham Carters und eine Vorschau auf die Filme mit ihr in den kommenden vier Wochen. Für Fans der Schauspielerin interessant!


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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 17:07 
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Austenexperte
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Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
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Hazel hat geschrieben:
Der Link funzt nicht, Cassandra, vielleicht deshalb, weil der Filmtitel in Kursivschrift geschrieben ist.
Mit Helena Bonham Carter? Oh, den hätte ich gern gesehen. Danke für den Hinweis und den Termin der Wiederholung.

Hazel :wink:

PS: Ich habe in meinem Posting die italics entfernt, jetzt geht der Link. Auf der site findet man auch einen Link zu einer Filmographie Bonham Carters und eine Vorschau auf die Filme mit ihr in den kommenden vier Wochen. Für Fans der Schauspielerin interessant!


Ooh, alles klar! Ich habe die Kursivschrift wieder weggemacht. :wink: Ja, die Seite ich echt toll. Hier schaue ich mir immer Sendetermine, Filmbewertungen usw. an. :)

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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 21:59 
PrismaTVProgramm hat geschrieben:
Der Film wird am Freitag, 24. März noch mal gesendet (0.55-2.30 ZDF)

In meiner Zeitung ist dieser Film für Donnerstag, den 23. Märzangekündigt. Wer ihn also sehen will *Hazel: ICH ICH*, sollte sich nochmal wegen des Datums vergewissern.


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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 22:19 
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Austenexperte
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Hazel hat geschrieben:
In meiner Zeitung ist dieser Film für Donnerstag, den 23. Märzangekündigt. Wer ihn also sehen will *Hazel: ICH ICH*, sollte sich nochmal wegen des Datums vergewissern.


Ich glaube, ich weiß woran das liegt!! :wink: Der Film läuft eigentlich Donnerstag Abend, ist also noch für diesen Tag aufgeführt, aber da er nach 0h beginnt, ist es eigentlich schon Freitag.. :idea: :)
Aber es ist natürlich viel sinniger ihn als Donnerstagabendfilm aufzuführen, finde das auch immer verwirrend.. :confused:

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Zuletzt geändert von Cassandra am Sonntag 12. März 2006, 02:11, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Samstag 11. März 2006, 22:31 
Aha, danke Cassandra.


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BeitragVerfasst: Sonntag 12. März 2006, 00:07 
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Ich fand "Dresden" nach dem ersten Teil noch wirklich toll. Etwas konstruiert, klar, aber allein schon wegen Felicitas Woll sehenswert. Und dann kam der zweite Teil - der sich für mich ins unendliche zog und immer konstruierter wirkte. Und dann natürlich die letzten Sätze von "Anna", von der gemeinsamen Tochter, vom Absturz, das war dann doch zu viel des Guten. Allein, dass "Henry" also eigentlich "Robert" endlich auch mal einMädchen abbekommt, war nett. Hihi. Oh, aberich schweife ab. Letztendlich war "Dresden" aber nicht halb so unerträglich wie "Die Sturmflut" und "Die Luftbrücke". Puh.

Tipp: Sonntag Abend, 23:15, MDR: Wuthering Heights (Stürmische Leidenschaft) mit Ralph Fiennes, Juliette Binoche und JEREMY NORTHAM :) Hab's selbst noch nciht gesehen, aber es wäre nicht der erste Film, den ich allein Mr Northams wegen gucke.


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