So, ich armer Fan, der Deutschen Film und Fernsehindustrie, mach mal diesen kleinen Tread auf.
Ich liebe die Verfilmungen von hier. Und in den letzten jahren gab es einige sehr gute Verfilmungen hierzulande.
Verbotenes Verlangen
Eine andere Liga
Der Untergang
Das Leben der Anderen.
Fata Morgana
Der rote Baron
Spätestens seit Tatort und Derrick wurden die Krimis "Made in Germany" bekannt und beliebt (Haben wir mal in der Schule durchgenommen).
Die Musik aus Fluch der Karribik wurde so weit mir bekannt von einem deutschen Komponisten entworfen und ich find darüber kann man viel erzählen.
Oh je, ich liebe auch deutsche Filme, aber eher die aus einer anderen Zeit .
Was ich von Herzen satt habe, sind diese amerikanischen Serien, seien es nun Comedy, Criminal oder Krankenhausserien. Da rollen sich mir die Fußnägel auf. Immer dieselben Dialoge. Nix für mich.
Christabel hat geschrieben:Die Musik aus Fluch der Karribik wurde so weit mir bekannt von einem deutschen Komponisten entworfen und ich find darüber kann man viel erzählen.
Ja, Hans Zimmer macht sehr viel Musik für große Hollywood-Produktionen.
Mir fallen nur sehr wenige (aktuelle) deutsche Kinofilme ein, die mir gefallen haben. Oft versucht man sich an Hollywood zu orientieren und das wird meistens peinlich. (Allein die Dialoge!!! So spricht doch keiner... )
Als letztes hat mir aber "Requiem" sehr gut gefallen. Eben weil er ganz eigenständig war und authentisch.
Und "Sommer vorm Balkon".
Fassbinder und Herzog waren ganz groß... aber es ist leider schon ne Weile her, dass man dem Kinopublikum sowas zugetraut hat.
Ich mag zum Beispiel
- Frühlingssinfonie mit Herbert Grönemeyer und Nastasja Kinski
- Kalt ist der Abendhauch
- liegen lernen (beide mit Fritzi Haberland)
- Stauffenberg mit Sebastian Koch
- Aimee und Jaguar mit Maria Schrader
- Das Leben der anderen
- Der Untergang
- Comedian Harmonists
- Good bye Lenin
- Berlin is in Germany
- Kleine Haie
- Out of Rosenheim
- Das Boot
- Die Feuerzangenbowle und viele andere Filme aus dieser Zeit
- Es geschah am hellichten Tag
- Coming out von Heiner Carow
und diverse DDR-Kinderfilme wie zum Beispiel
- Die dicke Tilla
- Spuk unterm Riesenrad
und natürlich die DEFA-Märchenfilme
Mh... ich mag nicht so viele deutsche Filme....
die ich mag:
Wer früher stirbt ist länger tot
aimee & jaguar
Oh Single Bells
Oh Palmenbaum
Die Mädels vom Immenhof (alle 3 Filme... die ersten)
Good bye Lenin
Rosenallee (oder wie der heißt *g*)
Das muss ja jeder selber wissen.
Was ich immer cool fand waren die Krimis hierzulande. DIe waren spritzig, die waren interessant, zeigten gute Denkansätze und so.... AM meisten hats mir Angetan Der letzte Zeuge. Außerdem muss man sagen das die Filmindustrie gerade einen aufschwung erlebt, jedenfalls hierzulande. Ich will nicht sagen das mr die Amierkanischen Filme nicht gefallen, aber die sind entweder Geistlos oder absolut überzogen. Ich hab Gift und Galle gespuckt, als es hieß das Tom Cruise Stauffenberg spielen soll.
EIn Freund von mir sagte darüber: "Deutsche GEWschichte gehört hier verfilmt und zwar mit deutschen Darstellern". Vielleicht ein bisssche überzogen aber was wahres ist dran
Christabel, so ähnlich denke ich, wenn ich lese, dass Leute finden, nur englische Schauspieler sollten JA spielen. Obwohl, wenn dann das Argument mit dem Akzent kommt, muss ich mich ihnen dann doch wieder anschießen. Sicher mag das überspitzt sein. Trotzdem.
Och, es gibt einige ausgezeichnete Filme über deutsche Geschichte, die nicht hier gedreht wurden, z.B. Schindlers Liste. So selbstherrlich wäre ich dann auch nicht, vor allem dürften wir dann hier ja auch keine Filme über französische Geschichte drehen.
Nur Tom Cruise als Stauffenberg finde ich jetzt auch nicht so erhebend. Der Typ hat einfach einen Sockenschuss und leider hat seine schauspielerische Qualität in den letzten Jahren doch sehr nachgelassen. Zu Anfang seiner Karriere, in Filmen wie "Die Firma" oder Rain Man, da war er richtig gut, aber inzwischen dreht er meistens denselben Brei.
In Minority haben Björn und ich ihn gesehen. Da habe ich ihn noch ganz gut gefunden. Aber inzwischen bin ich von ihm mehr als angenervt (als Schauspieler meine ich).
Das ist wahr. Cruise war am Anfang seine Karierre fand ich wirklich das er sehr gute Filme gedreht hat. ABer etwa seit 89 ging es langsam aber stetig Bergab. Ich finde ja, das Komentar eines Freundes war ziemlich heavy und ich wills nicht überziehen. ABer ich vertrete die Auffassung, das jedes Land eine eigne Mentalietät und Individualität besitzt die man nicht Koopieren kann. Okay Schindlers Liste war ein gelungener Film aber auch in Hollywood krieseln die Ideen. In den letzten Jahren wurden auch Amerikanische Filme immer seichter und geschmackloser
Ich denke nicht, daß deutsche Geschichte nur von Deutschen verfilmt werden darf etc. Zumal wenn die dt. Geschichte wie in diesem Fall ja durchaus auch europäische Dimensionen hat.
Aber ich habe tatsächlich auch ein Problem mit Tom Cruise. Mir scheint meist, daß seine Filme gewissermaßen nur um ihn kreisen und zu seinem Ruhme sind. In ihnen beweist er, was er alles kann, mithin was er für ein toller Hecht ist. Aber anderseits gibt es auch Filme wie "Interview mit einem Vampir" oder "Collateral", da hat der Mann in einem gewissen Rahmen durchaus was drauf und auch den Mut, gegen sein Klischee zu spielen (oder damit auf Teufel komm raus zu zeigen, was er für ein toller Schauspieler ist ).
Mit einem amerikan. Staufenberg habe ich also kein Problem, nur wäre mir ein "richtiger" Schauspieler lieber gewesen. Andererseits bin ich auch relativ gespannt, was Bryan Singer aus dem Stoff macht. Die Wahrscheinlichkeit, daß ich für den Film ins Kino gehe, ist letztlich gering und hängt ggfs. von dem Rest der Besetzung ab.
Aber um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Ich mag den dt. Film "Erbsen auf halb 6" sehr gern, indem ein blind gewordener junger Regisseur an seiner neuen Situation schier verzweifelt und ihm eine junge Maid - blind geboren - zur Seite gestellt wird, um ihn alltagstauglich zu machen. Die beiden treten dann teils unfreiwillig eine Odyssee nach Weißrußland an und alles wird ein bißchen komisch, ein bißchen traurig und teils sehr poetisch erzählt, schöne Musik, ausgezeichnet gespielt.
Ich habe eigentlich kein Problem damit, wenn Amerikaner deutsche Geschichte verfilmen. Womit ich aber ein Problem habe, ist die Starrhalsigkeit, mit der Amerikaner Remakes von ausländischen Filmen drehen, die man eigentlich nicht besser machen kann. Siehe zum Beispiel "Bella Martha" oder "Spurlos". Warum können sich Amerikaner nicht die Originale ansehen?
Pixie hat geschrieben:Ich habe eigentlich kein Problem damit, wenn Amerikaner deutsche Geschichte verfilmen. Womit ich aber ein Problem habe, ist die Starrhalsigkeit, mit der Amerikaner Remakes von ausländischen Filmen drehen, die man eigentlich nicht besser machen kann. Siehe zum Beispiel "Bella Martha" oder "Spurlos". Warum können sich Amerikaner nicht die Originale ansehen?
Das frage ich mich auch manchmal, aber Film ist vor allem ein großes Business und mit synchronisierten oder untertitelten Filmen erreicht man nicht die Massen.
Ich hab kurzlich "Kammerflimern" gesehen. Man war der Film cool! Abgesehen von dem ENde mit dem Nahtoderlebnis, ich meine man kan nicht sagen ob Crash überlebt hat oder nicht, schande! Aber der Hauptdarsteller is cool gwesen!
Pixie hat geschrieben:Ich habe eigentlich kein Problem damit, wenn Amerikaner deutsche Geschichte verfilmen. Womit ich aber ein Problem habe, ist die Starrhalsigkeit, mit der Amerikaner Remakes von ausländischen Filmen drehen, die man eigentlich nicht besser machen kann. Siehe zum Beispiel "Bella Martha" oder "Spurlos". Warum können sich Amerikaner nicht die Originale ansehen?
Am 29.8. habe ich mich noch über die remake-süchtigen Amerikaner beschwert. Jetzt bin ich dem Herzkasper nahe, denn in einem Artikel der BRIGITTE steht, dass amerikanische Regisseure die Rechte an "Das Leben der anderen" gekauft haben, um ein englischsprachiges Remake zu drehen, damit "diese wunderbare Geschichte auch einem größeren Publikum bekannt wird" Das ist doch nicht zu fassen!!!
Der Artikel in der BRIGITTE (anlässlich des Filmstarts des Remakes von Bella Martha) zum Thema "Amerikaner drehen ausländische Filme neu" war übrigens herrlich geschrieben. Leider kann man ihn nicht online abrufen. Der Regisseur des amerikanischen Remakes hat viele Szenen völlig identisch mit dem deutschen Original gedreht. Gefragt warum, sagte er, "warum soll ich etwas anders machen, dass im Original so gut ist?" Das ist so arm!!!
Das Grundproblem ist wohl, dass die Amerikaner Filme nicht synchronisieren. Somit gehen an denen viele ausländische Filme total vorbei.
Für die ist es dann einfacher, den Film neu zu drehen. Arm.. aber was will man machen?
Sie müssen sie dabei doch gar nicht synchronisieren. Untertitel reichen völlig aus, wie auch in vielen europäischen Nachbarländern erfolgreich vorgemacht wird.
Ich finde es eher arrogant und überheblich. Da wird ein international anerkannter Film gedreht und die Amis drehen alles neu. Peinlich!