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Fanfiction - Spruch an alle Schreiberlinge und andere

Freitag 30. Juni 2006, 14:47

Ich habe seit Jahren einen Spruch von Mark Twain an meiner Bürotür hängen:

Schreiben ist leicht,
man muß nur die falschen Wörter weglassen

Wie findet ihr das?
Liebe Grüße, Caro

Freitag 30. Juni 2006, 14:47

Freitag 30. Juni 2006, 15:24

Ich finde diesen Spruch super. Ich würde zwar nicht sagen, dass schreiben leicht ist, aber für Mark Twain wars das vielleicht. :P

Nur die falschen Wörter weglassen ... Das sind dann aber vielleicht sehr viele, oder? :rolleyes:

Mir gefallen solche Sprüche immer total gut. Danke für diesen, Caro. :danke:

Magdalena
:zwinker:

Freitag 30. Juni 2006, 15:31

Magdalena,
bitte, gern geschehen.
Es gibt sicher viele falsche Wörter, ebenso wie richtige.
Die Herausforderung liegt sicher darin, die richtigen Worte zu finden (Pippi Langstrumpf würde vielleicht sagen als "Sachensucher" und eben die falschen wegzulassen ...
Nur, welche sind die falschen ...?
So ganz habe ich das goldene Kalb auch noch nicht gefunden, denn das Schreiben fällt mir zwar leicht, aber nach ein, zwei Wochen bin ich oft nicht mehr zufrieden und fang von vorne an ...
Caro

Freitag 21. Juli 2006, 10:17

Hmm, wenn das so einfach rauszufinden ist! Irgendwie verselbständigt sich vieles beim Schreiben. Und im Nachhinein denke ich meistens mit grausen, was dabei nur wieder rausgekommen ist. Oder das ich immer und immer wieder was zum Abändern an meinen Geschichten finde. Irgendwie bin ich nie so ganz zufrieden damit... Weswegen ich meine große Geschichte auch noch nicht wirklich an einen Verlag schicken will.
Grüße, Tina

Freitag 21. Juli 2006, 10:26

Kenne ich auch, obwohl mit meinen Geschichten bin ich trotz den verselbständigen Charaktere meist zufrieden, aber die meisten meiner Gedicht beginne ich irgendwann zu hassen, tja, aber ich lerne so langsam zu meinem Schreibstil zu stehen und mich auch mal zu trauen Sachen zumindest online zu veröffentlichen, bei den anderen Sachen muss ich meist lange dran rumfeilen, dann wird schon mal die ganze Familie mit Korrekturlesen bemüht...

Freitag 21. Juli 2006, 11:09

Meine Familie "darf" da bei mir dann auch herhalten. Und Freunde und Bekannte. Die sagen alle immer nur "schön, lässt sich gut lesen, kann man sich gut vorstellen, hast du was neues?"
Wenn ich jetzt mal weniger um die Ohren habe werde ich mich ernsthaft dranmachen und eine Geschichte "ganz" fertig machen und die dann auch abschicken. Ist aber eine Neuzeitgeschichte und gar nicht an JA angelegt.
Tina

Freitag 21. Juli 2006, 11:32

Ne ganz eigene Story ist doch auch was Schönes, haste dir schon einen Verlag dafür ausgeguckt?

Freitag 21. Juli 2006, 11:40

@ Tina,

das mit dem immer wieder von vorne anfangen, herumfeilen und doch unsicher sein, kennen wir stückweise denke ich alle.

Natürlich ist JA mein Hauptthema, ich schreibe aber auch andere Geschichten und ich interessiere mich genau wie Becci auch für JA-Fremdes. Also, nur her damit. Du kannst mir auch ne e-mail schicken, wenn Du's nicht posten willst ...


Liebe Grüße
Caro

Freitag 21. Juli 2006, 20:12

@ Becci Von einem Bekannten habe ich gehört, dass der Fischer Verlag Autoren annimmt. Da habe ich hingeschrieben und bekam ein Infopaket. Wenn ich mag, kann ich meine Geschichte (Romantische Geistergeschichte, wenn es das trifft) ihnen schicken und sie begutachten sie. Gegen einen Vorschuss übernehmen sie dann, wenn sie sie für gut befunden haben für ihren Verlag, Werbung und das ganze andere drumherum. Ich hätte dann einen festen Ansprechpartner bei ihnen. Das hört sich doch nicht schlecht an!

@ Caro Danke für das Angebot. Ich denke, da werde ich gerne drauf zurück kommen. Und wer weiß, vielleicht bekomme ich ja Lust, was zu JA Zeiten zu schreiben! Aber dann eher so, dass ich die JA Charaktere zwar einbeziehe, aber bestehende Verbindungen nicht auflöse, sondern entweder über ihre Kinder, Schwestern usw. zu schreiben und sie "nur" so agieren lasse, wie ICH denke, JA würde sie auch handeln lassen (falls man das überhaupt sagen kann :wink:

Aber Lust zum Schreiben habe ich auf alle Fälle. Nur denke ich mir meist liebe rselber was aus oder siedle es in einem bekannten Umfeld an. Mir fällt da immer mit Grausen die Autorin von Vom Winde verweht ein, die ja testamentarisch festgelegt hatte, dass sie KEINE Fortsetzung haben wollte. Die Erben haben prozessiert, gewonnen und das in meinen Augen grässliche Sequel wurde geschrieben und gedreht.
Oder noch schlimmer, The missing years von den Dörnenvögeln. Weil sich Meggie und Ralph angeblich 10 Jahre nicht sehen. Oder die Autorin lässt 10 Jahre vergehen, bis sie mit der Handlung weitermacht.
Ich fand immer, man könnte sich die Handlung selber denken, aber dann diese grottenschlechte "Zwischenfortsetzung", die in meinen Augen gar keinen Sinn gegeben hat!

Ich höre besser auf, sonst finde ich gar kein Ende mehr! Wenn ich mal in Fahrt bin, bin ich nicht so schnell zu bremsen, leider.

Grüße, Tina :tot:
:rolleyes:

Montag 24. Juli 2006, 12:34

@ Tina,

ich weiß auch gar nicht, ob man eine Fortsetzung testamentarisch ausschliessen kann. Okay, der Original-Titel darf nicht genannt und der Erstautor nicht erwähnt werden, aber die Namen der Helden sind doch nicht schützbar, oder ? Aber juristisch kenn ich mich nicht so gut aus ...
Ob eine Sequel gut ist, oder nicht, hängt wohl auch sehr davon ab, wieweit man dem Autor nahekommt und die Charaktere begreift ...

Liebe Grüße
caro

Montag 24. Juli 2006, 12:38

Ich glaube schon, dass man Heldennamen schützen könnte, aber was soll es nutzen? Dann schreibt jemand eine Fortsetzung mit anderen Namen, ganz gegen sowas schützen ist echt schwer, denke ich.
Aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn jemand ein Sequel zu einer meiner Storys schreiben würde, so lange ich gefragt werde, bevor ich denn mal unter der Erde liege und mit der Story leben kann, kein Problem.
Schlimm fände ich es nur, wenn jemand meine Charatere zu sehr verändert oder meine Hauptpersonen tötet oder so, aber das sind ja jetzt eher Härtefälle.

Montag 24. Juli 2006, 12:49

Ja, wenn einer eine Sequel schreibt und die Charaktere stimmig weiterentwickelt, mag sogar ein sinnvoller Tod meiner Helden akzeptabel sein, aber meist muß man es Gott sei Dank nicht mehr selbst beurteilen ...

Liebe Grüße
Caro

Montag 24. Juli 2006, 14:42

Tina hat geschrieben:@ Becci Von einem Bekannten habe ich gehört, dass der Fischer Verlag Autoren annimmt. Da habe ich hingeschrieben und bekam ein Infopaket. Wenn ich mag, kann ich meine Geschichte (Romantische Geistergeschichte, wenn es das trifft) ihnen schicken und sie begutachten sie. Gegen einen Vorschuss übernehmen sie dann, wenn sie sie für gut befunden haben für ihren Verlag, Werbung und das ganze andere drumherum. Ich hätte dann einen festen Ansprechpartner bei ihnen. Das hört sich doch nicht schlecht an!

... davor möchte ich warnen... Das Reizwort ist hier: "Vorschuss"! Das bedeutet, alle Kosten darfst Du übernehmen und hast damit auch das komplette Risiko... Was heißen soll, Du kannst alles bezahlen und verkauft wird kaum was... Wie solche "Autoren"-Abzocke durch einen "Verlag" abläuft, kannst Du bei Umberto Eco nachlesen, wenn Du magst...

Bruki :cool:

Montag 24. Juli 2006, 14:48

@ Bruki,
da kannst Du recht haben. Klingt verdächtig nach "auf den Kosten und den Büchern sitzen bleiben".
Ähnlich wie bei den Modeagenturen. Sobald die erst Kohle wollen, Finger weg davon, aber ich wollte Tina ned gleich vor den Kopf stossen ...

Liebe Grüße
Caro

Montag 24. Juli 2006, 14:56

Ich muss Bruki darin zustimmen, dass man sich da besser ganz genau informieren sollte. Obwohl ich den Fischer-Verlag eigentlich für integrer halten würde als dass ich glauben könnte, dass die solche Abzocke betreiben, aber sinnvoll ist in jedem Fall vorher genau zu klären, wie das genau aussieht und was genau der Verlag für dich tut und übernimmt und was nicht.

Mittwoch 21. März 2007, 16:15

So und hier kommt ein neuer Schreiberling-Spruch:

Es schreibt keiner wie ein Gott, der nicht gelitten hat wie ein Hund.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Mittwoch 21. März 2007, 20:57

Oh, mir fällt auch einer ein, aber mehr zu Literatur als zum Schreiben.

"Literature is language charged with meaning. Great literature is simply language charged with meaning to the utmost possible degree."
Ezra Pound

Donnerstag 22. März 2007, 09:44

Hey, der ist auch schön ... :)
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