Hallo zusammen,
schon lange habe ich mir vorgenommen, mein Englisch aufzumöbeln, aus privaten und beruflichen Gründen. Hat jemand von Euch das Cambridge First Certificate gemacht? Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Ihr während der Kurse und der Prüfung und hinterher bei potenziellen Arbeitgebern damit gemacht habt.
LG
Pixie
Ich hab den "Preliminary English Test" gemacht (auch University of Cambridge). Das ist aber, glaub ich, was anderes? Das ging bei mir von der Schule aus und war ziemlich leicht. Erfahrungen mit potenziellen Arbeitgebern hab ich damit bis jetzt noch nicht gemacht.
Tut mir leid, aber helfen konnte ich dir wohl nicht wirklich .
Ich hab das First Certificate vor Jahren gemacht. Hat glaub ich ein Jahr gedauert und es war einmal Kurs pro Woche (abends) und die Prüfung war an zwei Tagen.
Ist zum Einstieg sicher nicht das schlechteste und Du kannst gut drauf aufbauen. Wie angesehen die Bescheinigung ist, kann ich nicht sagen, ich hab mich damit nicht beworben, war eher mein Privatvergnügen. Aber es ist zumindest ein anerkanntes Zertifikat, keine Frage und es kann keinesfalls schaden, wenn man es hat...
Ich habe das Camebridge Certificate nicht gemacht, kann aber sagen, dass uns immer gesagt wird, dass Arbeitgeber schon darauf achten, ich gehe auf eine sehr beruflich orientierte Schule, da wird es schon sehr häufig erwähnt. Und es macht sich auf jeden Fall gut im Lebenslauf, ich habe damals DELF für Französisch mitgemacht, es wird allgemein anerkannt.
Ähnliches gilt, glaube ich, auch für Oxford-English. Wobei fraglich ist, ob man damit bei einer internationalen Firma wirklich weit kommt. Ich denke, da sind spezielle Kurse in Wirtschaftsenglisch sinnvoller, so sie überhaupt angeboten werden.
Wir haben solche Kurse sogar in der Firma.
Ich habe während meiner Au Pair Zeit in England das First und die Proficiency gemacht. Für das First hab ich dort drei Monate gebraucht.Ich hatte dort allerdings zwei Stunden Unterricht pro Tag und eine super Schule.
Da ich lange als Hotelfachfrau gearbeitet habe, hat es mir beruflich sehr geholfen.
Silke hat geschrieben:Ich habe während meiner Au Pair Zeit in England das First und die Proficiency gemacht.
Hallo Silke, mich würde mal interessieren, wie groß der Unterschied vom First zum Proficiency ist (zwischendrin gibts ja auch noch das "Advanced" Certificate). Hast Du das Proficiency da gleich drangehängt und wie schwierig war das im Vergleich zum First? Neugierig bin...
Das Advanced kenne ich gar nicht. Gibt es das schon länger?
Und ja, ich hab die Proficiency auf Vorschlag der Lehrer drangehängt.
Ich hätte vorher nie geträumt das zu schaffen. Zwischen den First und der Proficiency lagen sechs Monate.
Es war sicher einfacher für mich, da ich ja in England war, und so von der Sprache "umgeben" war. Wieviel schwerer die P.Prüfung war, kann ich jetzt gar nicht mehr genau sagen.Das ganze ist 20 Jahre her... *altefraubin*
Wenn ich sie jetzt machen würde, würd ich durchfallen.
Ich bin damals mit der Einstellung in die Prüfung geganen, wenn ich bestehe ist das toll, wenn nicht auch gut! Als Lehrbuch hatten wir "Progress to Proficiency" von Leo Jones/Cambridge University Press.
Silke hat geschrieben:Das Advanced kenne ich gar nicht. Gibt es das schon länger? ...
Ich hatte in der Dorf-Schule Englisch als Wahlfach... und ich erinnere mich noch an einen Nachmittag, als mein Jugend-Freund kam und mich zum Spielen holen wollte und meine Mutter darauf bestand, dass ich Englisch lernen sollte... Das war so ziemlich der schwärzeste Nachmittag meines damaligen jungen Lebens... Ich mochte eigentlich Englisch mehr als Russisch, weil ich da wenigstens ein kleines Licht am Ende des Tunnes zu erkenne glaubte... aber die Spiele mit meinen Freunden mochte ich doch mehr... Und Sachen, die freiwillig waren, haben mich eh schon immer angezogen - gegenüber den Dingen, die man tun MUSSTE... Heute ist das anders: Meine damaligen Freunde sind weit weg oder tot - doch die englischen Romane und Filme sind immer noch da...
Später in der Universität legte man bei uns nicht mehr soviel Wert auf das englische Sprechen... wir wurden gedrillt, englische Texte zu lesen... insbesondere den Inhalt englischer Fachtexte nach kurzer Zeit zu verstehen... Das sogenannte "Querlesen"... - Normalerweise habe ich immer eine Maulsperre, wenn ich englisch reden muss... Ich glaube, ich würde heute noch keinen englischen Satz unbefangen herausbringen...
Das ist für mich sehr beeindruckend, wie ihr jungen Dinger (und die alten natürlich auch ) englisch lernt und wie unbefangen ihr das sprecht...
Bruki
Zuletzt geändert von Bruki am Samstag 7. Oktober 2006, 12:48, insgesamt 1-mal geändert.
Ich muss das gezwungener Maßen (können tu ich es auch nicht), denn die Abschlussprüfung beinhaltet einen Speaking-Test und unser Englisch-Lehrer macht uns täglich darauf aufmerksam... und gibt uns tolle Ratschläge, wie wir uns auf diesen Test vorbereitun sollten. (zu Hause und mit Freunden und am Telefon nur noch Englisch sprechen, das ist wichtig!!)
Silke hat geschrieben:Das Advanced kenne ich gar nicht. Gibt es das schon länger?
Ja, denke schon. Ist halt die Zwischenstufe zum Proficiency und man hat uns damals (auch schon ne Zeitlang her ) gesagt, das Advanced wäre schon äußert schwierig und das Proficiency praktisch gleichzusetzen mit dem Englisch eines Muttersprachlers.
So wie Du es schreibst hört es sich eher locker an Kann natürlich sein, daß es von Vorteil ist, wenn man eine längere Zeit im Land ist, keine Frage...
Magdalena hat geschrieben:Ich muss das gezwungener Maßen (können tu ich es auch nicht), denn die Abschlussprüfung beinhaltet einen Speaking-Test und unser Englisch-Lehrer macht uns täglich darauf aufmerksam... und gibt uns tolle Ratschläge, wie wir uns auf diesen Test vorbereitun sollten. (zu Hause und mit Freunden und am Telefon nur noch Englisch sprechen, das ist wichtig!!) ...
Ich hab dazumals immer den deutschsprachigen Dienst der BBC im Radioapparat gehört - die brachten aus einem Berliner Studio regelmäßig interessante Beiträge zum Leben in England... und englisch-sprachige Nachrichten... leider wurde dieser Dienst nach der Wende eingestellt...
Doch dafür könnt ihr heute relativ ungefährdet reisen und englische Menschen direkt kennenlernen...
Als weibliches Wesen bin ich gegen den Charme einer JE immun. Da kann ich dann nicht mitreden. Ich "überlasse" sie dir gerne. Bei MM ist die Sache schon wieder anders. Aber der ist ja verheiratet und hat Kinder. Also "lohnt" sie da die Aktion auch wieder nicht. Und Sean Connery leider für mich zu alt. Sonst fällt mir da keiner momentan ein...
Tina
Silke hat geschrieben:Das Advanced kenne ich gar nicht. Gibt es das schon länger? ...
Ich hatte in der Dorf-Schule Englisch als Wahlfach... und ich erinnere mich noch an einen Nachmittag, als mein Jugend-Freund kam und mich zum Spielen holen wollte und meine Mutter darauf bestand, dass ich Englisch lernen sollte... Das war so ziemlich der schwärzeste Nachmittag meines damaligen jungen Lebens... Ich mochte eigentlich Englisch mehr als Russisch, weil ich da wenigstens ein kleines Licht am Ende des Tunnes zu erkenne glaubte... aber die Spiele mit meinen Freunden mochte ich doch mehr... Und Sachen, die freiwillig waren, haben mich eh schon immer angezogen - gegenüber den Dingen, die man tun MUSSTE... Heute ist das anders: Meine damaligen Freunde sind weit weg oder tot - doch die englischen Romane und Filme sind immer noch da...
Später in der Universität legte man bei uns nicht mehr soviel Wert auf das englische Sprechen... wir wurden gedrillt, englische Texte zu lesen... insbesondere den Inhalt englischer Fachtexte nach kurzer Zeit zu verstehen... Das sogenannte "Querlesen"... - Normalerweise habe ich immer eine Maulsperre, wenn ich englisch reden muss... Ich glaube, ich würde heute noch keinen englischen Satz unbefangen herausbringen...
Das ist für mich sehr beeindruckend, wie ihr jungen Dinger (und die alten natürlich auch ) englisch lernt und wie unbefangen ihr das sprecht...
Bruki
Auch wenn der Beitrag schon was älter ist, ist er für mich gerade hochaktuell: Ich besuche momentan einen Englisch-Konversationskurs, der von einer Irin gehalten wird. Eigentlich hatte ich mich drauf gefreut, viel Englisch zu sprechen, aber jetzt, wo der Kurs läuft, sitze ich die meiste Zeit stumm dabei, weil ich Angst habe, den Mund aufzumachen und was Falsches zu sagen. Wie wird man da nur lockerer? Ich kann ja nicht jedes Mal vorher Alkohol trinken (das hilft, wie ich mal Silvester in Schottland gemerkt habe. Bis dahin kannten mich alle anderen Gäste - ausschließlich englischsprechende - nur als stummen Fisch und kamen Silvester Mitternacht aus dem Staunen nicht raus, dass ich sogar flüssig reden kann )
Stell sie dir in Unterwäsche vor, dann ist es nicht mehr soo schwer ... Nein, wirklich, so haben wir es bei unseren Auftritten immer gemacht, wenn wir vor lauter Lampenfieber fürchteten, kein Wort herauszubringen ...
Pixie hat geschrieben:Auch wenn der Beitrag schon was älter ist, ist er für mich gerade hochaktuell: Ich besuche momentan einen Englisch-Konversationskurs, der von einer Irin gehalten wird. Eigentlich hatte ich mich drauf gefreut, viel Englisch zu sprechen, aber jetzt, wo der Kurs läuft, sitze ich die meiste Zeit stumm dabei, weil ich Angst habe, den Mund aufzumachen und was Falsches zu sagen. Wie wird man da nur lockerer? Ich kann ja nicht jedes Mal vorher Alkohol trinken (das hilft, wie ich mal Silvester in Schottland gemerkt habe. Bis dahin kannten mich alle anderen Gäste - ausschließlich englischsprechende - nur als stummen Fisch und kamen Silvester Mitternacht aus dem Staunen nicht raus, dass ich sogar flüssig reden kann )
Wie gut reden denn die anderen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle flüssig sprechen. Entspann dich, versuche einfach, nicht "deutsch" zu denken und rede, wie dir einfällt.
Wenn dir ein Wort nicht einfällt, umschreibe es... egal. Und wenn es falsch war, na und? Dafür bist du doch in dem Kurs, das du es lernst, oder nicht? Grüße
Kerstin
Die anderen reden teilweise sehr gut, weil sie jahrelang im Ausland gelebt haben, und das lassen sie auch deutlich raushängen. Dann sind noch welche dabei, die sind auf meinem Englisch-Niveau. Ich verstehe zum Glück etwa 90 Prozent von dem, was geredet wird. Aber mit dem Sprechen tue ich mich eben leider schwer. Ein Alptraum, wenn man mitten im Satz steckenbleibt und nicht mehr weiter weiß ...
Lustig finde ich, dass die Irin, die sehr gut deutsch spricht, für viele deutsche Begriffe keinen passenden englischen kennt. Das habe ich schon öfter bei englischen Muttersprachlern erlebt. Dabei gehts meistens um irgendwelche Bürokratie-Monster-Wörter ...
@Pixie
keine Bange. Mir geht es immer wieder so, daß ich nach den passenden Wörtern suche ... man hat halt nicht immer den gesamten Wortschatz (nicht einmal in der Muttersprache) flüssig parat. Da ist hören, schreiben und lesen immer einfacher ...
Zuletzt geändert von Caro am Mittwoch 14. Februar 2007, 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
Danke für Euren Trost und Eure Tipps :danke:
Dass ich 90 Prozent verstehe, gilt aber nur für den Kurs. Bei englischsprachigen Filmen verstehe ich nicht mal die Hälfte, leider. Aber ich arbeite dran ...
Pixie hat geschrieben:Danke für Euren Trost und Eure Tipps :danke: Dass ich 90 Prozent verstehe, gilt aber nur für den Kurs. Bei englischsprachigen Filmen verstehe ich nicht mal die Hälfte, leider. Aber ich arbeite dran ...
Kerstin hat geschrieben:You should practise more..
Oh, oh mir liegt der Spruch schneidend in den Ohren! Das war aber nicht die Szene, wo sie den im Buch beschriebenen Vogel auf dem Kopf hatte?
Eigentlich sagt das Lizzy zu Darcy... ein wenig abgeleitet. Sie sagt, sie würde das Klavier nicht so gut beherrschen, wie sie es sich wünscht. Aber es läge daran, dass sie zu wenig übe.