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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 09:32 
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Und hier die offizielle Website zum Film "Death at a funeral" bzw. "Sterben für Anfänger" (neu überarbeitet):

Bittesehr

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Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand - (Blaise Pascal)


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Verfasst: Freitag 25. Mai 2007, 09:32 


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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 09:32 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich glaube mein Göga nannte es durchgeknallt :love: :hearts: MATTHEW! Das muss aber echt laut gewesen sein... :laola: :freu: :laola: Irgendwie so wohl...

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Freitag 25. Mai 2007, 16:08 
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Administratorin, die über den großen Teich gegangen ist.
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doris-anglophil hat geschrieben:
Und hier die offizielle Website zum Film "Death at a funeral" bzw. "Sterben für Anfänger" (neu überarbeitet):

Bittesehr


Verdammt noch mal, ich hasse es, dass fast alle Filmseiten mittlerweile nur noch mit dem Flashplayer laufen, den ich für Linux nicht bekomme!!!!!!! :wall: :machkaputt:

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BeitragVerfasst: Sonntag 27. Mai 2007, 10:28 
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Austenfrischling
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also, da muss ich mich einbringen. ich bin sowohl ein großer fan von colin als auch von matthew und finde beide als darcy brilliant (schwärm)
habe mir von beiden autogramme besorgt...
könnt ihr ja mal ansehen...
http://starautogramme.oyla11.de

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BeitragVerfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 15:19 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Ich hoffe demnächst auch ein Autogramm von "meinem" Darcy MM zu bekommen. :love: :hearts:

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BeitragVerfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 15:54 
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Austenfrischling
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rrrrrrrrrrrrr so hot this guy ! er hat sehr schnell geantwortet ! Ich glaube ich habe 4 Woche gewartet ?!

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BeitragVerfasst: Dienstag 29. Mai 2007, 15:56 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Genial! Da habe ich dann ja was, worauf ich mich freuen kann!

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BeitragVerfasst: Sonntag 3. Juni 2007, 20:54 
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Es gibt ein Probenfoto von MM aus dem neuen Stück (heute im "Observer" gewesen):


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BeitragVerfasst: Dienstag 5. Juni 2007, 11:37 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Sieht nach ner Menge Spaß aus.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 14. Juni 2007, 15:01 
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Heute Abend ist Preview Opening, heute in einer Woche offizielle Premiere des Stückes mit einer "Press Night".

Habe heute Abend einen persönlichen Scout in der Vorführung dort, der mir in der Nacht noch direkt und frisch alle Eindrücke berichten wird!!! ;D

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BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 08:06 
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Ja dann bitte ALLE :wink: Infos direkt an uns weiterleiten :ja: , schließlich sind wir ja auch rießig gespannt :rolleyes:


BITTE,BITTE,BITTE


Grüßle rinchen

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BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 08:48 
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Mal wieder eine neue Strophe des altbekannten schönen Liedes anstimmt: Ach ich wär sooooooooooooo gerne dabei... :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 11:36 
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Hier ist der erste (sehr positive) Eindruck eines Theatergängers von gestern abend... mein persönlicher Kontakt hat dies alles insoweit bestätigt, es ist aber wegen ständigem, subjektivem und ausuferndem Schmachten hier leider nicht postbar... vielleicht kann ich es wenigstens ausschnittweise übersetzen und bei Gelegenheit einstellen!

:thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud:

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BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 12:16 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Lass mich raten, sie ist genauso "durchgeknallt" (wie sich mein Göga ausdrückt) wie wir? :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 12:35 
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Tina hat geschrieben:
Lass mich raten, sie ist genauso "durchgeknallt" (wie sich mein Göga ausdrückt) wie wir? :wink:


So sieht es wohl aus! :lach: :ja:

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BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 13:15 
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Ich sage nur MATTHEW! :wink: Auweia, da war ich wohl wirklich richtig laut..... :rolleyes:

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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Juni 2007, 17:56 
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Hallo!

Ich bin heil wieder aus London zurückgekehrt - um ein Haar wäre ich jedoch für immer dort geblieben!

Wie möchtet ihr meinen Bericht haben? Es gibt ein ausführliches Reisetagebuch, das sechsteilig und mit Bildern versehen ist. Ich kann euch aber auch ein knappere, kürzere Version zurechtschnippeln.

(Ähm, und nur dass ich es erwähne - natürlich habe ich MM getroffen!)

:thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud: :thud:

Wie ihr wünscht... ;D

Also?

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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Juni 2007, 18:46 
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[schild=11 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1 nxu=87959978nx19033]Bilder[/schild]
Erst einmal her damit, dann der Rest. Wobei, die Bilder könnten auch einige hier ablenken. :thud: oder man wird dich vor lauter Neid lynchen wollen. :rofl:
Aber mich würde der Aufenthalt in London schon sehr interessieren..... und nicht nur MM - wenn du denn auch was anderes gemacht hast ;)

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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Juni 2007, 19:12 
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Angelika hat geschrieben:
:thud: oder man wird dich vor lauter Neid lynchen wollen. :rofl:


DAS kann gut möglich sein... :rolleyes:

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Willst du es denn riskieren und unter Einsatz deines Lebens hier einen Bericht und Bilder einstellen?? ;)

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Juni 2007, 09:00 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Es ist ein tolles Reisetagebuch und wie du ja schon weißt, Doris, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, es zu lesen. Ich fände es toll, etwas von deinem Bericht, wenn du nicht alles posten möchtest, hier zu finden.

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Wo hast Du es denn gelesen, Tina?

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... uns hilft kein Gott, uns're Welt zu erhalten...( Karat in "Der blaue Planet")


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BeitragVerfasst: Freitag 29. Juni 2007, 13:00 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Wenn es Doris hier schaltet, wirst du es ja sehen können, Katja.

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Juni 2007, 13:22 
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Bin schon da! Habe leider RL zu Hauf... und nicht so super viel Zeit. Also für alle, die gern ein bisschen schwelgen und schwärmen und für eine nette, allerdings wahre, Geschichte zu haben sind:

Sollte es notwendig sein, gesprochene Dialoge wiederzugeben, tue ich dies in Deutsch, damit auch wirklich alle die Möglichkeit haben, jedes Wort davon aufzusaugen.
Fotos mit großem Dank an Emerald Wings, JaneV und Pictureking (sowie meine Wenigkeit)!


Erster Tag / Freitag, 22. Juni 2007

Es war schon irgendwie klar, dass etwas passieren musste, wenn Chaos-Doris zu ihrem Schatzi reisen wird. Nachdem ich ja in den Tagen zuvor echt alles hatte, was man so gar nicht gebrauchen kann, von anstrengenden Proben (die letzte am Vorabend bis 22 Uhr, und das genau dann, wenn ich mal früh ins Bett muss!) über Wasser im Haus und Keller bis zum Ausfall der Videokamera, die ich eigentlich mitnehmen wollte, war ich überrascht, dass mein Online-Checkin bei BA ohne Probleme geklappt hat. Zu früh gefreut – aber mehr davon später!

Ich am Vorabend um 23.05 Uhr ins Bett. Wecker gestellt, 3.54 Uhr klingelt er prompt, wunderbar. Aufstehen, fertigmachen, Koffer zu, und losgetigert zum Flughafenbus. Der war auch pünktlich, klasse! Freu! (Doris, hör’ auf, dich zu freuen, es wird unter Garantie noch genügend Scheiße auf dich herabregnen!).
Angekommen an Terminal 1 Frankfurt musste ich nur noch mit der Magnetbahn zu Terminal 2 rüberschweben. Auch alles problemlos und das exakte Timing konnte weiterhin eingehalten werden.

Bild

Noch scheint alles zu klappen...

In Terminal 2 zu den Schaltern der BA – Schock! Eine endlose Reihe von Reisenden wartet dort beim Checkin! Oh, große Güte, wo wollen die denn alle hin? Das würde nun arg knapp werden, die gute Doris hatte nichts gefrühstückt, weil gedacht, kann man schön im Flughafen, wenn man seinen Koffer eingecheckt hat. Statt relaxtem Frühstück also Anstehen in der Schlange. So eine Scheiße! (aha, wusst’ ich’s doch!). Von wegen Quick Checkin und all so was…!
Die Zeit raste dahin, es wurde echt knapp. Ich finde das alles megaätzend und stelle mich frech an einen anderen Schalter, wohlweislich mit meiner Bordkarte wedelnd (da ich ja tags zuvor online eingecheckt hatte!). Das erwies sich als die goldrichtige Strategie, da die meisten anderen in der Schlange eben noch keine Bordkarte hatten und deswegen so ewig lange warten mussten. Endlich war ich mein Gepäck los, aber zum frühstücken war es nun eigentlich schon zu spät. Musste ja auch noch durch die Sicherheitskontrollen und all das.

Schlangen bei der Security, aber zum Glück nicht gar so dolle wie an den Schaltern. Dann piept es (trotzdem ich mich halb nackig machen musste) bei mir dauernd. Muss also persönlich durchsucht werden. Grund: Auf meiner braunen Bluse sind kleine Metallplättchen verarbeitet. Es geht wieder wertvolle Zeit verloren. Es sind jetzt nur noch zwanzig Minuten bis zum Abflug. Weiter also zum Gate.
Zum Gate! Der Witz! Wenn Doris fliegt, ist es garantiert, dass sie zu dem Gate gehen muss, das am weitesten weg vom Schuss ist, am alleräussersten Ende des Terminals liegt. Ein Fußmarsch von annähernd 15 Minuten (Mädels, daran ist absolut nichts übertrieben!). Und dort – ein weiterer Sicherheitscheck. Mannomann, die haben Nerven!

Wieder alles in die Box, Uhr aus, Jacke aus. Na dann! Es piept, die Metallplättchen halt. Dann bin endlich an der letzten Abfertigung. Die Abflugzeit ist bereits erreicht, das Boarding hat begonnen, nun ist klar, dass der Flieger mindestens eine halbe Stunde später rausgehen wird, da fast alle Passagiere noch hier am Gate sind.

Wir fahren mit dem Bus aufs Vorfeld, wo die Boeing 767 der BA steht. Nix wie rein in den Vogel, damit der endlich abfliegen kann. Aber – weit gefehlt! Zwar setzt sich das Flugzeug gegen acht Uhr (30 Minuten später als planmäßig) in Bewegung, hat aber (natürlich – Doris fliegt ja mit!) die Startbahn zugewiesen bekommen, die von Terminal 2 nur durch eine Tour rund um den gesamten Flughafen zu erreichen ist. Endlich stehen wir auf dem Taxiway vor der Startbahn, Doris lehnt sich zurück und erwartet den Start in Kürze.

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Gleich geht's an Bord!

Die Minuten vergehen. Nichts tut sich. Wohl viel los, unser Slot (das Zeitfenster, das die Fluglotsen für den Start vergeben) ist wohl noch nicht dran.
Es dauert. Mittlerweile ist es 8.25 Uhr, eine Stunde nach planmäßig!
Langsam tut mir Annemarie leid, die in Heathrow dann auf mich wird warten müssen.

Meine Nerven spannen sich langsam ein bisschen an. Das kann doch alles nicht wahr sein, oder? Was ist denn nur los?
Der Kapitän macht seine Durchsage: „Leider haben wir Probleme mit unserer Ladung, es sind Papiere unvollständig. Wir müssen Ihnen mit großem Bedauern mitteilen, dass wir noch einmal zum Gate, bzw. Standplatz zurückkehren müssen.“ Unendliche Entschuldigungen natürlich aussprechend… aber – was nutzt’s?

Gegen zehn vor neun steht der Vogel wieder auf seinem Standplatz vor Terminal 2 (d.h. wir sind wieder den gaaaaaaanzen Weg um den Flughafen zurückgegurkt, auf den Taxiways) und die Frachtpapiere werden gecheckt. Ich bekomme einen leicht panischen Anfall, weil die Tickets fürs Theater und MMs Album im Koffer sind und nicht in meiner Handtasche!!!!! *kreisch*

Fast eine halbe Stunde später (ich habe inzwischen, von Hunger, Durst und Müdigkeit überwältigt, da wir zu der Zeit bereits hätten in London sein sollen, ein Viertelstündchen geschlafen), geht es endlich wieder los. Eine grooooooooooooooße Runde um den Flughafen, weil es so schön ist. Dann wieder warten auf den Slot an der Startbahn. Anstatt 7.25 wie planmäßig, ist es nun 9.35 Uhr. Endlich hebt das Flugzeug ab, ich bin zwar erleichtert, aber auch recht ernüchtert wegen der ganzen Verspätung. Eine Viertelstunde später gibt es endlich etwas zu Trinken *lechz* (Kaffee und O-Saft!!!) und auch ein *würg* trockenes Ham und Cheese Roll. Der Kapitän beeilt sich und nach einer Flugzeit von 1:10 h sind wir im Landeanflug auf London. Dort kreist er noch ein paar Mal, dann setzen wir in Heathrow auf (aber wie, Gott, very bumpy, hat er den Azubi landen lassen, oder was?). Raus aus der Blechbüchse, durch die Gänge des Flughafens (lange Wege erneut!) Doris rast zur Passkontrolle, wieder Schlange stehen. Es dauert. Dann zum Gepäckband. Gepäckband? „BA 0901 Frankfurt – wait“ sagt die Anzeigetafel. Warten, mal wieder. Langes Warten… sehr langes Warten.

Inzwischen mache ich mein Handy an um Annemarie zu sagen, dass ich noch auf meinen Koffer warten muss. Die Arme, die steht sich bereits seit mehr als zwei Stunden die Beine in den Bauch.
Hinter mir telefoniert auch einer, ein sehr netter, blonder Mann. Wenn man ihn genau betrachtet, die exakte Mischung zwischen RPJ und Daniel Craig (ohne Scheiß, Mädels, der war echt süß!).
Nur – eben nicht so groß wie die beiden, denen er ähnlich sieht.

Die Tafel gibt (nach mehr als 15 Minuten Warten) dann endlich mal die Gepäckbandnummer an. Okay, stellen wir uns dort an, wunderbar. Doch das Band setzt sich noch lange nicht in Bewegung. Ich finde es langsam eine Unverschämtheit. So lange muss man ja nicht mal in Timbuktu auf sein Gepäck warten. Ein weiterer Panikanfall sucht mich heim… was, wenn der Koffer nicht kommt? *kreisch*.

Dann endlich (es sind, seit ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, gut 45 Minuten vergangen, wirklich eine Frechheit!), kommen die Koffer. Doris telefoniert gerade mit ihrem DH, als ihr Koffer in Sichtweite kommt. Ich reiße das Teil vom Band und hechte damit Richtung Ausgang. Zum Glück habe ich Annemarie vorher schon auf einem Bild gesehen, so dass ich sie recht schnell in der Menge der anderen Abholer finde.

Puh, jetzt nur noch das Auto suchen (Annemarie ist nicht so ganz fit, sie hat nur zwei Stunden geschlafen, ihr Freund hat ihr am Abend einen Heiratsantrag gemacht und sie ist noch total aufgeregt, schwatzt mich auch halb zu Tode deswegen, was ich aber total süß finde und sie musste überdies so extrem lange auf mich warten), doch schließlich sind wir auf dem Weg nach Hampton Hill, wo Annie seit zwei Wochen wohnt (zuvor war sie noch näher an… ihr wisst schon.)
Zwei Straßen vor ihrer Wohnung kommen wir an der Kirche vorbei, wo Mr. Beans Red Nose Day Wedding (mit MM, jaaaaa!) gedreht wurde. Er dreht ja gerne und oft in unmittelbarer Nähe und Reichweite seines Wohnortes. Davon aber später noch mehr.

Ich habe ein sehr schönes Zimmer, die Wohnung ist neu renoviert, zwei Schlafräume (in UK und auch in US wird alles auf dem Immobilienmarkt nach „Bedrooms“ bemessen), eine Küche (ganz neue Ikea-Einbauküche, aber klein), Bad, Toilette extra, Vorraum, Flur und Wohnzimmer. Noch wohnt sie alleine hier (die Flat gehört der Firma, für die Annie arbeitet), ihr Freund wohnt etwas weiter in Richtung… ach Gott, davon ebenfalls später mehr *lechz*.

Wir genehmigen uns einen Tee und schwatzen erst mal drauf los. Hauptsächlich über ihre bevorstehende Hochzeit. Und – natürlich – über MM und das Theaterstück, das Annie ja bereits gesehen hat. Dass ich in etwa Luftlinie eine dreiviertel Meile weg von seinem Haus bin, nimmt mir bereits jetzt schon die Luft weg. So „nahe bei ihm“ werde ich also schlafen… *schwitz*

Wir machen uns fertig, damit wir zum Bahnhof kommen und nach London rein fahren, da wir ja mit dem Rest der Truppe ab 12.30 Uhr verabredet sind. Durch meine eklatante Verspätung kann das nun durchaus ein wenig knapp werden. Ich packe MMs Album ein und was mir sonst noch wichtig scheint, dann geht es zum Bahnhof Teddington (den MM mit großer Wahrscheinlichkeit auch benutzt, wenn er in die Stadt fährt, da es dort gute Parkmöglichkeiten für Autos gibt).

Wir kommen London City immer näher!

Forstsetzung folgt…

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Juni 2007, 13:28 
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Werfe auch gleich mal den zweiten Teil dazu, dann muss ich mich mal um andere Dinge kümmern... (insgesamt ist der Bericht sechsteilig!)

Hier genannte Namen sind alles Boardnamen (außer einem) von anderen Boards!
Und alle MM-Fans, ab hier - festhalten bitte!!!!!!!!!!!!!!!!!



Zweiter Teil / Fortsetzung Freitag...

Annemarie und meine Wenigkeit hocken also im Vorstadtzug und rollen der Waterloo Station entgegen. Ein Zug früher hätte uns gut gestanden, dann wären wir sicher ganz pünktlich gekommen. Aber so wird es wohl auch nicht schlimm sein.

Das London Eye kommt in Sicht und damit auch die Endstation für uns. Wir steigen aus und gehen sofort weiter zur U-Bahn (= Tube, <hier>, was es eigentlich auch genauer trifft, denn verglichen mit unseren U-Bahnen in Berlin, Hamburg und auch Frankfurt, handelt es sich hier um wirklich sehr enge Tunnelröhren und um sehr kleine Bahnen, in denen man in der Rushour auch ohne entsprechende Veranlagung klaustrophobische Anfälle bekommt). Wir fahren mit der Northern Line drei Stationen, dann sind wir am Leicester Square. Direkt neben dem U-Bahn-Ausgang ist das Restaurant „Garfunkels“, wo Verity uns vor drei Wochen bereits einen großen Tisch bestellt hat.

Allerdings sitzt die Gute ganz allein dort und wartet schon sehnsüchtig auf die Gäste aus Deutschland (und natürlich Annemarie). Es ist zehn vor eins in London, als wir uns enthusiastisch begrüßen. Wie schön, ein weiteres Boardmitglied kennen zu lernen. Dann geraten wir ins Ratschen wie blöd, alles in Englisch, klar. Eine SMS kommt von Cuni, dass sie mit Keeper und Witch ein klein wenig später eintrudeln wird. Klein wenig später ist gut! Es ist schon einiges nach zwei, als der Tisch sich endlich füllt und der Magen hängt uns bereits in den Kniekehlen.
Nun fehlen nur noch Julie und ihr Schatz, dann sind wir komplett.

Trotzdem bestellen wir nun das Essen, sonst fallen wir womöglich noch vom Fleisch und das wäre gar nicht gut, da wir bestimmt in Kürze all unsere Kräfte benötigen werden. Wir sind wiederum am Schwatzen wie die Blöden (ich meine, Kunststück, wenn fünf Mädels aus diesem Board und eine von einem anderen zusammen kommen!), meistenteils in Englisch, aus Rücksicht auf Annemarie, da kommen Julie und ihr OH endlich herein! Nun sind wir sieben Damen mit einem Hahn im Korb. Er hält sich wacker (zurück *grins*) und ist zu sehr Gentleman, um uns alle im Kollektiv für Ballaballa zu erklären.

Das Essen kommt, aber es wird deswegen kaum ruhiger am Tisch. Die Plappermäulchen gehen ständig, man hat sich ja soooooo viel zu erzählen.
Nach dem recht guten und nicht zu teuren Essen wird sich noch ein Cappuccino gegönnt, bevor die Gesellschaft sich in diverse Richtungen auflösen wird.

Ein Blick auf die Uhr verrät mit Schrecken, dass wir seit geschlagenen dreieinhalb Stunden dort gehockt und nicht gemerkt haben, wie die Zeit verging.
Julie und OH werden sich auf die Shakespeare Aufführung im Globe vorbereiten, die Damen vom Mittelrhein haben sich fest vorgenommen, das Donmar Warehouse nicht mehr aus den Augen zu lassen, Verity hat andere Termine und Annemarie und ich brechen schließlich Richtung Royal Court Theatre auf.

Dort kommen wir gegen zwanzig nach fünf an, nachdem wir vom Leicester Square zurück zum Embankment gefahren, dort von der Northern in die District Line umgestiegen sind und am Sloane Square wieder ans Tageslicht kommen. Fast unmittelbar neben dem Ausgang der Tube ist das Royal Court. Wir möchten uns eigentlich in das Cafe an der Ecke weiter Richtung Eaton Square setzen, aber dort ist alles proppevoll. Teatime! Das sagt alles…

Annemarie besorgt sich noch ein Ticket für die Matinee-Vorstellung morgen Nachmittag (für Abends hat sie bereits eine Karte), außerdem buchen wir uns in die geführte Tour durch das Theater für den kommenden Mittag 12 Uhr ein, da ja dort Tag der offenen Tür sein wird.
Ich bin ganz glücklich, dass auch das geklappt hat.

Wieder draußen, stellen wir uns einfach vor das Theater, es herrscht eine unglaubliche Rushour am Sloane Sqaure, Busse, Taxis, Autos, Fahrräder, Passanten, ein Gehupe, Gewusel und Gewimmel größten Ausmaßes.
Es geht langsam auf 18 Uhr zu. Es könnte ja sein, dass bald ein gewisser Herr erscheinen wird.
Ich bin schon arg nervös, muss ich zugeben. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie alles ablaufen wird, was auf mich zukommt und wie ich reagieren oder gar agieren soll. Ich habe auch irgendwie gar keine Lust, mich total offensichtlich vor den Eingang der Stage Door zu stellen, ich sage dies auch Annemarie, die mich fragt, ob wir uns in diese Richtung bewegen sollen.

Ich habe einfach nur das Gefühl, das wäre nicht der richtige Platz heute für mich, kann es jedoch nicht begründen. So sind wir von der Ecke des Theaters, wo der Eingang zur Stage Door hinführt durch die gesamte Front des Hauses (etwa 15 Meter) getrennt. Es herrscht auch auf den Eingangsstufen ein unglaublicher Andrang. Viele, viele Leute sind unterwegs. Freitagabend halt. Sehr viele kommen des Wegs mit Blumensträußen in der Hand, nicht fürs Theater, aber anscheinend ist es üblich, dass man Freitagabends z.B, seiner Frau oder Freundin einen Blumenstrauß mit nach Hause bringt. Finde ich ja sehr nett.
Es ist viertel nach sechs und noch immer keine Spur von MM. Komisch. Haben wir ihn verpasst? Das wäre ja ein Jammer. Oder war er gar schon im Theater, früher als üblich? Kann auch sein – wenn ihn der Regisseur noch mal sprechen will, z.B.

Langsam werde ich zappelig – das gibt es doch gar nicht, wo bleibt der nur?
Annemarie schaut beständig in eine andere Richtung, nur meine Augen sind auf den Ausgang der U-Bahn, bzw. den Weg zur Stage Door fixiert. Und noch immer Menschenmassen überall.
Mittlerweile 18.25 Uhr! Ich habe Horrorvisionen von einem MM der plötzlich krank geworden ist und in den nächsten drei Tagen nicht zur Vorstellung wird kommen können… ich stöhne innerlich betroffen auf!
Und ich habe diesen Gedanken kaum zu Ende gedacht, da reiße ich die Augen so weit auf, wie ich nur kann. Meine Kinnlade klappt herunter (Annie hat mir zum Glück meine Reaktionen deutlich beschrieben, weil ich natürlich nicht mehr weiß, was genau ich in diesen wenigen Sekunden getan habe), denn ER biegt gerade um die Ecke des Theaters!

Etwa 15 Meter und eine Horde von Menschen trennen mich von ihm. Dennoch ist dieser Moment etwas so Einzigartiges, ich kann es nicht beschreiben. Er hat den Kopf hoch erhoben, schaut über die ganze Menge hinweg, mit Brille auf der Nase. Und über all die vielen Leute hinweg, er könnte Gott weiß wohin schauen, blickt er mir direkt in die Augen!
Er sieht mich, ich sehe ihn, er sieht an meinen Reaktionen, dass ich bemerkt habe, dass er mich bemerkt hat (okay, okay, der Satz ist kompliziert zu verstehen, ich hoffe, es drückt einigermaßen aus, was ich eigentlich sagen will, meine Empfindungen können Worte leider nicht wiedergeben). Es sind sehr intensive, aber wahnsinnig kurze Sekunden. Der Augenkontakt über die Massen hinweg ist unbeschreiblich!

Mädels, haltet mich für total durchgeknallt, aber es hat sich in dem Moment etwas in meine Seele gebrannt. Etwas, was vermutlich nicht wiederholbar sein wird. Auch Annie sagt, selbst wenn ich ihm morgen wesentlich näher kommen würde, es wird nicht so sein wie heute.
Mir stehen die Tränen in den Augen, nein, mir rinnen die Tränen gerade aus den Augen!

Ich falle (natürlich) nicht in Ohnmacht, aber ich vergesse für ein paar Sekunden zu atmen. Es ist ein Augenblick, wo all der Verkehrslärm, all die Leute um uns herum (und dazwischen!) völlig in den Hintergrund treten. Auf dem so unglaublich lebhaften Sloane Square gibt es für wenige Sekunden nur MM und mich. Klingt egoistisch, soll es aber nicht sein. Wie gesagt, es ist halt unglaublich schwer, die Emotionen in Worte zu fassen.

Annie sagt mir, ich hätte ausgesehen, als wäre ich gerade friedlich entschlummert. Abgesehen von meinen riesigen Augen habe alles an mir plötzlich (nach der Anspannung des Wartens wohl) völlig entspannt, relaxt und friedlich gewirkt.
Meine Tränen wollen noch immer nicht versiegen, obwohl er nun schon lange meinem Blick entschwunden ist.

Ich brauche nun definitiv einen Drink. Annie und ich gehen ins Theater, nach unten ins Restaurant und ich muss mich an einem Glas Rotwein festhalten. Knapp 50 Meter weiter bereitet sich MM wohl gerade auf die Vorstellung vor. Allein der Gedanke versetzt mich nun wieder in Aufregung. So nah! Er ist so nah! Mein Gott!

Er hatte einen mintgrünen Pullover an, entweder war es ein Rundhals-Sweatshirt oder ein Cashmere-Pullover. Wobei es für den Pullover wahrscheinlich eher zu warm ist. Die Hosen habe ich nicht sehen können, die hohen Vorbauten der Front des Royal Court waren dazwischen. Die Haare waren anscheinend frisch gewaschen und wehten ein wenig im Wind. Die Brille randlos, wie wir sie auch schon von den Probenfotos her kennen.

Ich klammere mich an mein Rotweinglas. O Gott! Und dann – genau, apropos Gott – kommt mir endlich der richtige Ausdruck: Er sah GÖTTLICH aus. Nicht mehr und nicht weniger! Das trifft es am Genauesten.

Jedes Mal, wenn ich mich an den durchdringenden, fast fragenden, um nicht zu sagen neugierigen Blick von ihm erinnere, kommen mir wieder die Tränen. Er spielt nur wenige Meter weg von uns auf der Bühne, das Stück hat nun schon angefangen.

Wir warten noch bis zur Pause, dann brechen wir auf. Ich biege um die Ecke, gehe zur Stage Door, zücke das Fotoalbum und wechsele ein paar Worte mit dem Pförtner: „Hallo. Könnten Sie bitte dieses Geschenk an Mr. Macfadyen weiterleiten? Es ist sehr wichtig, dass er es bekommt. Vielen herzlichen Dank.“
Der Typ nimmt das Album an sich und nickt: „Selbstverständlich. Good-bye.“

Annie und ich treten beseelt den Heimweg an. Da wir am Embankment eigentlich (für nur noch eine weitere Station) die Linie wechseln müssten, schlage ich ihr spontan vor, doch hier ganz auszusteigen und nach oben zu gehen, um zu Fuß, über die Themse zur Waterloo Station zu laufen. Annie ist begeistert von meinem Vorschlag und so machen wir es dann auch.

Leichte Dämmerung ist über London hereingebrochen, wir verharren einige Minuten auf der Jubilee-Bridge. Auf einem der angelegten Boote unter uns ist eine Geschäftsparty im Gange. Die Damen und Herren in leichter Abendgarderobe trinken Schampus. Möchte nicht wissen, was das alles die Firma kosten wird.

Bild Bild

Blick zur Waterloo Bridge / Hauptquartier des MI 6 (Arbeitgeber von "James Bond")

Ich fotografiere Richtung Waterloo Brigde, ein Anblick, bestens aus „Spooks“ bekannt. Hier auf der Brücke (wo ich mit Annie stehe) sind auch einige Szenen aus „Spooks“ gedreht worden. Mich überkommt wieder ein akuter Anfall von Matthewitis, wenn ich daran nur denke. Wir laufen weiter, rüber zur Royal Festival Hall, wo unten im Restaurant/Cafe eine weitere „Spooks“-Szene gefilmt wurde.

Bild

Hier unten saß Tom Quinn (MM in "Spooks") und hatte Krach mit seiner damaligen Freundin Vicky

Der Bahnhof Waterloo ist erreicht, erledigt fallen wir in den Zug nach Teddington. Eine halbe Stunde später sitzen wir bei Annie auf dem Sofa, trinken Tee, lassen noch einmal alles gedanklich und verbal an uns vorbeiziehen, denn an Schlaf ist über all der Aufregung noch nicht so schnell zu denken. Obwohl ich bereits seit mehr als 20 Stunden wach bin und auch Annie nur eine sehr kurze Nacht hatte.

Fortsetzung folgt...

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Juni 2007, 14:29 
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Vielen, vielen, vielen lieben Dank, Doris, dein Artikel war hervorragend, bezaubernd, ich konnte richtig gut mitfühlen und bin jetzt gespannt, wie es weiter geht!! :danke:

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BeitragVerfasst: Samstag 30. Juni 2007, 20:19 
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Oh nein, das ist ja echt wie bei einem spannenden Mehrteiler-wann geht es weiter?!?!? :freu:
Danke, dass wir teilhaben dürfen! :flower:


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BeitragVerfasst: Montag 2. Juli 2007, 11:20 
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Hier und heute kommen Teil drei und vier - bitte:

Dritter Teil /Samstag, 23. Juni 2007

Ich wache gegen sechs Uhr kurz auf, obwohl ich erst gegen halb zwei (alles London Zeit, also halb drei bei uns) ins Bett bin. Ich war mehr als 22 Stunden auf den Beinen, meine Güte!

Dann schlafe ich aber noch einmal ein, zum Glück. Um viertel vor neun bin ich endgültig wach, da mir MMs Augen, wie sie mir gestern entgegen geblickt haben, mit einem Mal wieder in den Sinn kommen. Ich stehe senkrecht im Bett! Eine dreiviertel Meile entfernt von mir wohnt er!!! Oh mein Gott!

Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir eine noch nicht sonderlich belebte Hampton Hill High Street. ER wohnt genau die verlängerte Richtung halbrechts *schluck*.

Bild

Ein Blick aus meinem Schlafzimmerfenster... ziemlich rechts - und dann ist es nicht mehr weit!


Eine Tasse Tee und ein Marmeladentoast. Dann ins Bad. Annemarie teilt mir mit, dass es an zwei Strecken der Tube Bauarbeiten gibt und diese deswegen gesperrt sind. Wir müssen eine Alternativroute einplanen. Aber das kriegen wir schon hin.

Anstatt die (gesperrten) District und Circle Lines vom Embankment aus zum Sloane Square zu benutzen, beschließen wir, mit der Metropolitan bis Piccadilly Circus und von da aus mit der Piccadilly Line bis Knightsbridge (direkt bei Harrods) zu fahren und von dort aus einen kleinen Spaziergang die Sloane Street entlang zum Sloane Square zu machen.

Kurz nach zehn machen wir uns auf den Weg. Am Bahnhof Teddington sehen wir die ersten herausgeputzten Damen mit extremen Highheels, Cocktailkleidung und sehr extravaganten Hüten – es ist Samstag und auch hier finden Samstags sehr viele Hochzeiten statt!

Es klappt alles vorzüglich mit Bahn und Tube. Beim Umsteigen in Piccadilly denke ich plötzlich, mich tritt ein Pferd! Nein – nicht MM, der wäre ja viel zu früh dran, er wird den Samstag der Kinder wegen sicher zu Hause nutzen wollen, aber uns kommen auf dem Bahnsteig fröhlich Julie und ihr OH entgegen! Witzig! Unter Millionen Londonern und Tausenden von Touristen treffen wir ausgerechnet auf die beiden. Ein kurzes Schwätzchen, dann hasten wir in entgegen gesetzte Richtungen weiter.

Der Spaziergang von Knightsbridge zum Sloane Square ist wunderbar. Die Geschäfte rechts und links ebenfalls, aber leider nicht für unseren Geldbeutel. Von Dolce & Gabbana bis Prada und YSL ist alles in überaus exklusiv aufgemachten Läden vertreten. Am Sloane Square setzen wir uns in das Straßencafe und warten auf Jane. Ich rufe sie über mein Handy an, sie ist ebenfalls gerade auf dem Weg zu Fuß hierher.
Dann stößt sie zu uns. Wir kichern wie die Teenager.

Sehr viel Zeit haben wir nun nicht mehr, die geführte Tour durch das Theater fängt gleich an. Jane hat dafür leider kein Ticket mehr bekommen, aber sie kann auf eigene Faust eine Schnuppertour machen.

Unsere Führerin erklärt viele Dinge über die Architektur und die Geschichte des Hauses. Dann, als wir durch den Zuschauerraum gegangen sind, fordert sie uns auf, mit ihr auf die Bühne zu kommen. Auf die BÜHNE??? Dorthin, wo ER sonst immer steht, läuft, sitzt, was auch immer? *hyperventilier*

Wir gehen durch den Backstage-Bereich (versteht mich nicht falsch, derlei Dinge sind ja gerade mir bestens bekannt, aber hier war es etwas total anderes!) und ich sehe all die Requisiten und Kleidungsstücke (Schürze!!!) liegen, die für das Stück benötigt werden. Ich bin einer Ohnmacht ziemlich nahe.

Dann stehe ich auf der Bühne, schaue auf die leeren Zuschauerstühle. Den gleichen Blick wird er später auch haben, nur dass dann die Stühle besetzt sein werden. Meine Knie sind wie Pudding. Auf dem Weg nach draußen kann ich nicht umhin, die gestreifte Schürze von MM einmal kurz mit meiner (linken) Hand zu berühren *schmacht*.

Wir treffen uns wieder mit Jane, die meint, sie wäre in der Nähe der Künstlergarderoben gewesen, sie kann es aber nicht beschwören. Wir müssen uns nun stärken, ganz klarer Fall. Im Theaterrestaurant nehmen wir den Lunch zu uns. Es entstehen einige sehr schöne Bilder von uns.

Bild

Doris mit Textbuch !

Nach dem Lunch wollen wir noch ein bisschen an die frische Luft. Außerdem – das „Stalking“ nimmt langsam seinen Lauf. Man (Frau) will ihn schließlich nicht verpassen!

Diesmal stehen wir an der Ecke, wo der kleine Weg zur Stage Door führt. Wir schauen alle drei in verschiedene Richtungen, da er ja heute nicht zwingend aus der U-Bahn kommen wird. Jane schaut zum Eaton Square, ob er aus einem der Taxis raus springt, meine Augen schweifen über den kompletten Sloane Square und Annemarie blickt Richtung Pimlico Road (dort irgendwo gibt es einen sündhaft teuren Carpark).

Es tut sich gaaaar nichts! Gestern Abend war er schon nicht gerade früh, eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, aber diese Stundenfrist ist mittlerweile auch schon vorüber. Ein Herr wartet gegenüber von uns, er hat einen sehr wichtig wirkenden Aktenkoffer bei sich. Er kommt ein paar Schritte auf uns zu und fragt, ob wir auch auf Matthew Macfadyen warten oder ob der nicht vielleicht schon im Theater ist. Ich bin völlig davon überzeugt, dass er noch kommt. Er hat sich bestimmt verkalkuliert in den Zeiten, wegen der ganzen U-Bahn-Geschichten.

14.45 Uhr und nicht ein Fitzelchen MM! Jane ist schon enttäuscht, sie denkt, wir haben ihn irgendwie verpasst. Ich hingegen weiß, dass er auftauchen wird. Ich habe es im Gefühl. Die Zeit zieht sich wie Gummi einerseits und andererseits rast sie auch – wann um Himmels willen gedenkt der denn hier aufzukreuzen?

Zwischenzeitlich setzt sich Peter Sullivan (Co-Star von MM in dem Stück!) mit einer Tasse Kaffee neben mich auf den Absatz, er trägt eine Baseballcap auf dem Kopf. Er hat sich auch schon suchend umgeblickt, ich denke, er und die anderen Kollegen warten auf ihn (MM), da er der Einzige zu sein scheint, der noch fehlt.

Aber auch Peter gibt es auf und takelt wieder durch die Stage Door hinein. Hmh, komisch. Es ist kurz nach drei, nun wird es aber echt kritisch. Ich suche wieder mit Scannerblick den Sloane Square ab, bekomme durch das intensive Schauen gar nicht mit, wie Annemarie sagt „Hier ist er!“ Erst als ich noch alleine an meinem Platz stehe, merke ich, dass etwas nicht stimmt! Ich drehe mich um – da steht ER in voller Größe vor mir. Annemarie und Jane sind schon dabei, ihn zu bearbeiten, er unterschreibt gerade deren Textbücher. Er muss es wahnsinnig eilig haben. Ich kann so schnell meine Sachen gar nicht raffen, kein Foto, kein DVD Cover, nichts ist vorbereitet, da es zuvor auch mal geregnet hatte.

Ich stürze trotzdem auf ihn zu, halte ihm eben auch mein Textbuch unter die Nase zum unterschreiben. Er sieht unglaublich lausbübisch aus: Baggy-Jeans, ein weißes T-Shirt, darüber ein altrosa Kapuzensweatshirt und seine lässig über die Schulter geworfenen braune Ledertasche.

Ich starre ihm unentwegt auf die Brille und die Narbe auf seiner Oberlippe *sterbe*. Dann weiß ich, dass ich ihn – und wenn er es noch so eilig hat – unbedingt nach dem Fotoalbum fragen muss.
Einmal tief Luft geholt und dann: „Hi. Hast du das Album gestern bekommen?“
Er blickt vom Unterschreiben hoch, zieht die Augenbraue *sterbe erneut* nach oben und fragt (die Stimme... sexyyyyyyyyyyy!!!!): „Album? Nein, welches Album? Ein Musikalbum oder was?“
Ich bin versucht, entweder mir oder ihm mit der flachen Hand auf die Stirn zu patschen: „Nein, ein Fotoalbum. Mit Bildern aus Deutschland. Zusammengestellt von deinen Fans dort, die heute Abend in der Vorstellung sein werden. Ich habe es gestern Abend an der Stage Door abgegeben!“
Er reicht mir mein Textbuch unterschrieben wieder und antwortet: „Oh, großartig. Ich werde gleich mal nachfragen, wo es ist. Also dann…“

Beim „Also dann“ drückt Jane auf den Auslöser ihrer guten Handykamera, denn dazu schenkt er uns dreien ein Lächeln, das absolut spitzbübisch und hinreißend ist!

Bild

Mein Autogramm auf der Innenseite des Stück-Textbuches

Bild

"Also dann, Ladies..."

Wir sind geplättet und sehen uns fix die von Jane gemachten Bilder an *schmacht*, dann hasten wir ins Theater und nehmen unsere Plätze ein. Das Stück beginnt!


Fortsetzung folgt…

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BeitragVerfasst: Montag 2. Juli 2007, 11:24 
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Teil vier - The Pain and the Itch, by Bruce Norris, Royal Court Theatre London, June/July 2007


Wie ich bereits den vorab veröffentlichten Fotos, den ersten Zeitungsberichten und auch der geführten Tour am Mittag entnehmen konnte, ist das Stück sehr gut durchproduziert. Es stimmen die Details, wie Bühnenbau, Kulisse, Requisite und Licht bzw. Spezialeffekte sehr gut mit der Dramaturgie überein.

Im Backstage-Bereich habe ich (mit geübtem Auge) erkennen können, dass jede Vorstellung akribisch genau und mit Hingabe vorbereitet wird.
Es sind relativ viele Requisiten usw. vonnöten, was eine sehr hohe Konzentration auf das Wesentliche seitens der Schauspieler, der Inspizienz und der Crew Backstage erforderlich macht. Bis auf einige winzige Kleinigkeiten ist dies alles perfekt abgelaufen.

Man muss ein bisschen ein Gespür für dramaturgische Abläufe und das Theater an sich haben, um das für ungeübte Theatergänger wahrscheinlich leicht verwirrende Wechselspiel von Rückblenden und tatsächlichen (gegenwärtigen) Szenarien zu verstehen.
Alles in allem ist das Stück so umgesetzt, wie auch ich es höchstwahrscheinlich inszeniert hätte (ich liebe ebenfalls die Spielereien mit unterschiedlichem Licht und Effekten, um zeitlich verschiedene Erzählstränge herauszuarbeiten).

Darstellerisch gibt es so gut wie nichts auszusetzen, nur das Kind (die Tochter in dem Stück) hat mir nicht so super gut gefallen, aber es ist natürlich auch extrem schwer, ein Mädchen dieses Alters zu finden, das so auf der Bühne agiert, als würde sie nicht „schauspielern“. Gut, vielleicht bin ich da überkritisch, tut mir leid.

Mit dem amerikanischen Akzent hatte vor allem MM am Anfang (beide Male übrigens) leichte Probleme, wenn das Stück fortschreitet, bessert sich dies jedoch schnell. Die Bühnenpräsenz der drei Männer (MM als Clay, PS als Cash und Abdi Gouhad als Mr. Hadid) ist absolut umwerfend. Ich habe beim ersten Sehen versucht, auf die gesamten Abläufe zu achten und mich so weit es ging, nicht allzu sehr an MM fest gebissen (ist mir zwar schwer gefallen, aber es war machbar).

Daher konnte ich feststellen, dass mir insbesondere Peter Sullivan als leicht schnöseliger Schönheitschirurg Cash (der Bruder von Clay) extrem gut gefallen hat. Ein mehr als exzellenter Schauspieler, Hut ab!
Clay hat man so porträtiert, dass er durchweg als Loser dargestellt und wahrgenommen werden soll. Was durchaus auch die eigene Bewusstseinsebene von Clay widerspiegelt, denn es wird mit Fortgang des Stückes mehr und mehr klar, dass er an mangelndem Selbstbewusstsein und extremen Minderwertigkeitskomplexen leidet.

Komischerweise war es für mich von vorneherein klar, wohin das Stücke letztendlich führen wird (ohne den Text vorher gelesen zu haben, ich bin völlig „unvorbereitet“ in die Vorstellung gegangen). Für mich war alles sehr offensichtlich, spätestens als der erste Akt fertig war, wusste ich die gesamten Zusammenhänge und hatte die Tragweite komplett erfasst.
Was aber nicht bedeuten soll, dass dies anderen Zuschauern auch so gehen muss. Vielleicht ist es auch nur mein berufliches Gespür für solche Dinge.

Zu den Damen: Andrea Riseborough als Kalina (Freundin von Cash) ist natürlich der Knüller! Ihr Charakter ist so extrem überzeichnet, dass es schon wieder richtig gut ist. Es macht unglaublich Spaß, ihr zuzusehen und zuzuhören.
Ebenfalls herausragend gut: Amanda Boxer als Carol (Mutter von Clay und Cash). Ihr Amerikanisch ist übrigens mit das Beste.

Selbstverständlich gibt es auch keinen Makel in der Leistung von Sara Stewart als Kelly (Frau von Clay), die ihren großartigsten Moment dann hat, wenn sie ihren Schwager Cash aus dem Haus weist.

Es gibt nur ein oder zwei Punkte, wo sich Fragen auftun, wo das Stück vermeintlich nicht rund, nicht in sich geschlossen ist, aber das liegt nicht an der Inszenierung, sondern bereits am Buch von Bruce Norris. Es stellt sich daher die Frage, ob die Inszenierung, bzw. der Regisseur überhaupt ein Interesse daran hat, dies anders darzustellen. Wahrscheinlich nicht. Also bleiben einfach ein paar Kleinigkeiten offen, und gut.

Zur Leistung von MM speziell: Muss ich da noch was sagen? Nein, ernsthaft, für mich war der Star der Nachmittagsvorstellung eindeutig Peter Sullivan (da staunt ihr, was?). Allerdings: MM hat die subtilere Rolle, ganz eindeutig.
Er war aber am Nachmittag nicht ganz so gut drauf, in der Abendvorstellung hatte ich den umgekehrten Eindruck, da war Peter weit weniger gut als nachmittags, dafür legte MM um Klassen zu.

Er spielt (einmal mehr) einen sehr zerrissenen Charakter. Diese Rollen stehen ihm einfach am besten zu Gesicht, keine Frage. Er kann alle Register seines Fachs dabei ziehen, und es macht ungeheuer Spaß, ihm dabei zusehen zu können. Die Komödie driftet ja mehr und mehr in eine Tragödie ab und den Prozess macht MM in seiner Rolle am eindeutigsten klar, gefolgt von Sara Stewart.

Man sieht alle Facetten seines brillanten Könnens, die komödiantische Seite, die tragische Seite. Was das Stück jedoch nicht bietet, ist die romantische Seite. Aber man kann halt nicht alles haben!
Er ist als Clay die überwiegende Zeit auf der Bühne einfach nur völlig hilflos. Ein Mann, an dem das Leben vorbeirauscht, ohne ihn auf dieser Reise mitzunehmen. Er steht völlig neben diesen Dingen.
Clay hat zwar Familie, eines der höchsten Werte, die die Amerikaner haben, und es wird auch anfangs ständig deutlich gemacht, wie viel ihm daran liegt, das es da höchste Gut ist, aber – wie schmerzhaft muss er erkennen, dass auch dies nur ein Trugschluss ist.

Clay hat ein (vermeintlich) sorgloses Leben, die Frau verdient gut Flocken, jemand, der nicht genau hinsieht, würde die Familie als neureich betiteln. Aber – alles Geld der Welt kann nicht erkaufen, was sich viele tief im Herzen ersehnen: Liebe und Geborgenheit. Auch dies hat Clay eindeutig nicht! Obwohl sich zuerst ein gegenteiliges Bild zeichnet.

Clay hat die oberflächlichen amerikanischen Werte, nämlich eine sehr stabile finanzielle Situation und typische überbewertete Familienverhältnisse. Doch letztendlich bröckeln diese Werte weg wie die marode Fassade eines alten, ungepflegten Bauwerks und zurück bleibt – Nichts!

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Clay (MM) am Ende...

Fortsetzung folgt...

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BeitragVerfasst: Montag 2. Juli 2007, 11:34 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Doris, seit einigen Tagen muss ich wohl mit einem ziemlich seligem Lächeln auf dem Gesicht durch die Gegend wandeln... :love: :hearts: So wie es ausschaut, werden wir tatsächlich nach London zum Theater zu MM fliegen!!!!!!!

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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