Heiho.
Vielleicht interessiert ja den noch unschlüssigen Kinogänger einwenig experten(?)meinung aus der nationalen presse.
die cinema wartet neben einem netten bildchen vom hauptdarsteller (sorry, doris, der scanner spinnt grad) mit folgendem text zu "als das meer verschwand" (eigentlich ist der filmtitel so schön, den sollte man nicht abkürzen!) auf:
"es ist mehr als literatur und musik, was sie verbindet. paul, der ausgebrannte kriegsfotograph, und die 16-jährige celia sind seelenverwandte. zwei, die einander auch ohne viele worte verstehen - so ut, dass sich paul fragt, ob ceilia womöglich seine tochter ist. vor 17 jahren hatte er neuseeland verlassen, zum begräbnis seines vaters ist er erstmals nach hause zurückgekehrt. doch paul wird nicht freundlich empfangen, weder von seinem bruder und dessen familie, noch von sener ex-freundin - celias mutter. paul erlebt nichts als vorwürfe und beleidigungen. als celia plötzlich verschwindet, wendet sich das dorf geschlossen gegen ihn.
"klienstädte sind gefährlich intim", sagt regisseur brad mcgann, dessen eindringlicher debütfilm mehrfach ausgezeichnet wurde. zwar ist er nicht der erste, der familiengeheimnisse und verschüttete gefühle offenlegt oder von der rückkehr eines verlorenen sohnes in die ungeliebte heimat erzählt. bemwerkenswert ist, wie geduldig mcgann die bühne bereitet, auf der sich lange unterdrückte wut endlich entlädt, wenn sich seine protagonisten lügen, schuld und perversion stellen müssen. hinter dem poetischen filmtitel verbirgt sich sehr viel sprengstoff.
fazit: subtil wie eintrauriges gedicht, packend wie ein thriller: ein verlorener sohn kehrt nach hause zurück und stellt sich den dämonen der vergangenheit. 4 von 5"
naja. soweit. zur höheren befriedigung vielleicht noch die kritik der tv-spielfilm? zu befehl:
"Drama mit matthew macfadyen (stolz und vorurteil) als kriegsfotograph paul, der zur beerdigung des vaters in die neuseeländische heimat zurückkehrt. als er sich mit celia (emily barclay), der tochter seiner ex-freundin anfreundet, kommt ein düsteres familiengeheimnis ans licht. - mit einer clever verschachtelten erzählstruktur enthüllt der film schicht um schicht die wahrheit und wechslt dabei gekonnt zwischen intimen momenten und thriller-elementen. angetrieben durch großartige schauspielleistungen (auch von der zeitung mit nur 2 "l" geschrieben...

)von macfadyen und jungstar barclay beweist das behutsam inszenierte drama einmal mehr, dass die neuseeländische filmindustrie mehr zu bieten hat, als nur "herr der ringe". - bewegend, spannend, schockierend - ein drama, das in erinnerung bleibt - daumen nach oben"