Ich habe eine Frage zur neueren Verfilmung von Sinn und Sinnlichkeit und da ich im Internet die Suche bereits aufgegeben habe,denke ich, daß ich bei euch richtig bin.
Weiß jemand, woher " Kein göttlich Wort bezwang den Sturm, kein Hoffnungsstrahl uns ward...."usw. stammt? Das was Marianne so leidenschaftlich vorträgt...
Eine Expertin bin ich nicht, aber ich würde mich über ein paar hilfreiche Antworten freuen. Vielen Dank
Also das andere Gedicht, was sie vorträgt ist ein Shakespeare-Sonnet, ich würde wie Kerstin darauf tippen, dass auch das ein Zitat aus einem Sonnet von Shakespeare ist. Guck doch mal bei google.
Shakespeare kann es durchaus sein, aber daß es ein Sonnet ist, glaube ich eher nicht. Soweit ich die gelesen habe, war da immer nur eine Person, die ihre Empfindungen preisgab. An ein "wir" kann ich mich nicht erinnern. Könnte es nicht eher aus einem seiner Dramen sein? Falls es denn überhaupt von ihm ist.
Ja, Uli, ich zweifel auch daran, dass es sich um ein Sonett handelt. Das lyrische Ich spricht meist nur von seinen Gefühlen. Aber ich konnte bei google auch nichts finden
Mir ist aber so, als hätte ich irgendwo schon mal ein Diskussion mitbekommen, woher das Zitat ist. Da man sich aber mit den meisten Leuten nicht über Austen, Shakespeare etc. unterhalten kann, fällt mir im Moment nicht ein, wo außerhalb dieses Boards das gewesen sein könnte. Hat Emma Thompson das vielleicht in ihrem Audiokommentar angegeben?
... wir sollten das mal amy vorlegen, die studiert sowas und hat wohl sogar eine Shakespeare-Biografie geschrieben ( ) ... Sie ist auch in einem Shakespeare-Board, wo sich die Fachleute darüber streiten, welche Krawatte Shakespeare an seinem 21. Geburtstag trug: rot oder blau oder gestreift ... Die können den Text bestimmt zuordnen... wenn er von Shakespeare ist...
Leider kommt Amy hier nicht allzuoft vorbei...
NB: Ich hab mal versucht herauszubekommen, in welchem Buch KK am Beginn von P&P05 liest - ein paar Wörter und sogar einige Namen konnte ich lokalisieren, aber ich hab nicht rausbekommen, welches Buch es sein könnte...
Ich meine gelesen zu haben, dass sie "First Impressions" liest. Aber ich weiß nicht mehr, wo es war.. Meine Liebessonnette habe ich gestern mal durchgeblättert, da fand sich leider nicht das Zitat und mit dem Ich könntet ihr durchaus recht haben.
Google half in der Tat nicht weiter, auch nicht mit Einzelwörtern.
Vielleicht hilft es, wenn man es mit dem englischen Zitat versucht?
Grüße,
Kerstin
Das Zitat stammt aus dem dem Gedicht "The Castaway" von William Cowper (1731-1800).
Ich glaube, dass es keine deutsche Übersetzung gibt. Es wurde wohl nur für die Synchronisation übersetzt.
"No voice divine the storm allayed,
No light propitious shone,...."
meli hat geschrieben:Das Zitat stammt aus dem dem Gedicht "The Castaway" von William Cowper (1731-1800). Ich glaube, dass es keine deutsche Übersetzung gibt. Es wurde wohl nur für die Synchronisation übersetzt.
"No voice divine the storm allayed, No light propitious shone,...."
die zitate sind übrigens im abspann aufgeführt, wenn man die dvd hat...
(hab mich da selber schonmal per standbild durchgeklickt weil ich genau das auch wissen wollte )
Bruki hat geschrieben:. NB: Ich hab mal versucht herauszubekommen, in welchem Buch KK am Beginn von P&P05 liest - ein paar Wörter und sogar einige Namen konnte ich lokalisieren, aber ich hab nicht rausbekommen, welches Buch es sein könnte... Bruki
ich habe mal irgendwo gelesen, dass es eine Erstausgabe (?) von P&P sein soll, folgendes habe ich im Online-Skript zu P&P gelesen: FADE UP ON: A YOUNG WOMAN, as she walks through a field of tall, meadow grass. She is reading a novel entitled 'First Impressions'. Hier der Link!
simone1512 hat geschrieben:... ich habe mal irgendwo gelesen, dass es eine Erstausgabe (?) von P&P sein soll, folgendes habe ich im Online-Skript zu P&P gelesen: FADE UP ON: A YOUNG WOMAN, as she walks through a field of tall, meadow grass. She is reading a novel entitled 'First Impressions'. Hier der Link!
Ich hab den Zettel mit den Stichworten, die ich entziffern konnte, schon weggeschmissen... Soweit ich mich erinere ging es um 2 Mädchen, mindest eine war frisch verheiratet... Aber die Namen stimmten gar nicht, das wäre mir sofort aufgefallen... Außerdem gibt es - soweit ich weiß - keine Exemplare oder Manuskripte von "First Impressions" mehr...
Ja, er sagt, Lizzy läse die Geschichte, die ihr selbst wiederfahren würde. Also First Impressions/ P&P. Das fand ich etwas abgeschmackt, genauso wie Lalita in B&P am Pool P&P liest. Wie einfallsreich. Und es zeugt von großer Belesenheit der Filmemacher und ihr Vertrauen in selbige der Zuschauer...
Bruki hat geschrieben: Außerdem gibt es - soweit ich weiß - keine Exemplare oder Manuskripte von "First Impressions" mehr...
Nicht?? Aber Lizzy liest es doch im Film... in irgendeiner alten Bibliothek wird schon eins rumgestanden haben, anscheindend. (höhöhö)
An die Stelle im Skript (bzgl "First Impressions") kann ich mich auch erinnern. Und hab mich schon da über die Sinnfreiheit gewundert - augenscheinlich hat sie das Buch ja ausgelesen und verhält sich (nach Joe Wrights Logik ) trotzdem exakt so falsch wie die Figur im Buch.
Julia hat geschrieben: Und hab mich schon da über die Sinnfreiheit gewundert - augenscheinlich hat sie das Buch ja ausgelesen und verhält sich (nach Joe Wrights Logik ) trotzdem exakt so falsch wie die Figur im Buch.
Was wieder einmal zeigt, dass man durch Lesen allein nicht alles lernt. Man lernt durch "Tun".
... jetzt hab ich mir die Bilder nochmal angesehen und tatsächlich: Es ist das Ende von P&P mit veränderten Namen:
even when the restoration of peace dismissed them to a home, was unsettled in the extreme. They were always moving from place to place in quest of a cheap situation, and always spending more than they ought. His affection for her soon sunk into indifference; her's lasted a little longer; and in spite of her youth and her manners, she retained all the claims to reputation which her marriage had given her.
Though Darcy could never receive him at Pemberley, yet, for Elizabeth's sake, he assisted him further in his profession. Lydia was occasionally a visitor there, when her husband was gone to enjoy himself in London or Bath; and with the Bingleys they both of them frequently staid so long, that even Bingley's good humour was overcome, and he proceeded so far as to talk of giving them a hint to be gone.
Miss Bingley was very deeply mortified by Darcy's marriage; but as she thought it advisable to retain the right of visiting at Pemberley, she dropt all her resentment; was fonder than ever of Georgiana, almost as attentive to Darcy as heretofore, and paid off every arrear of civility to Elizabeth.
Pemberley was now Georgiana's home; and the attachment of the sisters was exactly what Darcy had hoped to see. They were able to love each other even as well as they intended. Georgiana had the highest opinion in the world of Elizabeth; though at first she often listened with an astonishment bordering on alarm at her lively, sportive, manner of talking to her brother. He, who had always inspired in herself a respect which almost overcame her affection, she now saw the object of open pleasantry. Her mind received knowledge which had never before fallen in her way. By Elizabeth's instructions, she began to comprehend that a woman may take liberties with her husband which a brother will not always allow in a sister more than ten years younger than himself.
Lady Catherine was extremely indignant on the marriage of her nephew; and as she gave way to all the genuine frankness of her character in her reply to the letter which announced its arrangement, she sent him language so very abusive, especially of Elizabeth, that for some time all intercourse was at an end. But at length, by Elizabeth's persuasion, he was prevailed on to overlook the offence, and seek a reconciliation; and, after a little further resistance on the part of his aunt, her resentment gave way, either to her affection for him, or her curiosity to see how his wife conducted herself; and she condescended to wait on them at Pemberley, in spite of that pollution which its woods had received, not merely from the presence of such a mistress, but the visits of her uncle and aunt from the city.
With the Gardiners, they were always on the most intimate terms. Darcy, as well as Elizabeth, really loved them; and they were both ever sensible of the warmest gratitude towards the persons who, by bringing her into Derbyshire, had been the means of uniting them.
Die Namen wurden so verändert:
Darcy = Candy
Elizabeth = Katherine
Lydia = Sophia
Bingley = Ainsley
Georgiana = Charlotte
Derbyshire = Wiltshire
"the Gardiners" wurden zu "their relatives" und "Lady Catherine" nannte man einfach "She" ... da sind dem Schreiber wohl am Ende die Namen ausgegangen? ...
Den neunen Namen von Pemberley konnte ich nicht entziffern (Easeley? Oder Baseley?)...
Wie konntest du da nur etwas erkennen! Ich sehe nur verschwommene Buchstaben. Gar nicht zu reden von Namen. Kannst du etwa zoomen? Das Buch sieht echt alt aus, wurden da die Namen mit einer Klinge herausradiert und neue Namen darüber geschrieben?
Na, also, wenn man sowas mit einem "original-alten" Buch machen würde, wäre das ein echt böses Vergehen und hätte derbe was auf die Finger verdient!! Erst recht bei einem alten Austen Manuskript. Die DInger sind bares Geld und fast nur mit Samthandschuhen liebevoll zu betätscheln. Vielleicht ist es digital reingesetzt. Oder der Ausstatter hat sich echt die Mühe gemacht und ein selbst gebasteltes Buch auf alt getrimmt. Oder ein relativ wertlosen alten, abgenudelten Einband mit den paar Seiten Text versehen, oder...
Hazel hat geschrieben:Wie konntest du da nur etwas erkennen! Ich sehe nur verschwommene Buchstaben. Gar nicht zu reden von Namen. Kannst du etwa zoomen? Das Buch sieht echt alt aus, wurden da die Namen mit einer Klinge herausradiert und neue Namen darüber geschrieben?
Die werden doch kein antikes Werk verunstalten wegen einem Film... Dafür gibt es Spezialisten, die sowas täuschend echt nachbauen (ich kriege immer Werbung von einem Schweizer Verlag, der mittelalterliche Bücher "nachbaut" die sind dann bis auf die Schmutzflecken identisch zu den Originalen)... da kennt sich Johanna aber besser mit aus, doch ich glaube, Tee spielt dabei ein Rolle (soweit ich das bei "Schtonk" mitbekommen habe )...
Die Bilder kann man sich aus dem Film rausschneiden und dann etwas vergrößern... Aber wirklich lesbar wird es dadurch auch nicht. Nur wenn man weiß, was die Worte bedeuten, kann man den Text halbwegs entziffern... Evtl. haben englische Muttersprachler ja damit weniger Probleme, aber ohne den Hinweis auf P&P war ist aufgeschmissen... da konnte ich gerade mal ein paar Namen entziffern und einzelne Wörter...
Bruki hat geschrieben:Die werden doch kein antikes Werk verunstalten wegen einem Film... Dafür gibt es Spezialisten, die sowas täuschend echt nachbauen (ich kriege immer Werbung von einem Schweizer Verlag, der mittelalterliche Bücher "nachbaut" die sind dann bis auf die Schmutzflecken identisch zu den Originalen)... da kennt sich Johanna aber besser mit aus, doch ich glaube, Tee spielt dabei ein Rolle (soweit ich das bei "Schtonk" mitbekommen habe )...
Man trimmt Papier respektive Buchseiten auf "alt" mit Kaffee. Ist allerdings eine ziemliche Sauerei, kann ich aus Erfahrung sagen. Sieht aber im Endeffekt wirklich gut und fast original aus.
Das zweite Bild ist ziemlich deutlich, und es sieht tatsächlich so aus, als wäre "Pemberley" durch "Eastley" ersetzt. (Habe auch schon auf "Exactley" getippt, aber das ist zu lang).
Um nochmal zum alten Buch zu kommen. Auch von außen sieht es total echt aus (wenn Lizzy es zuklappt), der Ledereinband und der eingerissene Buchrücken.
Genau DAS ist ja auch der Job von der Schar an Requisiteuren und Ausstattern, die an so einem Film beteiligt sind... Im Bennet'schen Haus (und anderswo) ist sicher auch sonst nicht alles orginal antik.
Hihi, ein naseweißer Besserwisser könnte jetzt glatt meinen, die Typographie der Seiten wäre ein bisschen sehr modern ausgefallen. Und so gleichmäßig.
Ausserdem merkt man spätestens beim Gegenslichthalten das das Papier dann nicht Original alt ist, auch wenn man jede einzelne Seite mit Kaffee färbt und glattpresst (was unter Lieferanten für altes Büttenpapier übrigens einen schändlichen Fauxpas darstellt. Die rümpfen auch die Nase über alle Restauratoren, die mit Zwiebeln, Tee und anderen Getränken dabeigehen. Und witzigerweise verblaßt das vergilbte dann mit der Zeit.) Wenn man das ganz akkurat haben will, nimmt man original altes Leinen, zerfetzt das und läßt es ewig weichen, gibt dem Brei dann noch etwas Farbstoff oder Dreck hinzu und schöpft sich sein Papier auf gerippten Formen (und das Gerippte ist dann das, was man spätestens gegen das Licht sieht, und was das Papier als "vor 1800" entstanden ausweist). Hier sieht man in etwa, was ich meine
Soviel zur Papierkunde von heute
Wie gesagt, ich nehme an, der Ausstatter hat n alten Einband genommen, und den mit ein paar kaffeegelben Seiten "First Impressions" versehen.