Ich habe diese Woche endlich mal die 1981er Version von Sense and Sensibility gesehen (die ich dank Bruki nun besitze!). Ich schildere einfach mal so ein paar Gedanken (eine sehr gelungene Rezension gibt es ja auch von Mella auf der JA-Homepage
Die beiden Schwestern Marianne und Elinor sind, wie ich finde, sehr schön und behutsam besetzt. Vor allem Elinor ist wirklich genau gezeichnet, und das Spiel von Irene Richard ist hervorragend. Mit Tracey Childs als Marianne konnte ich mich erst relativ spät anfreunden (im zweiten Teil hat sie einfach super gespielt!), aber dann gefiel sie mir sehr gut.
Auch Mrs. Dashwood gefiel mir gut, ebenso - wider alle Erwartungen - Edward Ferrars. Als ich ihn das erste Mal sah, dachte ich sofort: [schild=16 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1 nxu=87959978nx19033]Du liebe Zeit!!![/schild]Und der soll den Edward spielen? Aber er hat mir im Laufe der Verfilmung immer besser gefallen.
Nicht so zufrieden war ich mit den Nebendarstellern (Z.B. Lady Middleton und Fanny Dashwood glichen sich in der Darstellung (nicht vom Aussehen) so sehr, dass ich ab und an Mühe hatte herauszufinden, wer diese Dame jetzt nun eigentlich ist): Lucy Steele und, noch schlimmer, ihre Schwester ( ), Mr. Palmer, John Dashwood.
Und Mrs. Jennings wurde - roman-ungetreu - zur gütigen Ersatz-Mama für Marianne, was ich ziemlich seltsam fand, weil es ein so gespaltenes Bild auf die Figur wirft (zuerst oberflächlich, laut und peinlich, dann gütig, überlegend und rational).
Insgesamt mein Urteil: Nicht schlecht, aber die Emma-Thompson-Version gefällt mir doch besser, weil sie stimmiger ist, die Schauspieler besser besetzt sind und sie näher am Buch und trotzdem temporeich ist.
Meine ganz ausführliche Meinung zu dieser Verfilmung kann man hier nachlesen.
Ich bin zum Beispiel nicht der Meinung, dass S&S 1995 näher am Buch dran ist. Und auch was die Schauspieler angeht, finde ich die meisten in der alten Version besser besetzt.
Ich schließe mich vollinhaltlich Sonjas Meinung an. Die 81er S&S Version ist m.E. sehr viel besser und auch näher am Text als die neue Verfilmung. Zu Edward - er ist halt als etwas verhuschter Typ angelegt, siehe Buch.
Wohnort: Brandenburg (die Stadt *g* nicht das Land )
Samstag 29. Oktober 2005, 17:47
Sinn und Sinnlichkeit (der mit Thompson und Winslet) war der erste JA film den ich überhaupt gesehen hab und ich war davon so begeistert, dass ich mir sofort einige Bücher von ihr kaufen musste... leider kenne ich die ältere version gar nicht, deswegen kann ich dazu auch nichts sagen, aber mich hat diese version so verzaubert das ich, denke ich , gar keine andere sehen möchte!
ebenso wie die version von Emma, mit Gwyneth Paltrow (hoffe, dass war jetzt richtig geschrieben ) ziehe ich bei weiten der version mit Kata Beckinsale vor!!! DIE hab ich gesehen und ich fand sie nur grauenhaft, vielleicht ein wenig übertrieben dieses urteil, aber mir hat einfach die leidenschaft der schauspieler gefehlt, es war mir alles zu ladifahri... ich hatte immer das gefühl, dass denen allen das keinen spass gemacht hatte!! aber gut, dass ist meine meinung...
also, ich fand S&S mit Thompson sehr gut und er war mein einstieg in die welt von JA
Pumuckel hat geschrieben:ebenso wie die version von Emma, mit Gwyneth Paltrow (hoffe, dass war jetzt richtig geschrieben ) ziehe ich bei weiten der version mit Kata Beckinsale vor!!! DIE hab ich gesehen und ich fand sie nur grauenhaft, vielleicht ein wenig übertrieben dieses urteil, aber mir hat einfach die leidenschaft der schauspieler gefehlt, es war mir alles zu ladifahri... ich hatte immer das gefühl, dass denen allen das keinen spass gemacht hatte!! aber gut, dass ist meine meinung...
Ganz schön gewagt. Das sollten wir unbedingt in einem neuen Thread diskutieren .
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Samstag 29. Oktober 2005, 17:59
findest du das es gewagt war? ich denke, schlimmer wäre es, wenn ich sagen würde, dass ich dadurch die lust an JA wieder verloren hätte, wenn es mir völlig das vergnügen auf weitere verfilmungen verdorben hätte (gut, hat es sogar zeitweise, aber psst...) und dennoch hab ich einen weiteren versuch gewagt und wurde positiv übberrascht...
Also, dann sei doch so lieb, mach einen Emma-Thread auf und wir können das Für und Wider so richtig schön miteinander abwägen. Ich kann das kaum tun, weilich einfach alle 3 emmas so sehr mag. Fang ich mit der einen an, komme ich ins schwäremn über die beiden anderen.
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Samstag 29. Oktober 2005, 18:05
mh, wäre eine möglichkeit...
also, da wir lieber nicht den S&S thread "zumüllen" wollen, werden wir dieses thema an ander stelle diskutieren! ich hoffe, ich bekomm das jetzt hin...
Sinn und Sinnlichkeit (der mit Thompson und Winslet) war der erste JA film den ich überhaupt gesehen hab und ich war davon so begeistert, dass ich mir sofort einige Bücher von ihr kaufen musste... leider kenne ich die ältere version gar nicht, deswegen kann ich dazu auch nichts sagen, aber mich hat diese version so verzaubert das ich, denke ich lach, gar keine andere sehen möchte! "Pumuckel"
Dem kann ich mich nur anschließen. Auch ich liebte bereits über Jahre diese Verfilmung ohne je vorher von Jane Austen gehört zu haben. Dank dieser (Verfilmung) liebe ich nun auch Jane Austen und ihre Werke.
Zwar wurden mir in einigen früheren Diskussionen einige Mängel der Verfilmung deutlich gemacht ... vielleicht liebe ich sie darum um so mehr
Ja S&S 95 war auch meine erste Berührung mit JA. Ohne mir dessen eigentlich bewußt zu sein, denn ich kam erst Jahre später zu JA. Der Kinofilm hat mir damals so gut gefallen das ich mir auch die VHS-Kasette gekauft hab. Aber auf die Idee das zugehörige Buch zu lesen bin ich nicht gekommen - (warum eigentlich nicht??)
Jedenfalls mag ich diese Verfilmung sehr, und die 81er kenn ich leider auch nicht, und die ist glaub ich auch nur recht schwierig aus den USA zu bekommen.
Kritikpunkt: Emma Thompson ist einfach zu alt um eine 19 jährige zu spielen. Hat mich aber auch erst gestört, nachdem ich das Buch gelesen hatte: ( eh klar!)
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Dienstag 1. November 2005, 21:09
Claudia hat geschrieben:Kritikpunkt: Emma Thompson ist einfach zu alt um eine 19 jährige zu spielen. Hat mich aber auch erst gestört, nachdem ich das Buch gelesen hatte: ( eh klar!)
sicher ist sie vom aussehen zu alt um die Elinor zu spielen, aber dafür sehr überzeugend in ihrer rolle, teilweise sogar mehr als Kate Winslet, obwohl mir beide sehr gut gefallen haben und es spaß macht ihnen zu zusehen...
@Hagazussa: danke für die zustimmung aber man kann nunmal bücher nicht wort- und handlungstreu wiedergeben, dass würde schon von der zeitvorgabe der filmindustrien gar nicht hinhauen, deswegen, auch wenn ich die bücher liebe und sehr gerne lese, suche ich nicht nach jedem winzigen fehler in einer filmhandlung, oder ob kleinigkeiten weggelassen wurden... ich finde, dass dies das vergnügen an verfilmungen völlig verdirbt und deswegen seh ich beides als eigenständig an und hab meine freude die bücher zulesen sowie die filme zusehen...
Oh-oh ich seh schon Pumuckel, du hälst mich wohl für sehr oberflächlich!
Aber wie schon bei Toni Colette, ( deren Fähigkeiten als Schauspielerin ich absolut anerkenne, ich fand sie z. B. in "About a Boy" hervorragend!!) stimmt einfach das Bild der jeweiligen Darstellerin nicht mit meinem persönlichen Bild ( Aussehen ) der Romanfigur überein. Und so ist es eben auch mit Elinor. Mrs. Thompsons schauspielerische Leistung fand ich auch sehr gut! ( Vor allem als ihr Edward eröffnet das Lucy jetzt Mrs. Robert Ferrers ist !)
Und ich finde auch das man eine Romanverfilmung nicht in alle Einzelteile zerpflücken sollte, und jede noch so kleine Abweichung gleich an den Pranger stellen.( Aber es macht schon verdammt viel Spaß darüber zu diskutieren ) Man beraubt sich dadurch nur eines schönen Filmgenusses.
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Dienstag 1. November 2005, 23:25
@Claudia: ich halte niemanden für oberflächlich nur weil er eine andere meinung hat als ich!!! das wäre nämlich oberflächlich und noch dazu intolerant und so möchte ich nie sein es ist doch interessant, wenn viele verschiedene meinungen haben und was Toni Collete angeht, ich habe, glaube, auch schon geschrieben, dass sich JA sicher eine andere Harriet Smith vorgestellt hätte, aber ich einfach ihre darstellung vorziehe... sie ist drollig und ich finde ihre "trampelige" art passt einfach als gegenpol zu Emma und auch in gewisserweise zu Miss Smith, die ja, wenn wir ehrlich sind, sehr naiv war!!!
aber dafür stimmen wir doch bei Mrs. Thompson überein, die wirklich grandios war und ich kann mir auch keine andere Elinor vorstellen (auch wenn sie eindeutig älter war als die Roman Elinor...) und das man bücher nicht auseinander pflücken sollte!! das ist doch ein anfang
^ja, irgendwie schon. allerdings ist hugh grant noch älter als sie. und den empfindet anscheinend keiner zu alt für die rolle??
S&S95 war auch meine erste berührung mit jane austen und ich liebe die verfilmung heiß und innig. was einfach ist, denn ich ich habe seither keine weitere gesehen, die nicht zumindest "tolerable" wär.
die 81er version finde ich oft unfreiwillig komisch.
überhaupt kann ich mich mit diesem theaterhaften stil vieler verfilmungen gar nicht anfreunden.
die schauspieler in der 95er version finde ich ganz große klasse. sehr natürlich, die sprache passt ihnen, es ist einfach ECHT und nicht so runtergeleiert, wie in sovielen anderen.
@Hagazussa: danke für die zustimmung biggrin aber man kann nunmal bücher nicht wort- und handlungstreu wiedergeben.... "pumuckel"
Dem kann ich wiederum nur voll zustimmen, denn ich finde gerade so eine Kleinigkeit wie das Alter sollte doch nicht ausschlaggebend sein. Diesen Film liebe ich gerade wegen der wunderbaren Emma Thompson. Obwohl Kate Winslet zum Drehbeginn gerade 19 war und sie ihre Rolle als impulsive gefühlsbetonte Marianne großartig spielt, denke ich, dass eine jüngere Schauspielerin den bei weitem schwierigeren Part der beherrschten verständigen Elinor nicht so gut hätte rüberbringen können wie E.T.
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Mittwoch 2. November 2005, 12:09
ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mir überhaupt keine andere schauspielerin für die Elinor vorstellen kann! nicht nur weil mir Mrs. Thompson so wundervoll darin gefällt sondern auch so... irgendwie passt diese pragmatische art von Elinor zu ihr und sie hat ihr inneres chaos und ihre äußere gleichgültigkeit sehr gut rüber gebracht ich konnte mit Elinor meistens mehr mitfühlen als mit Marianne! zweifellos Kate Winslet hat ihre rolle sehr gut gespielt, sie ist für mich eine perfekte Marianne, aber dennoch fand ich ET manchmal einfach überzeugender... für mich selber sehr schwer nachzuvollziehen Hugh Grant als Edward war für meinen geschmack auch nicht gerade die ideal besetzung, ich hätte mir wohl auch einen anderen vorgestellt, aber ich muss gestehen, dass ich ihn drollig finde als Edward Ferrars!!! mir gefällt einfach seine zurückhaltende, beinah eingeschüchterte und tollpatschige, art aber am besten, abgesehen von den hauptdarstellern, finde ich immer noch Mr. Palmer!! diese grummelige, ständig miesgelaunte stimmung ist einfach herrlich aber bei dieser frau würde ich meine ohren wohl auch auf durchzug stellen
da muss ich auch nochmal aus vollem herzen zustimmen. die schauspieler sind einfach großartig. (lucy ist auch toll!)
da ist die 81er version lichtjahre von entfernt, auch wenn sie näher am text ist. aber das macht ja bekanntlich noch keinen guten film...
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Donnerstag 3. November 2005, 18:57
Julia hat geschrieben:da muss ich auch nochmal aus vollem herzen zustimmen. die schauspieler sind einfach großartig. (lucy ist auch toll!) da ist die 81er version lichtjahre von entfernt, auch wenn sie näher am text ist. aber das macht ja bekanntlich noch keinen guten film...
das ist wohl war!!! und Lucy Steele, leider weiß ich im mom nicht wie die schauspielerin heißt, war genial... man nimmt ihr sofort ihre hinterhältigkeit ab, die sie ja nun im vollen ausmaß, für meinen geschmack zumindest, besaß!!! aber ich fand es schade, dass ihre schwester nicht mit bei war, wären sicherlich ein amüsantes gespann geworden aber meine favoriten sind immer noch die Palmer´s!!! wie Mr. Palmer im Film seinen sohnemann gehalten hat, fand ich zum brüllen... als ob der schreihals ´ne bombe wäre und jeden moment in die luft geht!!! einfach herrlich
Ich mag die neue Verfilmung auch vieeeeeeeeeeel lieber! Habe mir die 81'er-Version aus der Bücherhalle ausgeliehen und heute abend angeguckt und dieser ganze Stil, die Kameraführung, der teilweise hölzerne Stil der Schauspieler hat mich schon sehr gestört (bislang auch gelangweilt ). Die Schauspieler waren zwar nicht schlecht, aber es war als müssten sie gegen das Schreckliche Interieur ankämpfen. Gut gefallen haben mir z.B. Marianne und ihre Mutter. Elinor wurde zwar nicht schlecht gespielt, wirkte aber übertrieben unbeteiligt. Besonders schrecklich fand ich Edward und das bezieht sich nicht nur aufs Aussehen. Ich finde da war bis zu der Szene als Elinor ihm die Pfarrei anbietet, gar nicht spürbar, dass er sich etwas aus ihr macht. Gut dagegen hat mir Willoughby gefallen, da spürte man endlich mal Emotionen.
Ich bin trotzdem froh, dass ich die Verfilmung gesehen habe. So ist mir die 95'er Version noch viel lieber geworden.
Ah, Emma Thompson! Als ich sie in "Howards End" sah, bewunderte ich sie, als ich sie in "Peters Friends" sah, verfiel ich ihr. Wäre ich Dichter, würde ich ganze Oden über sie schreiben. Ist ja aber nun mal leider nicht.
Ich kenne leider die alte Verfilmung nicht, bin jetzt allerdings sehr neugierig geworden. Daher kann ich also keinen Vergleich ziehen.
Die neuere Verfilmung empfinde ich - trotz Grant, den ich sonst aber gern sehe - als perfekt. Auch bei leichter Abweichung vom Roman ist die Geschichte hervorragend und voll Liebe zum Detail erzählt, die Schauspieler sind einfach eine Freude, die leisen wie die leidenschaftlichen wie die schrillen. Jeder schafft mit wenigen Gesten ein sehr genau gezeichnetes Bild seiner Figur: ein Blick, ein die Hände entgegenstrecken... - diese außerordentliche Genauigkeit der Figuren habe ich sonst bei keiner der Austen-Verfilmungen der letzten 10 Jahre gesehen (und überhaupt selten im Kino).
*kräftignick* genau darauf will ich schon die ganze zeit hinaus!
die werktreue allein macht es nicht - manchmal ganz im gegenteil.
hier hat endlich mal jemand verstanden (und umgesetzt!), was das besondere an jane austen ist. da musste wohl erst ein taiwaner/taiwanese her.
Julia hat geschrieben:*kräftignick* genau darauf will ich schon die ganze zeit hinaus! die werktreue allein macht es nicht - manchmal ganz im gegenteil. hier hat endlich mal jemand verstanden (und umgesetzt!), was das besondere an jane austen ist. da musste wohl erst ein taiwaner/taiwanese her.
Naja, sagen wir mal so: Ob sie „das besondere an jane austen“ verstanden und umgesetzt hat, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein... dass Emma Thompson eine in einem Teil der heutigen Welt als ausgemacht geltende Wahrheit in das Buch hineininterpretierte, dürfte unbestritten sein... Wie wenig man sonst auch von Jane Austens Ansichten über die Männer halten (oder wissen) mag, so ist bei (wie nannte Kerstin sie so schön?) LatzhosenträgerInnen doch diese Binsenweisheit so fest verankert, dass Jane Austen von vornherein Frauen als rechtmäßiges Eigentum des einen oder anderen Mannes betrachtet hat, weswegen diese Ausgeburten der Phantasie auch mit Holzsäbeln niedergestreckt, von engen Krawatten erwürgt und in den Drehpausen am Gang auf die Toilette gehindert wurden, um so den verkniffenen Gang hinzubekommen – sowie den besonderen Gesichtsausdruck mit den dumpfbackig-offenstehenden Mündern ... Werktreue hin oder her... Irgendwann mussten die permanent von den Männern übervorteilten und ausgebeuteten „Jane-Austen-Frauen“ sich ja mal an ihren „männlichen Peinigern“ rächen. – Danke an Emma Thompson für diesen „besonderen“ Blick auf Jane Austens Roman...
Pumuckel hat geschrieben:kann es sein, Bruki, dass in deinem beitrag ein kleiner hauch von bösgemeinten sarkasmus drinsteckt?
Hallo Pumuckel,
was für eine Frage, Du weißt doch, dass wir Brandenburger nie bösartig sein können... nur sarkastisch! „Versetzt das Schwein zur Infanterie!“ Und „Ein jeder möge nach seiner Facon seelich werden!“ ... ist nun mal unser Nationalcharakter!
Aber im alten Board hab ich mich schon mal über die Gründe für die Ablehnung der Emma-Thompson-Verfilmung eines Emma-Thompson-Werkes ausgelassen... Ich denke irgendwo im Archiv steht da was zu... Wenn ich mich recht entsinne, wollte Kerstin am Ende der feurigen Rauferei nicht mehr mit mir reden... Na ja, damals war sie noch kein Drachentötender Ritter, sondern eine kleine mordlüsterne Miezekatze und ich hab einen sumpfbewohnenden Drachen gespielt... Die Zeiten ändern sich – und wir mit ihnen...
@bruki: langsam werd ich echt sauer... musst du ständig die feministen-keule schwingen??
bis jetzt hast du noch kein überzeugendes argument gebracht, WAS denn genau an emma thompson& ang lee's version so kampfemanzenmäßig ist.
(oder beschränkt sich das tatsächlich darauf, dass edward nicht so heldenhaft daherkommt, wie du es erwartet hast? siehe "entmannt" und ähnliche kommentare. zur erinnerung: mrs. palmer, lucy steele und mrs. ferrars sind -im buch wie im film- auch nicht gerade ein strahlendes bild der frauenwelt!)
ich meinte mit "besonders" übrigens den flair und die athmosphäre in den romanen. das subtile, die chemie, das unausgesprochene (!) zwischen den charakteren.
aber das muss ich wahrscheinlich gar nicht betonen, denn ich habe das gefühl, gewisse dinge willst du vielleicht missverstehen?!
Julia hat geschrieben:... das subtile, die chemie, das unausgesprochene (!) zwischen den charakteren. ...
Genau das meinte ich ja : Die subtile Vorgehensweise mit der Emma Thompson mit ein paar Streichungen am Original hier, ein paar selbst erfundenen Hinzufügungen da, ein paar herzhaften Änderungen dort - unserer Jane Austen ein ausgesprochenes Männerbashing unterschiebt...
Konnte ja aus Deinen knappen Andeutungen nicht entnehmen, was für Dich "das besondere an jane austen ist"... - Aber kein Problem, ich hab das, was ich dafür halte, ja schon ausführlich begründet und erläutert, da muss es auch nicht wiederholt werden...