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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 14:09 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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:schreiben: Ach sooooooo! Das ist ja was ganz anderes!!!!!!!!! ups!

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
Clemens Bittlinger


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Verfasst: Freitag 7. Juli 2006, 14:09 


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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 15:06 
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der war gut!

die dame mit dem umschwärmten salon wird dann doch eher frau kaufmann gewesen sein, oder? aber wenn man sich so informiert, was da in weimarer salons so los war kann man sich des gedankes an ein freudenhaus ohne geldeintreiber am einlass nicht ganz erwehren...

allein was der goethe so alles befummelt hat :rolleyes: nur gut das die kleine arnim so anhänglich war und ihn noch auf jahre hinaus verfolgt und genervt hat... :ja: :D

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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 16:01 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Oooch, seid Ihr mal wieder nett, zu den Persönlichkeiten der damaligen Zeit ...
aber ich hab es ja an anderer Stelle schon mal geschrieben:

Lästern reinigt die Seele, aber beschmutzt das Karma ...

Liebe Grüße, Caro

PS: Ich glaube, es gab damals auch schon so'ne Salons und so'ne Salons !


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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 18:37 
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karma????? :gruebel: ;D

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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 18:38 
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ausserdem kann ich ja nun nichts dafür, dass der goethe war, wie er eben war. was übrigens auch für all die anderen herrschaften gilt :nein: :wink:

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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 20:06 
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Tina hat geschrieben:
... Zugegeben, das meiste findet eher später statt, aber Napoleon hat doch einiges in Gang gesetzt und ausgelöst. ... Und was Napoleon über die Rechte der Frauen geschrieben hat, hat sich in Europa verbreitet, so mit Sicherheit auch in England. ... Wenn man einmal angefangen hat, findet man immer mehr Seiten zu diesem Thema über die Rechte der Frauen mit Anfang 18. Jh. :eek: Ich bin total verblüfft! ...


Hallo Tina,

ich finde es sehr gut, dass Du Dich mit der Geschichte befassen möchtest... um die Zeit, in der Jane Austen lebte und ihre Romane schrieb, besser verstehen zu können... Und sicher lädt das Internet dazu ein, herumzusuchen und sich Informationen zu holen... Und wie Du sagst, „es ist erstaunlich, was man da so alles an Informationen finden kann“... Ohne Zweifel ist es das... Ich hoffe, Deine Verblüffung bleibt Dir weiter erhalten... es gibt noch vieles Erstaunliches zu entdecken da draußen in weltweiten Netz...

Deine Begeisterung über den von Napoleon über Europa und England verbreiteten Fortschritt solltest Du jedoch etwas relativieren... Wobei ich Dir hoffentlich hilfreich sein kann:

Die Briten sahen anfangs die revolutionären Vorgänge in Frankreich mit zurückhaltendem Interesse, erhofften sie sich doch davon eine Art konstitutionelle Monarchie ähnlich der ihren... Doch leider wurden ihre Erwartungen 1793 mit der Hinrichtung des französischen Königs und dem Beginn des „Terrors“ zunichte gemacht... Die britischen Anhänger der französischen Revolution – zu denen auch Mary Wollstonecraft gehörte – standen ab sofort unter Generalverdacht, in England einen Umsturz nach französischem Muster herbeiführen zu wollen... 1794 gab es in England Missernten und eine schwere Finanzkrise, 1795 wurde der König Georg III. auf der Straße angegriffen, Napoleon machte sich einen Namen durch die Niederschlagung eines royalistischen Aufstandes in Frankreich und durch erste Siege auf dem Schlachtfeld im Kampf gegen Österreich. In Frankreich herrschte der „Terror“: In diesen Jahren wurden ca. 17.000 Menschen verurteilt und hingerichtet, nochmal 20.000 ermordet, ohne dass man sich die Mühe machte, vorher wenigstens den Anschein der Rechtmäßigkeit herzustellen. Einer davon war ein Angehöriger der Familie Jane Austens... 1796 wurde die Lage in England noch verzweifelter: Die großen Garnisonen der Navy in Spithead und Nore meuterten, die Staatsfinanzen waren desolat... Napoleon war dabei die Herrschaft der Royal Navy über das Mittelmeer zu brechen und fiel mit seinem Heer in Ägypten ein... Gross Britannien stand allein, alle ehemaligen Verbündeten auf dem europäischen Festland hatten mit Napoleon Frieden geschlossen oder waren von ihm besiegt worden.

In diesem Jahr wurden durch die regierenden Torys unter William Pitt d.J. radikale Maßnahmen ergriffen: Die Staatsfinanzen wurden schrittweise saniert, die Presse- und Redefreiheit sowie weitere bürgerliche Freiheiten eingeschränkt, dutzende „Radikale“ wurden inhaftiert, einige hingerichtet und viele nach Australien deportiert... Die Stimmung im Volk war klar gegen die Whigs (denen die meisten „Franzosenfreunde“ angehörten) – mit politischen Parolen, die einen Umschwung a la Frankreich forderten, konnte man in London keinen Stich mehr machen... alles was nur irgendwie nach Reform roch, wurde sofort als subversiver Versuch „französische Verhältnisse“ in England einzuführen denunziert... England befand sich im Krieg und es stand allein gegen fast ganz Europa.

Die nächsten 10 Jahre lebte man in England unter der ständigen Furcht vor einer Invasion durch die Truppen Napoleons... und die einzige Barriere zwischen Napoleon und England bildeten die hölzernen Planken der Schiffe der Royal Navy... Erst 1805 mit Nelsons Sieg über die französische Flotte vor Trafalgar endete diese Bedrohung... Doch in den folgenden fast 10 Jahren wird es einen zermürbenden, verlustreichen Kleinkrieg, gegenseitige Embargos und blutige Schlachten geben, bis Napoleon von Wellington in Waterloo endgültig geschlagen wird...

Ich weiß nicht, wie andere Nationen darüber dachten, aber die Engländer waren sicher keine Freunde der „Wohltaten“, die Napoleon über Europa verbreitet hat... Am Ende hatte er wohl mehr Porzellan in Gross Britannien zerschlagen, als es auf dem ersten Blick scheint...

Als Godwin (der Ehemann Mary Wollstonecrafts) 1798 seine „Erinnerungen an Mary Wollstonecraft“ veröffentlichte, war die Stimmung im Lande schon radikal gegen ihn und seine Ideen umgeschlagen, falls es jemals eine umfassende Zustimmung zu den Thesen Mary Wollstonecrafts gegeben hat, das war vorbei... Der Anarchist und Radikale Godwin wurde verhöhnt und verspottet, und seine tote Frau als Hure, die sich „der halben Stadt hingab“ beschimpft... 1803 und 1804 wurde der Name Mary Wollstonecraft in den einschlägigen Lexika weiblicher Berühmtheiten nicht mehr erwähnt (die wurden übrigens von ihren einstigen Freundinnen Mary Hayes und Mathilda Bentham herausgegeben :wink: )... Nein, Mary Wollstonecraft und ihr Werk „Über die Verteidigung der Rechte der Frauen“ war auf dem besten Weg in die Vergessenheit...

Erst 50 Jahre später begann man sich (in der englischen Frauenbewegung) wieder an Mary Wollstonecraft zu erinnern... aber das ist schon eine ganz andere Zeit und eine andere Geschichte...

Ich hab hier einen Auszug (eine Fußnote) aus Amanda Foremans „Georgiana“, welches ich Dir sehr ans Herz legen möchte, wenn Du etwas über das Leben zur Zeit Jane Austens erfahren möchtest und das zeigt, dass auch die „Tatsachen“ der Geschichtswissenschaft nicht unverändert feststehen...

Georgianas Verlegenheit ... war auch eine Reaktion auf die konservative Stimmung der neunziger Jahre in bezug auf Frauen, die sich auf “männliches” Gebiet wagten. Bis zur Französischen Revolution konnten sich begabte Frauen, die Geschmack an der Politik fanden, eine Rolle schaffen, und viele taten es auch.
Es bestand jedoch eine beträchtliche Scheinheiligkeit, was die Rolle der Frau anging. Weibliche Beteiligung an irgendeiner Aktivität außerhalb der häuslichen Sphäre war zufällig und nicht voraussagbar; bei der Bestimmung eines Frauenlebens waren der Charakter und die Umstände oft wichtiger als die soziale Konvention. Die Witwenschaft konnte eine Frau dazu zwingen, die Beschäftigung ihres Mannes zu übernehmen, zum Beispiel eine Druckerei zu führen oder einen Laden zu besitzen, während Ehelosigkeit eigene Schwierigkeiten, aber auch eigene Möglichkeiten mit sich brachte. Die Künste und die Erziehung boten Frauen die meisten Möglichkeiten, wie die Karrieren von Mary Wollstonecraft, der Theaterschriftstellerin Elisabeth Inchbald und der Moralistin Hannah Moore illustrieren. Obwohl die meisten Traktate und Pamphlete über die Rolle der Frau für Passivität und Zartheit plädierten und die Frauen ständig an ihren untergeordneten Status erinnerten, waren sie, in der Hauptsache, doch beschreibende Werke dessen, wie Frauen sein sollten. ... In der Vergangenheit haben Historiker den Standpunkt vertreten, Männer und Frauen lebten in zunehmend streng getrennten Sphären, kontrolliert und abgetrennt durch Funktion und Geschlecht. In neuerer Zeit hat sich die These gewendet zugunsten ... der Integration und des Pluralismus, mit größerer Abhängigkeit von individuellen Fallgeschichten als von theoretischen Modellen.


Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 23:45 
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@ Bruki
Es freut mich sehr, dass Dir das Buch gefallen hat! :)


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BeitragVerfasst: Freitag 7. Juli 2006, 23:55 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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"Der Begriff "Frauenbewegung" steht im allgemeinen für die Emanzipation der Frauen, durch welche sie politisch, wirtschaftlich und sozial mit den Männern gleichgestellt werden wollten. Entstanden ist sie während der französischen Revolution als Folge sozialer Umwälzungen.

Bereits im 18.Jh. tauchte in England die erste Frauenbewegung auf, weil die Frauen mit ihrer Situation unzufrieden waren. Obwohl sie genauso hart arbeiteten wie die Männer, verdienten sie weniger und mussten das Geld an ihren Mann abgeben. Hinzukam die industrielle Revolution, welche die Lebensverhältnisse verschlechterte und zur Mangelernährung führte.
Doch noch waren nicht alle Frauen in England dazu bereit, für ihre Rechte zu kämpfen. Zuerst waren es hauptsächlich Frauen aus der Mittelschicht oder Adelige, die sich aus der konservativen Frauenrolle zur Zeit der Königin Viktoria befreien wollten. Sie waren es leid "nur" die Kinder zu bekommen, aufzuziehen und ihrem Mann zu dienen; sie wollten mit dem Mann gleichgestellt sein. Um nicht von einem Mann abhängig zu werden, arbeiteten diese Frauen z.B. als Lehrerinnen oder Schulleiterinnen und setzten sich auf diese Weise für die Erziehung von Kindern ein, wodurch sie das konservative Denken über die Stellung der Frau für die Zukunft ändern wollten.

Es war wohl einer der bedeutendsten Schritte, der Frauenbewegung in England, als Mary Wollstonecraft (siehe Biographie) 1792 ihr Buch "A Vindication of the Rights of Woman" (deutsch: "Eine Verteidigung der Rechte der Frau") veröffentlichte und damit die Frauenbewegung weiter antrieb.
In ihrem Buch schrieb sie nämlich nieder, was der weiblichen englischen Bevölkerung äußerst wichtig zu verändern war: die fehlende Gleichstellung der Frau, die eingeschränkte Schulbildung und die Abhängigkeit der Frau vom Mann. Mit ihrem Buch rief sie die Frauen öffentlich dazu auf, um ihre Rechte zu kämpfen.

1869 veröffentlichte John Stuart Mill sein Buch "The Subjection of Women" (deutsch: "Die Hörigkeit der Frauen"), indem er als einer der ersten Männer Englands die Meinung vertrat, dass die damalige Stellung der Frau vollkommen veraltet wäre und Frauen die gleichen Rechte wie Männer verdient hätten."
Soweit von der Seite, die ich oben verlinkt hatte. So unterschiedlich kann es aufgefasst werden. Und übrigens meinte ich nicht im allgemeinen die Kriege und Eroberungen von Napoleon sonder den Code civile (oder wie der nun hieß. Und dann hat er wohl noch was über die Stellung der Frauen geschrieben. Ob das in diesem Code civile oder einer anderen Schrift war kann ich nicht so genau sagen.
Mit Sicherheit hast du Recht, dass ganz Europa gegen Napoleons Kriege war und ihn bekämpft hat, aber unbestritten ist in England etwas passiert bei den Frauen, dass sie begonnen haben nicht mehr alles hinzunehmen. Sicher waren das zuerst nur Kleinigkeiten, aber damit fängt doch alles an. Sonst wären nicht wenige Jahre später die ersten Frauen an Unis zugelasen worden und erhielten mehr Rechte. Das wäre doch nicht geschehen wenn nicht im Vorfeld immer mehr Frauen für ihre Rechte eingetreten sind?
Auf jeden Fall hast du sicher Recht, wie leicht man was falsches aus Texten rauslesen kann und falsch interpretiert oder aus heutiger Sicht heraus argumentiert wo wir schon gar nicht mehr wissen, wie mutig und unvorstellbar zu JA's Zeit war, was uns heute selbstverständlich ist. Und so sehen wir dann ja auch "unsere" Lizzie aus unserer Sicht, auch wenn wir uns bemühren Licht in ihre Zeit zu bringen. Gar nicht so leicht, da objektiv zu bleiben.
Aber es lohnt sich :wink:

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Clemens Bittlinger


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BeitragVerfasst: Samstag 8. Juli 2006, 06:57 
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Archivarius

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... jetzt kommen wir langsam vom Thema dieses Theads weg... Außerdem gibt es hier für die Fragen, ob Jane Austens P&P was mit Mary Wollstonecraft zu tun haben könnte und ob Jane Austen eine Anhängerin oder wenigstens Symphatisantin dieser Radikalen war, hier schon einen eigenen Treat...

Falls Dir das Thema auf der Seele brennt, Tina, machen wir dort weiter... Und lass nicht nach weitere Websites nach dem Thema abzusuchen... und darüber zu berichten...

Außerdem: Wie wäre es, wenn Du nachdem Du die verschiedenen Websites, die sich so gelehrt über "Eine Verteidigung..." auslassen, zusammen hast, Mary Wollstonecrafts Pamphlet selber mal lesen würdest? Wäre es nicht eine gute Idee, dieses so "grundlegende und wegweisende Werk" zu kennen, wenn man darüber reden will, und sich in so einer wichtigen Frage nicht nur auf die Behauptungen und Bewertungen anderer zu verlassen?

Bruki

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BeitragVerfasst: Samstag 8. Juli 2006, 07:09 
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Archivarius

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meli hat geschrieben:
@ Bruki
Es freut mich sehr, dass Dir das Buch gefallen hat! :)

... ja, das war Klasse! Und im Amazon-Marketplace wird das doch echt für 5,50 Euro verramscht (einschließlich Versand) - da kann man doch nicht nebenbei stehen :wink:

Bruki :cool:

PS: Jetztz hab ich noch ungelesen rumliegen: Stella Tillyard "Die wilden Weiber von Windsor" - das beginnt mit Charles II. offiziellen Mätresse, behandelt das wilde Leben der Lennox-Schwestern und endet 1826 kurz vor der Thronbesteigung Königin Viktorias... Da freue ich mich schon drauf, das zu lesen... :ja:

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Juli 2006, 12:29 
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Austenkenner
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Bruki hat geschrieben:
... und so beginnt jede gesellschaftliche Erneuerung :ja: ... Luther war zuerst auch nur einer, der sicher seinen ganzen Mut zusammenraffen musste, als er öffentlich was an die Tür der Schloßkirche genagelt hat :wink: ...


Wohl eher nicht! Wenn du es nicht wortwörtlich gemeint hast, kannst du mit einem zaghaften Kopfschütteln über mein Bemerkung hinweglesen. Ansonsten: Luther hat ja ziemlich sicher seine Thesen nicht persönlich an die Kirchentür genagelt. Er hat seine Schrift an den zuständigen Bischof und vor allem an Thaologen in seinem Umfeld geschickt. Vermutlich hat irgendjemand, dem die Wichtigkeit dieser Sätze als allgemeine Bakanntmachung dringlich schien, das Blatt an die Kirchentür geheftet, die der übliche Platz einer Bekanntmachung war.

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No lace, Mrs. Bennet! No lace!


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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Juli 2006, 12:58 
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Archivarius

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Miss W. hat geschrieben:
Bruki hat geschrieben:
... und so beginnt jede gesellschaftliche Erneuerung :ja: ... Luther war zuerst auch nur einer, der sicher seinen ganzen Mut zusammenraffen musste, als er öffentlich was an die Tür der Schloßkirche genagelt hat :wink: ...

Wohl eher nicht! Wenn du es nicht wortwörtlich gemeint hast, kannst du mit einem zaghaften Kopfschütteln über mein Bemerkung hinweglesen. Ansonsten: Luther hat ja ziemlich sicher seine Thesen nicht persönlich an die Kirchentür genagelt. Er hat seine Schrift an den zuständigen Bischof und vor allem an Theologen in seinem Umfeld geschickt. Vermutlich hat irgendjemand, dem die Wichtigkeit dieser Sätze als allgemeine Bakanntmachung dringlich schien, das Blatt an die Kirchentür geheftet, die der übliche Platz einer Bekanntmachung war.

... ja ja, ich weiß auch, dass das mit der Tür eine Legende ist, aber sie ist so fest im deutschen Bewusstsein verankert, dass man sie getrost als wahr ansehen kann... und sie ist ein gutes Bild für die Probleme, die jeder Entdecker einer neuen Idee hat bzw. bekommen kann...

Bruki :cool:

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BeitragVerfasst: Sonntag 9. Juli 2006, 14:57 
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hui, off-topic-diskurse sind grad schwer in mode, wie? naja, sommerloch. mögen die admins uns verzeihen!

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BeitragVerfasst: Montag 10. Juli 2006, 11:23 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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@ Johanna,
als ich eine sekundelang, ich schwör's nicht länger, darüber nachgedacht habe ob ich das Kind kriegen soll, sagte meine deutsch-türkische Frauenärztin zu mir "Wenn Du's weg machst, kriegst Du ein schlechtes Karma". Das war aber nicht der Grund für mich meine Sarah zu behalten.
Ich fand den Spruch halt gut.
gute Taten - gutes Karma
schlechte Taten - schlechtes Karma

Nur leider ist das Leben und das Schicksal nicht so einfach gestrickt - sonst müßten je alle Bösewichte (George Bush) elendig leiden, und dem ist leider nicht so

Irgendwie kann ich mich nicht daran gewöhnen den "Vater der Poesie"
als alten Lüstling zu sehen, ich dachte immer er wär so ein "Biedermeier-Opa" gewesen. Von manchen Bildern muß man sich im Laufe seines Lebens trennen ...

Liebe Grüße, Caro


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BeitragVerfasst: Montag 10. Juli 2006, 14:50 
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Bei mir wars umgekehrt. Als meine Mutter mich das erste Mal nach Weimar brachte, hat sie mir u. a. in schönster Vorurteilslosigkeit auch von Christiane Vulpius und Frau in von Stein etc. erzählt, so daß ich mit meinen 7 Jahren davon ausging, daß das so sein müßte, also etwas ganz normales, um nicht zu sagen Langweiliges sei. Für mich ist er ein großer Dichter mit ausgesprochen gesundem Ego und einer Poesie fabrizierenden Libido. Also weder Opa noch Lüstling. Ich gehe aber auch davon aus, daß er in späteren Jahren den jungen Hüpfern nicht unter den Rock gegangen ist, sondern - wenn man mal die paar Jahrzehnte Altersunterschied wegläßt - durchaus angemessen umworben hat. Man mag ihm ja seinen 3. Frühling auch nicht mißgönnen, immerhin - ohne poetische Ergüsse - könnte einem ja so etwas auch noch passieren.


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BeitragVerfasst: Montag 10. Juli 2006, 14:57 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Des hast jetzt aba grad schön g'sagt, mit der Poesie fabrizierenden Libido ....

Liebe Grüße, Caro

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Für 1 Jahr säe einen Samen, für 10 Jahre pflanze einen Baum, für 100 Jahre erziehe einen Menschen. chin. Weisheit


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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 11:04 
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Matthews spezielle Weinlieferantin
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Guter Vorschlag Bruki! Aber dafür muss ich erst noch besser gerüstet sein. :)
Aber eins noch: Lizzie dürfte kaum mit Brontée Werken verglichen werden. Wenn ich die Zeiten im Kopf habe, sind die Schwester erst in den letzten Lebensjahren von JA geboren worden und ihre Werke von daher erst noch viel später erschienen sein. :confused:
Und im übrigen ist Lizzie im Film weil sie nicht schlafen konnte spazieren gegangen. Im eigenen Garten im frühen Morgen, wo man nicht mit Besuch rechnen konnte. Und dafür brezelt sich auch Frau nicht auf, egal zu welcher Zeit und was die gute Sitte dafür oder dagegen sagt. Da sprach schon die Rücksicht auf Jane dagegen. In dieser Hinsicht dürften wir Menschen uns nicht sonderlich verändert haben im Lauf der Geschichte. Aber das war jetzt nur ein kleiner Einwurf meinerseits betr. Lizzie im Schlafaufzug und Mantel im Garten. Mit deinem Einwurf bezüglich ihres Aufzugs als sie Jane besucht, hast du mit Sicherheit Recht. Da achtet man schon eher auf Sitte und Anstand, da es sich um einen Besuch bei anderen Leuten handelt. Auch wenn Lizzie sich bestimmt auch hier nicht wie für einen Ball aufgebrezelt hätte, hätte sie dann sicher eher nach Haube und anständiger Kleidung gerichtet. :ja:
Grüße, Tina

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 11:12 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Registriert: Mittwoch 28. Juni 2006, 12:57
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Hallo zusammen,

ich habe jetzt noch ein Frage zur Haube.
Ich dachte nämlich, die trugen nur verlobte und verheiratete Frauen, eben um zu zeigen, dass sie "unter der Haube" waren.
Die übrigen trugen wohl eher kleine "Aufsteckhütchen" oder Schals.
Oder lieg ich da komplett falsch ...?

Liebe Grüße, Caro

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 12:39 
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Archivarius

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Tina hat geschrieben:
Guter Vorschlag Bruki! Aber dafür muss ich erst noch besser gerüstet sein. :)

... ich weiß jetzt nicht, was ich vorgeschlagen hab, hoffentlich nix unangemessenes für eine junge Dame? :wink:

Tina hat geschrieben:
...Aber eins noch: Lizzie dürfte kaum mit Bronté Werken verglichen werden. Wenn ich die Zeiten im Kopf habe, sind die Schwester erst in den letzten Lebensjahren von JA geboren worden und ihre Werke von daher erst noch viel später erschienen sein. :confused:

Ach, Tina,

es gibt eine alte Rivalität zwischen den Bronteisten und den Janeiten, die von ein paar sehr boshaften (oder dummen) Anmerkungen der Charlotte zu Our Lady herrührt - und die einige Janeiten bis auf Blut reizen (besonders Sonja nimmt sowas persönlich :lach: )...

... und es gibt auch einige Vergleiche zwischen den Romanen JA und den Brontes... Schau mal hier nach und hier und hier im Boardarchiv... Und hier im neuen Board gibt es auch einen oder zwei Bronte-Threads... :wink:

Was man jedoch nie nie nie tun sollte, ist, sich in einem Jane Austen Board einzuführen, indem man damit prahlt, dass man "Jane Eyre" von Jane Austen gelesen habe :flop: (hat hier echt mal einer gemacht :tot: - Du hättest Sonjas Anmerkung dazu lesen sollen :rofl: ...)

Tina hat geschrieben:
... Und im übrigen ist Lizzie im Film weil sie nicht schlafen konnte spazieren gegangen. Im eigenen Garten im frühen Morgen, wo man nicht mit Besuch rechnen konnte. Und dafür brezelt sich auch Frau nicht auf ... Aber das war jetzt nur ein kleiner Einwurf meinerseits betr. Lizzie im Schlafaufzug und Mantel im Garten. ...

Anders als heute, wo wir immer Antibiotika und SMH in der Nähe haben, fürchtete man damals "a little trifling cold" - das ging nämlich oft tödlich aus... Und wie man in einem der Briefe Jane Austens nachlesen kann, nahm sie das mit dem warmen Hals und den Gefahren des nassen Wetters sehr ernst... so dass sie nie nie nie eine ihrer Heldinnen im Nachhemd in den Morgennebel geschickt hätte... (einzige Ausnahme ist Marianne, aber die war auch nur ein paar Schritte vom Haus weg als der Regen losbrach - und später sehen wir die sich prompt einstellenden lebensbedrohlichen Auswirkungen solcher "romantischer" Aktionen...) Jane Austens Elizabeth Bennet war viel zu erwachsen, um ohne vernünftigen Grund, warme Kleidung und feste Schuhe im nassen Gras herumzutappen...

Ich denke, die Szene wurde in den Film genommen - nicht weil sie Jane Austens Intentionen entsprach, sondern weil sie die heutigen romantischen Konventionen für Liebesfilme bedient... Wobei ich jetzt nix gegen die halbnackte Keira im Morgennebel, die auf dito Matthew trifft, gesagt haben will :panik:

Bruki :cool:

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Zuletzt geändert von Bruki am Dienstag 11. Juli 2006, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Zitat:
ich habe jetzt noch ein Frage zur Haube.
Ich dachte nämlich, die trugen nur verlobte und verheiratete Frauen, eben um zu zeigen, dass sie "unter der Haube" waren.


ich habe mal gelesen, dass diese Hauben von überwiegend verheirateten Frauen sowie älteren Unverheirateten im Haus getragen wurden. Draußen wurde meist noch ein Hut darüber getragen.

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The person, be it gentleman or lady, who has not pleasure in a good novel, must be intolerably stupid. -HenryTilney
„Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten, das Irrationale, daß er nicht danach handelt.“
Friedrich Dürrenmatt

What is written without effort
is in general read without pleasure-
Samuel Johnson.


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Es ist zwar weit her geholt, aber von dem Mittelalterhobby meines Mannes weiß ich, dass es zumindest damals so gewesen ist, dass die unverheirateten Mädchen ihr Haar offen getragen haben, zuletzt dann an der Hochzeit. Ab dann mussten sie ihr Haar binden und eine Haube tragen. Ob sich seitdem an der Sitte etwas geändert hat, weiß ich nicht. In den Verfilmungen die ich kenne tragen die Frauen und Mädchen alle zumindest kleine Hütchen. Mit offenen Haaren habe ich eigentlich nur Lizzie gesehen. Aber ob das jetzt so aussagekräftig ist?
Tina

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Nein, das ist richtig.. deshalb heißt es ja auch "unter die Haube kommen".
Eine unverheiratete Frau trug ihr Haar unbedeckt ( da hatte sich seit dem Mittelalter nichts geändert), war sie verheiratet, trugt sie ein Haube.
Allerdings denke ich, dass man die Haare nicht unbedingt offen trug.
Eigentlich war aufgestecktes Haar ein Zeichen für das Erwachsenwerden ( zumindest in viktorianischen Zeiten), ich weiß nicht, ob da auch für Regency gilt. :nix:

Ich fand die offenen Haare jetzt nicht so schlimm, nur waren sie halt merkwürdig offen. ;)
Als sie ging, trug sie ihre Haare brav zu einem Dutt aufgesteckt.. ehrlich, bei einem Marsch kann der zwar aufgehen, aber dann sieht das anders aus.
Dann hat man nicht noch einen Teil vom Dutt hinten brav sitzen und der Rest fließt über die Schultern.
Man hat eher einige Strähnen, die sich aus dem Knoten ringeln.. oder er geht ganz auf. Und in diesem Falle hätte eine pragmatische Lizzy ihre Haare sicher schnell zu einem Zopf geflochten. ;) Aufstecken kann man den auch ohne Hilfe.

Und ihr Zopf im Morgengrauen.. den bemängel ich nicht, es ist normal, dass man lange Haare nachts zum Zopf flechtet.. sonst sieht man morgens aus wie ein Wischmop... ;D
Und sie mußte wirklich nicht damit rechnen, dass da Mr. Darcy ebenfalls an Schlafmangel leidet ( der war viel weiter gelaufen..).
Grüße,
Kerstin

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 13:35 
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D'Arcy-Expertin mit Adelsaffinität
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Was einige bemängeln ist denke ich, auch weniger die Frisur, sondern die Tatsache, dass Lizzie eben im "Nachthemd" und offenem Mantel(?) nach draußen ging.
Ich denke auch, wenn man zwar müde, aber schlaflos ist, denkt man nicht groß über die Kleidung nach, man geht sozusagen "schlafwandlerisch" nach draußen, in der Hoffnung mit frischen Gedanken danach besser schlafen zu können ...

Liebe Grüße, Caro

PS: JA hätte es trotzdem nicht so geschrieben

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 15:15 
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Das sehe ich ganz genauso, Caro.
Ürigens ist die gute Marianne des öfteren bei Wind und Wetter losgezogen und kam häufig in einen Regenschauer herein. Und 4 1/2 Meilen Entfernung bis zum Hügel, von dem aus man den Landsitz (Com Magna) sehen kann, sind nun eigentlich kaum als einige Minuten entfernt zu bezeichnen. Schon gar nicht für Cornel Brandon, der sie den ganzen Weg im Regen auf seinen Armen trug (er hatte kein Pferd, auf das er sich setzen konnte). Das finde ich schon eine reife Leistung von ihm :ja:
Und stimmt, Mr. Darcy ist auf jeden Fall viel länger unterwegs gewesen. Nach der Unterredung mit seine Tante muss er gleich losmarschiert sein. Aber JA schien dafür eine Schwäche zu haben. Ist nicht Mr. Bingley auch gleich durch die Nacht marschiert um so schnell wie möglich bei seiner Emma sein zu können? Allerdings trug er doch mehr als der gute Darcy. Wenngleich ich schon zugeben muss, dass mir Darcy so viiiiiiiiiiieeeel besser gefallen hat. Ich geb's zu.
Tina

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Schritte wagen im Vertraun auf einen guten Weg, Schritte wagen im Vertraun das letztlich ER mich trägt, Schritte wagen weil im Aufbruch ich nur sehen kann, für mein Leben gibt es einen Plan.
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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 15:29 
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Kerstin hat geschrieben:
... Eine unverheiratete Frau trug ihr Haar unbedeckt (da hatte sich seit dem Mittelalter nichts geändert), war sie verheiratet, trugt sie ein Haube. ...

Jane Austen trug als alte Jungfer auch eine Haube... das mit der Haube bedeutete wohl, dass sie sich als nicht mehr auf dem Heiratsmarkt befindlich betrachtete... Also "keine Haube" = "ich bin zu haben" und Haube = "lass mich in Ruh" ... :wink:

Sie hat sich übrigens mal in einem Brief darüber geäußert, dass sie jetzt, da sie die Haube trüge, ein viel einfacheres Leben hätte, da sie ihre Haare nicht mehr so häufig und sorgfältig zu frisieren brauche...

Und ich glaube, Cassandra hat auch eine Haube getragen nach dem Tod ihres Verlobten (aber das weiß ich jetzt nicht so genau)...

Bruki

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 15:33 
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@ Tina
Apropos, das kann so nicht ganz stimmen, filmtechnisch meine ich:

Bingley erzählt, dass Darcy nach London gefahren ist und Lizzie wartet mehr oder weniger verzweifelt. Dann der Disput mit Lady Catherine.
Okay, sie (Tante) ist zu ihm gefahren, aber ich gehe verstärkt davon aus, dass sie auf dem Weg nach Kent, also nach Hause über London gefahren ist. Er hatte ihr bestimmt nicht geschrieben, dass er nach Netherfield fahren würde, um Lizzie zu besuchen !!!
Wie kann er dann am morgen danach bereits zu Fuß zu Lizzie kommen ?

Liebe Grüße, Caro

Edit: Sorry Bruki,
ich antwortete noch, bevor deine Antwort kam ...

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 11. Juli 2006, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 16:16 
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Archivarius

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Tina hat geschrieben:
... Ürigens ist die gute Marianne des öfteren bei Wind und Wetter losgezogen und kam häufig in einen Regenschauer herein. Und 4 1/2 Meilen Entfernung bis zum Hügel, von dem aus man den Landsitz (Com Magna) sehen kann, sind nun eigentlich kaum als einige Minuten entfernt zu bezeichnen. Schon gar nicht für Cornel Brandon, der sie den ganzen Weg im Regen auf seinen Armen trug (er hatte kein Pferd, auf das er sich setzen konnte). Das finde ich schon eine reife Leistung von ihm :ja:

Hai Tina,
Du hast jetzt eines meiner Lieblingsthemen :love: angeschnitten, nämlich "Wie Emma Thompson Jane Austen versaubeutelte" :aetsch: ...

Aber sei nicht traurig: Die Wirkungen dieses vermaledeiten S&S-Filmes sind so durchschlagend, dass auch bessere Austenkennerinnen davon beeindruckt wurden...

Jane Austens Marianne war nie im Regen auf einem Hügel, von dem aus sie Combe Magna sehen konnte... Das hat Emma Thompson sich nur ausgedacht - und es scheint sich so fest im Bewusstsein der Kinogänger eingebrannt zu haben, dass es den Jane-Austen-Roman glatt verdrängte...

Das hier ist dagegen mit Marianne wirklich in Cleveland passiert:

Two delightful twilight walks on the third and fourth evenings of her being there, not merely on the dry gravel of the shrubbery, but all over the grounds, and especially in the most distant parts of them, where there was something more of wildness than in the rest, where the trees were the oldest, and the grass was the longest and wettest, had--assisted by the still greater imprudence of sitting in her wet shoes and stockings--given Marianne a cold so violent as, though for a day or two trifled with or denied, would force itself by increasing ailments on the concern of every body, and the notice of herself.

Marianne ist beim Spazierengehen im Park abseits der trockenen Kieswege unter den alten Bäumen durchs nasse Gras gestriffen und hat sich - unbesonnen wie sie ist - auch noch mit nassen Schuhen und Strümpfen hingesetzt... Und davon wurde sie krank - keine Rede von Regenschauern oder von einem Ausblick auf Combe Magna...

Und nachdem erste Fieberschübe sie ins Bett zwangen, gedachte sie noch am nächsten Morgen wie immer aufzustehen, schaffte es aber nur bis zum Kamin, wo sie den Tag am Feuer sitzend zubrachte...

Und auch dem armen Colonel Brandon mutest Du zu viel zu: In seinen Träumen hat er Marianne sicher auf seinen Armen getragen :ja: - trotz Rheuma und Zipperlein :eek: - aber in der Realität des Romans fühlte er, nachdem Marianne auf ihren eigenen Beinen ins Bett ging und Elinor sie pflegte, keine echte Besorgnis:

Colonel Brandon was only astonished at her sister's composure, who, though attending and nursing her the whole day, against Marianne's inclination, and forcing proper medicines on her at night, trusted, like Marianne, to the certainty and efficacy of sleep, and felt no real alarm.

... also, auch dass Colonel Brandon Marianne durch den Regen trug, hat sich Emma Thomson nur ausgedacht, wahrscheinlich um romantische junge Mädchen zu verwirren... :D

Tina hat geschrieben:
... Ist nicht Mr. Bingley auch gleich durch die Nacht marschiert um so schnell wie möglich bei seiner Emma sein zu können? Allerdings trug er doch mehr als der gute Darcy. ...

... das wiederrum musst DU MIR erklären! Denn was Du damit gemeint haben könntest, verstehe ich nicht... :wink:

Bruki :cool:

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Zuletzt geändert von Bruki am Dienstag 11. Juli 2006, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 16:26 
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@ Tina,
ja über diesen Satz bin ich auch gestolpert, wollt aber erst nichts sagen.
Was genau meintest Du damit ?
Allerdings trug er doch mehr als der gute Darcy. ...

@ Bruki,
aber hat Emma Thompson nicht in einem Interview gesagt, wie sehr sie JA "liebt" ...? Liebe ist auch ein dehnbarer Begriff, schützt vor "verhunzen" nicht ...


Liebe Grüße, Caro

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Zuletzt geändert von Caro am Dienstag 11. Juli 2006, 16:34, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 16:33 
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Caro hat geschrieben:
@ Tina,
@ Bruki,

ja über diesen Satz bin ich auch gestolpert, wollt aber erst nichts sagen.

Allerdings trug er doch mehr als der gute Darcy. ...

Was genau meintest Du damit ?

Liebe Grüße, Caro

... ja genau.. und was hat Emma mit Bingley zu tun? :eek:

Bruki

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BeitragVerfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 16:34 
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Sie waren alle bei Ms. Austen zum Tee eingeladen und Emma hat entdeckt, daß sie es doch nicht so schätzt, wenn man ihr sagt, was sie zu tun und zu denken hat, sondern lieber im Umkehrschluß ihrem Ehemann derartiges vorgibt und daher Mr. Knightley drei Tage vor der Hochzeit stehen läßt, um mit Mr. Bingley auszubüxen. Der, als er die entsprechende Aufforderung von Emma zwischen Spotted Dick und Portwein erhält, sofort nach Highbury aufbricht.

Worüber Jane wiederum nicht traurig ist, da sie die breite und verläßliche Schulter eines Mr. Knightley noch komfortabler findet, als die des von Darcy etwas zu stark beeinflußten Bingley :pfeif:


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